Tricky – Mixed Race
- Every Day
- UK Jamaican
- Early Bird
- Ghetto Stars
- Hakim
- Come To Me
- Murder Weapon
- Time To Dance
- Really Real
- Bristol To London
Mixed Race, das Album
Der experimentelle Musiker Tricky gehört zu den Begründern des sogenannten Trip Hop, eine Musikrichtung, die vor allem durch Bands wie Massive Attack oder Portishead berühmt geworden ist. Markenzeichen des Trip Hop sind langsame Drumrhythmen, die oft von düsteren elektronischen Klängen begleitet werden und nicht selten auch aus dem Repertoire von Jazz und Hip Hop schöpfen.
Mixed Race ist Trickys bereits neuntes Studioalbum. Auf ihm kombiniert er düstere Soundlandschaften mit afroamerikanischen Musikeinflüssen. Es entstand unter Mitwirkung von Sängerin Martina Tople-Bird, die ihn bereits schon auf seinem Debut Maxinquaye unterstützte.
“UK Jamaican” ist eine gelungene Melange aus Funkgitarren, elektronischen Drumbeats und von einem britischen Akzent gefärbten Frauenvocals, dabei bedient sich der Track einem alten Klassiker der New Wave-Musik, ist die elektronische Synthpassage doch ein Sample des 1978 erschienenen Elektroklassikers Warm Leatherette.
“Early Bird” ist sehr smooth, Tricky intoniert die Vocals mit seiner asthmatischen Stimme und wird von einer locker lässigen Topley-Bird begleitet.
“Ghetto Stars” wartet mit einem dramatischen Violinenspiel auf, man sieht sich regelrecht mit einer bedrohlichen Bandenkriegsituation in einem der amerikanischen Ghettos konfrontiert, jedenfalls erzeugt dieser Song eine beklemmende Atmosphäre, aus der man sich nicht so leicht befreien kann.
“Hakim” ist ganz anders als die anderen Songs, es singt ein mir unbekannter Mann etwas in Arabisch und wird dabei von typischen Hip Hop Beats begleitet, dieser Song versucht orientalische Klänge mit Hip Hop-Elementen zu kombinieren. Im Grunde funktioniert das ganz gut, doch verstört dieser arabische Gesang des Mannes ein bisschen.
“Come To Me” klingt recht psychedelisch mit verzerrten Gitarren, Tricky trägt recht lässig seine Vocals vor, auch Topley-Bird steuert wieder ein paar Gesangsparts bei, bleibt aber weitgehend im Hintergrund. Das Stück entwickelt sich im Verlauf immer mehr in Richtung Jazz.
“Murder Weapon” beginnt mit einer Spieluhrversion von Frank Sinatras “I Did It My Way”, der Song hat einen sehr eingängigen Refrain und ein kantiges Gitarrenriff, diesmal bekommt Tricky gesangliche Unterstützung von einem anderen Sänger, der Song gehört zu den stärksten auf dem Album und wurde zurecht als Single veröffentlicht.
“Time To Dance” macht dann auch seinem Namen alle Ehre, ein tanzbarer Elektrosong mit Funkelementen. Passt sehr gut zum Wiederrunterkommen nach einer durchzechten Disconacht.
Die Beats von “Really Real” könnte man fast schon als R’n'B bezeichnen, doch dafür ist er doch eine Spur zu experimentell.
Der letzte Track “Bristol To London vermischt Dancehall mit elektronischen Dancefloorbeats und dramatischen Stilwechseln. Ein recht interessantes Stück.
Fazit
Mixed Race klingt nicht wie die übrigen Alben von Tricky, hier kombiniert er Stile, die auf den ersten Blick nicht viel gemein miteinander haben, aber nach und nach so richtig zünden. Größtes Manko dieser Scheibe ist die kurze Spieldauer. Das Album besitzt bei 10 Tracks gerade mal eine Spielzeit von kaum einer halben Stunde. Die einzelnen Stücke sind sehr kurz und wirken eher wie kleine Hörproben. So fällt es dem Hörer schwer, so richtig in das Album hineinzukommen, kaum glaubt man Zugang zu einem Track gefunden, zu haben, ist er auch schon zu Ende. Dennoch ist Mixed Race sehr abwechslungsreich und beweist Trickys Gespür für innovative Sounds.
Autorwertung | Sound | |
Hörspaß | |
Songtexte | |
Melodie | |
Produktion | |
Gesamt | |
Besucherwertung
 Loading ...
Tags: Domino Records, Tricky Geschrieben in Alternative, Black, Musik, Rap | Keine Kommentrare »
Tubeway Army – Replicas
- Me! I Disconnect From You
- Are “Friends” Electric?
- The Machman
- Praying To The Aliens
- Down In The Park
- You Are In My Vision
- Replicas
- It Must Have Been Years
- When The Machines Rock
- I Nearly Married A Human
- Do You Need The Service?
- The Crazies
- Only A Downstat
- We Have A Technical
- We Are So Fragile
- I Nearly Married A Human (2)
Replicas, das Album
Mit Replicas erschuf die britische New Wave-Band einen zeitlosen Genreklassiker. Als im Jahr 1979 dieses Album veröffentlicht wurde, begann eine neue Zeit für die elektronische Musik, Tubeway Army gehörten zu den ersten, die das unterkühlte Image dieser Musik, dazu nutzten sich die Aura einer geheimnisvollen Band zu geben. Die Single “Are Friends Electric?” stieg dann auch prompt auch Platz eins der britischen Charts ein und machte den Elektropop der Band einem großen Publikum zugänglich.Woran der charismatische Sänger und Kopf der Band Gary Numan nicht ganz unschuldig gewesen sein dürfte, waren doch seine sonore Stimme und sein futuristisches Aussehen unverwechselbar. Bei Liveauftritten agierte er sehr statisch, sodass man in ihm fast schon so eine Art Android vermuten durfte.
Dabei ist der Sound von Replicas um einiges wärmer als der von Gary Numans Soloalben, der nach dem Erfolg dieser Platte fortan unter seinem eigenem Namen veröffentlichte. An dem Erfolg der Tubeway Army-Phase konnter er leider nur wenige Jahre anknüpfen bis er Mitter der 80er Jahre in eine tiefes kreatives Loch viel, doch das ist eine andere Geschichte.
Replicas ist durch und durch ein starkes Album, auf dem nicht ein einziger Ausfall zu beklagen ist, es finden sich die Superhits “Are Friends Electric?” und “Down In The Park” ebenso wie das rockige “You Are In My Vision”. Zu “When The Machines Rock” gibt es noch eine kleine Geschichte zu erzählen: Gary Numan wollte dieses Stück nutzen, um den Begriff Machine Rock für diese Art der Musik zu etablieren, doch schien er bei Presse wie Fans nicht wirklich gut angekommen sein, sodass diese Idee letztendlich ins Leere lief.
Neben dem ursprünglichen Album befinden sich auf dieser Ausgabe des Albums auch diverse Bonustracks, die alle qualitativ an die Qualität der Albumtracks heranreichen können, mit “I Nearly Married A Human” haben wir dann auch einen wunderschön atmosphärischen Instrumentaltrack vor uns, der direkt von Aliens aus dem Weltraum stammen könnte.
Fazit
Replicas ist ohne Zweifel eines der wichtigsten Alben des New Wave, hier findet man Elektropop in Reinkultur, der dazu auch noch recht anspruchsvoll ist, so gibt es bei jedem Hördurchlauf Neues zu entdecken, was sich positiv auf den Langzeithörspaß auswirkt. Dieses Album ist für jeden zu empfehlen, der sich für die Geschichte der elektronischen Popmusik interessiert.
Autorwertung | Sound | |
Hörspaß | |
Songtexte | |
Melodie | |
Produktion | |
Gesamt | |
Besucherwertung
 Loading ...
Tags: Beggars Banquet, Tubeway Army Geschrieben in Musik, New Wave | Keine Kommentrare »
Tubeway Army – Tubeway Army
- Listen To The Sirens
- My Shadow In Vain
- The Life Machine
- Friends
- Something’s In The House
- Every Die I Die
- Steel And You
- My Love Is A Liquid?
- Are You Real?
- The Dream Police
- Jo The Waiter
- Zero Bars (Mr. Smith)
- Positive Thinking (Live)
- Boys (Live)
- Blue Eyes (Live)
- You Don’t Know Me (Live)
- My Shadow In Vain (Live)
- Me My Head (Live)
- That’s Too Bad (Live)
- Basic J (Live)
- Do Your Best (Live)
- Oh! Didn’t I Say (Live)
- I’m A Poseur (Live)
- White Light, White (Heat)
- Kill St. Joy (Live)
Tubeway Army, das Album
Tubeway Army waren neben Ultravox! die Vorreiter des New Wave. Auf ihrem ersten Album, das schlicht Tubeway Army hieß, verbanden sie Punkrock mit elektronischem New Wave, und wiesen schon mal in Richtung Zukunft, die 80er standen ja schließlich vor der Tür. Im Vergleich zu dem sehr elektronischen Nachfolger Replicas scheint Tubeway Army ein Album zu sein, dass ein Hybrid aus den Punkrock-Tagen und eben erwähntes vollelektronisches Werk darstellt. Die Punkrock-Elemente stehen noch eine Spur zu sehr im Vordergrund, der Synthie begnügt sich mit seiner Funktion als begleitendes Element, sehr schön zu hören übrigens im Titel “Shadow In Vain”. Auch ist der Sound etwas unterkühlter als auf Replicas und Gary Numans Stimme klingt noch etwas jugendlicher, auch wenn er schon seinen Gesangsstil gefunden hat, den er dann auf späteren Werken perfektioniert hat.
Gerade der Opener “Listen To The Sirens” ist vielleicht von allen Songs auf Tubeway Army der die tyischen Elemente des New Wave miteinander verbindet. Lyrisch nähert man sich auch schon der Science Fiction Thematik, die bei der Band schon immer einer wichtige Rolle gespielt hat. Es geht um Entfremdung “Are You Real?”, die Angst in einer völlig technologisierten Welt nicht mehr Herr seiner selbst zu sein “The Life Machine” und unterdrückte Träume “The Dream Police”.
Auf dieser Re-Edition ist übrigens noch ein Konzertmitschnitt der Tubeway Army enthalten, welches leider durch die schlechte Aufnahmequalität nicht überzeugen kann, aber für Komplettisten sicherlich interessant ist. Auch das schlichte Cover passt perfekt zu den Sounds der Scheibe, es zeigt Gary Numans stilisiertes Gesicht und wurde zum Trademark der Band.
Fazit
Mit ihrem Debutalbum ist Tubeway Army ein sehr starkes Debut gelungen, das zwar noch nicht so elektronisch klingt wie ihr Meisterwerk Replicas, dafür aber noch diverse Punkrock-Elemente aufweist, die dem Album so einen gewissen rebellischen Charakter verleihen. Später rückten die Rockklänge immer weiter in den Hintergrund bis sich Gary Numan dazu entschloss, die Band Tubeway Army aufzulösen und als Solokünstler weiterzumachen.
Autorwertung | Sound | |
Hörspaß | |
Songtexte | |
Melodie | |
Produktion | |
Gesamt | |
Besucherwertung
 Loading ...
Tags: Beggars Banquet, Tubeway Army Geschrieben in Musik, New Wave | Keine Kommentrare »
Tubeway Army – The Plan
- That’s Too Bad
- Oh! I Didn’t I Say
- Out Of Sight
- Bombers (Original Version)
- My Shadow In Vain
- This Machine (Steel And You)
- Thoughts No. 2
- Something In The House
- Check It
- The Monday Troop
- This Is My Life
- Mean Street
- Ice
- Crime Of Passion
- The Life Machine
- Critics
- Do Your Best (Friends)
- Basic J
- That’s Too Bad (Original Version)
- Bombers
- Blue Eyes
- O.D. Receiver
- Fadeout 1930
- Don’t Be A Dummy (Lee Cooper Advert)
The Plan, das vergessene Album
Die britische New Wave-Band Tubeway Army unter Führung des charismatischen Sängers Gary Numan war Ende der Siebzieger vor allem für ihre futuristischen New Wave-Sounds berühmt, sie mischten schneidige Punksound mit elektronischen Klängen, und schufen etwas, was später als sogenannter New Wave ganze Generationen von Musikern beeinflussen sollte. Zu ihren bekanntesten Hits zählten “Are Friends Electric” und “Down In The Park”, die fast schon zu Hymnen dieses Genres wurden.
Was viele Menschen damals nicht wussten, ist, dass die Band nur wenige Jahre vor ihrem Durchbruch noch trockenen Punkrock gespielt hat. Die Songs aus dieser Zeit sind nun alle auf dieser Scheibe The Plan versammelt. Ursprünglich erst im Jahre 1984 veröffentlicht, also sieben Jahre nachdem die Titel bereits eingespielt waren, ließ sich ihr altes Label Beggars Banquet doch noch hinreissen und veröffentlicht die Songs nun auf CD.
The Plan bietet grundsoliden Punkrock, der zwar mit den späteren Elektroeskapaden der Band nicht viel gemein hat, aber dennoch eine eigene Soundmarke vorzuweisen hat. Natürlich ist der Sound der Aufnahmen aus heutiger Sicht recht antiquiert , aber es ist eben diese Rauheit, die den besonderen Reiz der Albums ausmachen. Es ist schon erstaunlich, was sich so alles aus der Grundausstattung von E-Gitarre, Bass und Schlagzeug so alles herausholen lässt.
Es ist wirklich schwer einzelne Songs aus dem Album herauszupicken, hier ist einfach alles stimmig, die Songs sind sehr rauh und besitzen hohes Suchtpotential. Doch wer gern auf Anspieltipps steht, sollte sich mal “That’s Too Bad”, “My Shadow In Vain” oder “This Is My Life” reinziehen, die die damalige Atmosphäre perfekt einfangen.
Fazit
The Plan ist ein sehr interessantes Album, beleuchtet es doch die Anfangszeit von Gary Numan und seiner Tubeway Army, doch die Fans sollten gewarnt sein, hier finden sich keine elektronischen New Wave-Perlen wie “Are Friends Electric?”, sondern grundsolide Punkrocksongs, die der damaligen Berühmtheit des Punk ihren Tribut zollen. Gary Numan hat in seiner Autobiographie selbst gesagt, dass er diese Songs nur aufgenommen hat, um an einen Plattenvertrag zu kommen, doch steckt in den Songs weit mehr als nur Mittel zum Zweck, hier ist schon im Ansatz jener Stil zu erkennen, der Gary Numan ein paar Jahren zu einem Superstar machte. Für alle, die sich für die rauhe Anfangszeit des New Wave interessieren, kann ich dieses Album nur empfehlen.
Autorwertung | Sound | |
Hörspaß | |
Songtexte | |
Melodie | |
Produktion | |
Gesamt | |
Besucherwertung
 Loading ...
Tags: Beggars Banquet, Tubeway Army Geschrieben in Musik, New Wave, Punk | Keine Kommentrare »
Gus Gus – Attention
- Unnecessary
- David
- Desire
- Attention
- Dance You Down
- I.I.E.
- Call Of The Wild
- Detention
- Your Moves Are Mine
- Don’t Hide What You Feel
Attention, das Album
Die isländische Künstlergruppe Gus Gus gehörte von 1995 – 2000 neben Björk zum heißesten Exportschlager Islands in Sachen spannender Popmusik, doch dann löste sich das aus einstmals neun Bandmitgliedern bestehende Ensemble auf. Übrig blieben nur die beiden DJs der Band, Gus Gus wurde damit der kreative Kopf abgeschnitten, übrig blieb nur der Rumpf. So überrascht es auch nicht, dass Attention so ganz anders klingt als die beiden wirklich gelungenen Vorgänger. Da die richtigen Musiker der Band fehlten, musste man sich auf einen Kompromiss einigen, so ist Attention um einiges elektronischer geraten und rückt mehr in die Nähe von House und Techno. Auch die schöne, kindliche Stimme von Hafdis Huld fehlte, die nach ihrem Aufstieg auf Solopfaden weilte. Ersatz fand man in der Sängerin Earth, die zwar immer noch ein recht anhörbares Organ hat, aber dem verträumten Gesang von Hafdis nicht das Wasser reichen kann.
Schon der erste Titel auf dieser CD macht seinem Titel alle Ehre, “Unnecessary” klingt wirklich sehr unnötig, viel zu hektisch mit einer ekelhaft verzerrten Gitarre und grausam produziertem Sound. Besser wird es mit “David” und “Desire”, die wirklich Ohrwurmqualitäten besitzen und zu Hightlights des Albums zuzuzählen sind. “Attention” nervt einfach nur mit diesem Soundbrei und dem nervigen Refrain, es wird ganz einfach das Wort in “Attention” in Endlosschleife wiederholt. “Dance You Down” ist auch sehr schwach, viel zu technoid und einfältig, fängt auch dieser Track sehr schnell zu nerven an. Neben all dem Mittelmaß haben wir aber mit “Call Of The Wild”, das im Übrigen in Zusammenarbeit mit Jimi Tenor entstand, und “Detention” noch zwei brauchbare Tracks auf der Scheibe, die das schlimmste verhindern. Gerade letzterer Track erzeugt nochmal mit seinen sphärischen Ambientklängen das ganz alte Gus Gus-Feeling.
Fazit
Spätestens mit Attention war klar, das nichts mehr so sein wird wie früher, wer die alten Gus Gus lieben gelernt hat, wird nur verwundert den Kopf schütteln, was aus der einstmals so kreativen Gruppe geworden ist. Hat man diesen Schock aber erst einmal überwunden, kann man auch auf diesem Album, den ein oder anderen guten Track finden. Vor allem “David” und “Call Of The Wild” fallen positiv auf. Auch Gus Gus-Veteran Daniel August gibt sich bei “Desire” noch einmal die Ehre. So verlässt man das Album mit ein wenig Wehmut im Bauch und denkt an die guten alte Tage zurück.
Autorwertung | Sound | |
Hörspaß | |
Songtexte | |
Melodie | |
Produktion | |
Gesamt | |
Besucherwertung
 Loading ...
Tags: Gus Gus, Vital Geschrieben in Dance, Musik, Pop, Techno | Keine Kommentrare »
Seite <
1
2
3
...153
154
155
156
157
...515
516
517
>
|
Zufällige Rezension
Rezensionen
Suche
Bewertungen
Autorenwertungen
Besucherwertungen
Sonstiges
Verwandte Seiten


|