Erasure – Light At Th End Of The World
- Sunday Girl
- I Could Fall In Love With You
- Sucker For Love
- Storm In A Teacup
- Fly Away
- Golden Heart
- How My Eyes Adore You
- Darlene
- When A Lover Leaves You
- Glass Angel
- Be My Baby
- I Don’t Know Why
Light At The End Of The World, das Album
Zwei Jahre nach dem von der Fachpresse gelobten Nightbird veröffentlichten Erasure den Nachfolger Light At The End Of The World. Dem ersten Eindruck nach zu urteilen, scheint sich in diesen zwei Jahren nicht viel getan zu haben, wieder haben wir eine Scheibe vor uns liegen, die vor Liebesliedern nur so strotzt, das scheint wohl im Moment das einzige zu sein worüber Erasure Texte schreiben können. Love, Love, Love. Eine erste Überraschung machte sich aber schon beim ersten Song breit. “Sunday Girl” ist mal wieder ein echter uptempo Track und davon gibt es auf dem Album gleich noch einen “Sucker For Love”. Der Nachteil bei zweiterem, die Produktion ist dermaßen auf Kirmestechno gekemmt, dass man so langsam das Gefühl hat, dass sich Erasure bei dem Stück einen kleinen Spaß erlauben wollten. Auch bei anderen Songs tritt diesr technoide Charakter zu Tage, “I Could Fall In Love With You” z. B., ist songtechnisch einfach nur einfallslos eingespielt, Vince, du warst mal so gut mit deinen Synthies, wo ist nur die ganze Magie hin? Für mich steht fest, dass die neue Art, wie Erasure heutzutage ihre Alben produzieren lassen, leider nicht mehr überzeugen kann.
Auch Balladen wie “Storm In A Teacup” überzeugen nicht wirklich, die wirken mir irgendwie bewusst auf Sentimentalität gebügelt. Da kann ich nicht mehr mitfiebern, sondern bin eher genervt von den langweiligen Sounds.
Beim Kauf des Albums ist noch darauf zu achten, sich die Limited Edition des Albums zuzulegen, die kostet nur zwei Euro mehr, hat aber zwei Songs mehr drauf. Die einem zwar nicht wirklich vom Hocker reißen, aber dennoch mitgenommen werden sollten.
Fazit
Light At The End Of The World bietet zwar endlich mal wieder ein paar uptempo Tracks, doch der eigentliche Gesamteindruck ist eher schwach, Vince Clarke einstmals ausgefeilten Synthie-Arrangements klingen in meinen Ohren wieder einmal zu routiniert und einfallslos, auch dass man sich thematisch wieder zum hundertausendstenmal der Liebe widmen musste, geht mir so langsam auf die Nerven, das macht Erasure-Alben mittlerweile wirklich sehr hervorsehrbar.Man liest einen Songtitel und weiß schon ungefähr wie der dann klingt. In meiner ewigen Rangliste der besten Erasure-Alben haben die letzten drei Alben, leider nur die untersten Plätze für sich beanspruchen können, somit empfehle ich dieses Album nur eingefleischten Erasure-Fans.
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Tags: Century Media, Erasure Geschrieben in Musik, Pop | Keine Kommentrare »
Erasure – Nightbird
- No Doubt
- Here I Go Impossible Again
- Lets Take One More Rocket To The Moon
- Breathe
- I’ll Be There
- Because Your Love Is Real
- Don’t Say You Love Me
- All This Time Still Falling Out Of Lofe
- I Broke It All In Two
- Sweet September
- I Bet You’Re Mad At Me
Nightbird, das Album
Nach dem leider sehr schwachen Vorgänger Other People’s Songs, präsentierten Erasure im Jahre 2005 den Nachfolger Nightbird. Diesmal enthält die Scheibe wieder durch und durch Erasure Songs, keine Coverversionen. Großes Thema des Albums ist die Liebe, allein drei Songs tragen das Wörtchen “Love” in ihrem Titel, was ich persönlich etwas eintönig finde, es gibt noch mehr Themen über die man singen kann. Auch kommt das Album produktionstechnisch nicht mehr an Meisterwerke wie I Say I Say I Say heran, dafür klingen die Sound einfach zu stark komprimiert, den Synthieflächen bleibt kaum Raum sich zu entfalten, alles wirkt recht breiig. Das mag wohl daran liegen, dass Vince von Analog auf Digital umgestiegen ist, und unzählige Instrumente nun als virtuelle nutzt, wie gesagt wirklich wissen tue ich es nicht, ich vermute es nur.
Das gesamte Album ist in einem sehr gemächlichen Tempo gehalten, die meisten Songs sind Liebesballaden, schnellere Dancefloorkracher vom Schlage eines “Stop!” sucht man hier vergebens, was manche Erasure-Fans vielleicht enttäuschen wird. Andys Stimme kommt sehr viel reifer als bei den früheren Alben rüber, er klingt fast schon etwas verraucht, aber immer noch ok. Von vielen als das große Erasurealbum der Neuzeit bezeichnet, kann ich deren Meinung nicht teilen, ich habe das Gefühl, dass der Ofen auf Nightbird bereits schon aus war, die Soundspielerein von Vince Clarke wollen einfach nicht so recht zünden, alles klingt so routiniert und bewusst eingesetzt, auch das Hauptthema der Veröffentlichung die Liebe ist meiner Meinung schon lange ausgereizt, wie viele Lovesongs wollen Erasure eigentlich noch aufnehmen. Dabei gäbe es doch sicherlich so viele interessante Dinge, die man in seinen Songs verarbeiten könnte.
Was mir auch eher bitter aufstößt ist der zunehmende Euro-Dance-Einfluss auf manche Stücke, so klingen Titel wie “Here I Go Impossible Again” und “I’ll Be There” nur noch wenig nach Erasure. Einzig “Don’t Say You Love Me” hat mich noch überzeugen könnnen, besitzt er doch alle Ingredenzien die ein guter Erasure-Song braucht. Ganz Ok ist auch noch “Because Our Love Is Real”, ja wieder eine Liebesschnulze ich weiß, aber der Track ist recht verspielt und gut gesungen.
Die anderen Songs klingen alle recht ähnlich, und können an alte Heldentaten nicht mehr anknüpfen.
Fazit
Nightbird ist meiner Meinung höchstens Durchschnittsware, die Band scheint irgendwie kreativ ausgebrannt zu sein. Die Art der Produktion gefällt mir auch nicht, alles ein unförmiger Soundbrei. Von zwei, drei guten Songs abgesehen, ist das Album eher langweilig und nicht mein Fall. Anspruchlosere Gemüter könnten aber dennoch Gefallen an dem Album finden.
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John Foxx – Metamatic
Disc 1:
- Plaza
- He’s A Liquid
- Underpass
- Metal Beat
- No-One Driving
- A New Kind Of Man
- Blurred Girl
- 030
- Tidal Wave
- Touch And Go
Disc 2:
- Film One
- This City
- To Be With You
- Cinemascope
- Burning Car
- Glimmer
- Mr No
- Young Love
- 10th Century
- My Face
- Like A Miracle (Alternative Version)
- A New Kind Of Man (Alternative Version)
- He’s A Liquid (Alternative Version)
Metamatic, das Album
John Foxx gehört zusammen mit Gary Numan zu den Pionieren des Elektropop. Der als Dennis Leigh geborene Brite begann seine Karriere als Frontmann der New Wave-Truppe Ultravox! (damals noch mit einem “!” geschrieben, um die deutsche Krautrockband NEU! zu ehren). Ultravox! Musik war noch vom Zeitgeist der 70er Jahre geprägt und verband poppige Punkriffs mit elektronischen Klängen. Nach dem Ausstieg von John Foxx suchten sich Ultravox mit Midge Ure einen neuen Sänger und Foxx weilte fortan auf Solopfaden. Metamatic ist dabei sein Debutalbum, dass 1980 veröffentlicht wurde und damit ein paar Monate später als das von Gary Numan produzierte The Pleasure Principle. Davon abgesehen klingen beide Alben recht ähnlich, gerade die Bassspur der Alben weisen eine frappierende Ähnlichkeit auf. Doch ist John Foxx im direkten Vergleich etwas erdiger produziert und klingt nicht so steril wie das Gary Numan-Werk.
Für damalige Verhältnisse klingt auch Metamatic sehr futuristisch und erinnert von der Gesamtatmosphäre an diverse Science Fiction Stories wie Blade Runner oder Tron. Großes Plus des Albums ist das geniale Cover, das von der Ästhetik her auch irgendwie an Gary Numan erinnert. John Foxx berührt mit seiner Hand eine geheimnisvolle Tafel, die daraufhin zu leuchten beginnt, beim Betrachten des Covers, muss man gleich an etwas Übernatürliches denken.
Bei der mir vorliegenden Version des Albums handelt es sich übrigens um die Deluxe Edition, die aus zwei CDs besteht, wir haben hier also ein Doppelalbum in der Hand. Die erste CD enthält das original Album, die zweite ergänzt diese um diverse B-Seiten und diverse Alternativversionen.
Das Album als solches besitzt einen durchgängigen Stil aus minimalen, düsteren Elektrosounds, und John Foxx’ unterkühltem Gesang. Zu den Highlights dieser reichhaltigen Songauswahl gehören neben “Plaza”und “Underpass” auch das futuristische “A New Kind Of Man”. Auf der Bonusdisc gibt es mit “Burning Car” einen echten Oberhammer zu genießen, allein der Titel könnte schon eine böse Anspielung auf Gary Numans bekanntesten Hit “Cars” sein. Doch wollen wir Foxx hier mal keine Bösartigkeit unterstellen. Der Song hat einfach ein unglaubliches Tempo und eine mitreissende Hookline.
Fazit
Metamatic gehört zusammen mit The Pleasure Principle zu den Meilensteinen des frühen New Wave und gibt ein gutes Bild, der damaligen unterkühlten Atmosphäre der 80er wieder, die Sounds sind wirklich ein gutes Dokument für die damalige Zeit. Für alle New Wave-Fans uneingeschränkt zu empfehlen.
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Erasure – Union Street
- Boy
- Piano Song
- Stay With Me
- Spiralling
- Home
- Tenderest Moments
- Alien
- Blues Away
- How Many Times
- Love Affair
- Rock Me Gently
Union Street, das Akustikalbum
Mit Union Street wollten Erasure mal etwas komplett neues machen, weg vom schwulstigen Synthie-Pop hin zum akustischen Gitarrensound. So entschied man sich bestimmte Songs für die Akustikgitarre umzuarrangieren. Was bei der Tracklist der Songs als erstes auffällt, ist, das Erasure nicht ausschließlich nur ihren größten Hits diese Behandlung angedeihen ließen, sondern auch unbekannteren Titeln, bei denen man es vielleicht nicht erwartet hätte. Ein weiterer Eindruck, der mich beim ersten Hören der Platte überkam, war, das Andys Stimme auf den Akustikversionen viel stärker in den Vordergrund gedrängt wird und irgendwie unverfälscht wirkt. Seine Stimme ist sehr warm und angenehm anzuhören, auch trifft er so gut wie jeden Ton, ich meine das Album wurde 2006 aufgenommen, da war der gute auch schon Anfang 40. Klar seine Stimme klingt etwas verrauchter als noch zu 80er Zeiten, aber immer noch gut genug, um so ein Akustikset überzeugend rüberzubringen.
Besonders gut gelungen sind das vom Cowboy-Album stammende “Boy”, das im Akustikgewand erstaunlich kraftvoll rüberkommt. Sollte einen ja auch nicht verwundern, passt doch die Akustikgitarre gut zum Cowboy-Image.
Der “Piano Song” funktioniert auch wunderbar auf Gitarre, auch wenn ich die originale Pianoversion vorziehe.
Einer meiner Lieblingssongs vom selbstbetitelten Erasure-Album, “Stay With Me”, erstrahlt in der Akustikversion im neuen Glanz, zu der Gitarre gesellen sich Flöte und im Refrain sogar ein Frauenchor. Dieses Stück geht wirklich zu Herzen.
“Spiralling” war ja schon als Albumverion eher Geschmacksache, da nölt mir Andy einfach viel zu sehr, als dass man sich von diesem Song einlullen lässt.
“Home” gehört wieder zu den Positivbeispielen einer guten Akustikversion, vor allem der Chor im Hintergrund geben den Song einen magischen Moment.
“Tenderest Moment” ist mir persönlich zu schmalzig, akustisch gut umgesetzt, nervt mich doch Andys sentimentaler Gesang etwas.
Das mit “Alien” auch ein Song vom oftmals knadenlos zerrissenen Loveboat mit auf der Scheibe ist, freut mich natürlich, durch das akustische Songarrangement klingt der Song rein klanglich fast schon etwas wie ein griechisches Volkslied.
War “Blues Away” im Original im sehr hohen Falsett vorgetragen, geht Andy hier einen Gang runter und erreicht die Höhen alter Tage nicht mehr, für manche vielleicht ein Segen, doch bei den hohen Stimmpassagen ist Andy sichtlich bemüht den Ton zu treffen, sodass der Song etwas abfällt.
Ganz anders “How Many Times”: Hier singt Andy ganz tief, diesen wunderschönen Song, der seinerzeit auf dem Wild-Album erschien. Musikalisch kann das Arrangement, dann aber doch nicht mit dem Gesang mithalten, der fehlt mir etwas die Vielfalt.
“Love Affair” gehört zu den besten Akustikversionen auf dem Album, die Streicherparts auf Union Street verleihen dem Song etwas sehr erhabenes. Auch Andys Gesang geht unter die Haut.
Mit einem A Capella-Intro beginnt der letzte Song des Albums “Rock Me Gently”, der ja nie zu meinen Lieblingssongs Erasures gehörte, und sich das wohl auch nicht mit dieser Version ändern tut, doch ist es mal sehr interessant zu sehen, wie dieser Song umgearbeitet wurde.
Fazit
Bevor man sich Union Street zulegt, sollte man wissen, worauf man sich hier einlässt, hier gibt es keine elektronischen Sounds zu hören, sondern rein akustische Gitarren, die hin und wieder von einem Chor und anderen Instrumenten begleitet werden. Wer aber genau das möchte, wird seine Freude mit dem Album haben.
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Yazoo – You And Me Both
- Nobody’s Diary
- Softly Over
- Sweet Thing
- Mr Blue
- Good Times
- Walk Away From Love
- Ode To Boy
- Unmarked
- Anyone
- Happy People
- And On
You And Me Both, das Album
You and Me Both ist das zweite und letzte Album des Synthpop-Duos Yazoo. Es wurde 1983 veröffentlicht und von Vince Clarke, Alision Moyet und E. C. Radcliffe produziert. Nach der Auflösung der Band startete Alison Moyet eine Solokarriere und Vince Clarke gründete ein paar Jahre später zusammen mit Andy Bell das Pop-Duo Erasure, mit dem er bis heute kommerziell erfolgreich ist. In Amerika war die Band Yazoo unter dem Namen Yaz bekannt.
Markenzeichen der Band sind die kindlich verspielten Synthesizerklänge Vince Clarkes, die auf Alison Moyets unverwechselbare Soulstimme treffen. Die Songs sind sehr melodiös und handeln häufig von Liebe, Sehnsucht und Alltagsdingen.
You And Me Both setzt den Stil des Vorgängers nahtlos fort. Auch enthält dieses Album wieder ein paar großartige 80er Hymnen wie dem Opener “Nobody’s Diary”, “Softly Over” und dem fast schon fröhlich daherkommenen “Walk Away From Love”. Ein Song wie “Mr Blue” macht seinem Titel alle Ehre, wird er doch von einer sehr melancholischen Stimmung getragen. Zu den Liedern, die im Vergleich zu den wirklich großartigen Stücken etwas Abfallen, gehören das etwas unbeholfen wirkende “Sweet Thing”, auch “Good Time” ist mir persönlich zu sehr auf gute Laune getrimmt. Aber Songs wie “Ode To Boy”, das sehr reduziert produziert ist und mit seinen interessanten Percussionssounds die Aufmerksamkeit des Zuhörer aufrecht erhält, reißt das Ruder wieder rum, so dass dieses kleine Manko nicht weiter ins Gewicht fällt.
Mit “Happy People” haben wir dann auch eine echte Kuriosität auf dem Album, anstatt Alision, singt hier doch tatsächlich Vince Clarke selbst diesen Song, der stimmlich natürlich nicht mit einer Alision Moyet mithalten kann, aber dennoch recht drollig daherkommt und man fast schon Mitleid mit dem kleinen haben muss, dass er sich das zugetraut hat.
Fazit
Mit You And Me Both ist den beiden ein starkes zweites Album gelungen, dass dem Sound des Erstlings sehr ähnlich ist, und die Bandbreite der Band um ein paar zusätzliche Nuancen ergänzt. Es gibt wieder wunderschöne Hits zu entdecken, darunter fallen die sehr melancholischen Stücke “Nobody’s Diary”, “Ode To Boy” und das locker beschwingte “Walk Away From Love”. Besondere Erwähnung muss auch ein Titel wie “Happy People” finden, wird es doch ganz allein von Vince Clarke gesungen, so bietet dieses Album auch die einmalige Gelegenheit, Vince Clarke als Sänger zu hören, so fragte man sich doch ständig wie seine Stimme überhaupt klingt, ist er doch als eher introvertierter Mensch verschrien. Alle New Wave Fans können hier bedenkenlos zugreifen.
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