CSI:Miami – Season 1.1
CSI:Miami ist eine Spin-off Serie von CSI:Las Vegas und spielt, wie der Titel schon vermuten lässt, in Miami. Der Leiter des CSI-Teams ist Horatio Caine, der ein Experte für Bomben ist. Die weiteren Mitglieder seines Teams Calleigh Duquesne, Eric Delko und Tim Speedle haben ebenfalls spezielle Fähigkeiten und ergänzen sich somit. Im Gegensatz zu den CSI-Ermittlern in Las Vegas, sind die Ermittler aus Miami alle Polizisten.
Hauptdarsteller
David Caruso…………………Horatio Caine
Emily Procter………….Calleigh Duquesne
Adam Rodriguez…………………Eric Delko
Khandi Alexander…………..Alexx Woods
Rory Cochrane…………………Tim Speedle
Episoden
1. Absturz
Horatio und sein Team werden zur Absturzstelle eines Flugzeugs gerufen, welche mitten in den Everglades liegt. Die Privatmaschine gehörte dem Versicherungsagenten Mr. Summers, der viele Kunden in der USA hatte. Neben ihm waren auch noch sein Vorstand und seine Chefbuchhalterin mit an Bord und alle zusammen waren auf dem Weg zur Börsenaufsicht. Ist das der Grund für den Absturz?
2. Eine explosive Mischung
Horatio begegnet seinem Lehrer Al Humphries an einem Tatort wieder, wo dieser versucht eine Bombe zu entschärfen. Die Bombe liegt um den Hals eines kolumbianischen Im- und Exporteurs, doch Humphries schafft es nicht die Bombe zu entschärfen. Vor den Augen von Horatio fliegen er und der Kolumbianer in die Luft und Horatio setzt alles daran, den Schuldigen zu finden.
3. Der Preis der Freiheit
Angler fangen einen vier Meter langen Hai, doch sie haben nicht damit gerechnet in dem Tier menschliche Überreste zu finden. Es scheint sich hierbei um einen Mord zu handeln, weswegen Horatio und sein Team ermitteln. Sie finden eine weitere Tote in einem Rettungsring, die eine Kugel aus der gleichen Waffe, wie die Überreste im Hai, im Körper hat. Hat das alles mit kubanischen Flüchtlingen zu tun?
4. Ein verhängnisvolles Angebot
Ein toter Barkeeper wird am Strand von Miami gefunden. Nicht weit davon entfernt, liegt die schwer verletzte Jane Renshaw. Sie wurde missbraucht und dann ins Wasser geworfen. Das Einzige, an das sich Jane noch erinnern kann, ist der Name ihres Freundes und der wird zum Hauptverdächtigen, als herauskommt, dass Jane sich mit dem Barkeeper auf einer Party amüsiert hat.
5. Asche zu Asche
Ein katholischer Priester wurde ermordet und die einzigen Spuren, die am Tatort zu finden sind, sind Patronenhülsen und Fußabdrücke. Die abgenutzte Schuhsohle, die die Spuren verursacht hat, gehört zu einem Turnschuh und so suchen Horatio und sein Team unter den Ministranten nach dem Täter.
6. Mörderisches Puzzle
Ein kleines Mädchen wird in der Toilette eines Kinderrestaurants ermordet. Das Restaurant wird abgeriegelt und der Verdacht fällt sofort auf einen verurteilten Pädophilen, der sich unter den Gästen befindet. Die Bänder der Überwachungskamera können dies jedoch nicht bestätigen und die Suche nach dem Täter geht weiter.
7. Atemlos
Ein schwer verletzter Mann kommt an Deck eines Bootes und stirbt kurz darauf an seinen Verletzungen. Dies passiert jedoch alles auf hoher See und das CSI-Team rätselt woher der Mann kam und wer ihn erstochen hat.
8. Haus des Todes
Eine Familie wurde im eigenen Haus brutal ermordet und nur das jüngste der Kinder und der schwer verletzte Vater haben überlebt. Horatio und sein Team müssen nun herausfinden, ob die Mutter ihre Familie erschossen hat, weil sie an Depressionen litt.
9. Der Heckenschütze
Mitten in Miami hat ein Heckenschütze mehrere Menschen erschossen. Das Team kann den Standort des Schützen relativ einfach lokalisieren, doch was sein Motiv war ist schwerer zu entschlüsseln. Mit Kerosin versetzter Quarzsand am Standort des Schützen führt die Ermittler zu einem Steinbruch in der Nähe des Flughafens.
10. Der Tote am Baum
Eine verstümmelte Leiche, die als Universitätsprofessor Adam Metzger identifiziert wird, wurde an einem Baum aufgehängt. Der Professor wurde von seinen Studenten geliebt, aber vom anderen Lehrpersonal verachtet. Hängt sein Tod mit seinem Forschungsgebiet zusammen, dass Gewalt und Folterung beinhaltete?
11. Das Todescamp
An einer abgelegenen Straße wird Dara Winters Tot aufgefunden. Anhand der Lage der Leiche und den Reifenspuren am Tatort gehen Horatio und sein Team davon aus, dass Dara nicht dort getötet wurde. Durch seltene Pollen in ihrer Nase führt die Spur bald zur Pharos Akademie für straffällige jugendliche Frauen.
12. Der Sündenbock
Eine erstochene Prostituierte wird in einem Hotel gefunden und ein Fingerabdruck auf ihrer Kleidung führt die Ermittler zu Cole Judson. Cole hat schon einmal eine Frau mit einem Messer angegriffen, bestreitet aber für den Mord verantwortlich zu sein. War er es wirklich nicht?
Extras
Audiokommentar zu „Absturz“
Hinter den Kulissen von CSI:Miami: CSI:Miami Uncovered und Creating CSI:Miami
Trailer CSI:Miami
Produktinformationen
3 DVDs
Gesamtlaufzeit: ca. 495 min
Seitenverhältnis: 16:9 – 1,78:1
Farbübertragung: PAL
Ton: Dolby Digital
Sprachen: Deutsch (2.0), Englisch (5.1)
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
FSK: Freigegeben ab 16
Fazit
Mir persönlich gefällt CSI:Miami besser als die Originalserie in Las Vegas, weil ich die Charaktere lieber mag. Schon alleine der Ort, an dem die Serie spielt, gibt der Serie ein ganz anderes Flair und sie erscheint nicht ganz so düster. Die Fälle sind spannend und auch der Humor kommt in den einzelnen Episoden nicht zu kurz. Ich habe mal gelesen, dass sich manche Fans einen Spaß daraus machen und in jeder Folge zählen, wie häufig Horatio seine Sonnenbrille auf und ab setzt. Ich finde solche Details machen auch mit den Charme der Serie aus.
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Tags: Adam Rodriguez, CSI:Miami, David Caruso, DVD, Emily Procter, Khandi Alexander, Rory Cochrane, Universum Film Geschrieben in DVD, Filme, TV-Serien | Keine Kommentrare »
Ein Tag mit Herrn Jules von Diane Broeckhoven, übersetzt von Isabel Hessel
Eine wunderschöne, emotionale und gar nicht kitschige Geschichte über das Leben, die Liebe und das Abschiednehmen vom geliebten Partner. Alice und Jules sind über 50 Jahre verheiratet, als Alice ihren Mann eines Morgens tot auf dem Sofa findet. Sie wählt für sich eine ganz persönliche Form des Adieu-Sagens…
Allmorgendliche Rituale
Allmorgendliche Rituale, wer kennt sie nicht? Auch Alice und Jules pflegen solche und geben damit ihrem gemeinsamen Leben Sicherheit: während Alice am Morgen nach dem Aufwachen noch eine halbe Stunde Dösen im Bett genießt, bereitet Jules unten in der Küche den Kaffee und deckt den Frühstückstisch.
Als Alice jedoch an diesem Tag nach unten kommt und es so gut nach Kaffee riecht, findet sie Jules auf dem Sofa sitzend mit Blick zum Fenster. Sie redet mit ihm über den frisch gefallenen Schnee und merkt erst einen Augenblick später, dass Jules sie an diesem Morgen nach dem Kaffee kochen für immer verlassen hat.
Alice entscheidet
An dieser Stelle geschieht etwas Entscheidendes in diesem Roman. Der Moment des Realisierens „Was ist eben gerade mit meinem Leben geschehen?“ wird sehr authentisch beschrieben. Zentimeter um Zentimeter arbeitet sich das Bewusstwerden um den Tod ihres Mannes in Alice voran. Diesen Prozess möchte sie nicht abrupt unterbrechen, indem sie ihren Sohn anruft, um ihm die traurige Nachricht mitzuteilen oder indem sie das Bestattungsunternehmen anruft und die ganze Nach-Todes-Maschinerie in Bewegung setzt. Sie entscheidet sich dafür, diesen Tag noch mit Jules zu verbringen und sich so von ihm zu verabschieden.
Alice lässt Revue passieren
Alice redet mit Jules endlich über eine totgeschwiegene Affäre, die er mit einer Kollegin gehabt hat und von der sie die ganzen Jahre gewusst hat. Sie berichtet von dem gemeinsamen Hotelaufenthalt in Paris, dem Verlust ihres ersten gemeinsamen Kindes, von ihren Kindertagen und verarbeitet ihren Seelenbalast auf diese Weise. Nun könnte man meinen, dass das Ganze nur ein Monolog ist – das ist es aber nicht. Sie bezieht Jules ein, wie er da sitzt und sich immer weiter von ihr entfernt, wie er langsam erkaltet und erstarrt.
Die Autorin zeichnet ein sehr realitätsnahes Bild vom Tod und seinen unmittelbaren phyischen Folgen – jedoch ohne abzuschrecken.
David
Ein weiteres Ritual in ihrem Leben war die allmorgendliche Schachpartie um 10 Uhr mit dem autistischen Nachbarskind David. Alice sieht ihren „Plan für den Tag“ in Gefahr, den David mit seiner Anwesenheit in der Wohnung zerstören könnte. David bemerkt sofort, dass Herr Jules tot ist, geht damit sehr unerschrocken und sachlich um und spricht fortan nur noch von Herrn Jules lebloser „Hülle“.
Fazit
Die Autorin bedient kein Klischee, sie erzählt sachlich und dennoch gefühlsbetont und lässt den Leser in einer seltsamen Ruhe und Stille zurück. Absolut empfehlenswert!
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Tags: Diane Broeckhoven, rororo Geschrieben in Bücher, Romane | Keine Kommentrare »
Sally Rippin: Shanghai Love Story
Inhalt
Die 18jährige Anna besucht ihren Vater in Shanghai, die Ehe ihrer Eltern ist gescheitert, sie selbst weiß eigentlich nach der Schule nicht so recht, was sie machen soll und da kommt ihr die Einladung des Vaters nach China sehr recht. Endlich passiert mal etwas in ihrem Leben. Sie schreibt sich in der Kunsthochschule ein und will vier Wochen lang chinesische Malerei studieren. Ihr Vater hat eigentlich andere Pläne mit seiner Tochter, der Macher, der immer alles organisiert und immer zu wissen glaubt, was gut und richtig ist, hält nicht viel von Malerei und anderen brotlosen Künsten. Er will, dass seine Tochter Chinesisch studiert und ins Geschäftsleben einsteigt. Hier ist Geld zu verdienen. Und einen Partner für seine Tochter hat er auch schon gefunden, der die Welt genauso sieht wie er: Laurent, ein Student aus Frankreich.
Aber Anna hat ihren eigenen Kopf. Sie verliebt sich in Chenxi, einen Kunststudenten mit eigenen Ideen. Nur leider produziert sie mit ihren Ideen nur Probleme für alle Beteiligten. Anna, in Melbourne aufgewachsen, hat keine Ahnung vom Leben in einer Diktatur, kann auch die besten Ratschläge nicht wirklich annehmen, sie mag es einfach nicht glauben, was man ihr sagt. Und auch den abweisenden Chenxi versteht sie nicht wirklich, viele seiner Handlungen sind ihr ein Rätsel. Gemeinsamkeiten finden sie nur in ihrer Kunst, über Bilder, über Schatten und Perspektiven finden sie einen Draht zueinander, der Rest ist schwierig. Dass die Beziehung zu einer „wai guo ren”, einer Ausländerin, den unangepassten Studenten noch mehr in den Fokus des diktatorischen Regimes geraten lässt, ist Anna nicht klar. Sie vertraut ihre Gefühle, ihre Verwirrung und alles, was ihr durch den Kopf geht ihrem Tagebuch an – ohne zu ahnen, dass dies für Chenxi und auch für Laurent äußerst gefährlich werden kann. Als Chenxi untertauchen muss, die Dinge sich zuspitzen, entzieht auch ihr Vater ihr seine Unterstützung und Anna muss abreisen. Nur im Fernsehen in Australien verfolgt sie dann die Ereignisse auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Sie kann nur hoffen, dass sie irgendwie und irgendwann wieder in Kontakt kommen kann mit Chenxi – und ihm erzählen kann, dass sie beide einen Sohn haben.
Fazit
Sally Rippin schreibt in ihrem Nachwort, dass sie dieses Buch noch einmal umgeschrieben habe gegen die Zensur in ihrem Kopf. Zuerst hatte sie Politik, das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Beijing und auch den Sex vermieden – das Neuschreiben hat dem Buch sehr gut getan. Es ist ehrlich, Annas Geschichte ist gut nachvollziehbar. Die Autorin hat viel aus ihrer eigenen Erfahrung heraus geschrieben, sie kennt die Verwirrung und das Verlorenheitsgefühl aus ihrer eigenen ersten Zeit in China sehr gut. Mittlerweile hat sich Shanghai sehr gewandelt, kleine Läden und Gassen sind verschwunden, die Horden von Fahrradfahrern sind durch ebensolche Massen an Autofahrern ersetzt worden, die aber noch genauso regellos und rücksichtslos fahren wie zuvor.
Shanghai Love Story ist nach Delhi Love Story von Swati Kaushal das zweite Buch bei cbt, das sich kenntnisreich, einfühlsam, ehrlich und mutig auseinandersetzt mit den aufregenden, aber auch verwirrenden und sogar gefährlichen Seiten einer Liebe über Kulturgrenzen hinweg. Ein wichtiges und ambitioniertes Programm und gutes Lesefutter für junge Leute auf der Suche.
Die Autorin
Sally Rippin wurde in Australien geboren, verbrachte aber den Großteil ihrer Kindheit in Südostasien. Mit 19 reiste
sie nach China und studierte drei Jahre lang traditionelle chinesische Malerei in Shanghai und Hangzhou. Sally Rippin lebt heute als freie Autorin und Dozentin in Melbourne.
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Tags: cbt, Sally Rippin Geschrieben in Bücher, Kinder+Jugend, Romane | Keine Kommentrare »
Aravind Adiga: Der weiße Tiger
Diese brutale, erlebnisreiche, schmerzhafte Lebensreise eines indischen Jungen aus ärmsten Verhältnissen bis hin zum erfolgreichen Unternehmer ist kein moralisches Buch, es ist auch nicht lieb und nett – nein, es ist bitterböse!
Inhalt
Der Junge, der auch so heißt: Munna = Junge, soll es einmal besser haben als sein Vater, der tagein, tagaus eine Rikscha zieht. Munna geht also zur Schule, dort erhält er den Namen Balram Halwai, einen richtigen Namen muss ein Kind ja haben, denn zur Kaste der Halwai, der Zuckerbäcker, gehört er. Wenn wir ihn kennen lernen, wenn sich Munna in sieben langen Briefen selbst vorstellt und die wichtigsten Ereignisse seines Lebens Revue passieren lässt, hat er wieder einen anderen Namen. Jetzt nennt er sich Ashok Sharma, das ist eigentlich eine Frechheit, denn ein Namenswechsel war nur deshalb nötig, weil er seinen Chef Ashok ermordet hatte. Bekannt ist Balram auch als weißer Tiger, eine Ausnahmeerscheinung im Tierreich. Der Schulinspektor nennt ihn so, denn er scheint der einzige intelligente Junge in einer indolenten Dorfschulklasse zu sein. Aber das nützt ihm nichts, Kastenschranken und Armut lassen seinen Schulbesuch ein kurzes Intermezzo bleiben; Balram ist „halb gar“, wie die große indische Masse, halb gebildet, halb wissend, aber voller Träume.
Dieser Junge jedoch hat Ehrgeiz, gibt sich nicht mit einem Leben als Teehausdiener zufrieden, er lernt Auto fahren und wird Fahrer. Balram wird Fahrer für Ashok, einem Amerikarückkehrer, Sohn des Großgrundbesitzers in seinem Dorf, und dessen Frau Pinky Madam. In Delhi lernt Balram dann die Welt des modernen Indiens kennen, eine neue Welt für ihn. Die Herkunft aus dem eigenen Dorf des Arbeitgebers ist wichtig, denn so weiß die Familie, wo ihr neuer Fahrer herkommt und hat ihn in der Hand. Man kennt Balrams Familie, weiß, wo sie wohnt.
Doch Balram ist ein weißer Tiger, er durchschaut das Spiel der Abhängigkeiten, mischt mit und befreit sich aus dem „großen indischen Hühnerkäfig“, er ist nicht mehr duldsam wie die Hühner in den allgegenwärtigen Drahtkäfigen auf den indischen Märkten. Balram verrät seine Familie, seine Kaste, lügt, betrügt, stiehlt und mordet – und so gelingt ihm der Aufstieg. Letztendlich ist er Chef eines Start-ups in der indischen Boom-Metropole Bangalore.
Zum Inhalt
Die stärksten Szenen dieses detailfreudigen Buches sind die, in denen Ungerechtigkeit als normal und schicksalhaft geschildert wird. Balrams Vater stirbt an Tuberkulose auf einem Krankenhausflur, weil sich kein Arzt blicken lässt. Als Pinky Madam in volltrunkenem Zustand ein Kind überfährt, wird selbstverständlich von Balram gefordert, dass er ein Schuldeingeständnis unterzeichnet. Nur ein Zufall rettet ihn davor, für seine Herrin ins Gefängnis zu gehen. Aber Balram ist nicht nur Opfer, Intrigen gegen andere Diener sind offenbar lässliche Sünden. Und zum Schluss ist er nicht etwa einer, der aufbegehrt, der sich wehrt und für seine Flucht aus dem Hühnerkäfig kämpft, zum Schluss ist Munna/Balram/Ashok selbst Teil des Systems, ein immer noch halb garer, aber jetzt um so überheblicherer Sieger in seinem ganz privaten „rat race“.
Fazit
Was für ein Buch: bestürzend, moralisch äußerst fragwürdig, witzig, schnell. Wie durch ein Brennglas wird die indische Gesellschaft analysiert und bloßgestellt. Aravind Adiga hat nicht unerhebliche Teile seines 37jährigen Lebens in Australien und in Großbritannien verbracht, was sicherlich zu seinem distanzierten Blick beigetragen hat. Heute lebt er in Mumbai, Der weiße Tiger war sein erster Roman, sein zweiter “Zwischen den Attentaten” erschien 2009.
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Tags: Aravind Adiga, C.H.Beck Verlag Geschrieben in Bücher, Geschichte, Romane | Keine Kommentrare »
Karin Slaugther – Gottlos
Inhalt
Der Fund
Als Sara Linton, die örtliche Kinderärztin und Jeffrey Tolliver, Polizeichef, durch Zufall auf ein im Wald vergrabenes Mädchen stoßen sind sie fassungslos. Aufgrund von Kratzspuren am Deckel der Kiste schließen sie darauf, dass das Kind eines qualvollen Todes gestorben sein muss. Bei der Obduktion der Leiche stößt Sara Linton, die gleichzeitig Gerichtsmedizinerin ist auf einen weiteren entscheidenden Hinweis: Das Mädchen wurde vergiftet. Und obwohl in dem Grab lebensnotwendige Utensilien und Nahrung gefunden wurde und durch ein Rohr der nötige Sauerstoffbedarf gesichert werden sollte, kann nun ausgeschlossen werden, dass der Mörder die Absicht hatte, das Mädchen lebend aus dem dunklen Gefängnis zu befreien.
Die Suche
Bei der Suche nach dem gefühllosen Killer stößt Jeffrey mit seinem Team auf eine Sekte, deren Anhänger fromm und in Abgeschiedenheit leben und flüchtigen Menschen für Kost und Logie Arbeit auf Ihrer Farm geben. Die verschwiegenen Mitglieder der Farm erscheinen Jeffrey und seiner Kollegin Lena komisch und als dann auch noch Rebekka, die Schwester des im Wald gefundenen Opfers verschwindet, ist sowohl deren Mutter wie auch Lena Adams in großer Sorge. Als sich nach langer Suche mit wenig Erfolg, Hinweise um Hinweise zu einem Bild zusammen fügen, wollen Lena und Jeffrey die Wirklichkeit nicht wahr haben.
Fazit
Wie alle Bücher von Karin Slaugther ist auch “Gottlos” geprägt von feinstem Nervenkitzel und umfangreichen Informationen über das Leben der Protagonisten. Mit erstaunlicher Leichtigkeit schafft sie es, von Anfang bis zum Ende ein hohes Niveau an Spannung zu halten und den Leser in eine Welt zu verführen, die ihn bezaubert und fesselt. So grausam die Szenen oft auch dargestellt werden umso mehr fühlt man sich mit den Charakteren verbunden, deren Lebenssituationen und -Geschichten derart anschaulich dargestellt werden, dass man das Gefühl bekommt, man würde sie schon ein Leben lang kennen.
Gefühle und Emotionen werden wunderbar ausgeschmückt und geben große Hilfestellung, die Handlung wie einen Film vor dem inneren Auge abspielen lassen zu können.
In “Gottlos” bezieht sich Karin Slaugther zudem auf geschichtliche und religiöse Traditionen. Die Beerdigung von Toten wurde im römischen Reich zum Beispiel als Bestrafung von Unkeuschheit praktiziert. Hier wurden Lebensmittel beigegeben um nicht dem Vorwurf vorsätzlicher Tötung ausgesetzt zu sein.
Ein rund um gelungenes Buch aus der Reihe der “Grand-County Romane”. Zu empfehlen für alle Thriller-Fanatiker und Interessierte. Der Käufer sollte allerdings gewarnt sein: Wer ein Buch der Reihe gelesen hat, möchte sich so bald nicht mehr aus ihrer Welt verabschieden und greift mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch zu den anderen Bänden.
Autorwertung | Spannung | |
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Tags: Karin, rororo, Slaughter Geschrieben in Bücher, Romane, Thriller | Keine Kommentrare »
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