Hotel von Arthur Hailey
Inhalt
New Orleans in den 1960er Jahren: In dem ehrwürdigen grossen Hotel St. -Gregory passieren viele Dinge gleichzeitig, weil jeder Gast irgendeinen Sonderwunsch, Problem oder ähnliches hat. Hinzu kommt das Personal, das sich aufgrund der laschen Leitung des Eigentümers Warren Trent mittlerweile viele Dinge herausnimmt und teilweise auch das Hotel durch Diebstahl etc. betrügt.
Peter McDermott, der stellvertretende Direktor, kann dabei leider nicht so unabhängig agieren, wie er möchte. Eines Abends wird er zu einem Eklat in der Präsidentensuite gerufen, in der der Herzog und die Herzogin von Croyden übernachten, die sich sehr über einen Sossenfleck aufregen, den der Kellner angeblich veursacht hat.
Nach Sichtung der Vorgänge und Schilderung des Kellners wird McDermott jedoch klar, dass die Herzogin eine Kleinigkeit, die sie offenbar sogar selbst verursacht hat, aus ihm noch unbekannten Gründen aufbauschen will.
Kaum sind hier die Wogen geglättet, wird er zu einem akuten Krankheitsfall gerufen, den die hübsche Assistentin Christine bei dem netten alten Stammkunden Mr. Wells entdeckt hat. Sie hat bereits durch die richtigen Massnahmen getroffen und Mr. Wells ist aus der Lebensgefahr heraus.
Da er offenbar nicht viel Geld hat, helfen die beiden ihm mit Wechsel des Zimmers, Besorgen einer Pflegerin usw. und versuchen, möglichst wenig Kosten zu verursachen. Da wird McDermott zu einer Art Orgie gerufen: in einem Zimmer versuchen junge Männer die 19jährige Marsha Prescott, Tochter eines der reichsten Männer New Orleans, zu vergewaltigen. Auch hier kann glücklicherweise Schlimmeres verhindert werden.
Parallel versucht der Besitzer Warren Trent sein Hotel zu retten, das kurz vor dem Bankrott steht, da ein Kredit nicht verlängert wird und natürlich kommt sofort ein Interessent, Curtis O´Keefe, dem eine Billig-Hotel-Kette gehört, und macht ihm ein Angebot, um ein Standbein in New Orleans zu bekommen. Aber Warren möchte sein Lebenswerk nicht aufgeben und kämpft.
Zwischen Peter und Christine entwickelt sich langsam eine zarte Liebesgeschichte, während die korrupten Machenschaften des Personals nach und nach sowohl vom Eigentümer als auch von Peter entdeckt werden, jeweils mit unterschiedlichen Konsequenzen.
Nach und nach verbinden sich die losen Handlungsstränge, nicht ohne viele spannende und lustige Verwicklungen, zu einem fulminanten Finale.
Vergleich zum Film
Viele Menschen werden die gleichnamige TV-Serie “Hotel” aus den 1980er Jahren mit James Brolin, Connie Sellecca und Shari Belafonte in den Hauptrollen kennen, das in der Tat auf Haileys Buch aufbaut, jedoch eine Reihe von signifikanten Unterschieden aufweist:
Zum einen handelt es sich in dem Buch und im Film um andere Hoteleigentümer (in der Serie ist es eine Frau, gespielt von Anne Baxter, und während das Buch in New Orleans mit all seinen Besonderheiten spielt, wurde die Handlung der Serie nach San Francisco verlegt.
Ein sehr grosser Unterschied ist natürlich die Adaption, die nötig für eine Serie ist: Hier gibt es jedes Mal in sich abgeschlossene kleine Handlungen, während das Buch in jedem Kapitel die Handlung weiterspinnt.
Ein Handlungsstrang, der so in der Form – auch aufgrund der Zeit, in der die Handlungen spielen – im Film nicht vorkommt, aber historisch gesehen sehr interessant ist, ist die Problematik der Schwarzen und ihrer (Gleichbehandlungs-)Rechte. Das St. Gregory von Hailey akzeptiert aufgrund der Weisung des Eigentümers trotz vorhandener Rechtsgrundlagen nämlich keine Schwarzen als Gäste, die bei ihm und in der Übersetzung auch noch “Neger” genannt werden.
Diese genannten Unterschiede machen das Buch – neben der an sich schon sehr interessanten Handlung – sehr interessant zu lesen, auch wenn man die Serie bereits kennt.
Fazit
Die Handlung des Buches ist eine bunte Mischung aus Spannung, Humor, Detektivroman usw. Das Buch ist sehr flüssig lesbar mit einer fast zeitlosen Handlung, obwohl Hailey den Roman bereits 1961, also vor über 50 Jahren geschrieben hat. Diese Tatsache wird jedoch nur an Kleinigkeiten deutlich (Höhe der Dollarbeträge, Art der Debitorenbuchhaltung) sowie an der natürlich historisch bedeutsamen Tatsache der Rechte der Schwarzen, die in den 1960er Jahren in New Orleans insbesondere noch nicht sehr ausgeprägt gelebt wurden.
Hailey gibt darüber hinaus – wie auch in seinen anderen Büchern – sehr interessante Hintergrundinformationen über einen Grosshotel-Betrieb – Stephen King soll einmal gesagt haben, dass diese erklärenden Beschreibungen Haileys sich wie eine “Betriebsanleitung” läsen, was der Rezensent jedoch nicht nachvollziehen kann. Im Gegenteil, sie lassen die Handlungen der Personen sehr glaubwürdig und noch farbenfroher erscheinen.
Trotz oder gerade wegen des Alters der Publikation ein absolutes lesenswertes und empfehlendes Buch!
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Tags: Arthur Hailey, Roman, Ullstein Geschrieben in Bücher, Romane | Keine Kommentrare »
Bon Appétit
Inhalt
Der Spanier Daniel (Unax Ugalde) träumt von einer Karriere als Sternekoch – und dieser Traum soll sich in einem Zürcher Nobelrestaurant erfüllen. Restaurantbesitzer Thomas (Herbert Knaup) möchte dem jungen Talent eine Chance geben. Hier lernt Daniel auch den Italiener Hugo (Giulio Berruti) und die Sommelière Hanna (Nora Tschirner) kennen, die ebenfalls in dem Restaurant arbeiten.
Hanna ist die heimliche Geliebte von Thomas und leidet sehr darunter, dass dieser nach wie vor nicht mit offenen Karten spielen zu wollen scheint. Zwischen Daniel und Hugo entwickelt sich eine enge Freundschaft, und auch Daniel und Hanna kommen sich mit der Zeit näher, was das Leben der beiden mächtig durcheinander bringt.
So hat Daniel doch zu Hause in Spanien noch seine Freundin Eva, die von der voraussichtlichen Trennung noch nichts ahnt. Hanna muss feststellen, dass sie schwanger von Thomas ist, dieser jedoch weder zu ihr noch zu dem Kind steht und stehen wird. Überstürzt flüchtet sie aus der Schweiz zurück nach München. Auch zwischen Daniel und Hugo wird die Luft zunehmend dicker. Schließlich kündigt Hugo seinen Job. Und auch Daniel erkennt, dass er dieses Leben nicht führen möchte. Auch er schmeißt alles hin, versöhnt sich mit Hugo und reist Hanna hinterher, um ihr und dem Kind beizustehen. Hanna jedoch hängt noch immer sehr an Thomas…
DVD – Extras
Trailer
Interviews
Making-Of
Schauspieler
Unax Ugalde – Daniel
Nora Tschirner – Hanna
Giulio Berruti – Hugo
Herbert Knaup – Thomas
Fazit
Hm. So richtig warm geworden bin ich mit “Bon Appétit” nicht. Der Film vermittelt eine ziemliche Schwere – und das bei einer eigentlich recht banalen Handlung. Ich konnte mit der Stimmung, die der Film vermitteln wollte, nichts anfangen.
Für mich passte es einfach nicht. Unax Ugalde hat mich trotzdem überzeugt. Nicht ganz so hingegen Nora Tschirner. Da der Film ursprünglich in englischer Sprache gedreht wurde, wurde auch Nora Tschirner nachsynchronisiert. Und diese Aufgabe hat sie auch gleich selbst übernommen – wie ich finde, nur mit mäßigem Erfolg. Ihre schauspielerische Leistung wird teilweise durch schlechte Synchronisation sehr in den Schatten gestellt. Schade.
Bis zum Schluss konnte ich mich für keine Meinung bzgl. des Films entschließen. Die Geschichte ist ganz nett, aber nicht neu, und die Umsetzung für mich nicht gut gelungen. Es fehlt mir an Konsequenz – es gab zu viele Elemente im Film, von denen ich dachte, diese würden noch eine weitere Rolle spielen. Doch dem war nicht so. Auch finde ich es immer ein wenig befremdlich, wenn das eigentliche Leben außer Acht gelassen wird – wie ist es einem Koch bspw. möglich, vor seinem ersten Gehalt eine perfekt eingerichtete Wohnung in Zürich zu ergattern? Oder Hanna – der Sommelière – in München?
So etwas stört mich immer, denn so einfach läuft es im wahren Leben nicht. Hier wurde sich zu sehr auf die Handlung, zu wenig auf die Menschen und das Leben drumherum konzentriert. Auch bleiben einige Dinge ungeklärt – was wird bspw. aus Thomas? “Bon Appétit” ist ein langatmiger, unnötig schwermütiger Film, der keine großen Höhen oder Tiefen mit sich bringt. Im Fernsehen – ok, als DVD – nein, danke.
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Tags: Giulio Berruti, Herbert Knaup, Nora Tschirner, Unax Ugalde, Warner Home Video Geschrieben in DVD, Filme, Liebesfilme | Keine Kommentrare »
R. L. Stine Gänsehaut Der Schreckensfisch
Hier liegt Band 33 der Horror-Jugendbuchreihe des US-amerikanischen Autoren vor. Das Buch erschien 1999 im C. Bertelsmann Jugendbuch Verlag, der seinen Sitz in München hat. Wie gewohnt ist das Buch 128 Seiten dick.
Die Inhaltsangabe
Billy (sein richtiger Name lautet William Deep jun.) verbringt seine Sommerferien zusammen mit seiner Schwester Sheene und seinem Onkel Dr. George Deep, der Meeresbiologe ist und die ganze Zeit über nur mit seinem Spitznamen “Dr. D.” angesprochen wird. Der Onkel ist der stolze Besitzer eines Bootes. Sie erkunden – wie könnte es bei diese Fallgestaltung anders sein – die Unterwasserwelt der Karibik. Sie stoßen schon bald auf mysteriöse Kreaturen. Die Fische, Krebse und Quallen vor Ort haben gigantische Körpergrößen erreicht. Auch die Fische, die Billy in seinem Aquarium hält, wachsen bald auf exorbitante Größen.
Eine Besprechung
Die Geschichte weist einige Besonderheiten auf. Die Geschichte spielt auf hoher See, nicht auf dem amerikanischen Festland, noch nicht einmal in den USA selbst. Dementsprechend groß ist das Gebiet, in dem die Handlung spielt.
Die Geschichte spielt in den Sommerferien. Die Kinder sind also aus ihrem gewohnten Alltag herausgerissen. Themen wie Schule, Freunde, die Eltern, das eigene Kinderzimmer und das vertraute Umfeld spielen keine Rolle; die Kinder müssen sich also in einer ungewohnten Umgebung zurechtfinden.
Hier wird mit offenen Karten gespielt. Es ist offensichtlich, wer warum gegen wen kämpft. Feind und Freund, Gut und Böse – diese Fronten sind geklärt.
Eine Einordnung
Das Buch ist eindeutig in das Gruselgenre einzuordnen. Es gibt eine ganz reale Bedrohungssituation für die Kinder und ihren Onkel, die plötzlich und unerwartet mitten in ihrem Alltag über sie hereinbricht. Auch wenn die Lösung schon recht schnell bekannt wird, ist die Gefahr damit noch lange nicht gebannt. Abenteuerelemente kommen also hinzu. Die Geschichte erinnert an eine harmlose Variante des Weißen Haies; hier an King Kong zu denken verbietet sich einfach schon deswegen, weil die Handlung nicht an Land, sondern auf hoher See spielt.
Die Geschichte wird durchaus zielgruppenorientiert erzählt. Die Handlung wird also leicht verständlich präsentiert. Für Erwachsene ist sie aber zu oberflächlich geraten. Was auch daran liegt, daß der Zufall eine zu große Rolle spielt. Was für Kinder durchaus gute Unterhaltung sein mag, ist für Erwachsene hart an der Grenze zum Unglaubwürdigen, nämlich die geballte Form des Zufalls. Können die Kinder in anderen Geschichten das Grauen aus eigener Kraft überwinden, ist hier überhaupt nichts davon zu spüren. Es bedarf schon vieler literarischer Kunstgriffe, um die Handlung zu einem guten Ende zu führen.
Das Fazit
Kinder werden diese Geschichte durchaus mögen. Als Erwachsener sollte man allerdings die Finger davon lassen.
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Tags: cbj, Omnibus-Taschenbuchverlag, R. L. Stine Geschrieben in Bücher, Kinder+Jugend, Romane | Keine Kommentrare »
Harald Kleinschmidt: Geschichte der internationalen Beziehungen
Das vorliegende Buch gehört zur Universal-Bibliothek des prominenten baden-württemberigschen Verlages Reclam, trägt dort die Nummer 17013, und kam im Jahre 1998 auf den Markt
Inhaltlich spannt es den Bogen vom Zusammenbruch des Römischen Reiches bis in unsere Tage. Es “wird von der Überzeugung geleitet, daß die einzelnen Staaten in ihrer Summe ein dynamisches Ganzes bilden, ein System, das seine eigene Geschichte hat und innerhalb dessen die Aktionen der einzelnen Staaten ihren eigenen Sinn erhalten,” wie die Inhaltsangabe auf dem hinteren, zitronengelben Buchdeckel berichtet. Die Quellentexte am Ende sollen wohl ein Verständnis vom Staatsverständnis der jeweiligen Zeit wecken.
Der Autor
Über den Autoren ist in diesem Heft leider nichts enthalten. Ich werde ihn hier also leider nicht anhand seiner beruflichen Biographie weiter vorstellen können. Es wird aber schon beim Querlesen schnell deutlich, daß er einen wissenschaftliche, universitären Hintergrund haben muß. Wenn wir vernachlässigen, daß der Verlag ansonsten nicht an ihn herangetreten wäre, sind seine Ausführungen schon ein deutliches Indiz dafür.
Die Besprechung des Buches
Sie setzen ein Faktenwissen (beispielsweise hinsichtlich der historischen Geschehnisse und handelnden Personen) voraus, das dem nicht vorgebildeten Zeitgenssen einfach fehlt.
Es gibt keine Zeittafel, die alle wichtigen Ereignisse noch einmal in Erinnerung ruft. Es gibt zwar Schwarzweißbilder, die die Ausführungen illustrieren sollen. Je mehr wir uns aber der Neuzeit nähern, desto weniger werden auch diese Anschauungsobjekte. Beim 20. Jahrhundert gibt es leider nur noch Bleiwüste.
Bei den Quellentexten sind beispielsweise Niccolo Macchiavelli, Gottfried Wilhelm Leibniz, Eyre Corwe und Jean-Jeacques Rousseau vertreten. Es ist aber nicht immer klar und eindeutig, warum sie hier vertreten sind. Es sind jene Autoren, bei denen man schnell den Eindruck gewinnen kann, daß sie gerne herangezogen werden, wenn es um politische Theorien geht.
Eine Einordung, quasi als Fazit
Der Autor habe hier “eine ganz neue Art von Weltgeschichte, die in der Universal-Bibliothek als Ergänzung und Summe neben der wachsenden Anzahl kleiner Nationalgeschichten ihren Platz”, wie es die Inhaltsangabe formuliert.
Sie hängt den Anspruch damit sehr hoch. Ob und inwieweit das Buch ihm gerecht wird, sei einmal dahingestellt. Inhaltlich geht es weit über das allgemeine Schulwissen hinaus. Der Autor zeigt eher geistige, politikwissenschaftliche (im Sinne von staatstheoretisch, das Staatsverständnis betreffend) und allgemeien kulturhistorische Entwicklungen der praktischen Politik. Kennen muß man vieles davon nicht. So gesehen liegt hier eher ein Werk von einem Fachmann für Fachleute vor. Ein praktischer Nutzen für den täglichen Gebrauch ist für mich hier nicht sehr offensichtlich.
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Tags: Harald Kleinschmidt, Reclam Geschrieben in Bücher, Fachbücher, Geschichte | Keine Kommentrare »
Edgar Wallace: Das Juwel aus Paris
“Juwelen erworben stop abfahrt heute abendparis stop bis eintreffen glückwünsche zurückhalten”
Dieses erfreuliche Telegramm erreicht nicht nur die hübsche Empfängerin, für die es eigentlich gedacht war. Auch zwei dunkle Ehrenmänner, zwei ausgemachte Galgenvögel, erhalten davon Kenntnis.
Sie haben schon lange auf die Nachricht gewartet. Doch der rote Koffer, mit dem der Juwel kommen soll, enthält nicht das Gewünschte. Mr. MacReady ist der Absender des Koffers. Da er sehr vorsichtig ist, hat er noch eine Überraschung in der Hinterhand.
Der Text auf dem gewohntermaßen komplett roten hinteren Buchdeckel hört sich nach der Inhaltsangabe für einen kompletten Kriminalroman an, nicht wahr? Tatsächlich ist der vorliegende Band aus der Roten Krimi – Reihe des bayerischen Verlages quasi eine Anthologie, in der verschiedene Kurzgeschichten des englischen Krimi-Autoren enthalten sind.
Sie heißen “Das Juwel aus Paris”, “Wer ist Nicodemus?”, “Und nichts als die Wahrheit”, “Mr. Simmons Beruf”, “Planetoid 127″, “Der übereifrige Sergeant” sowie “Die Unterschrift”.
Das Buch ist im Jahre 1982 auf den Markt gekommen.
Eine Besprechung
Die Kurzgeschichten weisen einige Besonderheiten auf, die im übrigen Werkskanon von Wallace nicht üblich sind.
Mit 71 Seiten ist “Planetoid 127″ die längste Kurzgeschichte, die in diesem Buch enthalten ist. Sie fällt deswegen aus dem Rahmen, weil sie eindeutig Science-Fiction-Elemente enhält. Es geht zwar vordergründig auch im Mord und Betrug, so daß auch die bekannten und vertrauten Wallace`schen Spannungselemente vorkommen. Da das Element des Science-Fiction in den übrigen Geschichten von Wallace (also auch denjenigen, die in den übrigen Büchern enthalten sind) nicht vorkommt.
Drei Geschichten sind in der Ich-Form geschrieben, was bei Wallace ja eigentlich auch nicht üblich ist. Er bevorzugt ja normalerweise die Position des neutralen Beobachters und Erzählers. Wallace gibt in diesen Geschichten die Unterhaltung mit einem Wachtmeister Lee wieder. Dieser Wachtmeister taucht auch nur in diesem Buch auf.
Eine Einordnung
Wallace hat bekanntermaßen nicht nur Romane geschrieben, sondern eben auch Kurzgeschichten. Der Goldmann hat sich vor genau 30 Jahren die Mühe gemacht, sie in der Rote Krimi – Reihe auf den Markt zu bringen. Ich persönlich entdecke diese Bücher momentan eher auf Flohmärkten und im Büchertrödel. Es wäre – zumindest aus meiner persönlichen Sicht – schade, wenn es Wallace momentan nur dort, nicht aber im normalen, regulären Buchhandel geben würde. Liebe Verlage, macht uns Krimi-Freunden doch mal die Freude und bringt den Klassiker des Kriminalromans neu auf den Markt.
Ein Fazit
Das Buch bietet trotz – oder sollte man sagen: wegen – der oben genannten Besonderheiten gute Unterhaltung. Die Geschichten bieten den Reiz, daß sie einen Wallace zeigen, der ansonsten eher unbekannt ist. Sie sind gut und schnell lesbar, was vielleicht auch daran liegt, daß sie inhaltlich ehre schlicht und überflächlich gehalten sind. Aber das sind wir ja von Wallace nicht anders gewohnt.
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Tags: Edgar Wallace, Goldmann Verlag, Goldmann Wilhelm GmbH Geschrieben in Bücher, Krimis, Romane | Keine Kommentrare »
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