Heidelberger Requiem von Wolfgang Burger
Inhalt
Alexander Gerlach, die Hauptfigur des Romans „Heidelberger Requiem“, wird zum Chef der Heidelberger Kriminalpolizei befördert. Er freut sich über diesen Aufstieg und geht gleich auf Wohnungssuche und Entdeckungstouren in der Neckarstadt. Seine beiden Töchter – Zwillinge – sind vom bevorstehenden Umzug von Karlsruhe nach Heidelberg jedoch nicht begeistert. Doch Gerlach, dessen Frau vor einem Jahr verstorben ist, lässt sich nicht beirren.
Schon an seinem ersten Arbeitstag wird eine Leiche gefunden. Der Sohn eines bekannten Professors wurde auf grausamste Art ermordet. Er scheint in seinem Labor synthetische Drogen hergestellt und dann verkauft zu haben. Der Verdacht fällt auf einen Bekannten des Getöteten, zumal dieser zur Tatzeit in der Nähe des Tatorts war. Dieser bestreitet zwar die Tat, findet jedoch kein Gehör. Erst ein zweiter Mord entlastet ihn schließlich.
Auf der richtigen Spur
Per Zufall kommt die Truppe um Gerlach auf die richtige Spur. Eine Bekannte von Gerlach kann sich an eine ähnliche Geschichte erinnern, die allerdings schon einige Jahre zurückliegt. Ein Polizist, Volker Krahl, verlor zuerst seinen Sohn, der krank gewesen war, dann seine Tochter, die bei einem Autounfall ums Leben kam. Kurze Zeit später nahm sich seine Frau das Leben. Der Polizist wird immer unumgänglicher und wird schließlich versetzt.
Die Geschichte gerät in Vergessenheit. Als Krahl erfährt, dass er nicht mehr lange zu leben hat, beschließt er Rache an dem Mann zu nehmen, den er für den Tod seines Sohnes verantwortlich macht: Professor Grotheer. Er bringt zuerst dessen Sohn um, dann die Tochter. Die Polizei glaubt, er werde als nächstes Grotheers Frau umbringen und versucht, dies mit allen Mitteln zu verhindern. Aber sie irren sich. Krahl bringt die Geliebte des Professors um, ehe die Polizei ihn dingfest machen kann.
Fazit
Der Roman ist leicht zu lesen und verständlich geschrieben. Durch die beiden Zwillinge des Helden kommt Farbe und Atmosphäre in den Krimi. Gerlach muss sich mit den neuen Untergebenen und der Sekretärin arrangieren, was nicht immer leicht ist und auf gekonnte Art und Weise in den Roman eingeflochten wurde. Er möchte zu gerne wissen, warum die Wahl gerade auf ihn gefallen ist, zumal viele auf diesen Posten aus waren, so auch eine Untergebene von ihm – was die Zusammenarbeit nicht gerade vereinfacht.
Am Ende erfährt er es. Die Frau seines Chefs hat diese Entscheidung getroffen. Sie hat sich aufgrund von der Bewerbung, die ihr in die Hände kommt, in Gerlach verliebt. Kein Zufall, dass sie es auch schafft, diesen in ihr Bett zu bringen. „Heidelberger Requiem“ ist leichte Bettlektüre, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten.
Autorwertung | Spannung | |
Humor | |
Lesbarkeit | |
Story | |
Dramatik | |
Gesamt | |
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Tags: Piper, Wolfgang Burger Posted in Bücher, Krimis | No Comments »
Tha Carter III von Lil Wayne
Trackliste
01 – 3 peat
02 – Mr. Carter
03 – A milli
04 – Got money
05 – Comfortable
06 – Dr. Carter
07 – Phone home
08 – Tie my hands
09 – Mrs. Officer
10 – Let the beat build
11 – Shoot me down
12 – Lollipop
13 – La La
14 – Playing with fire
15 – You ain’t got nuthin’
16 – Don’t get it
Bonus CD (Deluxe-Version)
01 – I’m me
02 – Gossip
03 – Kush
04 – Love me or hate me
05 – Talkin’ about it
Der Künstler
„I’m the best rapper alive!“ – An einem ausgeprägten Selbstbewusstsein mangelt es Südstaaten-Rapper Dwayne Carter, besser bekannt unter seinem Künstlernamen „Lil Wayne“ sicherlich nicht. Der Erfolg gibt ihm Recht – kaum ein Musiker wird in den Vereinigten Staaten derzeit so gefeiert wie der 27-jährige Lil Wayne, der in ärmlichen Verhältnissen in der Jazzmetropole New Orleans aufgewachsen ist. Der dritte Teil seiner „Tha Carter“-Serie war 2008 das meistverkaufte Album in den USA.
Das Album
Gefeatured wird Lil Wayne auf „Tha Carter III“ von namhaften Größen des Rapbusiness – von Jay-Z („Mr. Carter“) über Busta Rhymes („La La“) bis hin zu Kanye West („Shoot me down“) sind bekannte Genregrößen auf dem Album vertreten. Wie ein roter Faden zieht sich merklich der Autotune-Sound a la T-Pain und Akon durch die insgesamt 16 Songs, die von knallharten Rapsalven bis zu gefühlvollen R’n'B-Tracks allerlei Abwechslung bieten.
Eröffnet wird die Platte mit dem Opener „3 Peat“. Der Song verzichtet auf einen Refrain, die Beats hämmern dafür umso gewaltiger in die Boxen. In die selbe Kerbe schlagen auch die Tracks „A milli“, „La La“ und „Gossip“. Wer es hingegen eher etwas „smoother“ mag, wird an „Comfortable“ oder „Tie my hands“ Gefallen finden, die durch die sanften Gesangsparts von Babyface respektive Robin Thicke aufgewertet werden. Auch zwei Clubtracks finden sich auf dem Album, ein solcher Track ist beispielsweise auch die erste Singleauskopplung des Albums, „Lollipop“. Heimlicher Höhepunkt des Albums ist aber womöglich das mit der 56-jährigen Betty Wright aufgenommene Stück „Playing with fire“, das mit Rockeinschlag und Gitarrenriffs zu überzeugen weiß.
Fazit
Ob er nun der beste Rapper der Welt ist, mag Geschmackssache sein, zweifelsohne ist Lil Wayne jedoch der momentan erfolgreichste Rapper der Welt. „Tha Carter III“ ist ein absolutes Muss für jeden Rap-Fan, einziger Wermutstropfen dabei ist die Überstrapazierung des Autotune-Geräts. Hier wäre weniger mehr gewesen.
Autorwertung | Sound | |
Hörspaß | |
Lyrics | |
Unterhaltung | |
Melodien | |
Gesamt | |
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Tags: Lil Wayne, Universal Posted in HipHop, Musik | No Comments »
Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten!: Die Macht der Gedanken von Thorsten Havener und Michael Spitzbart
Inhalt
In dem neuen Buch des Gedankenlesers Thorsten Havener geht es um die Macht der Gedanken über uns, unser Handeln und unser Leben. Havener stellt fest, dass unsere so geliebte Freiheit nur eine schöne Illusion ist. In Wahrheit werden wir vollkommen von unserem teilweise unbewussten Denken kontrolliert. Ein Beispiel: Wir glauben, wir haben uns gerade spontan dazu entschlossen, das Bonbon aus der Schale neben uns zu nehmen? Nein. Tatsache ist, dass unser Gehirn schon 10 Sekunden bevor wir uns dazu entschieden haben, das Bonbon zu nehmen, dass wir dies tun würden. Das haben Hirnforscher durch Experimente und Tests schon vor einiger Zeit herausgefunden.
Wenn wir also nicht frei handeln können, sondern der Gedanke zur Tat lange vorher im Unbewussten feststeht, was können wir dann tun, um das zu ändern, um uns wirklich frei zu machen? In dem Buch wird zuerst aufgedeckt, wie manipulierbar unsere Gedanken sind: „Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten!“ Und? Natürlich haben Sie trotzdem an einen gedacht. Diese Möglichkeit zur Manipulation wird teilweise gnadenlos ausgenutzt, zum Beispiel in der Werbung oder in manchen geschickt geführten Gesprächen. Das bestimmt dann unsere Entscheidungen, unser Handeln und sogar unser Leben.
Dass die Gedanken nicht frei sind zeigt sich auch darin, dass unser Handeln und Denken das Resultat vieler verschiedener Erfahrungen aus der Kindheit, dem Beruf und der Kultur ist. Die Erfahrungen können wir selbst gemacht haben oder sie sind uns durch andere Menschen oder durch die Medien vermittelt worden. Jede Entscheidung und jeder Gedanke ist davon meist unbewusst determiniert. Die Erziehung sorgt also dafür, dass unser Denken in bestimmten Bahnen verläuft, ob wir das nun wollen oder nicht.
Nachdem diese unbewussten Mechanismen klargemacht worden sind, werden Methoden und Tricks vorgestellt, wie man sich von den festgefahrenen Gedanken befreien kann und wie man sich dieses Hintergrundwissen zu Nutze machen kann. Das Ganze wird veranschaulicht durch viele überraschende und eindrückliche Experimente und Übungen. Die persönlichen Berichte, Erfahrungen und Theorien Haveners werden durch den Arzt Dr. Michael Spitzbart wissenschaftlich belegt. Er stellt den aktuellen Stand der Wissenschaft vor, zeigt die medizinischen Voraussetzungen für unser Denken, wie die inneren Prozesse ablaufen und wie uns das als ganzen Mensch beeinflusst.
Fazit
Wer sich bisher voll und ganz auf seinen Verstand verlassen hat und dem die Ratio alles bedeutet, wird in dem Buch eines ganz anderen belehrt und muss womöglich einen harten Tiefschlag hinnehmen. Thorsten Havener und Michael Spitzbart erklären, dass wir als Menschen in unserem Handeln sehr stark von unseren unbewussten Gedanken und Gefühlen beeinflusst oder sogar gesteuert werden. Das Buch vermittelt einfach, verständlich und spannend, wie sehr unser Unterbewusstsein Auswirkungen hat auf unser Leben, unsere Zufriedenheit und Gesundheit.
Aber es ist ja möglich die Gedanken zu manipulieren und dadurch seine Lebensqualität zu verbessern. Das macht das Buch für den Leser interessant, auch wenn einige Experimente, Beweise und Methoden zur Gedankenkontrolle recht esoterisch anmuten. Das Buch ist ein kurzweiliges Plädoyer für mehr Gedankenfreiheit und Unvoreingenommenheit seiner Umwelt gegenüber, informativ und unterhaltend.
Autorwertung | Lesbarkeit | |
Nutzen | |
Anspruch | |
Unterhaltung | |
Informationen | |
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Tags: Michael Spitzbart, Rowohlt, Thorsten Havener Posted in Bücher, Fachbücher, Ratgeber | No Comments »
South Park – Der Film
Inhalt
In der Elementary School von South Park ist die Hölle los. Der Grund dafür: Der neue „Terrance & Philipp“-Film ist in den Kinos. Auch die vier Jungs – das sind Eric Cartman, Stan Marsh, Kyle Broflovski und Kenny McCormick – sind begeistert vom neuen Streifen. Als Kenny dann beschließt, einen Stunt aus dem Film nachzuahmen und beim Versuch, seinen eigenen Furz anzuzünden Feuer fängt und stirbt, ist das Entsetzen der Erwachsenen groß.
Daraufhin gründen die besorgten Mütter der Kinder den Verband „Mothers against Canada“, der Heimat von Terrance und Philipp. Sie entführen die beiden Komiker und schließen sie in ein Internierungslager. Als Reaktion bombardieren die Kanadier das Anwesen der Baldwin-Familie. Der Krieg ist ausgebrochen! Die vier Jungs sind jetzt die einzige Hoffnung der Welt, die totale Katastrophe zu verhindern. Währenddessen trifft Kenny in der Hölle auf den irakischen Ex-Diktator Saddam Hussein und Satan höchstpersönlich, die in einer mehr oder weniger glücklichen Beziehung leben und versuchen, zusammen die Weltherrschaft an sich zu reißen, was von Cartman verhindert werden muss.
Die versautesten Comic-Figuren aller Zeiten
Selten hat eine Zeichentrick-Serie so polarisiert wie South Park. Für die einen ist es niveauloser und verletzender Schund, die anderen sind Fans der politischen Unkorrektheit der Serie. Desweiteren scheiden sich die Geister auch an der Machweise der Comicfiguren. Während der Trend generell stark in Richtung perfektioniertem Realismus und möglichst aufwendig gestalteten Animation geht, sind die Figuren hier bewusst grob und einfach gehalten. Das Motto ist: Hauptsache anders! Keine Spur von sauberer Disneykomödie oder dem omnipräsenten Manga- und Animedesign der RTL 2 Nachmittagssendungen, dafür volle Breitseiten gegen jede denkbare Bevölkerungsgruppe: Ob Afroamerikaner, Juden oder Homosexuelle, in „South Park“ kriegt jeder sein Fett weg.
Fazit
Zugegebenermaßen ist dieser Film nicht für jeden gemacht. Viele Zuschauer werden den Film nach spätestens zehn Minuten kopfschüttelnd aus dem DVD-Player rausnehmen, aber für Fans des schwarzen Humors, die auf Political Correctness und Diplomatie pfeifen, ist dieser Film das Nonplusultra. Was dabei ungewöhnlich ist: Scheinbar wollten die Produzenten möglichst viele Songs aus dem Soundtrack auch im Film selbst unterbringen, sodass der Film streckenweise fast zu einem Musicalcomic verkommt. Schließlich muss jedoch jeder für sich selbst entscheiden, ob er über diese Art von Komödie lachen kann. Definitiv ein Film, zu dem man nur sagen kann: „Geschmackssache“!
Technische Daten der DVD
Spieldauer: 78 Minuten
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch sowie Isländisch
FSK: ab 16 Jahren
Autorwertung | Action | |
Musik | |
Synchronisation | |
Humor | |
Spannung | |
Gesamt | |
Besucherwertung
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Tags: Trey Parker, Warner Home Video DVD Posted in DVD, Filme, Komödien, Zeichentrick | No Comments »
Animal von Kesha
Trackliste
01 – Your love is my drug
02 – Tik Tok
03 – Take it off
04 – Kiss n tell
05 – Stephen
06 – Blah Blah Blah
07 – Hungover
08 – Party at a rich dude’s house
09 – Backstabber
10 – Blind
11 – Dinosaur
12 – Dancing with tears in my eyes
13 – Boots and boys
14 – Animal
15 – VIP
Die Künstlerin
Dancepop liegt im Trend – 2008 war es Katy Perry, 2009 hatte Lady Gaga ihren Durchbruch, und 2010 soll nun das Jahr der Kesha Rose Sebert werden. Zum ersten Mal von sich hören machte die junge Dame durch die Zusammenarbeit mit dem Südstaatenrapper Flo Rida. Ihr gemeinsamer Song „Right Round“, ein Cover der 80er-Jahre-Band „Dead or alive“, eroberte weltweit binnen kürzester Zeit die Charts. Nun hat die 22-jährige Sängerin, die im San Fernando Valley nahe Los Angeles groß geworden ist, ihre erste eigene Platte veröffentlicht.
Das Album
Leadsingle des Albums ist der Track „Tik Tok“, der binnen kürzester Zeit zum Hit avancierte. Es ist ein klassischer „Gute Laune-Song“. Ein weiteres Highlight des Albums ist der Track „Party at a rich dude’s house“. Leider mangelt es dem Album ansonsten aber sehr deutlich an Facettenreichtum: Viele Songs auf „Animal“ hören sich ähnlich oder sogar komplett gleich an – so viel gute Laune, dass es zeitweise schon wieder etwas nervtötend wirkt. Glücklicherweise schlägt Miss Sebert aber auch hin und wieder ruhigere Töne an, wie in dem eher ruhigen Titeltrack „Animal“. Ein weiterer Kritikpunkt dieses Albums sind die mangelhaften lyrischen Inhalte: So beschränken sich die Texte auf „Animal“ einzig und allein auf die Themen „Party“, „Knutschen“ und „Die Sau raus lassen“ – auf Dauer ist das dann doch sehr platt und vor allem eintönig. Wer also auf Songs mit Tiefgang und textlichem Anspruch hofft, der sucht diese auf Keshas Debütalbum leider vergeblich.
Fazit
Zum Feiern und zum Verbreiten von guter Laune eignet sich „Animal“ ideal. Ob man dieses Album jedoch unbedingt auch im CD-Regal zuhause stehen haben muss, ist sehr fraglich – auf Dauer sind die platten Texte und die stets gleichen Melodien dann doch einfach zu eintönig. Keshas Stimme, die von Haus aus schon nicht unbedingt zu der „Topliga der Gesangeskünste“ zählt, wird durch den Einsatz des allseits beliebten Autotunes noch weiter verzerrt. Die Songs variieren zwischen frechem Pop der frühen Avril Lavigne und Electropop der Veronicas oder eben Lady Gaga – von der sie sich übrigens auch die schrillen Bühnenoutfits abgeguckt haben dürfte. Und dass man für weltweiten Erfolg im Musikbusiness nicht unbedingt eine Musical-reife Stimme benötigt, ist ja mittlerweile hinlänglich bekannt – bestes Beispiel für diese Tatsache: Lady Gaga…
Autorwertung | Sound | |
Hörspaß | |
Lyrics | |
Unterhaltung | |
Melodien | |
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Tags: Kesha, RCA Records, Sony BMG Posted in Dance, Musik, Pop | No Comments »
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