Pflanzen der Kelten

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Pflanzen der Kelten

Wolf-Dieter Storl. AT Verlag 2000, Gebundene Ausgabe, 368 Seiten, € 26,90

Rezension von: Wolfi | Rezensionsdatum:

Pflanzen der Kelten: Heilkunde, Pflanzenzauber, Baumkalender von

Inhalt
Mit „Pflanzen der Kelten: Heilkunde, Pflanzenzauber, Baumkalender“ bietet der bekannte Kulturanthropologe und Ethnobotaniker Wolf-Dieter Storl einen tiefen Einblick in die Pflanzenmythologie eines Volkes, das fast tausend Jahre lang zu den führenden Völkern in großen Teilen Europas gehörte und dessen Wurzeln unbemerkt noch heute in diversen Aspekten unserer Gegenwart verwoben sind. Gerade unter diesem Gesichtspunkt lässt sich das Buch mit großem Gewinn lesen, wobei man behutsam in Bezug auf Sprache, Bräuche und die damalige Organisation der Gesellschaft der Kelten eingeführt wird, so dass das grob umrissene Bild dazu dient die mythische Verarbeitung der Umwelt nachvollziehen und verstehen zu können.

Heilkunde und Pflanzenzauber
Die Kelten trugen noch das Wissen um die diversen Heilkräfte der Kräuter, Bäume und Sträucher, die grundlegend mit ihrem Dasein in Verbindung standen in sich und nutzten diese für die Heilung von Krankheiten, das Abwenden von Unglück und Schaden, sowie um ihren Göttern zu danken und sie weiterhin milde zu stimmen. Jedoch beschränkt sich Storl nicht auf einen einseitigen Blick, sondern er bezieht die Rolle der Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde mit ein. In dieser Einheit des Buches erfährt man viele interessante botanische Fakten, die aus einer kulturanthropologischen Sicht interpretiert werden, außerdem erhält man einen ausführliche und umfassende Einführung in spezielle Rituale, beispielsweise was die Sammelvorschriften, die richtige Zeit oder den spirituellen und praktischen Umgang mit Heilpflanzen anbelangt. In dieser Hinsicht bietet der Autor auch ein einladendes Angebot an Rezepten für diejenigen, die eigene Erfahrungen zu machen suchen.

Der keltische Jahreskreis und Baumkalender
Wolf-Dieter Storls Expedition in diese allumfassende Lebensweise unserer Ahnen vertieft in diesem Kapitel den Bezug der Menschen zum Kosmos, genauer gesagt die zeitliche Einteilung des Jahres anhand von den Gestirnen und der Vegetation. Beginnend mit einer für das Verständnis notwendigen Einleitung in den mythischen Glauben zeichnet der Autor den Verlauf der Zeit von Feiertag zu Feiertag, zieht im Zuge dessen einen Vergleich zu christlichen Feiertagen und erklärt die jeweiligen Rituale und deren Bedeutung. Resultierend aus diesen Ausführungen werden zwei Modelle eines jahreszeitlichen Medizinrades skizziert. Der keltische Baumkalender wird im folgenden beschrieben, zu jeder Baumart werden Erläuterungen im medizinischen, aber vor allem mythologischen Betrachtungsfeld geliefert, so dass jedem Baum die ihm übertragene Gottheit zugeordnet wird.

Kräuter der Heilung
Nicht zuletzt sind es auch die Wildkräuter, die einen wichtigen Faktor im Leben der Kelten darstellen. So werden auch heute unbeachtete Pflanzen wie die Brennnessel, Efeu oder Nieswurz näher beleuchtet und ihre Verarbeitung in Mythen, Märchen und Sagen erklärt, wodurch man eingeladen wird, seine Umwelt mit offenen Augen zu betrachten.

Fazit
Dieses Buch kann man guten Gewissens selbst lesen oder auch verschenken. Es ist nicht nur interessant für alle Botaniker, Ethnologen und Mediziner, sondern es ist nicht zuletzt auch für jeden geeignet, der sich für die Natur, alte Märchen und Sagen und vor allem für seine eigenen Wurzeln begeistern kann. Durch die verständliche Schreibsprache macht Wolf-Dieter Storl dieses Kleinod für jeden zugänglich, der sich dafür öffnen möchte.

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Ein Kommentar to “Pflanzen der Kelten”

  1. Anonymous schreibt:

    lolxe4rt

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