Pierre Veys: Sherlock Holmes und die Kamelienmänner

Autorenwertung
  • Geschichte
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  • Übersetzungsqualität
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  • Lesbarkeit
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  • Humor
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  • Gesamt
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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

/ Nicolas Barral: Sherlock Holmes und die Kamelienmänner; Piredda-Verlag Berlin 2010; 48 Seiten; ISBN: 978-3-941279-37-7

Erst deutlich nach der Entführung durch rabiate Teetrinker auf offener Straße lernt Sherlock Holmes seinen neuen Auftraggeber kennen. Thomas Clipton muß innerhalb von 6 Wochen nach Ceylon fahren, um sein Erbe antreten zu können. Doch es gibt finstere Gestalten im Hintergrund, die diese Reise verhindern möchten.

Hier liegt Band 3 der Baker-Street-Reihe vor. Unter qualitativen Gesichtspunkten liegt hier der bislang beste Band vor. Wie gewohnt sind die Bilder gut gezeichnet. Die Handlung ist nicht mehr so plump und platt wie vorher. Sie wird stringent und folgerichtig erzählt. Der Humor ist wesentlich feiner und nicht mehr so derb.

Die Hommage an Jules Verne und seine Reise um die Welt in 80 Tagen ist in vielen Details unübersehbar. Doyle und Verne werden hier gut miteinander verbunden, so daß eine gut lesbare neue Geschichte entsteht.

Pierre Veys / Nicolas Barral: Sherlock Holmes und der Schatten des M; Piredda-Verlag Berling 2010; 48 Seiten; ISBN: 978-3-941279-38-4

Hier liegt Band 4 aus der Baker Street – Comicreihe vor. Er ist faktisch eine Fortsetzung von Band 3. Thomas Clipton muß schleunigst nach London zurückkehren und dort in einem Zirkus vor den Augen der Queen als Clown auftreten, um sein Erbe tatsächlich doch antreten zu können. Sherlock Holmes und Dr. Watson, seine Reisegefährten, treffen auf der Reise immer wieder auf Professor Moriarty, ihrem altbekannten Erzfeind. Ob die Reise wohl gut geht?

Band 3 und 4 sind eine Fortsetzungsgeschichte. Es macht daher schon Sinn, beide Bände zusammen zu besprechen.

Auch diese Geschichte ist amüsant zu lesen. Es gibt immer wieder humorvolle Episoden, die in die Handlung eingebaut werden. Am Ende gibt es noch einen Bezug zu Sherlock Holmes vermeintlich letztem Fall an den Reichenbach-Fällen in der Schweiz, scheinbares Verschwinden und Wiederauferstehung mit eingeschlossen.

Was ist nun von diesen beiden Bänden zu halten? „Sehr frei inspiriert durch die Figuren von Sir Arthur Conan Doyle“: Diese Formulierung steht jeweils am Anfang eines jeden Bandes. Im Grunde genommen erfinden Veys und Barral völlig neue Figuren und komplett andere Geschichten; nur rein äußerlich werden hier die Geschichten von Doyle aufgegriffen. Irgendeinen Bezug zu den ursprünglichen Geschichten ist hier nicht zu erkennen. Wem dies egal ist, der wird hier natürlich gut gemachte Literatur vorfinden. Ein wenig mehr Originalgetreue wäre aber schon schön gewesen.

Das Fazit

Die Comicreihe hält sich zwar nicht an das historische Original. Wer Comics mag und auch nicht vor sehr freien Interpretationen zurückschreckt, wird diese beiden gezeichneten Geschichten bestimmt mögen.

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