Planet des Ungehorsams

Autorenwertung
  • Dialoge
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  • Satire
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  • Geschichte
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  • Zeichnungen
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  • Rechtschreibung/Fehler
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  • Gesamt
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Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Planet des Ungehorsams von

Irgendwann in der Zukunft:

Raumschiffe fliegen mit „Blieder“-Antrieb, der Geschwindigkeiten von über 50.000 Stundenkilometern – das Weltall ist eine einzige Autobahn mit Raumschiffen auf der Suche nach neuen Planeten, die besiedelt und beherrscht werden können. Ein Botschafter von der Erde soll nun mit der Mannschaft unter Kapitän Grayder einen weiteren Planeten erobern und gegebenfalls umstrukturieren. Der Planet, der angesteuert wird, ist ein bewohnbarer Planet unter vielen, auf dem in der Vergangenheit 200.000 Menschen ausgewandert waren, um der Überbevölkerung auf der Erde zu entkommen. Schon viele Jahrhunderte wurde der Planet nicht mehr angeflogen, die Menschen haben sich daher vermutlich stark vermehrt und – in eine ihnen unbekannte Richtung – weiterentwickelt.

Kurz nachdem das große, 1.500 Meter lange Raumschiff gelandet ist, steigen die Soldaten, Bürokraten und Besatzungsmitglieder aus und wenden sich an den ersten Menschen, einen Bauern, den siehen, um zu erfahren, wer der Herrscher bzw. Bürgermeister des Planeten bzw. der nächstgelegenen Stadt ist. Der Bauer versteht und spricht auch ihre Sprache, ist aber wenig hilfreich. Er nimmt nicht nur alles wörtlich, was der Abgesandte ihn fragt bzw. ihm sagt, sondern weigert sich auch, mit dem Botschafter zu sprechen, obwohl der Abgesandte betont, wie wichtig dieser sei. Auf die Frage des Bauern, ob sich der Planet, von dem der Botschafter komme, weiterdrehe, wenn dieser stürbe, erfährt er, daß dies der Fall sei. Demnach, so der Bauer, könne der Botschafter gar nicht so wichtig sein.

So geht es der Besatzung auch mit allen weiteren Personen, auf die sie treffen und die sie – mal mehr, mal weniger höflich – um eine Unterredung und Auskünfte bitten.

Der freie Wille ist die stärkste Waffe

Ein Techniker, der über so etwas Verrücktes wie ein Fahrrad verfügt, wird schließlich ausgesandt, um mehr in Erfahrung zu bringen, und landet mit den gleichen Fragen nach der wichtigsten bzw. besonderen Person schließlich in einer Kneipe, wo er eine junge Frau und den Wirt kennenlernt. Er erfährt, daß das Wirtschaftsprinzip nicht auf Geld beruht, sondern auf Gefälligkeiten (sogenannten „Obs“ von Obligationen), die man eintauscht. Außerdem ist das oberste Führungsprinzip der freie Wille eines jeden Einzelnen, daher brauche man auch keine Führungsriege, Bürgermeister oder ähnliches.

Als der Botschafter und der Kapitän die Brisanz dieses auf den ersten Blick so simplen Prinzips verstehen, ist es fast schon zu spät…

Fazit:

Ein witzig geschriebener , der weniger mit technischem Schnickschnack beeindrucken will, sondern mit Wortwitz und genauem Auslegen von Ausdrücken punktet und damit noch mehr zum Nachdenken anregt als es eine Gesellschaftskritik sonst könnte. Schade jedoch, daß der Verlag nicht mehr Sorgfalt bei der Rechtschreibung an den Tag gelegt hat – Fehler auf fast jeder einzelnen der 88 Seiten sind sehr ärgerlich und störend beim Lesevergnügen.

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