Prince – Dirty Mind

Autorenwertung
  • Sound
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  • Hörspaß
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  • Songtexte
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  • Melodie
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  • Gesamt
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Dirty Mind

Prince. Warner Bros. Records (Warner) 1980, Audio CD, € 4,98

Rezension von: Zaiman | Rezensionsdatum:

– Dirty Mind

  1. Dirty Mind
  2. When You Were Mine
  3. Do It All Night
  4. Gotta Broken Heart Again
  5. Uptown
  6. Head
  7. Sister
  8. Partyup

Dirty Mind, das Album

Dirty Mind aus dem Jahr 1980 darf als das bis dahin reifste Princealbum bezeichnet werden, hier finden sich zum ersten Mal alle Ingredentien die Prince zu einem außergewöhnlichen Musiker machen. Auf Dirty Mind kommt auch endlich mal sein richtig schön dreckiger Funksound zur Geltung, der auf den beiden schwachen Vorgängern leider noch eine untergeordnete Nebenrolle spielte. Auch ist das Album um einiges elektronischer und erinnert nicht mehr so stark an die abklingende Discowelle der Endsiebzieger. Dirty Mind klingt für damalige Verhältnisse recht modern und rückt stilistisch sogar in Richtung New Wave, was vor allem an die prominente Verwendung des Synthesizers liegt, der für den 80er Prince noch von bedeutender Rolle sein sollte.

Schon der Opener und Titeltrack des Albums überzeugt mit seinem eingängigen Synthieriff und Prince mit sehr hoher Stimme vorgetragenen Lyrics. Überhaupt kommt dieses Album viel lebhafter rüber als noch die Vorgänger, das liegt vor allem daran, dass sich Prince für die Aufnahmesessions  diesmal Hilfe von diversen Gastmusikern holte, unter denen sich unter anderem auch eine gewisse Lisa Coleman befindet, die neben unterschiedlichen Instrumenten auch für die Backingvocals zuständig ist, wodurch die ganzen Songs gleich viel dynamischer klingen.

Warum das Album dann doch nicht zu den absoluten Klassikern gehört liegt daran, dass es Prince hier es manchmal mit dem Thema Dirty Mind etwas übertreibt und allzu oft in sexuelle Klischees abrutscht, die nicht unbedingt gut für die Albumwirkung sind. So nerven Stücke wie „Head“, „Sister“ und „Partyup“ auf die Dauer mit plumpen sexuellen Anspielungen und Samples aus Frauengestöhne, die den Hörfluss des Albums doch empfindlich stören, das wäre weniger wirklich mehr gewesen, die Stücke sind musikalisch nicht schlecht, doch nur leider durch diese Art der Vorführung einfach zu platt und zotig geraten.

Das Cover des Albums ist auch leider wieder ein Fall für die Modepolizei, Prince leidet manchmal leider an gestörter Selbstwahrnehmung und weiß nicht, wann die Grenze des Erträglichen erreicht ist, so posiert er diesemal im geschmacklos luftigen Outfit und man fragt sich wer das Album damals mit so einem Cover wirklich gekauft hat. Aber gut…Coverartworks gehörten ja noch nie zu seinen Stärken.

Fazit

Für mich handelt es sich bei Dirty Mind um Prince erstes richtiges Album! Warum das so ist? Nun, es ist einfach die Art wie es produziert ist, hier kommen zum ersten Mal seine Markenzeichensounds bestehend aus kantigem Funk und elektronischen Synthesizer-Sounds so richtig zur Geltung. Warum es nun kein Meisterwerk geworden ist, liegt meiner Meinung daran, dass Prince es hier mit der sexuellen Provokation etwas übertreibt und viele Songs künstlich sexuell auflädt, was dem Ganzen so einen platten Charakter verleiht, davon abgesehen ist das Album aber doch recht gut gelungen.

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