Pure Lebensfreude

Autorenwertung
  • Musik
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  • Texte
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  • Stimme
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
    1.5 Sterne1.5 Sterne1.5 Sterne1.5 Sterne1.5 Sterne
Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

KOMPLETTE BRUCHLANDUNG!

Die Sängerin

Die aktuelle Gewinnerin der RTL Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ ist im Showbusiness kein unbeschriebenes Blatt. Bereits im Jahr 2007 erschien zusammen mit Lys Assia ihr Debütalbum „Sag mir wo die Engel wohnen“. Für die Schweiz trat das Duo beim Grand Prix der Volksmusik an. Zwei weitere Alben („Wenn der Himmel es so will“, 2008 und „Feuer und Flamme“, 2011) folgten, ohne jedoch eine breite Öffentlichkeit zu finden.

Das Album:

Nur ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung ihres mit Platin ausgezeichneten Albums „Glücksgefühle“ und einer Tournee durch Deutschland, Österreich und der Schweiz veröffentlichte kurz vor Weihnachten 2013 ihr zweites Album. Allein dieses Zeitfenster muss jeden Musikfan stutzig werden lassen, denn wirklich Zeit, um an neuen Songs zu basteln, ist nicht wirklich da gewesen.

Und so bestätigt das erste Hören die allerschlimmsten Befürchtungen. Dreizehn Titel befinden sich auf dem Album und wirklich keiner weckt beim Hörer das im Titel ausgegebene Motto „Pure Lebensfreude“. Im Gegenteil. Zwölfmal wird der Hörer mit ein und dem selben Song konfrontiert. 4/4-Takt, Drumcomputer, Pseudogitarre im Hintergrund – fertig ist der Song. Dazu einen belanglosen Klischeetext über Liebe, Schmerz und Eifersucht. Jetzt ist auch klar, das die Produktion dieses Albums wahrscheinlich an einem Nachmittag über die Bühne gegangen ist. Wirklich alle Songs können wahllos gegeneinander ausgetauscht werden. Waren auf dem letzten Album mit Titeln wie „Mein Herz“ und „Jetzt und hier für immer“ noch Songs, die im Ansatz Ohrwurmcharakter hatten, ist das Material auf diesem Album die Ausschussware von , die weder für noch für das letzte Beatrice-Egli-Album gut genug war.

Einziger Lichtblick, sofern man davon reden mag, ist die einzige Ballade des Albums: „Du bist die Sonne“ gibt dem Hörer die Möglichkeit, sich für gut drei Minuten von dem bisher gehörten Einheitsbrei zu erholen. Eine echte Perle ist aber auch dieser Song nicht.

Leider gelingt es Beatrice Egli auf diesem Album auch nicht, Glanzpunkte mit ihrer Stimme zu setzen. Sie versinkt in der Monotonie der Songs und klingt dadurch leider nur noch durchschnittlich.

Trackliste:

01 – Grenzenlos

02 – Verrückt nach dir

03 – Himmelbett

04 – Verdammt ich will Leben

05 – Herz an Herz

06 – Irgendwann

07 – Du bist die Sonne

08 – Bitte halt mich

09 – So wie ein Stern

10 – Und dann kommst du

11 – Mitten ins Herz

12 – Die ganz große Liebe

13 – Zweimal Wahnsinn und Zurück

 

Fazit:

Schon im meiner Rezension zu „Glücksgefühle“ habe ich klargestellt, das es mir nicht darum geht die Musik von Beatrice Egli oder Dieter Bohlen per se zu kritisieren. In jedem Genre, egal ob Pop, Rock, Schlager oder Metal gibt es gute und weniger gute Musik. Dieses Album liefert in meinen Ohren leider dreizehn Gründe dafür, den Schlager zu verdammen. Und das ist schade, denn dieses Genre (wenn man schon in diesen Schubladen denken möchte) hat viel mehr zu bieten, als uns dieses Album zeigt. Natürlich sei es jedem zugestanden, auch dieses Album zu mögen. Doch mit etwas Abstand und Objektivität betrachtet, kann man eigentlich nur zu dem Fazit kommen, dass es Dieter Bohlen mit diesem Album nicht um die Musik, sondern um das Weihnachtsgeschäft ging. Allerdings ging diese Strategie nicht ganz auf. Zwar erreichte auch „Pure Lebensfreude“ die Top Ten der deutschen Charts, doch die Verkaufszahlen blieben bisher weit hinter dem Vorgänger zurück. Und da inzwischen auch die nächste Staffel von läuft, kann sich jeder ausmalen, wie die Zukunft von Beatrice Egli aussehen wird. Und das wäre bedauerlich, denn Talent ist bei der jungen Schweizerin durchaus vorhanden.

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