Qwirkle Cubes

Autorenwertung
  • Spielspaß
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  • Verpackung
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  • Unterhaltung
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  • Langzeitspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: Ragan Tanger | Rezensionsdatum:

Cubes

Kultspiel noch pfiffiger

Du bist aber ganz schön quirky, ruft der US-Amerikaner demjenigen zu, der gerissen und spitzfindig. Der Fuchs unter den Wölfen, der Luchs unter den Katzen. Davon ausgehend hat Susan McKinley Ross das Wort Qwirkle erfunden, dass die spielerische Weiterentwicklung der Gerissenheit ausdrücken will. In ihrem kalifornischen Spieleverlag hat sie mit der Erfindung und Präsentation dieses kultigen Legespiels 2006 den absoluten Wurf rausgehauen. Ganz schön gerissen, Miss Ross!

In Deutschland hat es dann mit der Erstveröffentlichung fünf Jahre länger gedauert, der Erfolg potenzierte sich aber dafür weiter, denn der renommierteste deutsche Spielepreis, der für jedes Weihnachtsgeschäft Gold wert ist, wurde an Qwirkle vergeben. also, plus zahlreiche löbliche Rezensionen kurbeln die nun folgende wirtschaftseigene Logik an und betteln förmlich darum: Bitte mehr davon! Gerne, hat sich Miss Ross gedacht, und die Würfelvariante Qwirkle Cubes nachgeschoben, die bei , also einem ausgesprochen renommierten Würfelexpertenverlag, natürlich bestens aufgehoben ist.

Das Spielprinzip hat sich überhaupt nicht geändert. Noch immer geht es darum mit sechs verschiedenen Farben und ebenso vielen Symbolen Reihen zu bilden, im besten Fall eine Sechser-Reihe, den namensgebenden Qwirkle, der nicht nur schön ausschaut, sondern auch die doppelte Punktzahl bringt. Wer davon am Ende die meisten hat, gewinnt logischerweise; und nach wie vor kann es ein wenig nerven, das ganze Spiel quasi stenographisch als Punktezähler zu begleiten. Nun ja, viel Erfolg, viel Aufwand.

Und nach wie vor werden die neuen Steine verdeckt gezogen, dauert das Spiel circa eine halbe Stunde, ist das Spielmaterial optisch und materiell hochwertig. Der neue Clou ist die Würfelform der Steine, so dass jetzt alle sechs (!) Symbole auf einen Würfel passen und man vor dem eigenen Anlegen so viele der sechs eigenen Würfel neu rollen darf, um eventuell das passende Symbol zu bekommen.

Das macht das Spiel noch einen Tick würziger, unberechenbarer, gerissener. Denn nun kann man nicht mehr davon ausgehen, welche Steine gar nicht mehr im Spiel sein können. Man sieht zwar, welche Farben der Gegner bei sich ausliegen hat, aber nicht welche Symbole, denn diese kann er ja per Wurf neu bestimmen.  So lautet also das magische Dreieck: Ziehen, Würfeln, Anlegen.

So werden Strategie, Taktik und Glück aufs Neue strapaziert, gewürzt mit einer ganz gehörigen Portion Antizipation. Das Einzige, was man klar kritisieren muss, ist die Verpackung. Diese ist zwar schön wie das Spielmaterial, aber viel, viel zu groß. Warum die 90 Würfel nicht einfach in einer Box platziert werden, in die sie auch hineinpassen? Ökologisch und ökonomisch ziemlich unverständlich.

Fazit:

Ein Spielprinzip, das clever erweitert worden ist, ohne den ursprünglichen Spielreiz zu verlieren. Ganz im Gegenteil: Qwirkle Cubes setzt der Gerissenheit die listige Krone auf. Suchtfaktor garantiert.

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