R.E.M. – Collapse Into Now

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Rezension von: Registano | Rezensionsdatum:

– Collapse Into Now

Seit unzähligen Jahren gelten R.E.M. als eine der besten Bands der Welt. Es gibt sie seit 1980, also eine sehr, sehr lange Zeit. Vom Insidertipp (seit ihrem Debütalbum „Murmur“, eigentlich sogar seit der Debüt-EP „Chronic Town“, war der Ruf der vier aus Athens/Georgia grandios) wuchsen sie über die Jahre ganz langsam und nach ersten Hits wie „The One I Love“ (das übrigens nie ein Liebeslied ist und war) zu wirklichen und so wahrhaftig wie sympathischen Megastars. Sie erreichten diesen Status 1992 mit „Losing My Religion“ und dem dazu gehörigen Album „Out Of Time“. Song und Album waren ihr endgültiger weltweiter Durchbruch.

Danach kannte die ganze Welt die Band mit den drei Buchstaben und die Stadien konnten betourt werden – was aber erst Jahre später passierte. Denn zum Zeitpunkt ihres Durchbruchs weigerten sich R.E.M. Tourneen zu bestreiten, was ihrem Ruf „Alternative Künstler“ zu sein natürlich nur bestätigte.

Als Meisterwerk galt das auf „Out Of Time“ folgende Album „Automatic For The People“, dessen Hit „Man On The Moon“ noch heute ständig im Radio gespielt wird. Ein schlechtes Werk haben R.E.M. aber davor und danach ohnehin nie abgeliefert (selbst „Up“, das sie nach der aus gesundheitlichen Gründen erfolgten Trennung von ihrem Drummer aufnahmen, und das irritierte, wuchs mit der Zeit) und so war die Spannung auf „Collapse Into Now“, das teilweise letztes Jahr in Berlin in den Hansa Studios aufgenommen wurde, natürlich groß, als es vor kurzem erschien.

Dass nun sogar von Auflösung der Band zu lesen war, weil es erneut keine Tournee gibt und weil der Plattenvertrag ausläuft, muss nicht verwundern. R.E.M. machten in ihrer gesamten Karriere noch nie jahrelange Pläne. Irgendwann kommt bei ihnen immer die Zeit für neue Musik. Wann das sein wird, wissen nicht einmal sie selbst. Bleibt zu hoffen (und eigentlich ist es auch anzunehmen), dass es irgendwann in ein oder zwei Jahren schon so sein wird.

Denn Michael Stipe, Mike Mills und Peter Buck liefern weiterhin Spitzenklasse ab, denn „Collapse Into Now“ ist absolut gelungen. Es bietet sogar mehr Abwechslung als das letzte Werk „Accelerate“, das vor allem kurze, schnelle, fast schon punkige Songs hatte. Knackig ist der Auftaktsong „Discoverer“, aber mehr gefallen eigentlich die eingängigen „Mine Smells Like Honey“ und „Überlin“. Einzig das abschließende, etwas schräge „Blue“, einen Song, den R.E.M. schon besser abgeliefert haben („E-Bow The Letter“ auf dem etwas unterschätzen Album „New Adventures In Hi-Fi“, ebenfalls mit Patty Smith als Gastsängerin), fällt etwas ab.

Fazit:

Wer R.E.M. schon immer mochte, der wird auch hier zugreifen. Und wer die Band bisher nicht für sich entdeckt hat, der sollte nun endlich damit anfangen. Aber Achtung: es könnte der Beginn einer langen Leidenschaft werden.

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