Rachels Hochzeit

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Rachels Hochzeit

Anne Hathaway (Hauptdarsteller). Sony Pictures Home Entertainment 2009, DVD, € 1,79

Rezension von: Rezension.org | Rezensionsdatum:

Rachels Hochzeit

Inhalt
Kym Buchman ist drogenabhängig und lässt sich in einem Therapiezentrum behandeln. Schon seit Jahren kämpft sie gegen ihre Drogensucht an, doch erst jetzt hat sie es geschafft, sich in eine Rehabilitationsklinik zu begeben. Schon immer war Kym ein Magnet für Probleme und Schwierigkeiten – dabei macht sie es sich selbst mit ihrer ruppigen und bissigen Art aber auch nicht gerade leicht. Als ihre Schwester Rachel heiratet, darf Kym das Therapiezentrum zwei Tage verlassen. Rachel heiratet Stanley, einen afrikanischen Musikproduzenten.

Als Kym in dem sehr großzügig angelegten Anwesen von Rachel und Stanley eintrifft, sind die meisten Gäste schon erschienen. Es läuft bereits Musik in dem Haus im beschaulichen Connecticut. Rivalitäten und Spannungen, welche bis zu diesem Zeitpunkt unterdrückt wurden, brechen plötzlich hervor. Kym leidet während des Essens, doch Rachel ärgert sich über die Selbstbezogenheit ihrer Schwester und wird sauer. Da helfen auch nicht die Vermittlungsversuche von Rachels und Kyms Vater Paul nicht. Die Hochzeit wird somit überschattet von einer Familientragödie, die letztendlich auch das Verhältnis zwischen Kym und ihrer Mutter Abby bestimmen soll. Die Feierlichkeiten bewegen sich schließlich auf einem schmalen Grad zwischen Eskalation und Versöhnung.

Fazit
Der Regisseur hat seine ganz eigenen Vorstellungen und setzt diese auch in „Rachels Hochzeit“ um. Bereits seit mehr als vier Jahrzehnten ist Demme nun als Regisseur tätig, und in seiner langen Karriere hat er schon einige Oscars gewonnen. Demme hat eine Nische gefunden, in der er seine ganz persönliche Obsession verfolgen kann. Genrevorgaben existieren für ihn nicht, und er nimmt sich immer wieder die Freiheit, sich von Vorstellungen und eingefahrenen Denkmustern zu lösen.

Seine Filme sind dabei in gewisser Weise immer auch ein Stilmix zwischen Dokumentation und Fiktion. Die Grenzen sind dabei jedoch sehr fließend – für Demme ist das stete Bemühen um Wahrhaftigkeit und emotionale Resonanz entscheidend, nicht die Unterschiede zwischen einzelnen Genres. Seinen bisher größter Erfolg feierte Demme mit dem Werk „Das Schweigen der Lämmer“. Danach verschrieb sich der Regisseur in seinen Filmen immer mehr einem demokratischen Gemeinschaftsideal – ein Beispiel für diese Intention liefert etwa der Film „Philadelphia“.

Mit „Rachels Hochzeit“ wollte Demme gemeinsam mit seinem Kameramann Declan Quinn ein sogenanntes „Home-Movie“ drehen. Die agile Handkamera Quinns wird dabei fast zu einer handelnden Person. Trotz der Beweglichkeit und der Wanderlust des Regisseurs behält Quinn dabei immer den Kern der Handlung im Blick. Ann Hathaway wurde für ihre Leistung in „Rachels Hochzeit“ für einen Oscar nominiert, aber auch die anderen Darsteller , Bill Irwin und Debra Winger zeigen eine überzeugende darstellerische Leistung.

Der Regisseur engagierte dabei bewusst keine hochkarätigen Stars für sein Werk, sondern er ermöglichte auch einigen seiner Freunde, beispielsweise Robyn Hitchcock, Auftritte im Film. Damit verbindet er auch in „Rachels Hochzeit“ einmal mehr das Persönliche mit dem Universellen.

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