Raffaele Ciafardone: Die Philosophie der deutschen Aufklärung

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Raffaele Ciafardone: Die Philosophie der deutschen Aufklärung Texte und Darstellung

Das Buch ist im Jahre 1990 im Philipp jun. Verlag, Stuttgart erschienen. Es ist 458 Seiten dick. Die Übersetzung aus dem Italienischen und die deutsche Bearbeitung stammt von Norbert Hinske und Rainer Specht.

Die Inhaltsangabe

„Der Mensch und seine Bestimmung“, „Das philosophische Wissen“, „Religion und Philosophie“, „Der Mensch und die Gesellschaft“ und „Das Selbstverständnis der deutschen Aufklärung“ – so heißen die einzelnen Kapitel des Buches. Jedes Kapitel ist mit einer kleinen Einführung versehen, in dem jeweils beschrieben wird, in welchem geistigen Umfeld die folgenden Texte entstanden sind. Das Buch möchte eine „repräsentative Anthologie, eine kompetente Darstellung“ sein. Es liefert nicht nur Beiträge von philosophischen Koryphäen wie Kant, Lessing oder Schiller. Auch heute nicht mehr so bekannte Autoren wie Mendelssohn, Spalding, Thomasius oder Pufendorf kommen hier zu Wort.

Das Buch, das die Nummer 8667 der Reclam`schen Universal-Bibliothek ist, beginnt mit einer umfangreichen Einleitung. Sie gibt schon vor, in welche Richtung sich das Buch inhaltlich bewegt. Allein schon die vielen hier verwendeten Fachbegriffe machen klar, daß sich das Buch an Kenner, an Fachleute wendet, die mit der Materie vertraut sind. Philosophen wie Christian August Crusius, Johann Heinrich Lambert oder Johannes Nikolaus Tetens werden als bekannt vorausgesetzt, ihre Biographien dementsprechend gar nicht erst beschrieben, ihr Gedankengut vielmehr in Beziehung zueinander gesetzt.

Ähnlich verhält es sich mit dem Nachwort von Norbert Hinske. Der Titel „Die tragenden Grundideen der deutschen Aufklärung Versuch einer Typologie“ verrät es schon: Hier geht es nicht um populärwissenschaftliche Vermittlung von Wissen. Auch in diesem Kapitel geht es wieder um gedankliche, wissenschaftliche und damit eine theoretische Auseinandersetzung mit einer philosophischen Fachrichtung.

Eine Beurteilung

Wie schon oben gesagt: Das Buch ist sehr fachlich orientiert. Ein Laie, der sich aus Spaß an der Freude für die Philosophie interessiert und sich einfach nur weiterbilden möchte, wird daher nur wenig Freude an dem Buch haben.

Dies wirft schon die Frage auf, welche Zielrichtung das Reclam-Heft hat. Soll es einen Beitrag zur fachlichen Diskussion bieten? Auf hohem geistigem und sprachlichem Niveau die bisherischen Erkenntnisse der wissenschaftlichen Forschung zusammentragen? Oder liegt die Zielrichtung ganz woanders und ich erkenne es nur nicht?

Ganz egal, wie die richtige Antwort auch lauten mag: in einem heimischen Bücherschrank wie ein solches Werk nur selten landen. Für eine breite Leserschaft, die beispielsweise eine leichte Lektüre für auf den Weg zur Arbeit sucht, ist das Buch offensichtlich nicht geeignet.

Das Fazit

Das Buch ist für den universitäten Bereich geschaffen, wo man sich beruflich und wissenschaftlich mit ihm beschäftigen kann.

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