Ralf Kramp: Der Spinner

Autorenwertung
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  • Charaktere
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  • Gesamt
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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Spinner

Das Buch ist im KBV – Verlag Hamm im Jahre 1999 erschienen. Es ist 254 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

In der Eifel geht ein Serienmörder um. Die Presse nennt ihn „Den Motzer“. Herbert Feldmann und sein Begleiter Justus begegnen eines Tages einem weiteren vermeintlichen Opfer des Motzers. Aus persönlichem Interesse heraus machen sie sich auf die Suche nach dem Täter.

Über den Verlag

Der KBV-Verlag heißt genau genommen „KBV Verlags- und Medien-GmbH“. Der Verlag hat inzwischen seinen Sitz in Hillesheim in der Eifel und ist ein auf Kriminalromane mit Lokalkolorit spezialisierter Verlag.
Ehemals unter dem Namen KBV Klein & Blechinger Verlag in Elsdorf (Rheinland) gegründet übernahm Krimiautor Ralf Kramp 2002 den Betrieb.

Über den Autoren

Kramp erblickte am 29. November 1963 in Euskirchen das Licht der Welt. Er ist zwar gelernter Maler und Lackierer, hat aber auch schon als Karikaturist für den Kölner Lokal Anzeiger gearbeitet. Er gibt seit 1996 Krimis heraus, sowohl Romane um Herbert Feldmann, aber auch Kinderkrimis und Anthologien.

Die Buchbesprechung

Hier liegt der erste Krimi um Herbert Feldmann und seinen unvermeintlichen Schatten vor. Offensichtlich versucht ja jemand, im Schatten von Jacques Berndorf auf die Erfolgswelle Eifel-Krimi aufzuspringen.

Was die regionalen Bezüge anbelangt, ist das Buch eher schwach geraten. Es gibt weder vernünftige Ortsbeschreibung noch ein Gefühl davon, was die Eifel ausmacht. Die Menschen? Die Orte? Ihr Aussehen? Ihre Geschichte? Ein Lebensgefühl? Was Berndorf zu viel an Recherche und Gründlichkeit in seine Bücher einbringt, kommt hier etwas zu kurz.

Kramp gleicht dies durch die Charakterisierung seiner Personen aus. Feldmann ist so herrlich schräg an wie sonst kaum ein Detektiv. Welcher Ermittler hat beispielsweise schon einen Adlatus, der nur in seiner Phantasie existiert?

Das Ende hätte ein wenig genauer herausgearbeitet werden müssen. Es wird zwar aufgeklärt, wer der Mörder ist. Es bleibt aber unklar, warum genau die einzelnen Morde geschehen bzw. wie sie durchgeführt werden. So gut lesbar der Showdown am Ende des Buches auch sein mag, so verbesserungswürdig es er auch.

Sex & Crime – in der Regel verkauft sich eine solche Verbindung gut. Sex & Crime – diese Verbindung gibt es auch hier. Nina heißt eine Cousine von Herbert; sie ist zu Besuch in der Eifel und hilft ihrem reichlich ungelenken Vetter aktiv bei der Suche.

Als Verlagsinhaber hat man natürlich nicht die Zeit, selbst jedes Jahr einen neuen Krimi (für Erwachsene) zu schreiben. Auch wenn es inzwischen wohl sechs Werke um Herbert Feldmann auf dem Markt gibt und Kramp inzwischen mit einigen Literatur-Preisen ausgezeichnet wurde, sei hier schon die Frage erlaubt, wer bekannter ist, der KBV – Verlag oder Kramp.

Das Fazit

Dem Autoren dieser Buchbesprecher ist der Verlag besser bekannt. Er gibt sehr gute Kriminalliteratur heraus. Das vorliegende Buch bietet gute Unterhaltung, die es zu lesen lohnt.

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