Ramon Lull: Das Buch vom Heiden und den drei Weisen

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Ramon Lull: Das Buch vom Heiden und den drei Weisen

Das Buch ist im Jahre 1998 im jun. Verlag Stuttgart erschienen und 307 Seiten dick.

Das Buch gehört zu Reclams Universal-Bibliothek und trägt dort die Nummer 9693. Es wurde von Theodor Pindl übersetzt und herausgegeben.

Die Inhaltsangabe

Glaubensinhalte sollten nach Meinung von Lull allein aus der Vernunft heraus abgeleitet werden. Der Autor lässt daher in dem vorliegenden Buch einen Juden, einen Christen und einen Moslem, der hier „Sarazene“ genannt wird, ihren jeweiligen Glauben vorstellen und begründen. Jeder hat dafür ein ganzes Kapitel, „Buch“ benannt, Zeit und Platz.

Im Prolog, das „Gott und die Auferstehung“ überschrieben ist, werden einem fiktiven Heiden Tugenden wie Vollkommenheit, Tapferkeit, Weisheit, Klugheit und Güte erklärt und vorgestellt.

Es gibt auch ein Nachwort. Darin stellt Pindl Lull und sein Denken, vor allem aber auch die wesentlichen Inhalte des vorliegenden Lull`schen Werkes vor.

Eine Beurteilung

Der Reclam-Verlag gibt hier ein Buch heraus, das – wie auch der Autor – heute völlig unbekannt und vergessen ist. Es ist daher ganz schön mutig, es überhaupt auf den Markt zu bringen.

Es gibt genügend Bücher, die die drei Religionen Christentum, Judentum und Islam vorstellen und miteinander vergleichen. Bei Interesse sind die heiligen Bücher der drei Religionen auch frei auf dem Büchermarkt erhältlich. Der geneigte Leser kann in unseren Tagen also selbst entscheiden, ob und woran er glaubt.

Wie bekannt ist der Name Ramon Lull selbst bei Leuten, die eine Anbindung an eine Kirche haben? Die Antwort wird sich jeder Leser selbst geben können. Der Verlag wird selbst am besten wissen, wie oft Käufer in einem Buchladen zu dem Werk gegriffen haben.

Das Lull`sche Werk ist in die heutige Sprache übersetzt, zumindest theoretisch also auch für heutige Leser leicht und gut verständlich. Doch Vorsicht! Hier liegt ein religiös-philosophisches Werk vor. Man muß als Leser also schon mit den Sprachgewohnheiten dieser Geisteswissenschaften vertraut sein, um einen Zugang zu diesem Werk zu finden. Auch an dieser Stelle wird deutlich, daß hier ein Buch für ein interessiertes Fachpublikum vorliegt.

Über den Autoren

Ramon Lull wurde 1232 in Palma de Mallorca als Sohn eines Ritters geboren. 1257 heiratete er. Nach einer Vision 1263, in der er den gekreuzigten Christus neben sich sah, änderte er sein Leben radikal. Er unternahm Pilger- und Bildungsreisen (auch in die arabische Welt), lernte Arabisch, und stellte seine Dichtung in den Dienst des katholischen Glaubens. Lull starb Anfang 1316.

Wer mehr über ihn wissen möchte, sei an die Internetenzyklopädie Wikipedia verwiesen. Unter dem Stichwort „Ramon Llull“ gibt es dort weitere Informationen (Stand: 19. Juni 2012).

Ein Fazit

Hier liegt ein Fachbuch für Leute vor, die sich für religiöse und theologische Themen interessieren.

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