Rezension.org - "Wilddiebe und Kritiker kennen keine Schonzeit"
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‘Lernen’

Magnet-Rätselspaß Zahlen

Vorschule Magnet-Rätselspaß Zahlen von Marlit Peikert 

Illustratorin

Marlit Peikert ist Graphikerin, Designerin und Illustratiorin. Ihr größtes Interesse hat sie für den Bereich Illustration entwickelt, so dass sie da auch die meiste Arbeit reinsteckte.

Im Laufe ihrer Tätigkeit hat sie unzählige Kinderbücher für verschiedene Verlage illustriert.

Viele Verlage nutzen die Bekanntheit der Kinderbuchfiguren und entwickeln zusätzliche Artikel zu diesem Produkt. So gehört auch die Illustration von Plüschtieren, Handpuppen, Verpackungen oder Büromaterial zu ihrer Arbeit.

Inhalt

Ganz hinten im Rätselblock finden sich die Auflösungen. So können die Kinder selbst überprüfen, ob sie alles richtig gelegt haben.

Viel mehr Spass macht es aber, wenn ein Erwachsener dabei ist, die Kinder unterstützt, Hilfestellungen gibt und zur Motivation beiträgt. Die Aufgaben sind einfach, für Vorschüler durchaus selbständig lösbar und sehr abwechlungsreich, so dass keine Langeweile aufkommt.

Es wird nicht nur gerechnet, sondern auch Formen und Farben erkannt, gezählt, kleine Fehler gefunden und vieles mehr. Die Aufgaben sind jeweils in eine Situation “eingepackt”. Leo der Löwe und Nele der kleine rosa Vogel begleiten die Kinder durch den ganzen Block.

Auf der Hinteren Umschlagseite findet sich die “Gebrauchsanweisung” in Bild und Wort. Es wird gezeigt, dass man eine Seite vom Block abtrenennen solle, sie mit Hilfe der dafür vorgesehenen Magnetkärtchen an den vier Ecken befestige. Somit ist das Blatt “magnetisiert”, dass heisst es bildet die Unterlage, worauf sich die Magnete befestigen lassen und das Raten, Knobeln und Kombinieren kann losgehen.

Der Vorteil gegenüber manch ähnlichem Vorschulblock, auf dem die Kinder rätseln können, ist ganz klar, dass dieser hier beliebig oft verwendbar ist und zusätzlichen Spass durch die kleinen Magnetkärtchen bringt.

Aufmachung

Es sieht aus wie ein kleines handliches Buch. Es enthält einen ein Aufbewahrungsfach in das sich nach dem Spielen die Rätselblockseiten und Magnete wieder aufräumen und verwahren lassen.

Zur Ausstattung gehören der Rätselblock mit über 30 Rätseln zum mathematischen Grundverständnis und 80 kleine Magnetkärtchen mit Zahlen und Bildchen zur Mengenlehre. An die hintere Umschlagseite lassen sich die Magnete befestigen.

Sie ist als Unterlage für die einzelnen Rätselseiten gedacht. Es gibt dazu auch vier Magnetkärtchen um eine Seite zu befestigen.
Die Illustrationen sind sehr hübsch, lustig, freundlich und kindgerecht. Sie motivieren mit dem Buch zu spielen und “Mathematik” zu lernen.

Fazit

Das Buch ist für Kinder von vier bis sechs Jahren geeignet. Es kann Vorschüler spielerisch auf den Mathematikunterricht in der Grundschule vorbereitet.

Es wird das Zahlenverständnis gefördert, erstes Rechnen gefordert und Konzentration trainiert.

Schön ist die Aufmachung, dass es kein “Wegschmeissblock” ist sondern wie ein richtiges kleines Buch, das sorgfältig aufbewahrt und immer wieder genutzt werden kann.

Grundkurs Zeichnen

Grundkurs Zeichnen von Mary Willenbrink  und  

Autoren

Die Autoren, Mark und Mary Willenbrink stellen sich am Beginn des Buches inklusive einem gezeichneten Porträt vor. Sie sind verheiratet, haben drei Kinder, um deren Erziehung sich hauptsächlich Mary Wilenbrink kümmert, die ihren Beruf dafür etwas hintenanstellt. Vor ihrer “Elternzeit” arbeitete sie als Schriftstellerin und Seelsorgerin. Sie leben in Cincinnati in den USA.

Mark Willenbrink ist als freier Künstler tätig. Er arbeitet als Illustrator und lehrt zusätzlich in Kursen und Workshops seine Kunst. Er veröffentlichge gemeinsam mit seiner Frau und anderen Autoren Lehrbücher über die Malerei. Außerdem schreibt er für mehrere Zeitschriften, in denen es ums Zeichnen, Malen und deren Techniken geht.

In jedem steckt eigentlich ein Künstler

Zeichnen tut eigentlich jeder hin und wieder. Dem einen gelingt es besser, dem anderen weniger gut. Aber es besteht natürlich immer die Möglichkeit seine Fähigkeiten zu entwickeln und zu verbessern. Dafür eignet sich dieser “Grundkurs Zeichnen”.

Es werden keine Kenntnisse oder Fähigkeiten vorausgesetzt. Der Kurs ist für Autodidakten konzipiert und beginnt bei den Grundlagen. Die Autoren beschreiben alles gut verständlich, systematisch und leicht nachvollziehbar.

Es werden Vorschläge für die geeigneten Materialien gemacht und die Techniken des Zeichnens beginnend bei der Stifthaltung erörtert. Dabei ist der Kurs nicht nur für Anfänger geeignet, da auch anspruchsvolle Themen, wie Proportionen, Perspektive mit Fluchtpunkten und Spiegelungen dem Leser nähergebracht werden; und das nicht nur theoretisch sonder sehr praxisorientiert mit vielen Übungen.

Das Buch bietet vorgegebene Motive und weitere Anregungen, sein zeichnerisches Talent anzuwenden. Didaktisch sinnvoll angelegt ist das Buch durch seinen zunehmenden Schwierigkeitsgrad sowohl der Techniken, als auch der Motive. So kann man leicht seine Fortschritte mitverfolgen.

Trotz Anregungen, Anleitungen und vorgegebenden Motiven lässt der Band genügend Spielraum für eigene Krativität und die Entwicklung jedermanns Stil.

Aufbau und Inhalt

Nach den Danksagungen, dem Vorwort und der Vorstellung der Materialien, wie Bleistifte, Papier und Zeichenplatte, Radiergummi und anderen Zeichenwerkzeugen folgen sechs Kapitel. Das erste ist dem Skizziren und Zeichnen gewidmet.

Es werden verschiedene Methoden erläutert und Techniken beschrieben.

Im zweiten Kapitel wird der guten Beobachtung als Voraussetzung für gutes Zeichnen Ausdruck verliehen. Beginnend bei den Grundformen, werden Proportionen, Perspektiven, die Thematik des Fluchtpunktes und weitere Besonderheiten beim Zeichnen behandelt.

Das dritte Kapitel befasst sich mit den Tonwerten. Es wird auf Kontraste, Lichteffekte und die Darstellung von Schatten eingegangen.

Im vierten Kapitel besteht die Möglichkeit die erlernten Techniken an verschiedenen Motiven anzuwenden udn auszuprobieren.

Das Kapitel 5 zeigt die Zusammenstellung der einzelnen Bildelemente in der Komposition und im letzten Kapitel finden sich Anregungen zum weiteren Üben.

Fazit

Es ist ein schönes, nützliches und anregendes Buch für alle, die ihre Zeichenkünste vervollkommnen wollen. Man erfährt die Basics und viel Wissenwertes. Es gelingt wirklich Fortschritte im Zeichnen anhand der Anleitungen, Beispiele und Übungen zu erzielen.

Englisch – keine Hexerei

Englisch mit Hexe Huckla: Englisch – keine Hexerei (TING®-Edition)  von  

Ausstattung

Das Buch ist kein gewöhnliches. Erstens ist die Ting-Technologie integriert, das heißt, dass man mit dem Ting-Stift einfach auf die Bilder oder Wörter tippen kann und so Sprache, Musik oder Geräusche hörbar macht.

Andererseits sind dem Buch noch zwei Audio-CDs beigefügt, auf denen ein spannendes Hörspiel passend zum Buch aufgenommen wurde.

Inhalt

Zwei Hexen eine deutsche, die Hexe Huckla und eine englische, die Hexe Witchy sind die Hauptfiguren der Geschichte. Bei einem Sturm wird Hexe Huckla nach England gewirbelt, wo sie auf Witchy trifft.

Sie erleben gemeinsam viele Abenteuer, wobei die verschiedensten Themen besprochen werden: in dem Park, auf dem Spielplatz, bei der Stadtrundfahrt auf dem Schwan, im Haus, im Badezimmer, Körperteile, Kleidungsstücke, beim Frühstück, Haustiere, im Zoo, beim Flug über der Stadt, im Café, auf dem Dachboden,beim Ausflug ins Weltall, auf der Party, am Strand und schließlich bei der Rückkehr nach Hause.

Dabei werden jede Menge Vokabeln (insgesamt kommt man auf 400 Wörter) aus den unterschiedlichsten Bereichen eingeführt und ganz nebenbei gelernt.

Auf den Bildern gibt es recht wenige Texte, meist nur einzelne Ausrufe von Personen Comicartig in Sprechblasen.

 Zusätzlich sind aber per Zahlen noch die Vokabeln, die sich in einer Liste am Seitenrand wiederfinden zugeordnet. Mit dem Ting-Stift werden sie in beiden Sprachen hörbar.
Die CD’s enthalten jeweils einen Hexensong, der erste am Anfang und der zweite am Ende.

Zwischendurch ist das Hörspiel kapitelweise entsprechend den Doppelseiten im Buch zu hören.

Die Titel der Tracks auf der ersten CD sind nicht richtig den Inhalten zugeordenet, da zu Anfang das Lied kommt, der Titel aber bereits das erste Kapitel erwähnt. Aber es ist ein reines Zuordnungsproblem.

Die Texte der Kapitel sind alle vollständig vorhanden. Die Gesamtspielzeit der CD’s beträgt 124 Minuten.
Am Ende des Buches findet sich ein Register mit allen Wörtern und Sätzen aus den Texten, sowohl auf Englisch, als auch auf Deutsch. Danach sind noch die Texte der Hexensongs abgedruckt und die Titel der CD-Tracks, diesmal richtig.

Fazit

Es ist kein Lehrbuch im eigentlichen Sinne. Den Kindern wird eine schöne Geschichte erzählt, aber trotzdem lernen ganz nebenbei jede Menge Vokabeln, die mit Hilfe des Ting-Stiftes problemlos beliebig oft wiederholt werden können.

Sie haben nicht das Gefühlt lernen zu sollen oder müssen, was oft die Hemmschwelle darstellt.

Auch wer sich nicht alle Vokabeln dabei einprägt kann gut profitieren.

Etwas bleibt immer hängen und die Kinder bekommen wenigstens schon ein Gefühl für die Sprache.

Lass mich mal

Lass mich mal: Lesen und Schreiben von
(Autor), Verena Ballhaus (Illustrator)

Autor

Ute Andresen wurde am 7. April 1940 in Zeven bei Bremen geboren. Sie hatte fünf Geschwister. Sie studierte Psychologie, Soziologie und Pädagogik in Tübingen, Hamburg und München.

Anschließend war sie als Lehrerin und Dozentin an verschiedenen Schulen, Hochschulen und Universiäten tätig. Sie war auch ständig in der Lehrerfortbildung engagiert, schrieb Artikel und war an Sendereihen des Rundfunks beteiligt.

Inhalt

Das Buch enthält neben 27 Geschichten zum Vorlesen einen ganzen Abschnitt, wo das Alphabet Seite für Seite mit jeweils einem Buchstaben vorgestellt wird und jede Menge Platz zum Schreibenüben ist.

Es wird mit Hilfe von Punkten und Pfeilen genau gezeigt, wie die Buchstaben richtig zu schreiben sind. Es werden jeweils die Groß- und Kleinbuchstaben dargestellt, Beispielwörter gegeben.

Darunter findet sich eine Fläche mit 35 Kästchen, in die jeweils die Buchstaben zur Übung eingezeichnet werden können. Kleine Bildchen und Worte, in denen die gelernten Buchstaben ausgelassen und durch leere Kästchen ersetzt wurden illustrieren das Ganze und motivieren zum Buchstabenschreiben.

Im unteren Teil der Seite sind die Buchstaben jeweils nochmal im Größenverhältnis auf einer Linie mit Hilfslinie in der Mitte abgebildet. Auch das “ß” wurde nicht vergessen, sondern dem “z” noch angeschlossen.

Die Geschichten handeln von den Buchstaben, von Wörtern, von Namen und Alltagssituationen. Sie zeigen Situationen auf, in denen das Lesen von Buchstaben und Wörtern immer wieder geübt werden kann.

Dazu gibt es Gelegenheit beim Mittagessen von der Buchstabensuppe oder aber auch auf der Straße an den Nummernschildern der Autos, Straßenschildern oder an den Geschäften. So wird das spielerische Lernen “nebenbei” unterstützt.

Durch die Illustrationen ergeben sich auch immer wieder Anregungen für die Kinder in den Geschichten einzelne Worte mitzulesen, zumindest erste Wörter zu entziffern.

Die Geschichten handeln auch von Kindern, die in der gleichen Situation sind. Sie lernen das Lesen und Schreiben und machen dabei natürlich auch Fehler.

Der Lernprozess wird ganz natürlich dargestellt und seinen Lauf gelassen. Es wird kein Druck auf die Kinder aufgebaut. Sie sind von allein motiviert und beginnen Worte zu suchen, die sie schon lesen können oder versuchen ebenfalls die Buchstaben zu schreiben, da sie sehen, dass die Kinder der Geschichte das auch konnten.

Und vielleicht haben sie sogar schon aus den Fehlern der Geschichtenkinder lernen können.

Fazit

Der Autorin ist es durch ihre langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Kindern, aber auch durch hervorragende Didaktik gelungen ein außergewöhnliches Buch für und von Kindern zu schreiben, dass ganz nebenbei zum Lesen- und Schreibenlernen motiviert.

Es ist für Vorschüler geeignet, um einen leichten Start in die Schule zu haben.

Lehrbuch des Dirigierens

Lehrbuch des Dirigierens: Mit zahlreichen Notenbeispielen von Hermann Scherchen  

Autor
Hermann Carl Julius Scherchen wurde am 21. Juni 1891 in Berlin geboren und verstarb am 12. Juni 1966 in Florenz. Er war ein deutscher Dirigent und einer der bedeutendsten Musiker des 20. Jahrhunderts.
Er erhielt bereits in jungen Jahren Violinunterricht. Er studierte an der Berliner Musikhochschule “Hanns Eisler”. 1907 begann seine Karriere als Bratschist im „Blüthner-Orchester“, aus dem das Berliner Symphonie-Orchesters, das heutige Konzerthausorchester Berlin hervorging. Ebenso wirkte er als Aushilfe bei den Berliner Philharmonikern und in der Krolloper. Das Dirigieren, was er später hauptberuflich machte, erlernte er fast ausschließlich als Autodidakt.
Scherchen setzte sich in seiner Karriere so sehr wie kein anderer Dirigent für die Neue Musik ein. Typisch für Scherchen waren seine unkonventionellen Interpretationen als Dirigent. 1930 wurde ihm der Ehrendoktortitel der Philosophie von der Albertus-Universität in Königsberg verliehen. 1957 erhielt Scherchen den Deutschen Kritikerpreis. 

Die Kunst des Dirigierens, die auch gelernt sein will.

Dirigieren ist nicht nur eine Kunst, für die man Begabung braucht. Man kann die Technik des Dirigierens erlernen. Hierzu vermittelt das Werk das nötige Wissen, sowohl mit theoretischen Unterweisungen als auch mit Notenbeispielen, um das Gelernte in die Praxis umsetzen zu können. Das Buch gibt eine präzise Handlungsanleitung zum Erlernen und Üben und legt so wichtige Grundlagen für die Ausprägung des eigenen Stils. Es gilt als Standardwerk unter den Lehrbüchern zum Dirigieren. Damit hebt es sich von der Menge der Bücher die zum Dirigieren geschrieben wurden positiv ab. Taktschlagen ist nicht gleichzusetzen mit dem Dirigieren. Dieses Werk geht aber weit über die Erläuterung schlagtechnischer und probedidaktischer Probleme hinaus. 

Die angesprochene Zielgruppe

Sowohl Musikstudenten des Fach Dirigieren als auch andere Musiker, die sich näher mit dem Dirigieren beschäftigen wollen, stellt das Lehrbuch eine grosse Unterstützung dar. Es ist für Anfänger/Einsteiger mit dem Dirigieren konzipiert, setzt jedoch eine musikalische Grundausbildung voraus, da die Fachbegriffe und Notenbeispiele für komplette Laien nicht verständlich wären. 

Antiquität

Die Erstauflage des Buches gab es schon 1953, davon zeugt noch heute der Schrift- und Schreibstil. Das ist ein bisschen schade. Die Neuauflagen hätten das noch immer gültige Wissen etwas abstauben und in aktuellem Glanze wiedergeben können. 

Fazit

Festzuhalten ist, dass Dirigieren nicht eine unantastbare Kunst ist, die unheimlich viel Begabung und Talent voraussetzt, sondern als Technik angesehen werden kann, die man lernen und üben kann. Das Buch lässt sich für Musiker empfehlen, die sich näher mit dem Dirigieren befassen wollen. Es ist möglich, wie der Autor es selbst vorgelebt hat, das Dirigieren als Autodidakt zu erlernen. Mit Hilfe dieses Werkes kommen Autodidakten schon ein ganzen Schritt weiter. Als Einstieg ist es sicher eine große Unterstützung.

Chinesisch schreiben

Chinesisch schreiben: Feinmotorik – Konzentration – Fantasie. Mit Kopiervorlagen

Der Titel der französischen Originalausgabe lautet “Jouer à écrire en chinois”. Es handelt sich um eine Sammlung von Kopiervorlagen für den Grundschulunterricht. Die Kinder lernen damit einige der vielen chinesischen Schriftzeichen kennen.

Es soll kein perfektes Erlernen der chinesischen Sprache im Vordergrund stehen, sondern es ist Ziel, die Feinmotorik der Kinder zu fördern. Es werden auch Konzentration und Merkfähigkeit trainiert, sowie die Fantasie angeregt, dadurch dass sich hinter den chinesischen Schriftzeichen richtige Wortbilder verstecken. Und das Ganze sollte natürlich auf spielerische Art und Weise erfolgen, wie es der Originaltitel deutlich macht.

Aufbau

Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil befasst sich mit den einfachen Schriftzeichen. Das sind solche, die jeweils einem Wort entsprechen. Oft lässt sich mit ein bisschen Fantasie die dieser Wörter Bedeutung aus der Form des Zeichens ableiten.

Im Teil 2 werden die zusammengesetzten Schriftzeichen gelehrt. Sie werden durch das Aneinanderstellen mehreren einfacher Schriftzeichen gebildet. In einigen Fällen lässt sich daraus auch ihre Bedeutung ableiten.

Das chinesische Mädchen und der Junge, die schon auf der Titelseite abgebildet, stellen sich am Anfang vor und begleiten die Kinder durch das gesamte Heft. Der Junge zeigt immer neue chinesische Schriftzeichen und das Mädchen die dazugehörige deutsche Übersetzung.

Inhalt

Die einzelnen Schriftzeichen werden mit zunehmenden grafischen Schwierigkeitsgrad eingeführt. Anschließend folgen jeweils Übungen. Zuerst wird die Bedeutung erlernt, dann in einzelnen Etappen das Schreiben der Zeichen und das Wiedererkennen geübt. Pro Seite wird ein neues Zeichen gelehrt und auf das nächste bereits als kleine Vorschau hingewiesen.

Am Ende jedes der beiden Teile gibt es Übungen zum Wiederholen des Gelernten und kleine Spiele mit den Schriftzeichen.
Am Ende des Heftes finden sich zwei Übersichten. Die eine enthält die einfachen Schriftzeichen mit den hinterlegten Bildzeichen, damit man sich die Wörter wirklich bildlich vorstellen und so die Zeichen leichter einprägen kann.

Die Übersicht 2 zeigt die zusammengesetzten Schriftzeichen und die dazugehörigen Erklärungen. In diese Übersichten soll jeweils nach Erlernen eines neuen Zeichens die Bedeutung also Übersetzung eingetragen werden. So entsteht ein kleines Wörterbuch mit allen gelernten Zeichen.

Fazit

Die Kopiervorlagensammlung dient dazu mit Hilfe der chinesischen Schriftzeichen die Feinmotorik, Konzentration und Merkfähigkeit der Grundschulkinder zu trainieren. Diesem Ziel wird das Heft durchaus gerecht. Man darf aber nicht davon ausgehen, dass man mit diesem Lehrgang die chinesische Sprache erlernen kann. Jedoch erhält man einen kleinen Einblick in die auf den ersten Blick doch sehr schwierig zu erlernenen Sprache und sieht dass es doch Schritt für Schritt möglich wird.

Arabisch schreiben

Arabisch schreiben: Feinmotorik, Konzentration, Merkfähigkeit. Kopiervorlagen für die Grundschule

Der Titel der französischen Originalausgabe lautet “Jouer à écrire en arabe”. Es handelt sich um eine Sammlung von Kopiervorlagen für den Grundschulunterricht. Die Kinder lernen damit die Schriftzüge einiger arabischer Wörter sowie deren Aussprache kennen. Es soll kein perfektes Erlernen der arabischen Sprache im Vordergrund stehen, sondern es ist Ziel, die Feinmotorik der Kinder zu fördern. Und das Ganze sollte natürlich auf spielerische Art und Weise erfolgen, wie es der Originaltitel deutlich macht.

Aufbau

Das Buch umfasst eine kurze allgemeine Einführung in die Arabische Schriftsprache, 18 Wortentdeckungs-Einheiten (Wörter, Zahlen und Farben), 4 Spieleinheiten und eine Übersichtstabelle.
Der kleine Fuchs sowie das arabische Mädchen und der Junge, die schon auf der Titelseite abgebildet sind begleiten die Kinder durch das gesamte Heft. Sie geben Tipps oder Anweisungen und regen zum Überlegen an. Sie sprechen die Kinder direkt an.

Inhalt

Zu Beginn ist das Alphabet in Tabellenform dargestellt. Es gibt 28 Buchstaben, die jedoch je nach Stellung im Wort, ob am Anfang, in der Mitte oder am Ende verschiedene Formen annehmen können. Ausserdem gibt die Tabelle sehr einfache Hinweise zur Aussprache.

Bei der Einführung in die arabische Schriftsprache handelt es sich um das Standardarabisch, das auch Hocharabisch genannt wird. Dies ist die hauptsächliche Schriftsprache in den arabischen Ländern. Bei der gesprochenen Sprache wird hingegen in verschiedenen Landesdialekten unterschieden. Für die Kinder ist es spannend, Buchstaben und Wörter zu entdecken, die ihnen nicht geläufig sind. Ebenso die Art zu schreiben ist völlig anders. Sie müssen sich damit vertraut machen, von rechts nach links zu schreiben und zu lesen. Das Fördert eine Flexibilität und Mobilität des Gedächtnisses und der Aufmerksamkeit.

In den verschiedenen Wortentdeckungs-Übungen wird die Feinmotorik, Konzentration und Merkfähigkeit der Kinder trainiert. Sie sollen Wörter genau nach der Vorgabe reproduzieren. Sie werden angehalten, bereits bekannte Wörter zwischen ähnlich aussehenden Worten wiederzuerkennen. Ausserdem wird bereits versucht, die Kinder kleine Übersetzungen anfertigen zu lassen.
Es wird auch in diesem Lehrbuch mit phonetischer Transkrition gearbeitet. Dies ist jedoch eine freie Transkription ohne jeglichen wissenschafltichen Anspruch. Sie soll den Kindern vielmehr helfen, einige Worte auf Arabisch aussprechen zu lernen. Die Hinweise zur Aussprache wurden bewusst vereinfacht dargestellt.

Die Spiel-Einheiten sollen dazu anregen, das Gelernte zu wiederholen und den Spass an der Sache nicht zu verlieren. Es wird immer wieder die Bedeutung der Einhaltung der Schreibrichtung von rechts nach links betont und auf Präzision beim Übersetzen und der schriftlichen Wiedergabe Wert gelegt.

Die Übersichtstabelle entsteht dadurch, dass die Kinder je nach Lernfortschritt immer wieder neue Worte eintragen. Die Worte sind durch kleine Bildchen illustriert und müssen auf deutsch und arabisch geschrieben werden.

Fazit

Die Kopiervorlagensammlung dient dazu mit Hilfe der arabischen Schriftzeichen die Feinmotorik der Grundschulkinder zu trainieren. Diesem Ziel wird das Heft durchaus gerecht. Man darf aber nicht davon ausgehen, dass man mit diesem Lehrgang die Arabische Sprache erlernen kann. Jedoch erhält man einen kleinen Einblick in einen für die meisten Kinder fremden Kulturkreis.

Früher Anfang auf der Geige

Bärenreiters Saßmannshaus – Das Standardwerk für junge Streicher – Früher Anfang auf der Geige – Band 1 Eine Violinschule für Kinder ab 4 Jahren

Komponist

Saßmannshaus studierte bei dem deutsch-amerikanischen Violinisten Walter Schulze-Priska. hat eine Reihe von Streicherschulen geschaffen. Dieser Reihe entstammt auch das vorliegende Heft. Das Schulwerk “Früher Anfang” existiert außer für die Violine auch noch für Bratsche und Cello.

Man kann es als Standardwerk für den Beginn des Erlernens von Streichinstrumenten bezeichnen. Der Komponist lässt seine langjährige Erfahrung als Violinleher in seine Werke einfließen. Auch seine fünf Kinder konnten sicher davon profitieren und haben sich die Musik zum Beruf gemacht. 

Aufbau

Die Saßmannshaus-Streicherschulen sind für Kinder ab 4 Jahren geeignet. Dabei wurden die Lernetappen, die Größe der Noten und Texte sowie die Bebilderung an den Entwicklungsstand der Kinder angepasst. Die Violinschule ist in 15 Unterrichtseinheiten gegliedert, die systematisch und didaktisch wohlüberlegt aufeinander aufbauen.

Es sind zahlreiche Ruf- und Kinderlieder eingebaut worden. Als zusätzliches Plus gibt es jetzt bei der Neuauflage zusätzlich Notenlernkärtchen zum Ausschneiden. Damit können sich die Kinder zahlreiche Legespiele, zuordnungsspiele und Ratespiele ausdenken. Für weiter Fortgeschrittene Musiker wird es dann später möglich sein, Tonleitern zu legen und die Notennamen zu erlernen. 

Inhalt

Auf eine Anleitung zur Geigenhaltung und Spieltechnik wurde bewusst verzichtet und dies der Erfahrung des Lehrers überlassen, da der Herausgeber der Meinung ist, dass er in der Zeit des Unterrichts darauf besser Einfluss nehmen könne, als dies eine kurze schriftliche Anleitung vermöchte.

Vor dem praktischen Beginn mit dem Leersaitenspiel werden in einer kurzen einseitigen theoretischen Einführung die Notenwerte und Zeichen vorgestellt. Dies gibt dem Kind eine gute Übersicht, wobei der Leher die Noten und Zeichen noch ausführlich erklären muss, damit sie für Kleinkinder verständlich werden.

Übungen für den Saitenwechsel bereiten dann schnell auf die ersten gegriffenen Töne vor. Neben den Liedern werden auch Tonleitern und andere Übungen vorgestellt. Es wird auf verschiedene Tonarten, die Vorzeichen und schon unterschiedliche Stricharten eingegangen. 

Fazit

Die Violinschule von Saßmannshaus darf sich zu Recht als “Standardwerk für junge Streicher” bezeichnen. Es ist das meistverkaufteste Violinlehrwerk für den Beginner in den deutschsprachigen Ländern. Es hat sich über Jahrzehnte hinaus als erfolgreich gezeigt.

Es ist pädagisch wertvoll und didaktisch gut durchdacht. Somit werden auch für die kleinen Kinder schon schnell Erfolge erkennbar, sodass der Spaß am Spielen nicht verloren geht und ein kontinuierliches Fortschreiten erzielt werden kann. Die Motivation zum Lernen muss nicht nur aber im Besonderen bei Kindern gefördert werden, was dieses Werk ausgezeichnet versteht.

Um Kindern das Erlernen eines Streichinstrumentes zu vermitteln, wird ganz spezielles Unterrichtsmaterial benötigt, damit das spielerische nicht zu kurz kommt. Die Kinder werden unter anderem auch mit den detaillierten Illustrationen direkt angesprochen und sind dadurch immer wieder gern bereit zu ihrer Violinschule zu greifen, um damit zu üben.

Fünfzig tägliche Übungen

Hans SITT: Fünfzig tägliche Übungen zur Ausbildung der linken Hand Fifty daily Exercises Violine Solo Opus 98 Nr. 3122

Komponist

Sein originaler Name war Jan Hanus Sitt, aber er wurde unter Hans Sitt bekannt. Er war ein böhmisch-deutscher Geiger, Bratscher, Lehrer und Komponist. Er wurde am 21. September 1850 in Prag geboren. Sein Vater war dort ein berühmter Geigenbauer. Sitt erhielt seine musikalische Ausbildung am Konservatorium in Prag, wo er Violine und Komposition studierte.

Mit 17 Jahren wurde er schon Konzertmeister des Breslauer Oper Orchester. Später war er in verschiedenen Orchestern in Tschechien, Frankreich, Österreich und Deutschland tätig. Ab 1883 erhielt er eine Professur für Violine am Konservatorium in Leipzig und verfasste verschiedene wichtige Etüden für das Instrument. Von 1883 bis 1895 spielte Sitt als Bratschist des Brodski-Quartetts von Leipzig mit Hugo Becker, Julius Klengel und dem Gründer Adolph Brodsky.

Neben seinen pädagogischen Arbeiten komponierte Sitt drei Violinkonzerte und mehrere Konzertinos für Violine und Orchester, zwei Cellokonzerte, ein Bratschenkonzert, zwei Konzertstücke für Bratsche und unzählige Sonaten für verschiedene Instrumente. Sitt hat die am besten bekannte Orchestration von Edward Griegs “Norwegische Tänze” Opus 35 verfasst. Hans Sitt verstarb am 10. März 1922 in Leipzig.

Aufbau

Das Übungsheft ist in 50 Übungen gegliedert, die vom Umfang her jeweils eine halbe bis eine Seite umfassen. Das Layout ist noch recht übersichtlich gestaltet, obwohl man sich manchmal ein bisschen mehr Platz zwischen den Übungen wünscht.

Inhalt

Während der ersten 25 Übungen wird die linke Hand in der ersten Lage in verschiedenen Tonarten mit allen Fingern, meist über alle Seiten hinweg trainiert. Fast allen Übungen ist gemeinsam, dass sie wiederholt werden müssen. Ab der 25. Übung wird das Lagenspiel in der zweiten bis fünften Lage studiert. Als zusätzliche Fingerübung werden noch Triller eingebaut. Einige Fingersätze zu speziellen Übungszwecken und wann welche Finger auf der Saite liegengelassen werden sollen sind mit notiert, auch wenn ein Teil der Übung nur auf einer bestimmten Saite oder eben komplett in einer anderen Lage zu spielen ist.

Am Anfang wird ein einziger Hinweis gegeben, dass die Finger mit Kraft und Gleichmäßigkeit auf die Saiten zu setzen sind. Man würde sich mehr solche pädagogisch wertvollen Hinweise im Laufe der Übungen wünschen, um noch andere Details beim Üben zu beachten.

Fazit

Das Übungsheft ist für fortgeschrittene Geiger geeignet, die die Technik der linken Hand perfektionieren wollen. Wer die 50 Übungen täglich absolviert wird schon bald von Erfolg gekrönt sein. Es ist aber auch möglich, sich nur einzelne ausgesuchte Übungen vorzunehmen, um zum Beispiel speziell das Lagenspiel zu trainieren.

 Insgesamt ist das Etüdenheft pädagogisch wertvoll. Es ist didaktisch gut gelungen, da die Übungen zunehmend schwieriger werden.

1,000 German Words

1,000 German Words von Berlitz Publishing

Bei diesem Buch handelt es sich um ein Bilderwörterbuch zum Deutschlernen für Kinder mit Muttersprache Englisch im Alter von 9-12 Jahren.

Auf 57 Seiten werden typische Alltagsszenen bzw. Themen auf Bildern dargestellt (ein Thema jeweils auf einer Doppelseite), von denen einige Gegenstände bzw. Eigenschaften und Tätigkeiten auf Deutsch und Englisch beschriftet sind. Es beginnt mit dem Thema “Familie”: auf dieser Doppelseite ist bspw. eine Familie abgebildet, die von einem Fotografen fotografiert wird, und dazu gibt es dann die Begriffe Mama, Tante, Baby, lächeln usw.; weiter hinten wird eine Partygesellschaft gezeigt mit einer Musikband, Menschen am Buffet usw. Es folgt das Thema “Küche”; auf dieser Zeichnung werden die typischen Küchengeräte, Möbel und Lebensmittel wie Ofen, Mikrowelle, Kühlschrank, Kekse, Toaster, abwaschen, kochen usw. gezeigt.

Weitere Doppelseiten beinhalten Themen wie Wohnzimmer, Schlafzimmer, Bad, Werkstatt, Geburtstagsparty, Einkaufszentrum, Supermarkt, Restaurant, Klassenzimmer, Zoo, Park, Rummel, Krankenhaus, Museum, Strand, Stadt, Kleinstadt, Bauernhof, auf dem Land, Bauernhof, Camping, Winter- und Sommersport, Ozean, Märchenwald, auf der Reise.

Abgerundet wird das Buch mit 2 Seiten zusätzlichen Vokabeln in Glossarform (Adjektive, Verben, Zahlen, Tage, Monate, Zeitangaben und nützlichen Wörtern) sowie einem Index Deutsch-Englisch von 5 Seiten zum Nachschlagen.

Die Bilder sind schön gezeichnet, die Bezeichnungen der zu lernenden Worte sind direkt neben/unter/über die jeweiligen Bilder geschrieben in einem mit weiß unterlegtem Kästchen.

Fazit

Die Berlitzmethode ist international weit verbreitet und sehr anerkannt. Entsprechend gute Qualität erwartet der Leser dann natürlich auch von einem Bilderwörterbuch für Kinder. Das Buch weicht jedoch von der eigentlichen Berlitzmethode ab, in dem nicht nur in der Zielsprache unterrichtet wird, sondern die Begriffe – wie in einem Wörterbuch – zweisprachig dargestellt werden. Dies hat sicherlich seinen Sinn, da man dadurch nicht versehentlich eine falsche Bedeutung lernt (was passieren könnte, da die die weiß unterlegten Kästchen mit den Bezeichnungen teilweise so eng nebeneinander liegen, daß man, wenn man das Wort nicht kennt, nicht weiß, ob bspw. “Pilot” jetzt für das ganze Flugzeug gilt oder eben nur für den Menschen, der vorn im Cockpit sitzt).

Dennoch ist die Methode nicht sehr konsequent. Die gewählte Darstellung, die Begriffe örtlich direkt bei dem Gegenstand oder der Tätigkeit zu schreiben, verhindert auch andere Möglichkeiten des Lernens. Wenn beispielsweise die zu lernenden Wörter und die dazugehörenden Gegenstände quasi aus dem Bild ausgeschnitten und als Auszug am Rand des Bildes wiederholt würden, könnte man die Kinder nach den Gegenständen auf dem Hauptbild suchen lassen und dabei parallel die Vokabel üben.

Auch ist das Glossar mit nur 5 Seiten und nur auf Deutsch deutlich zu klein. Es gibt keinerlei Hilfestellung für Grammatik oder beispielsweise eine Einführung in die – immerhin nicht ganz so einfache – Aussprache deutscher Wörter – alles Dinge, die einem erfahrenen Unternehmen wie Berlitz nicht passieren sollten.

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