Rezension.org - "Wilddiebe und Kritiker kennen keine Schonzeit"
rezensionen

‘Kultur’

Robert Redford

: Die Biographie

Warum Biographien lesen?

Es gibt Menschen, die lieben es Biographien zu lesen. Das mag eine Veranlagung sein, wenn man es nicht ganz einfach als Vorliebe bezeichnen möchte. Manche aus dieser Spezies der Leser würden niemals einen Roman in die Hand nehmen. Sie lesen ausschließlich Berichte über real existierende (oder real existiert habende) Menschen. Was mögen die Gründe sein? Vielleicht geht es einfach nur …[mehr]

Peking Girls

: Peking Girls

Sex and the City auf chinesisch

Der stilistisch sehr unentschiedene Roman basiert auf Zeitungskolumnen und mäandert zwischen Essay, Roman, Reportage und Soap Opera. Niuniu, das Alter Ego der Autorin, liebt „Ally McBeal“ und „Sex and the City“ und da  gibt es auch Parallelen zu ihrer Freundesclique junger, erfolgreicher Frauen. Aber nicht etwa in Boston oder New York, in Hongkong, Beijing, Shanghai oder Shenzhen …[mehr]

Friedrich Dürrenmatt – Der Besuch der alten Dame

Der Besuch der alten Dame von . Eine mit einer existentiellen Frage zum Leben.

 Friedrich Dürrenmatt,

seines Zeichen , Schriftsteller, Dramatiker und Maler verfasste eine Reihe von Prosa- und Theater-Stücken. Eine Gemeinsamkeit umfassen fast alle seine Stücke: sie stellen gezielt eine grundlegende Lebensfrage an den Leser. Im Falle “Der Besuch der alten Dame” handelt es sich um die Frage wie viel ein Menschenleben Wert …[mehr]

Dietmar Wischmeyer – Deutsche sehen dich an; Reise zu den Quellen des Irrsinns

Er hat es schon wieder getan! Eine weitere Reise durch das Land der Bekloppten und Bescheuerten!!!

Zum Autor

seines Zeichen Philosph, , Radiomoderator uvm. Seine pointierten Darstellungen der Gesellschaft Deutschlands dürften jedem halbwegs intellektuell Interessierten ein Begriff sein. Höhenpunkte zweifelsohne sind Günther der Treckerfahrer, Der kleine Tierfreund und vor allem mein all-time-favourit Willi Deutschmann. Seine political correctnes wirft auch dieses Mal wieder bewusst …[mehr]

Ich will heiraten

: Ich will heiraten. Partnersuche auf Ägyptisch

Inhalt

Bride, das alter ego von Ghada Abdelaal, ist eine junge Frau, die heiraten will. Bride hat studiert und arbeitet in einer Klinikapotheke, sie verdient eigenes Geld und eigentlich geht es ihr gut. Aber sie ist bereits 28 Jahre alt, die 30 steht wie ein dunkler drohender Schatten über ihr. Ab 30 spätestens ist eine Ägypterin eine alte Jungfer, …[mehr]

Die Sandelholzstrafe

: Die Sandelholzstrafe

Auf 650 Seiten entfaltet Mo Yan, der Altmeister der chinesischen Literatur, ein Panorama des Jahres 1899 in der chinesischen Provinz. In diesem Jahr bauen die deutschen Kolonialherren eine Eisenbahnlinie zwischen Qingdao und Jinan und ihnen ist die Tatsache, dass dabei Bauern ihre Felder verlieren, die Schienen über Ahnengräber hinweg führen und das Fengshui der ganzen Provinz gestört wird, herzlich egal. Der Bau …[mehr]

Musik ohne Grenzen

“Musik ohne Grenzen” von

Der Autor
Schon der Autor ist bemerkenswert: ein in Jerusalem geborener Palästinenser christlicher Religion wächst dort muttersprachlich im Englischen und Arabischen auf, studiert später in Princeton und
Harvard; wird vergleichender Literaturwissenschaftler an der Columbia University in New York, macht sich dann – neben seiner wissenschaftlichen Karriere – als engagierter Intellektueller zum Nahost-Geschehen in zahlreichen Publikationen einen Namen – immer in Gegenposition …[mehr]

Landleben

: Landleben. Von einer, die raus zog

Traum oder Alptraum?

Ein Traum! Endlich einmal dem Stadtleben mit seiner Hektik, seiner Jagd nach Konsum, dem Versprechen auf unendlich viel Geselligkeit – dem man leider mangels Zeit nie nachkommen kann – seiner Naturferne und Fremdbestimmheit zu entfliehen.

Oder ein Alptraum! Einkochorgien, Schmutz und Schlamm, die Gummistiefel als tägliches Kleidungsstück, kein Theater, kein Kino in der Nähe, vom Frühstücken im …[mehr]

JudenNarrenDeutsche

von

In den Farben Schwarz (Juden)-Rot(Narren)-Gold () prangt der Buchitel über dem mit einem Clownshut illustrierten Cover und vermittelt einen gelungenen ersten Eindruck von dem in unjüdisch jüdischer Tradition stehenden freien Geist dieses Essaybands. Es ist noch nicht lange her, dass Hazel Rosenstrauch alle wichtigen deutschen Feuilletons mit ihrer Humboldtbiografie „Wahlverwandt und ebenbürtig“ überzeugt hat.

Einen Augenblick lang bin ich versucht, die Reihenfolge der …[mehr]

Hinaus, ins Freie

Von der Lust, mit Büchern zu reisen, erzählt

In diesem Buch geht es um die Reise als Ganzes, um das Reisen. Es ist weniger ein Reiseführer, vielmehr ist es ein Reisebegleiter mit der Literatur.
Man liest Reisebücher zur Vorbereitung einer Reiseroute, zur Erinnerung nach einer Reise, um in der Phantasie zu reisen und seinen Gedanken freien Lauf zu lassen.

Magische Orte wie Fes, Meknes, Timbuktu, …[mehr]

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