‘Bücher’
Timeline von Michael Crichton
Eine Reise in die Mitte der Zeit
Eine Gruppe junger amerikanischer Forscher arbeitet an der Restauration einer Burg namens La Roque am Fluss Dordogne im Süden Frankreichs. Nachdem ihr Professor, Edward Johnston, von einer Geschäftsreise zum Sponsor des Projekts, ITC, nicht zurückkehrt, machen seine Doktoren einen mysteriösen Fund in der Ausgrabungsstätte: Sie finden ein über 600 Jahre altes Dokument, auf dem (in der Handschrift des Professors) geschrieben steht: “HELFT MIR. 7.4.1357″
Bald darauf werden die vier Doktoren – André Marek, Kate Erickson, Chris Hughes und David Stern – zu ITC nach Black Rock, New Mexiko, USA, geholt, wo ihnen dann erklärt wird, dass der Professor mit Hilfe der von ITC entwickelten Quantentechnologie ins Mittelalter gereist ist und jetzt dort festsitz. Die Forscher sollen nun selbst die Zeit des Hundertjährigen Krieges zwischen England und Frankreich, betreten, um Johnston zurückzuholen. Als sie die Zeitreise antreten, ahnen sie nicht, wie gefährlich La Roque 1357 wirklich ist…
Fazit: Exzellent recherchiert, rasant und geistreich
Mein erster Roman vom Erfolgsautor (u.a. Airframe, Nippon Connection aka Die Wiege der Sonne, Jurassic Park, Emergency Room Drehbuch) Michael Crichton. Ich bin mittelschwer beeindruckt. Aber kommen wir zum Buch selbst:
Ich muss selbst von mir zugeben, dass ich kein großer Fan von Sci-Fi bin und auch von Physik, Quantenphysik um genau zu sein, nicht viel verstehe. Doch ich mag Geschichte und Historisches, von daher sprach mich die Inhaltsangabe auf dem Buchrücken schon an. Was mich allerdings überraschte, ist die Geschwindigkeit, mit der ich dieses ja doch mittelstarke Buch ausgelesen habe.
Crichton hat einen Schreibstil, der den Leser in Bann zieht. Einmal das Buch in die Hand genommen, schon trägt man es überall mit sich herum und liest wann immer man die Möglichkeit dazu hat. Timeline ist ein intelligentes Geflecht aus tatsächlichen Personen, Begebenheiten und Orten und purer Fiktion. Es ist unglaublich, was dieser (sehr gebildetete) Mann an Recherchearbeit geleistet haben muss, um der Welt diesen Roman zu präsentieren. Es fühlt sich alles, was er in kurzen und prägnanten Sätzen beschreibt, sehr wirklich und authentisch an. Seine Dialogführung ist lebhaft. Was vor allem sehr auflockernd wird, ist die Tatsache, dass er seine Figuren sprechen lässt. Ein Kapitel wird aus der Perspektive des einen Doktors, der nächste Absatz aus der Sicht des anderen geschildet. Real kommt dies also einem Wechsel von Vortragenden gleich, so dass es dem Leser beinahe verboten wird, sich zu langweilen.
Pro: Viele Absätze und kurze Kapitel sorgen für besseren Lesefluss und sehr gutes Erzähltempo. Die Charaktere sind gut durchdacht. Die geschichtlichen Umstände sind hervorragend eingearbeitet. Die Dialoge sind lebendig. Der Plot ist für 1999 innovativ und wahnsinnig spannend erzählt.
Contra: Interessant sind bei Crichtons Roman auch die netten Abbildungen hier und da, die dem Vorstellungsvermögen ein bisschen auf die Reihe helfen. Ich fand die Idee an sich sehr geistreich, doch hätte ich lieber auf meine eigene Fantasie gebaut. Hier und da wäre der eine oder andere Witz nicht fehl am Platz gewesen.
Ich hatte Probleme, Punkte für “contra” zu finden, denn schließlich habe ich dieses Buch sehr genossen. Warum ich trotzdem keine 5/5 vergebe? Es ist Crichton nicht ganz gelungen, mich am Ende zu “überraschen” (Wollte ich das?), was eine der Figuren betrifft. Am Ende des Buches bin ich zufrieden zurückgesunken, dass es (leider) so ausgangen ist, wie ich seit der Mitte des Buches vermutet habe. Aber das ist ja kein Nachteil.
Wer physikalische Abhandlungen sucht, wird möglicherweise enttäuscht, da diese nicht den Großteil des Romans einnehmen. Wer sich also ein wenig für Geschichte und ein spannendes Abenteuer interessiert, wird dieses Buch lieben. Einfach erstklassige Unterhaltungsliteratur, die das Herz höher schlagen lässt! Offenbar gibt es auch eine Filmversion, die ein wenig auf dem Roman beruht. Ich werde sehen, ob ich nicht meine Finger daran bekommen kann. Timeline wird auf keinen Fall mein letzter Roman von Crichton sein.
Hummer zum Dinner von Helen Fielding
Inhalt
Als Rosie Richardson den TV-Moderator Oliver Marchant kennen lernt, ist sie hin und weg. Er ist charmant, intelligent, gutaussehend und reich. Wäre er bloß nicht so ein Egoist! Wie sehr Rosie sich auch darum bemüht, in Olivers’ sogenannten Famous Club Fuß zu fassen – es gelingt ihr nicht. Bald muss Rosie erkennen, dass sie in der Beziehung keine wirkliche Erfüllung findet und beschließt, nach Afrika zu gehen, um dort die Organisation SUSTAIN als Entwicklungshelferin zu unterstützen. Doch als das von ihr betreute Flüchtlingslager Safila von einer Insektenplage und daraus resultierenden Flüchtlingszuströmen bedroht wird, ist ihre einzige Hoffnung plötzlich Oliver Marchant und seine prominenten Freunde.
Fazit: Erfrischend anders!
Wer einen typischen (englischen) Frauenroman erwartet, könnte enttäuscht werden! Obwohl Helen Fielding mit Bridget Jones sozusagen über Nacht berühmt wurde, muss ich sagen, dass mir ihre ernstere Seite durchaus gut gefällt. Man wird sich nicht kugeln können vor Lachen, auch wenn er über viele Strecken heiter ist. Aber meiner Meinung nach wollte Mrs. Fielding auch gar nicht so sehr amüsieren, wie in ihrem späteren Erfolgshit. Stattdessen schreibt sie in ihrem – wie gewohnt – schlüssigen und spritzigen Schreibstil über eine junge Frau mit konkreten Zielen und echten Freunden.
Es geht nicht darum, dass Rosie Richardson mit der Hilfeaktion ihren Ex, Oliver Marchant, zurückerobern will, wie auf dem Buchrücken leider falsch angegeben wurde. Hummer zum Dinner ist alles andere als ein stupider Roman über eine erfolgreiche Frau, die vor ihrem Liebhaber flüchtet. Im Roman geht um Rosies Entdeckung ihres Lebenssinns – wie sie Verantwortung für ein paar Tausend Menschen übernehmen muss. Für einen Frauenroman eher ungewöhnliche Spannung ist übrigens auch gesorgt!
Pro: Guter Lesefluss. Gegen Ende merkt man als Leser, dass die Geschichte ein wenig an Dampf und Tempo verliert, wie es doch bei so vielen Romanen der Fall ist. Nette Charaktere. Schöner, ideenreicher Plot.
Contra: Viele haben bemängelt, dass dieses Buch wider Erwartungen nicht so witzig ist wie Bridget Jones. Wäre allerdings auch schlimm, wenn ich mir vorstellen muss, wie Bridget ein Flüchtlingscamp in Afrika leiten würde.
Im ganzen Roman taucht im Übrigen nicht einmal ein Hummer auf. Es gibt ein paar Dinner, von denen keines besonders herausragend wirkt (was die Ereignisse anbelangt). Der Leser soll aber offenbar die Verbindung des Wortes „Hummer“ mit „(Londoner) High Society“ in Verbindung bringen. Trotzdem ein unschöner Titel.
Nichtsdestotrotz! Ein lesenswertes Buch für all jene, die die Schnauze voll haben von „klassischen“ RomComs, wo alles so passiert, wie man es schon fünfhundertachtundzwanzig Mal woanders gelesen oder gesehen hat. Nichts geschieht so, wie der Leser es erwartet, aber das macht diesen Roman so gut. Und das Ende gefällt auch. I like. Hummer zum Dinner schafft die Balanceakt zwischen einem eigentlich sehr ernstem Thema, sprich humanitäre Hilfe, und humorvoller Erzählung und einem kleinen Touch Romantik. Mehr wäre unpassend und übertrieben erschienen.
Ein ungezähmtes Leben von Jeannette Walls
Inhalt
In „Ein ungezähmtes Leben“ erzählt die mit dem Bestseller „Schloss aus Glas“ bekannt gewordene Autorin Jeannette Walls die (Lebens-)Geschichte ihrer Großmutter Lily. Der Leser bekommt es laut Klappentext des biographischen Romans somit mit der Geschichte einer „starken, eigensinnigen Frau“ zu tun, die sich im damals noch Wilden Westen der USA, genauer gesagt in Arizona als Ehefrau, Mutter und „wilde Dame“ bewährt und ihre Familie durchgebracht hat.
Jeannette Walls schreibt dabei aus der Ich-Perspektive ihrer Großmutter Lily und lässt somit nicht nur die außergewöhnliche Geschichte einer Rancherfrau Revue passieren, sondern sie fängt mit „Ein ungezähmtes Leben“ auch ein Stück weit das Lebensgefühl der Menschen im tiefen Westen der USA während des Übergangs vom 19. zum 20. Jahrhundert ein.
Ein wirklich außergewöhnlicher Roman, der auf europäische Leser allerdings mitunter etwas befremdlich wirkt und leider auch einige Schwächen aufweist
Mit ihrem Roman „Schloss aus Glas“ hat sich Jeannette Walls schnell in der Welt der Literatur etablieren können, und ihr zweiter Roman knüpft in gewisser Weise an „Schloss aus Glas“ an. So arbeitet die Autorin auch in „Ein ungezähmtes Leben“ weiter die Geschichte ihrer Familie auf, darüber hinaus lässt sich über „Ein ungezähmtes Leben“ genau wie auch schon über „Schloss aus Glas“ sagen, dass das Buch ein Roman über unangepasste Persönlichkeiten im Amerika des 20. Jahrhunderts ist. Allerdings konzentriert sich Walls nicht so sehr darauf, die Macken der teilweise doch schon etwas schräg wirkenden Protagonisten herauszustreichen, sondern sie erzählt mit einer Selbstverständlichkeit, die den Leser leicht in das Geschehen eintauchen lässt die Geschichte von Lily und ihrer Familie, auch wenn der Leser die Gefühle und Handlungen der Protagonisten dabei sicher nicht immer nachvollziehen kann.
Aber obgleich Walls es versteht, sehr authentisch und lebensecht zu erzählen und zu beschreiben, mag es dem einen oder anderen Leser schwerfallen, sich wirklich in die Protagonisten hineinzuversetzen. Es lässt sich hierfür noch nicht einmal ein genauer und eindeutiger Grund bestimmen, vielmehr sorgen einige inhaltliche Feinheiten dafür, dass der Leser nicht recht mit den Figuren warm wird. Natürlich lässt sich dies nicht unbedingt pauschalisieren, aber beispielsweise enthält der Roman einige seitenlange Passagen über das Reiten und über Pferde im Allgemeinen, und wer hiermit nicht viel anfangen kann, hat mit dem Handlungsverlauf durchaus seine Mühen. Allerdings entschädigen die Passagen, die auf amüsante Art und Weise das Leben im „Wilden Westen“ charakterisieren (und manchmal auch karikieren) dann doch wieder für diese kleinen Schwächen und diese Passagen sind es letztlich auch, die dafür sorgen, dass man den Roman dann doch nicht so schnell wieder aus der Hand legt.
Ein Schwachpunkt, der jedoch leider (zu) häufig ins Auge fällt, ist die fehlende Reflexion der Ereignisse und der einzelnen Handlungen der Personen, so wird etwa die Tatsache, dass die Protagonistin in ihrem zeitweise ausgeübten Beruf als Lehrerin eine Lehrerin war, der gerne mal die Hand „ausgerutscht“ ist nicht nur beschönigt, sondern zwischen den Zeilen wird dieser Aspekt einfach nur als „lustig“ und „nötig“ und keineswegs als verachtenswert dargestellt.
Fazit
„Ein ungezähmtes Leben“ ist ein außergewöhnlicher Roman, der vor allem Lesern mit einem Faible für die Geschichte der USA oder einer Leidenschaft für Pferde gefallen wird. Durchschnittliche deutsche bzw. europäische Leser werden mit diesem Roman allerdings zeitweise ihre Mühe haben. Insgesamt also wahrlich kein schlechter Roman, aber (leider) auch nicht uneingeschränkt empfehlenswert.
Die Saat von Fran Ray
Der Thriller “Die Saat” beginnt mit einem brutalen Mord an einem Wissenschaftler (Dr. Frost), der in seinem Labor in Paris enthauptet wird. An der Wand finden die Ermittler die mit Blut geschriebene Widmung “Schöne Neue Welt der Genforschung”, die der Täter hinterlassen hat. Dr. Frost hatte Experimente mit genetisch behandeltem Mais und Weizen durchgeführt und sie auf Verträglichkeit an Ratten gestestet.
Ein weiterer rätselhafter Todesfall
Gleichzeitig wird die Frau eines erfolgreichen Schriftstellers, Ethan Harris, tot in ihrem Bett gefunden. Alles deutet auf Selbstmord hin, doch schon bald kommen dem Witwer Zweifel an dieser Möglichkeit, und er beginnt, selbst zu ermitteln, um den Mörder seiner Frau zu stellen und die Frage nach dem Warum zu beantworten. Bald schon führen Spuren zu den Machenschaften eines großen Nahrungsmittelkonzerns namens Edenvalley, der die Marktführung in der Maisproduktion übernommen hat.
Eine Journalistin sieht Zusammenhänge
Eine weitere Perspektive nimmt die Journalistin Camille ein, die aus beruflichem Interesse und einem neutraleren Blickwinkel als Harris an die Sache herangeht. Ebenso wie der Schriftsteller hat sie bald schon einen Zusammenhang zwischen dem Tod von Dr. Frost und Harris´Frau ausgemacht und verfolgt nun besonders den Konzern Edenvalley, aber auch radikale, umweltpolitische Gruppierungen mit besonderem Interesse, da auch diese für den Mord an dem Genetiker in Frage kommen, da man bei ihnen nicht noch nach einem Motiv suchen muss.
Tod und Krankheit in Uganda
In einem weiteren Handlungsstrang wird beschrieben, wie ein idealistischer deutscher Arzt in Uganda eine bemerkenswerte Epidemie entdeckt, an denen immer mehr Menschen erkranken, die aber von den anderen anwesenden Ärzten unverständlicherweise nicht an die Öffentlichkeit getragen wird. Die Krankheit endet tödlich.
Die verschiedenen Handlungsstränge verdichten sich im Laufe des Romans und werden schlüssiger.
Fazit:
Der Roman “Die Saat” liest sich sehr flüssig und baut teilweise sehr viel Spannung auf. Die Schwächen werden allerdings ebenfalls sehr schnell deutlich, denn er ist überwiegend aus recht eindimensionalen Charakteren aufgebaut. Einzig die französische Kommisarin kommt sehr glaubwürdig und interessant daher. Ebenso ergeben sich Schwächen im Plot: Der Schriftsteller Ethan Harris trifft bei seiner Suche nach Indizien und Spuren, die das erlebte Fiasko erklären sollen, immer wieder auf Menschen, die gerade dann ermordet werden, wenn sie etwas wichtiges sagen sollen. Dieses Schema wiederholt sich so oft, dass man es irgendwann schon vorhersieht und es sich ein wenig verbraucht hat. Es ist auch nicht ganz schlüssig, warum die so mächtigen Leute, die hinter all dem stehen, nicht einfach den Schriftsteller beseitigen lassen. Gelegenheiten gibt es genug.
Insgesamt ist der Roman in meinen Augen kurzweilige Unterhaltung ohne viel Tiefgang. Die Themen Überbevölkerung, Ernährung, Genfood etc. werden alle recht oberflächlich in die Thrillerhandlung gesteckt, ohne dass es wirklich authentisch oder gar realistisch wäre.
Inhalt:
Mit einer Liebesgeschichte fängt “Die Hexenadvokatin” an, und mit einer Liebesgeschichte endet der fast 600 Seiten umfassende Historische Roman. Er beginnt im Mai 1603 und endet im Dezember 1618, spielt also in der Zeit vor dem 3ojährigen Krieg. Zum Inhalt hat er ein wenig rühmliches Kapitel deutscher Geschichte, nämlich Hexenprozesse und Hexenverbrennungen samt der qualvollen Folter, mit deren Hilfe die gewünschten Aussagen erpresst wurden. Schauplatz ist München.
Die Autorin zeichnet ein plastisches Bild dieser Zeit, zeigt die Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten auf, die sich in Liga und Union formieren und nicht zuletzt zum 3ojährigen Krieg führen. Es wird die Lebenführung am Holfe Maximilians vorgeführt, aber auch die einfacher Leute. Der Leser erfährt allerhand über die damalige Kultur, die Sitten und nicht zuletzt die schweren Krankheiten, die die Leute heimsuchten. Der Staat war diesen gegenüber recht hilflos.
Liebesaffäre mit einer Novizin
Alberta, Gräfin zu Mangfall-Pechstein, schlüpft in die Rolle ihres Bruders Rupert, als dieser wegen einer Liebesaffäre mit einer Novizin ums Leben kommt. Sie studiert in Bologna die Rechte und erhält den Doktorhut. Sie macht Karriere am Hofe Maximilians. Sie hat Hexenprozesse zu führen. Am Anfang ist sie von ihrer Arbeit überzeugt, aber so nach und nach kommen ihr Zweifel. Die Arbeit wird ihr verhaßt. Maximilian schickt sie auf Reisen. Dabei verliebt sie sich und ist zum ersten Mal mit ihrer Rolle, die ihr die Eltern zugedacht haben, unzufrieden. Ihr ist zwar klar, daß sie als Mann Rechte hat,von denen eine Frau in dieser Zeit weit entfernt ist. Dennoch grübelt sie immer wieder darüber nach, wie sie wieder zur Frau werden kann, um den geliebten Mann heiraten zu können. Doch bis zum Happy Ende, das sie erfahren wird, ist es ein langer Weg.
Würze bekommt der Roman durch Intrigen gegen die Gräfin, die sie verschmähten Heiratsanträgen zu verdanken hat. Mehr als einmal wird ihr eine gute Partie angeboten, die sie nur ablehnen kann, da sie ihre Identität nicht preisgeben will. Als ihr Maximilian eine Angehörige zur Frau geben will, gerät sie in höchste Panik und kann das ganze nur durch einen geschickten Schachzug verhindern. Aber gleichzeitig wird dem Herzog mitgeteilt, daß es sich bei dem Grafen Rupert zu Mangfall-Pechstein um eine Frau handelt. Der Herzog ist höchst erbost, als er dies erfährt. Doch die Gräfin kommt glimpflich davon.
Fazit:
Wer sich für diese Zeit interessiert, liegt richtig mit dem Buch, zumal es häppchenweise Geschichte, wenn auch eine dunkle, serviert. Positiv, daß darin auch Gegener der Hexenprozesse zu Wort kommen. Das Buch ist kurzweilig und gibt hie und da auch Anlaß zum Schmunzeln. Langeweile kommt bei der Lektüre nicht auf.
Ishbel Moore, Wegen meiner Mutter
Plot
Sylvie kommt von der Schule nach Hause und findet ihre Mutter auf dem Balkon, wo sie auf der überfrorenen Balkonbrüstung balanciert. Auf Sylvie reagiert die Mutter nicht, starrt nur mit seltsam leeren Augen in die Ferne und erst das klingelnde Telefon bringt sie zurück in die Wirklichkeit. Was ist nur mit ihrer Mutter los? Die 14-Jährige versteht diese Frau nicht mehr, die immer weniger ihrer Mutter gleicht und immer fremder wird. Bisher war sie eine genaue, ordentliche Lehrerin, jetzt wird von der Schule beurlaubt, sie wird unordentlich und sie vergisst immer mehr, zuletzt sogar den Namen ihrer Tochter.
Sylvie ist überfordert
Sylvie ist völlig überfordert, das Bild ihrer Mutter auf dem Balkon, offensichtlich willens in den Tod zu springen, verfolgt sie und mit den plötzlichen Stimmungsumschwüngen ihrer Mutter wird sie nicht fertig. Ihr Leben gerät aus den Fugen, in der Schule wird sie zunehmend schlechter, ihre Klavierstunden vernachlässigt sie, streitet sich häufig mit ihrer besten Freundin und vernachlässigt ihre Aufgaben, dabei müsste sie eigentlich fürs Examen lernen. Stattdessen kauft sie sich enge Tops und kurze Röcke und geht auf Partys. Sie nutzt ihre neue Freiheit, denn von ihrer Mutter ist kein Einspruch mehr zu erwarten und auch ihr Vater besucht die Tochter kaum mehr. Kann Sie von diesem inexistenten Vater Hilfe erwarten? Denn Hilfe braucht sie. Die Diagnose des Arztes lautet auf Alzheimer und er macht Sylvie darauf aufmerksam, dass die Zerstörung dessen, was einmal ihre Mutter war, zunehmend schneller stattfinden wird.
Die Rollen von Mutter und Tochter werden bald vertauscht sein. Sylvie muss die Beziehung zu ihrem Vater reparieren und ihn um Hilfe bitten oder allein für ihre Mutter sorgen. Letzteres ist, und das sagt ihr auch ihr Mitschüler Ryan, der ebenfalls so seine Erfahrungen mit dieser Krankheit hat, praktisch nicht möglich. Sylvie, zwischenzeitlich 15, muss lernen, mit der Krankheit der Mutter umzugehen und sie muss schnell erwachsen werden.
Fazit
Der Klopp Verlag greift in seiner Reihe „mittendrin“ brisante Themen auf: Magersucht, Rechtsradikalismus und in diesem Buch das Sterben von Verstand und Persönlichkeit eines Menschen bei lebendigem Leibe. Ishbel Moore beschreibt das stückweise Entgleiten genau und beklemmend – und auch die Angst und Verzweiflung der Tochter, die den Verlust ihrer Mutter nicht wahrhaben will, wenn doch deren Hülle noch da ist. „Wegen meiner Mutter“ gehört zu den Büchern, die den jugendlichen Leser in Bann schlagen, man kann es kaum aus der Hand legen.
Die Autorin
Ishbel Moore ist eine bekannte kanadische Jugendbuchautorin. 1954 in Schottland geboren, wanderte sie 13jährig mit den Eltern nach Kanada aus. Sie studierte Englisch und Musik und arbeitete mit körperbehinderten Kindern, bevor sie sich als Schriftstellerin selbstständig machte. Sie ist verheiratet und Mutter dreier Kinder.
Phillip Gwynne, Ein fetter Fang im langweiligsten Kaff der Welt
Plot
Das langweiligste Kaff am Ende der Welt heißt Dogleg Bay, es liegt in Australien. Es gibt nicht viele junge Leute da, die ziehen fort, dafür kommen die Alten nach Dogley Bay, um Bingo zu spielen, im Funky Chicken zu essen und auf der Mole zu sitzen. Und dann gibt es noch die Feriengäste. Die kommen zum Fischen und wohnen auf dem stadteigenen Campingplatz, den Hunters Mutter verwaltet. Hunter ist der Ich-Erzähler dieser Geschichte, 13 Jahre alt, und er hat einen Traum. Er will einen Mulloway fangen, den größten und seltensten Fisch der Küste. Damit will er es seinem Vater gleich tun, der ein verdammt guter Fischer war, bevor er nach einem Tag auf den Murkfelsen nicht mehr nach Hause kam. Hunter weigert sich zu akzeptieren, dass sein Vater tot ist und das Angeln wird für ihn zur Obsession.
Doch neben dem Angeln gibt es noch das Leben mit seiner Mutter auf dem Campingplatz und mit den Gästen. Da sind die “Resis”, die Dauergäste, die “Gotteslamentierer” und Saphonia – die schlechteste Köchin der Welt, Vegetarierin, Spät-Hippie und Mutter der “Fotokopien”. So nennt Hunter die Zwillinge, die sich so ähnlich sehen und doch so gar nicht ähnlich sind. Der einen, Jasmine, Jazzy, würde Hunter gern näher kommen, er träumt vom ersten Kuss. Aber Jazzy macht es ihm schwer. Es ist nicht einfach, erwachsen zu werden und es ist noch viel schwerer, mit dem Tod eines geliebten Menschen fertig zu werden.
Für Hunter steht und fällt alles mit der Jagd auf den Mulloway. Aber wie kommt er zu einer wirklich guten Angel, zu Spule und Leine der Topqualität und wie überhaupt kann er es deichseln, dass wieder Mulloways an die Küste kommen um zu laichen, wo doch seitdem ein Staudamm gebaut wurde einfach zu wenig Süßwasser ins Meer fließt, um die großen Fische anzulocken. Und zwischendurch muss Hunter noch den MWR, den Männerwaschraum, putzen, für einen Bestatter als Urnenjunge arbeiten, Trauzeuge werden und seine Gefühle für Mädchen auf die Reihe bringen. Viel verlangt und aus dem stillen Jungen muss erst ein kleiner Held werden, bis er der Verwirklichung seiner Träume näher kommen kann.
Fazit
Gwynnes Charaktere sind ungewöhnlich, beeindruckend und präzise gezeichnet. Die Sprache des Ich-Erzählers Hunter ist in ihrer Schnodderigkeit und genauen Charakterisierung des Beobachteten sehr realistisch, ein genaues Psychogramm eines 13jährigen Jungen. Die Übersetzerin Ilse Rothfuss hat es mit der Sprache bestimmt nicht einfach gehabt und einige Male behilft sie sich mit Fußnoten, die australische Besonderheiten erklären. Denn wer kennt hier schon den australischen Maler Ken Done oder Chopper Read oder kann sich unter Cream Puffs etwas vorstellen? Es tut der Geschichte gut, dass die Fremdartigkeit des fernen Australiens erhalten bleibt. Und die Geschichte bleibt spannend bis zur letzten Seite.
Der Autor
Philip Gwynne wurde 1958 in Melbourne geboren und wuchs mit sieben Geschwistern im Süden Australiens auf. Als eine Verletzung seine Australian Football-Karriere beendete, studierte er Meeresbiologie und reiste danach durch die Welt. Er arbeitete als Lehrer in Thailand und als Programmierer in Belgien und lebte einige Zeit in Brasilien, bevor er sich in Sydney niederließ. Er besuchte ein Schreibseminar und versuchte es dann selbst mit seinem ersten Buch für Jugendliche “Deadly, Unna?” (in Deutsch: Wir Goonyas, ihr Nungas), das eine ganze Reihe Preise einheimste, unter anderem den Deutschen Jugendliteraturpreis 2002 und ihn berühmt machte. “Ein fetter Fang im langweiligsten Kaff der Welt” ist sein drittes Jugendbuch.
Afrika – Die 101 wichtigsten Fragen und Antworten von Asfa-Wossen Asserate
Was sollte man mindestens über Afrika wissen ? In seinem neuen Buch „Afrika – Die 101 wichtigsten Fragen und Antworten“ gibt der Autor Asfa-Wossen Asserate Einblicke in unseren südlichen Nachbarkontinent.
Afrika so nah und doch so fern
Dieser riesige Kontinent Afrika, der oft so fern, aber eigentlich so nah ist, nur vierzehn Kilometer trennen ihn von Europa, erscheint uns auch deshalb so weit entfernt, weil wir wenig darüber wissen und oft nur Kriege und andere Katastrophen von den Medien übermittelt werden. Gerade deshalb ist ein Buch, das wesentliche Fragen zu Afrika beantworten kann ein wichtiger Beitrag zum besseren Verständnis.
Aktuelles zur Fußball-WM in Südafrika
Die gerade beendete Fußball-WM zeigte ein fröhliches, buntes Bild von Südafrika mit seinen Bewohnern und den zahlreichen ausländischen Gästen, die insgesamt einen positiven Eindruck mit nach Hause nahmen. Der Autor geht auch darauf ein in seiner Frage Nummer 66: Was bedeutet die Fußballweltmeisterschaft 2010 für Südafrika im Besonderen und für Afrika im Allgemeinen ? Das Fernsehen bemühte sich im Vorfeld der Weltmeisterschaft um eine interessante Berichterstattung von verschiedenen Ländern und trug somit zu einem veränderten, neueren Afrikabild bei.
Fragen aus Politik, Gesellschaft, Kultur und Natur
Auch auf provozierende Fragen wie zum Beispiel bei Fragen aus der Politik (Sind afrikanische Staaten korrupter als europäische Staaten ?, Welchen Einfluß haben die ehemaligen Kolonialmächte heute in Afrika ? Welche Regimes sollte man weder finanziell noch dadurch unterstützen, dass man in den betreffenden Ländern Urlaub macht ?) und Ausblick (Welche Probleme muß Afrika vordringlich lösen ?) gibt der Autor seine Meinung wieder.
Das vorliegende Buch „Afrika – Die 101 wichtigsten Fragen und Antworten“ von Asfa-Wossen Asserate, dem äthiopischen Historiker und Großneffen des letzten Kaisers von Äthiopien ist ein gutes Buch gelungen, das sich mit vielen, auch aktuellen Themen auseinandersetzt.
Nachschlagewerk für den schnellen Überblick
Man kann es als Nachschlagewerk nutzen, um sich einen groben Überblick zu verschaffen, denn auf 192 Seiten kann man nicht wirklich auf alle Themen vertiefend eingehen. Es ist auch schwierig in einer kurzen Zusammenfassung eine Frage für Gesamtafrika zufriedenstellend zu beantworten, denn oft genug haben die Länder Nordafrikas (Tunesien, Algerien, Marokko usw.) einen komplett anderen Ansatz als die Länder südlich der Sahara (Benin, Liberia oder Kenya, Mosambik).
Logischerweise sind die Antworten oft auf Äthiopien bezogen und als Beispiel wird oft Äthiopien angeführt.
Fazit
Der Autor kann geschickt Vorurteile ausräumen und Klischees begegnen und die Fragen bzw. Antworten regen zum weiteren Lesen und vertiefen an.
Sicherlich könnte man noch mehr als 101 Fragen über Afrika beantworten, aber das würde den Rahmen dieses Büchleins wohl sprengen.
Der verschleierte Völkermord von Tidiane N’Diaye
Die Sklaverei wurde offiziell ab 1807 verboten. Trotzdem gibt es Staaten, wie zum Beispiel Mauretanien und Sudan, in denen es Gang und Gäbe ist, Sklaven zu halten, auch heute noch. In seinem Buch „Der verschleierte Völkermord“ klagt der Anthropologe Tidiane N’Diaye den arabomuslimischen Sklavenhandel in Afrika an.
Inhalt
Es gab mehrere Arten von Sklaverei und Sklavenhandel in Afrika, auf die der Autor näher eingeht. Den meisten Menschen ist der transatlantische Sklavenhandel vom 16. bis Anfang des 19. Jahrhundert bekannt. Von Westafrika, besonders Senegal (Insel Gorée) und das heutige Togo bzw. Benin (Sklavenküste), erlangten hierdurch traurige Berühmtheit, wurden Millionen Menschen nach Amerika, Brasilien und auf die Karibischen Inseln verschifft und dort zur Arbeit auf den Zuckerrohr- und Baumwollfeldern, später als Haussklaven und im Bergbau eingesetzt.
Sklavenhandel in den Orient
Dass es auch einen Sklavenhandel in den Orient gab und noch gibt, ist weniger bekannt.
Auch innerhalb Afrikas gab es eine Form der Sklaverei, die allerdings eher als Dienerschaft oder Knechtschaft betrachtet werden sollte. Denn diese Leute wurden nicht brutal zusammengeschlagen und in Ketten gelegt, im Gegenteil, wer seine Diener schlecht behandelte, war kein guter Herr. Auch hatten die Diener einige Rechte. In West- und Südafrika lebten die Gemeinschaften in sogenannten Krals zusammen mit ihren Sklaven und ihren Tieren. Die Herren sorgten für den Frieden zwischen den Gemeinschaften und ein gutes Ansehen, die Diener für das Vieh und bauten die Felder an. Sie erhielten anständige Kleidung und gute Behandlung. Oft wuchsen ihre Kinder gemeinsam mit denen des Herren auf. Auch erhielten sie einen Teil der Ernte für sich. Wurden sie schlecht behandelt, hatten sie Mittel, den Herren zu wechseln. Aber es wurde kein Handel mit ihnen getrieben !
Wege des Sklavenhandels in Afrika
Dass Sklaven geraubt und weiter verkauft wurden, dieses Phänomen wurde erst mit der Eroberung Afrikas bekannt. Und hier waren die, wie der Autor sie nennt, arabomuslimischen Eroberer ab dem 7. Jahrhundert bereits vor den europäischen Sklavenhändlern massiv unterwegs.
Eine der Hochburgen für diesen Handel war die Insel Sansibar mit der Hauptstadt Stonetown. Von hier wurden die Sklaven in den Orient bzw. in die arabischen Länder von der arabischen Halbinsel bis Syrien und Persien verschifft. Der zweite Weg führte durch den Sudan nach Ägypten. Auch durch die mittlere Sahara und über Mauretanien bis Marokko setzte mit der Eroberung Nordafrikas und Spaniens der arabomuslimische Sklavenhandel ein. Bis zu 17 Millionen Sklaven wurden bis heute aus Afrika mit grausamen Mitteln von ihren angestammten Lebensräumen entführt.
Einerseits wurde der Islam nach Afrika verbreitet. Dass aber Muslime einander nicht töten sollen, wie es im Koran steht, wurde schnell vergessen, denn schwarze Menschen waren von „niedrigerem Rang“.
Fazit
In neun Kapiteln zeigt der Autor Tidiane N’Diaye die „Geschichte des muslimischen Sklavenhandels in Afrika“ auf und bedient sich der Überlieferungen vieler Quellen, seien es Griots, die afrikanischen Übermittler, die die Geschichte mündlich weitergaben, frühe Reisende und Historiker wie Avicenna, Ibn Battuta oder Ibn Chaldun bis zu den Forschern im 19. Jahrhundert wie Henry Morton Stanley, David Livingstone oder Gerhard Rohlfs, der im Buch leider mit einem falschen Datum bedacht wurde. Er lebte von 1831 bis 1896, nicht wie im Buch angegeben von 1892 bis 1986!. Ein wichtiges Buch zur Aufklärung über die Sklaverei und den Sklavenhandel in Afrika.
Autor
Tidiane N’Diaye ist Athropologe und Wirtschaftswissenschaftler aus dem Senegal. Er hat mehrere Bücher zur Geschichte Schwarzafrikas und deren Kulturen geschrieben.
Alera – geliebter Feind von der amerikanischen Autorin Kayla Cluver ist der erste Band der Fantasy-Trilogie um Alera, der Kronprinzessin von Hytanica, und stellt Kayla Cluvers Debutwerk dar.
Inhaltliches:
Die 16-jährige Alera ist die älteste Tochter des Herrscherpaares von Hytanica, und damit spätere Thronerbin. An ihren 18. Geburtstag soll Alera verheiratet werden und mit ihrem Ehemann Hytanicas Thron übernehmen. Der König hält fest an der Vorstellung, dass die Wahl des Bräutigams auf Steldor, den Sohn Elitegarde-Hauptmanns fallen soll, für den Alera allerdings nicht das Geringste übrig hat. Kurze Zeit später wird ein junger Cokyrier namens Narian in der Stadt festgenommen, der sich als der vor 16 Jahren von Cokyri entführte und totgeglaubte Kyenn entpuppt. Alera erfährt, dass Narian, laut einer alten Sage Hytanicas Ende herbeiführen könnte, ist aber zu fasziniert von ihm. Die beiden kommen sich näher und schon bald entwickeln sich mehr als nur freundschaftliche Gefühle, der Bedrohung zum Trotz. Doch als der König Alera ein Heiratsultimatum stellt, bricht für die junge Frau eine Welt zusammen. Ist die junge Liebe zum Scheitern verurteilt? Wie wird sich Alera entscheiden?
Hintergründiges:
Die Geschichte um Alera, der Kronprinzessin Hytanicas, spielt zu einer Zeit, in der sie Erinnerungen an den Krieg von vor 16 Jahren zwischen Hytanica und Cokyri noch geistesgegenwärtig sind und sich die Folgen von damals bis in die Gegenwart ziehen. Alera wurde zum Kriegsende hin geboren und kennt die Geschehnisse nur aus Erzählungen. Nachdem Cokyri damals hytanische Babys entführt und ermordet hat, war urplötzlich Schluss mit den Kriegsangriffen und es kehrte eine lauernde Ruhe ein zwischen den verfeindeten Ländereien. Als Narien auftaucht und sich als einer der verschleppten hytanischen Söhne entpuppt, der zwar entführt, aber nicht ermordet, sondern in Cokyri großgezogen wurde, holt die Vergangenheit Hytanica wieder ein. Für Alera ist die Zeit der verschärften Sicherheitsmaßnahmen nicht immer leicht, da sie die zum Teil feindlichen Reaktionen auf Narian nicht versteht.
Fazit:
Kayla Cluvers Debut Alera – geliebter Feind ist sehr schön, liebevoll und verständlich geschrieben. Der Schreibstil ist sehr angenehm und einfach gehalten, was ein schnelles Lesen ermöglicht; die Seiten fliegen wortwörtlich vorüber. Kayla Cluver schafft es, jedem Protagonisten des Buches Einzigartigkeit und Individualität zu schenken, ihn aber auch einer Entwicklung zu unterziehen. Vorallem bei Alera, Steldor und Narian wird dies deutlich. Zu dem hat die Autorin einen augeprägten Sinn für Detailbeschreibungen, was zum Einen sehr schön für das Einlesen ins Geschehen und Erleben des Geschriebenen ist, zum Anderen manchmal etwas von den Hauptereignissen ablenkt.
Im Großen und Ganzen hat mir das Buch sehr gut gefallen. Der erste Teil der Trilogie lässt auf Großartiges hoffen. Ich bin gespannt!
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