‘Kinder+Jugend’
Malte am Meer von Doris Meißner-Johannknecht
Inhalt
In den Urlaub geht jeder gern, das ist klar! Und deshalb soll auch schon Kindern die Wartezeit auf den Urlaub verkürzt und die Vorfreude gesteigert werden. Was liegt da näher als ein Buch über das Meer zu kaufen?
In diesem Buch also geht es um einen siebenjährigen Jungen, der Malte heißt. Er geht mit seinen Eltern auf die Insel Malta und sie verbringen die ganze Zeit am Meer und die Eltern lassen sich bräunen. Doch Malte gefällt das nicht und langweilt sich. Nach einer Woche macht die dreiköpfige Familie zusammen einen Ausflug. Sie fahren mit einem Bus dorthin. Malte entdeckt in diesem Bus zwei ältere Jungen, die ihre Haare gefärbt haben und auch sonst recht “cool” aussehen: Malte ist von ihnen begeistert! Nach einer Weile endet die Busfahrt und alle steigen aus. Doch der Ausflug ist für Malte auch richtig langweilig: Man kann alte Steine ansehen!! Er setzt sich auf den Boden und stochert etwas im Boden herum. Plötzlich entdeckt er zwischen den Steinen eine Schildkröte! Sie gefällt ihm und er steckt sie in seinen Rucksack. Nach dem Anschauen der Steine fahren alle Besucher noch mit einem Schiff in eine Bucht! Dort angekommen hört Malte plötzlich einen Schrei von einer Frau und er sieht wie auf dem Bauch von ihr Maltes Schildkröte sitzt! Er bekommt Angst! Die Frau fragt, wer das ist, kann es sich aber gleich denken: Die coolen Jugendlichen vom Bus! Doch Malte ist stark und sagt, dass er es war, entschuldigt sich und will die Schildkröte wieder zurück bringen. Und die Jugendlichen helfen ihr sogar!
Meine Meinung
Ich finde dieses Buch wirklich richtig toll und kann es jedem Kind im Grundschulalter weiterempfehlen! Es überzeugt gleich in mehreren Aspekten, die ich nacheinander kurz behandeln möchte:
Zuerst einmal zur Geschichte selbst: Diese hat mir sehr gut gefallen! Es wird dabei nicht nur die Lust auf Urlaub verstärkt, sondern ich finde, dass auch noch eine andere Lehre erkennbar ist: Malte war nicht feige und hat weggeschaut, als die Schildkröte auf dem Bauch der Frau saß, sondern er ging und hat gesagt, dass er es war, der die Schildkröte mitgebracht hat! Ich finde, dass sich da manche Kinder sicher angesprochen fühlen und vielleicht es das nächste Mal – wenn sie in einer ähnlichen Situation sind – genauso handeln wie Malte! Somit wird mit dieser Geschichte nicht nur Unterhaltung und Spaß vermittelt, sondern Kinder lernen sogar noch was für ihr Leben!
Der nächste Punkt ist die Spannung, auch mit dieser bin ich zufrieden! Meine Kinder haben das Buch immer sehr gerne gelesen; es war eines ihrer Lieblingsbücher! Und auch las es meinen Kindern immer gerne vor und finde, dass der Schreibstil und die Spannung der Autorin wirklich gut gelungen ist. Es ist eine für Kinder leicht verständliche Sprache und es werden keine Fremdwörter oder komplizierte Sätze verwendet!
Dieses Buch wird empfohlen ab sechs Jahren. Das finde ich ein angemessenes Alter. In diesem Alter lernen Kinder normalerweiße auch das erste Lesen und da kann dieses Buch mit seiner großen Schrift und den dazu passenden Bilder wirklich helfen!
Der letzte Punkt, den ich in meiner Bewertung betrachten möchte, sind die Bilder von Dorothea Ackroyd. Fangen wir mit dem Guten an: Die Bilder sind sehr groß, alle farbig und es kommen auf einer Seite immer mehrere Bilder vor. Kinder können sich das Gelesene so gut vorstellen und es schneller und einfacher merken! Leider gibt es auch einen kleinen Nachteil: Die Bilder selber nicht sonderlich prächtig gemalt: Es fehlt die Liebe zum Detail und auch sonst die Bilder meist einfach nur hingemalt, sie bewirken nichts weiter! Hier hätte man noch einiges verbessern können!
Fazit
Wie in meiner eigenen Meinung schon hervorgeht, bin ich von der Geschichte und dem gesamten Buch sehr zufrieden und meine Kinder können dies wirklich bestätigen! Nur die Bilder hätte man etwas liebevoller und kindergerecht malen können!
Insgesamt kann ich das Buch “Malte am Meer” an Sie und Ihre Kinder weiterempfehlen!
Thomas Brussigs Wasserfarben, Adoleszenzroman mit DDR spezifischen Hintergrund!
Zum Autor
Thomas Brussig wurde 1964 in Berlin geboren und verbrachte einen Großteil seines Lebens im Ostteil Berlins. Nach seiner Schulausbildung studierte er zunächst Soziologie aber wechselte dann an die Filmhochschule in Babelsberg und erwarb den Diplomgrad in Film- und Fernsehdramaturgie. Seinen Debütroman Wasserfarben veröffentlichte er erst 1991 durch die sich hinziehende DDR Publikationsinstanzen, jedoch noch unter dem Pseudonym Cordt Berneburger. Seinen endgültigen Durchbruch erlangte er schließlich mit der Verfilmung seines Buches “Am kürzeren Ende der Sonnenallee”. Charakteristisch für Brussigs Romane sind die satirischen Darstellungen der DDR-Verhältnisse im Ostteil Berlins, welche dann auf die gesamte DDR projiziert werden können.
Weitere bekannte Werke Brussigs sind: Helden wie wir, Leben bis Männer, Wie es leuchtet u.a.
Zum Inhalt
Geschildert werden die typischen Verhaltens- und Denkweisen des pubertären Anton während der Abiturzeit, der sehr die Erwachsenen zynisch beurteilt und deren vorgegebenen Verhaltensmuster kritisch hinterfragt und sich dadurch viel Ärger und Missmut einhandelt. Sein eigenes Leben empfindet er stark eingeengt durch die stark reglementierende Gesellschaft der DDR, verkörpert durch die Schule und im speziellen dem Direktor. Durch die Einengung in seinem Leben reflektiert Anton, fast als einziger, die Verhältnisse der Jugend und probiert vielfach auch seine Klassenkameraden dazu anzutreiben mehr gegen das starre Sozialgefüge publik zu machen. Sein vorgehen erweist sich jedoch meist als zu impulsiv und nicht genug koordiniert um etwas erreichen zu können. Prägend für Anton werden die sich zerschlagenden Aussichten eines Journalistikstudiums aufgrund der Westverwandtschaft. Danach schwimmt er meist planlos durch die Gegend und gerät dadurch in Konflikt mit den staatlichen Instanzen. 2 Gespräche im Buch bilden die Haupthandlungsstränge, nämlich das Gespräch mit seinem Direktor der ihm klar zu verstehen gibt, dass nicht er machen kann wie er möchte sondern das er, wenn nötig auch dazu gedrängt werden kann das beste aus sich zu machen im Sinne des Staates. Das 2. Gespräch ist das Gespräch mit seinem Bruder Leff, der selbst sich eine Nische in der DDR-Gesellschaft gesucht hat und sich dort freier als vorher entwickeln kann. Jedoch gibt er ihm auch den Hinweis, dass er auch dafür bereit sein muss Opfer zu bringen. Letztlich bleibt der Schluß des Buches offen und entlässt den Leser mit dem Gefühl, dass Anton wahrscheinlich auch seine Nische in der Gesellschaft finden wird und vielleicht dann auch glücklich werden wird.
Fazit
Satirisch- ironische Jugenderzählung mit Adoleszenzproblemen die im Rahmen der DDR beschrieben werden. Wer also womöglich auch gerade sein Abitur macht oder gemacht hat wird sich vielfach in den Überlegungen und Gedankengängen wiederfinden und ihn verstehen.
Clara Asscher-Pinkhofs Sternenkinder als Mahnmal für den Holocaust!
Zur Autorin
Clara Asscher-Pinkhof wurde 1896 in Amsterdam geboren und unterrichtete seit 1941 jüdische Kinder in der, von Deutschland besetzten, Niederlande. Ab Mai 1943 begleitete sie jüdische Kinder auf ihren Wegen vom Amsterdamer Ghetto bis in die Konzentrationslager (bspw. Bergen Belsen). Die verschiedenen Etappen dieses Zuges schilderte sie letztlich in ihrem Buch “Sternenkinder”, welches 1946 erstmalig in den Niederlanden erschien. Erst 1961 wurde eine deutsche Fassung publiziert, welche direkt ein Jahr später mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde. Der historische Hintergrund für diese enorme Popularität, in gerade dieser Zeit, liegt in den politischen Vorraussetzungen. Speziell die DDR-Staatsführung war in dieser Periode stark darum bemüht ihr Verhältnis zum Staat Israel neu zu definieren und zu festigen. Der anhaltende Leseerfolg lässt sich aber nicht nur durch die staatliche Editionspolitik und die politischen Bezüge erklären. Die Gründe hierfür werden im Teilbereich Inhalt näher beleuchtet.
Während ihres KZ-Aufenthaltes (Bergen-Belsen) gehörte sie zu einer der 250 jüdischen Gefangenen, die durch einen einmaligen Gefangenenaustausch mit Palästina, aus der Hölle des KZs entfliehen durfte und dadurch den Shoa überleben konnte. Ein weiteres bedeutendes Werk der Autorin ist “Aan de wal”, von 1932 welches ihr den Preis für das beste Mädchenbuch einbrachte. 1984 im Alter von 88 Jahren starb Clara Asscher-Pinkhof in Haifa (Israel).
Zum Inhalt
Das Werk ist auf seinen 227 Seiten in 4 große Kapitel eingeteilt mit jeweils kleinen unzusammenhängenden Einzelessays: Sternenstadt, Sternenhaus, Sternenwüste und Sternenhölle. In allen Kapiteln werden die Geschichten von jüdischen Kindern in anonymisierter Form (keine Namen oder Orte) beschrieben. Dabei werden ihre Ängste und Sorgen teils schonungslos und unreflektiert an den Leser weitergegeben und erzeugen dadurch eine ganz emotionale Stimmung beim Leser, welcher sich trotz der Anonymität mit den handelnden Personen identifizieren kann. Diese Nähe am Leser schafft eine enorme Authenzität was wiederum dazu führt, dass man gemäß Lessings Poetik mit leidet und Mitleid empfindet aus kindlicher Perspektive sowie aus Sicht der Erwachsenen.
Das erste Kapitel (Sternenstadt) steht synonym, wie auch die anderen Kapitel, für eine womöglich kindliche Bezeichnung für das Amsterdamer Ghetto in welchem die jüdischen Kinder durch die deutsche Besatzung ein neues, anfangs noch aufregendes, reglementiertes Leben mit vielen Verboten (Ausgangssperre) und Vorschriften (tragen des Judensterns) führen müssen. Der Weitertransport ins Sternenhaus, nach der Verhaftung der meisten Bewohner des Ghettos , zeigt kindliche Naivität und das Unverständnis für die prekäre Situation. Die Kinder hoffen auf ein Wunder mit welchem sie nach Palästina reisen können um dort ein besseres Leben führen zu können. Der Befehl, dass alle Juden Amsterdam verlassen müssen bringt sie jedoch in die Sternenwüste (Durchgangslager Westerbork). Dieses Kapitel ist davon geprägt das die Enge, der Ekel, Hunger und Verzweiflung dem Leser vor Augen geführt werden, sowie die allgegenwärtige Präsenz der Montage (Tag des Abtransports). Das Ende markiert die Sternenhölle (Vernichtungslager) mit seinen unerträglichen Lebensbedingungen aber der dennoch kleinen Herden des jüdischen Lebens mit seinen Festen und Feiern. Der Glaube an Gott stellt für viele das letzte in ihrem Leben dar. “Sternenkinder lernen [dort] keine Geschichte, sie leben sie” und ohne diesen Überlebenswillen wäre die Geschichte des jüdischen Volkes schon zu Ende, so der Appell an die Kinder im Lager. Ein Silberstreif markiert die Aussicht des Austauschs für die 250 glücklichen Besitzer der Palästina-Papiere, welche dadurch das Lager verlassen dürfen. Bei den Betroffenen herrscht lange Zeit Unglaube über die tatsächliche Ausreise, doch mehr und mehr werden sie sich des Überlebens sicher und blicken hoffnungsvoll in ihre Zukunft.
Kritik und Fazit
Kritisch anzumerken gibt es an sich wenig, lediglich die Historizität der besagten 250 Juden bleibt kritisch zu hinterfragen. Bei meinen Recherchen zur Frage konnte ich leider keine glaubhaften Belege finden.
Außerdem bleibt noch anzumerken, dass manche Stellen des Buches das Leben im KZ, in meinen Augen, zu beschönigend darstellen, was aber wiederum auch womöglich auf die Erzählperspektive zurück zuführen ist.
Meines Erachtens ist dieses Buch jedoch sehr unterschätzt, weil es heute wenig anerkannt bzw. überhaupt bekannt ist, was sehr schade ist aufgrund seiner schonungslosen und emotionalen Darstellung eines so brisanten Themas. Auch Kinder sind im Holocaust ums Leben gekommen, was jedoch nur sehr wenig in der Prosaliteratur der damaligen Zeit und auch heute rezipiert wurde/wird. Daher ebnete “Sternenkinder” sehr früh den Weg einer Aufarbeitung des Menschenmordes an Kinder aus kindlicher Perspektive.
Aygen-Sibel Çelik: Makellos um Mitternacht
Zuerst einmal ist zu loben, dass ein Jugendbuch, dass sich mit normalen Teenager-Problemen befasst, im Milieu türkischer Zuwanderer spielt, ohne dass dies zum Thema gemacht wird. Seçil ist zwar türkischstämmig, aber das ist kein Problem, sondern einfach normal, wie zum Beispiel braune Haare. Auch sonst ist sehr viel einfach “teenagernormal”.
Inhalt
Seçil ist, wie so viele in ihrem Alter, gar nicht zufrieden mit ihrem Aussehen. Ihre Mutter trägt immer noch Kleidergröße 36, Seçil ist da deutlich drüber. Und ihre Nase ist zu groß und die Pickel! Das geht gar nicht! Seçil ist so mit sich und ihren Problemen beschäftigt, dass sie kaum etwas anderes mitbekommt. Denn da gibt es André, der natürlich voll süß aussieht, aber, so meint Seçil in ihrem Leid, sie gar nicht beachtet: Speckröllchen, Pickel …
Diäten hält Seçil nicht durch, aber das hält sie nicht davon ab, sich jede Menge Frauenzeitschriften zu kaufen und alle Make up- oder Diättipps auszuprobieren. Zum Beispiel beim Zähneputzen den Po anspannen, der davon, wenn man es nur oft genug tut, rund und knackig wird!
Als Seçils Eltern nach Italien abreisen und ihre 15jährige Tochter endlich einmal aus der überfürsorglichen Überwachung entlassen, weiß das Mädchen mit der plötzlichen Freiheit gar nichts anzufangen. Dummerweise wird ja auch ihre – schlanke, gutaussehende – Tante nach ihr sehen. Sie darum zu bitten, kann sich die Mutter natürlich nicht verkneifen. Tante Fantoş ist so schön und gepflegt, wie Seçil es gern wäre, nur leider lässt sie das manchmal ganz gern raushängen.
Seçil kauft sich eine Frauenzeitung und wendet sich den Diättipps zu, da fällt eine Probe rosa Glitzergel heraus. Großzügig cremt sich das Mädchen damit ein und – fällt in Tiefschlaf. Als sie erwacht, ist sie wunderschön, schlank, ein Model! In Mamas Sachen, die ihr jetzt sogar zu weit sind, begibt sich Seçil, die sich jetzt Jale nennt, auf die Piste. Jetzt klappt alles: André beachtet die schöne Cousine der unscheinbaren Seçil, endlich ist sie mit ihrem Traumprinzen zusammen. Auch entdeckt wird Jale und von einer Modelagentur unter Vertrag genommen. Alles sollte toll sein – ist es aber nicht. Logistisch wird es immer schwieriger für Seçil: Wenn sie sich zurückverwandelt, muss sie zuhause sein und möglichst ihre engen Sachen ausgezogen haben, die sonst gnadenlos zerreißen. Ihre Agentur drängt auf Kontakt mit ihren Eltern, Verträge sind zu unterschrieben und der neue Star am Modelhimmel ist noch minderjährig! Dass sich Seçil nach einiger Zeit gar nicht mehr rückverwandelt, hilft da auch nicht wirklich weiter: Wie soll sie das den Eltern erklären, die bald wieder da sind. Als ihr Agent darauf drängt, dass sich Jale ein Muttermal entfernen und die Ohren anlegen lässt, spitzt sich die Geschichte zu. Jale/Seçil wird langsam klar, dass sie einer zwar wunderschönen, aber knallharten Scheinwelt auf den Leim gegangen ist und dass sie eigentlich doch ihr altes Leben zurück möchte.
Die Auflösung ist leider etwas platt: Nicht das Glitzergel, dass völlig harmlos war, sondern die Zauberkünste der Tante – sie vergrub kleine Zettel mit Beschwörungen im Blumenkasten – hatten die wundersame Metamorphose ausgelöst. Ohne Zettelchen wird aus Jale wieder Seçil – und die Eltern sind entsprechend sauer auf den übereifrigen Modelagenten – und auf die Tante.
Fazit
Ein ganz nettes Jugendbuch, nicht uninteressant für Mädchen in pubertären Identitätskrisen. Alles in allem aber etwas platt, da auch die Auflösung nicht so recht überzeugt. In die Kategorie “Lesefutter” passt dieses Buch aber allemal. Und, siehe oben, auch türkische Mädchen quälen sich mit Hüftgold und Nasenpickeln und sind ansonsten auch nicht anders als ihre Klassenkameraden, auch wenn sie ungewohnte Namen wie Seçil oder Jale tragen.
Sofies Welt von Jostein Gaarder
Inhalt
Sofie Amundsen ist ein 14-jähriges Mädchen aus Lillesand in Norwegen. Bisher lebte sie ein normales Leben einer vierzehnjährigen, ging zur Schule und traf sich mit ihrer besten Freundin, Jorunn. Doch dann durchbrechen geheimnisvolle Briefe die Routine ihres Lebens. Sie sind von einem wirklichen Philosophen, der sie unterrichten will! Plötzlich beginnt sich Sofie mit Dingen zu beschäftigen, die sie vorher noch nie beachtet hat. Woher kam denn nun die Welt? Und wer war sie selbst eigentlich? Und nicht nur das, mit diesen Briefen bekommt sie auch noch Geburtstagsglückwünsche an eine gewisse Hilde, die am selben Tag wie Sofie Geburtstag hat. Aber Sofie hatte noch gar keinen Geburtstag und Hilde also auch nicht? Sofie ist ratlos. Die Briefe stammen von Hildes Vater, doch wie soll Sofie diese an Hilde übermitteln und noch viel wichtiger, wieso bekommt Sofie sie überhaupt? Und dann findet Sofie auch noch Sachen von Hilde, ein roter Seidenschal unter ihrem Bett und zehn Kronen, die Hilde verloren hat. Was hat das zu bedeuten?
Alberto Knox
Sofie gerät in einen wahren Strudel der Philosophie und wagt sich an den geheimnisvollen Unterricht des Philosophen. Neugierig betritt sie die Pfade, die schon Sokrates, Aristoteles und Platon vor ihr beschritten. Dabei wird Sofie immer neugieriger, wer nun ihr Philosophielehrer ist. Sie beschließt ihn zu suchen. Dafür folgt sie seinem „Postboten“, sein Hund Hermes. Doch es nützt nichts. Dennoch gibt Sofie nicht auf und dann findet sie ihn. Es ist Alberto Knox. Er ist alt. Wie ihre Mutter findet, zu alt für eine Vierzehnjährige. Aber Sofie weiß, dass sie ihm vertrauen kann und die Philosophie ruft förmlich nach ihr. Gemeinsam mit Alberto erkundet Sofie also die Philosophie, und entdeckt dabei das Geheimnis ihrer eigenen Welt.
Albert Knag
Das Geheimnis heißt Albert Knag. Albert Knag arbeitet bei der UNO und ist leidenschaftlicher Schriftsteller. Und er hat eine Tochter die Hilde heißt. Und diese Hilde hat bald Geburtstag, nämlich am selben Tag wie Sofie. Außerdem philosophiert Albert gerne und er findet, dass seine Tochter viel zu wenig über das Leben nachdenkt, genauso wie Sofie vor ihrem Philosophie-Kurs. Deswegen besucht Hilde auch denselben Philosophiekurs wie Sofie nur auf eine andere Art und Weise als diese. Hilde liest nämlich Sofies Geschichte, denn wie man am Schluss des Buches erfährt, sind Alberto, Sofie, Jorunn und die anderen Menschen aus Sofies Welt nur erfundene Personen.
Der Ausbruch aus der Geschichte
Alberto und Sofie wissen das und sie wollen nicht nach Alberts Nase tanzen, denn dieser wird immer frecher und schickt ihnen Rotkäppchen oder Noah vorbei. Sie hecken einen geheimen Plan aus. An Sofies Geburtstagsfeier passiert dann das Unglaubliche. Sofie und Alberto können Alberts Geschichte entfliehen. Von nun an können sie in der normalen Welt leben. Dort treffen sie auch auf andere Ausbrecher, doch leider sind sie alle unsichtbar, dafür aber auch unsterblich. So endet Sofies Geschichte.
Philosophie in einem Jugendbuch?
Ja, Philosophie in einem Jugendbuch, das passt. Denn der Autor vermag neben der vielen Philosophie auch eine lustige Geschichte zu erzählen, die berührt und fesselt. Gleichzeitig sind die philosophischen Positionen, von denen es nicht wenige gibt – es werden fast 20 behandelt – gut und verständlich erklärt. Durch die Mengen an Informationen, die durch die vielen Positionen entstehen, kann man sich natürlich nicht alle Dinge behalten, doch erlangt der Leser ein Basiswissen, auf das er – bei Interesse – aufbauen kann. Das Buch ist also gut für Jugendliche geeignet, vor allem für diejenigen, die sich für die Philosophie interessieren, aber nicht wirklich wissen, was und wer sich hinter ihr eigentlich verbergen.
Fazit
Manko?
Natürlich ist auch dieses Buch nicht perfekt. Denn obwohl die Geschichte von Hilde und Sofie fesselnd und interessant beginnt, lässt das Ende ein gewisses Gefühl der Unzufriedenheit zurück – zumindest war es bei mir so. Es erscheint zu einfach, um stimmig zu sein, zu irreal, um in den Rest des Buches hinein zu passen. Trotzdem ist das Buch sehr empfehlenswert, denn der Beginn und die Mitte und vor allem die philosophischen Erklärungen haben mich mehr als überzeugt.
Die Teeprinzessin von Hilke Rosenboom
Inhalt
Emden 1858: Betty Henningson ist vierzehneinhalb und lebt unbeschwert als Tochter eines Silberschmiedes in Norddeutschland. Während sich Anton, ihr bester Freund und Sohn des benachbarten Teehändlers, lieber mit Fotografie seine Zeit vertreibt, würde sie am liebsten alles über die Welt des Tees erfahren. Doch weil sie ein Mädchen ist, nützt ihr auch die feine Nase nichts.
Eines Tages lauschen die beiden Freunde dem Gespräch zwischen Antons Vater und dem jungen Teehändler John Francis Jocelyn, der seinen neuen Tee aus Darjeeling vorstellt. Als Betty erwischt wird, schenkt der Fremde ihr eine wunderschöne Haarspange. Doch unglückliche Umstände lassen Betty kurz darauf in Ungnade fallen und sie muss nach Hamburg gehen, um dort als Haustochter zu leben. Betty erlebt, was es heißt, weder Freunde noch Geld zu haben und schlägt sich mehr schlecht als recht durch das Leben. Als ihr das Angebot gemacht wird, als Junge verkleidet nach China zu reisen, um dort Tee einzukaufen, willigt sie daher schnell ein. In Indien fliegt Bettys Tarnung auf und sie muss von Bord gehen. Nun macht Betty sich auf nach Darjeeling am Rand des Himalaya, um Tee zu kaufen.
Betty ist Jocelyn mehrmals in Hamburg begegnet, aber die Umstände erlaubten ihr es nie, mit ihm zu sprechen. Als sie ihm in Darjeeling endlich wieder begegnet, erfährt sie von seiner Suche nach ihr, aber auch, dass er Geheimnisse vor ihr hat…
Eine Reise um die Welt
Liebe und Tee sind die zwei Dinge, die Betty antreiben und die den Leser auf eine abenteuerliche Reise rund um die Welt mitnehmen. In ernsten Tönen wird Bettys Leben in Hamburg als Hausmädchen geschildert, das für sie immer mehr zu einer gesellschaftlichen Talfahrt wird. Ungeschönt, aber mit viel Feingefühl beschreibt Rosenboom das Leben junger Frauen, die nicht viel mehr haben als ihre Anstellung als Hausmädchen. Bettys Einsamkeit und Verzweiflung, die jedoch nicht ihren Stolz zu brechen vermochten, führen sie schließlich auf dem Weg nach Asien.
Während sich also die erste Hälfte des Romans mehr den sozialen Problemen junger Frauen im 19. Jahrhundert widmet, wird der zweite Teil eine bunte und abenteuerliche Fahrt um die Welt. Mit Klugheit, aber auch mit viel Glück gelangt Betty von einem Ort zum anderen, ohne dabei zu bemerken, dass sie nicht ganz so unbekannt ist, wie sie denkt.
Fazit
Der Schreibstil ist klar und einfach gehalten, ohne jedoch niveaulos zu sein. Dadurch lässt sich das Buch schnell und zügig lesen, so wie es auch die mitreißende Geschichte verlangt.
Doch obwohl sich die Geschichte ungeheuer spannend bis etwa zur Mitte des Buches entfaltet, wirkt die zweite Hälfte der Reise etwas konstruiert und hastet etwas zu schnell von einem Ort zum anderen. Spannungspunkte werden dabei nicht mehr ganz ausgeschöpft und verlaufen zudem nach einem gleichbleibenden Schema. Das Ende der Geschichte kommt dann auch Knall auf Fall und der Leser fühlt sich unsanft in die Realität entlassen. Wo ist ein zweiter Band? Man möchte noch mehr vom Tee und von der “Teeprinzessin” und ihrer großen Liebe erfahren!
Bestechend und mitreißend ist dagegen der erste Teil, der Bettys Niedergang von der Tochter eines Silberschmiedes zur Flüchtenden beschreibt. Der geheimnisvolle Jocelyn, dem man immer wieder über dem Weg läuft, scheint ebenfalls für Überraschungen gut zu sein. Doch auch hier liegt ein kleiner Schwachpunkt, denn die Auflösung seiner Geheimnisse sind etwas enttäuschend.
Betty ist ein sehr sympathischer Hauptcharakter und man muss einfach mit ihr mitleiden. Sie ist stark und tapfer kämpft sich durch ihr Schicksal und um die halbe Welt, ohne dass es aufgesetzt wirkt. Allein das macht das Buch sehr lesenswert. Wer zudem noch Begeisterung für die Welt des Tees mitbringt, ist hier genau richtig.
Alterra – Die Gemeinschaft der Drei
Inhalt
Der vierzehnjährige Matt und sein bester Freund Tobias lieben Computerspiele. Stundenlang können sie in die phantastischen Welten abtauchen. Doch plötzlich werden die virtuellen Abenteuer knallharte Realität. Eines Nachts sucht ein Unwetter ihre Heimatstadt New York heim. Am nächsten Morgen sind alle Erwachsenen verschwunden und die Welt hat sich grundlegend verändert. Technische Geräte funktionieren nicht mehr, eine dichte Schneedecke verbirgt die Straßen New Yorks und die Wälder ringsum haben sich in einen undurchdringlichen Dschungel verwandelt.
Matt und Tobias sehen sich gezwungen, andere Überlebende zu finden. Auf dem Weg begegnen begegnen sie jedoch allerlei gefährlichen Kreaturen und das Schlimmste: Aus irgendeinem Grund scheinen diese Wesen es ausgerechnet auf Matt abgesehen zu haben.
Als die beiden Jungen endlich auf eine Siedlung stoßen, nehmen die Gefahren jedoch kein Ende. Die Pans, so nennen sich die übrig gebliebenen Kinder, haben einen Verräter unter sich. Zusammen mit der hübschen Ambre und dem treuen Tobias versucht Matt, die Verschwörung aufzudecken und begibt sich dabei erneut in größte Gefahr…
Gute Idee, aber teilweise stereotype Figuren
Die Idee hinter dem Roman “Alterra” gefällt mir sehr gut. Eine Geschichte, die in der Zukunft spielt, ohne dass es sich um ein klassisches Science Fiction-Werk handelt. Auch in der Umsetzung hat der Autor sich große Mühe gegeben. Die Kreaturen sind wirklich phantasievoll und unheimlich, so zum Beispiel die gruseligen Stelzenwesen, die ihre Größe verändern können, indem sie ihre Stelzen ein- und ausfahren und mit ihren Scheinwerferaugen auch die tiefste Dunkelheit durchdringen können.
Auch die Charaktere sind äußerst gut gelungen. An manchen Stellen wirken die Figuren zwar ein klein wenig stereotyp, aber dann wieder überraschen sie einen doch durch ihre Handlungs- und Denkweisen. So glaubt man manches Mal, das Geheimnis schon längst gelöst zu haben, nur um dann festzustellen, dass man doch auf dem Holzweg war. Die Geschichte selbst bietet ebenfalls einiges an Spannung. Nächtliche Wanderungen durch das Dorf der Pans und Ausflüge in die gefährliche Welt draußen lassen einen das Buch kaum aus der Hand legen.
Fazit
Eine sehr schöne Geschichte, die ich vor allem jüngeren Lesern empfehlen würde, denn auch wenn die Auflösung doch überraschend ist, so sind viele Aspekte doch schon bekannt. Wer bereits viel gelesen hat, wird oft nicht mehr überrascht sein. Jüngere Leser dagegen werden von der Spannung und dem unterschwelligen Grusel in der Geschichte sicherlich mitgerissen werden. Da die Geschichte stellenweise jedoch auch ein wenig brutal und psychisch sehr heftig ist – immerhin verlieren die Kinder ihre Eltern – würde ich nicht sagen, dass das Buch für Kinder unter zwölf Jahren geeignet ist.
Bertolt Brecht: Der Jasager und Der Neinsager. Vorlagen, Fassungen und Materialien.
Bertolt Brecht veränderte wie kaum ein Anderer das Theater und seine Absichten. Reine Unterhaltung oder schicksalhafte Geschichten sollte es bei ihm nicht mehr geben, dafür aber ein kritisches Hinterfragen.
Auch die Schauspielweise wurde eine gänzlich andere. Brecht wollte nicht, dass Darsteller und Rolle miteinander verschmelzen, vielmehr sollte sich dieser von seiner Bühnenfigur distanzieren. Traditionell ausgebildete Schauspieler taten sich mit dieser Konzeption fast naturgemäß schwer. Deswegen arbeitete Brecht bevorzugt mit Laiendarstellern, vor allem mit Schülern. Für sie schrieb er die sogenannte „Schuloper“ des Jasagers.
„Der Neinsager“ als Alternativfassung des „Jasagers“
Brecht nimmt sich hier einer alten japanischen Sage an, in der die Tradition ein grausames Ritual befiehlt: Ein junger Mann, der auf einer gefährlichen Wanderschaft durch die Berge erkrankt, soll ins Tal hinabgestürzt werden. Jene hatte er nur angetreten, um Medikamente für seine Mutter mitzubringen, nun aber ist der Zweck der Reise, aber auch sein eigenes Leben gefährdet.
In der Alternativfassung „Der Neinsager“, die in der vorliegenden Suhrkamp-Ausgabe ebenfalls enthalten ist, wird sich dieser gesellschaftlichen Vorgabe widersetzt. Doch interessanterweise wurde auch eine zweite Jasager-Fassung in die Materialien aufgenommen. Herausgeber Peter Szondi erklärt: „Erst die zweite Fassung des Jasagers stellt den gemeinsamen Zweck der Reise wieder her, indem nun auch die anderen Medizin holen wollen, während im Neinsager der Knabe nein sagt, da das ´Lernen durchaus warten kann´.“
Reaktionen der Schüler
Die edition-Suhrkamp-Ausgabe enthält ebenso die japanische Originalfassung, übersetzt von Elisabeth Hauptmann. Vor allem ist aber auch wichtig, dass die Schüler selber zu Wort kommen. Die abgedruckten Protokolle von Diskussionen einer Schule in Neukölln können dabei nur examplarischen Charakter haben. Sie zeigen sehr nachdenkliche Jugendliche, die zugleich aber auch konstruktive Vorschläge machen. So oder so ähnlich dürften die Reaktionen in unzähligen Schulen gewesen sein, in denen Brechts Stück durch die Schüler selber aufgeführt wurden und noch immer werden. Durchweg erleben hier Lehrer eine ausgesprochene hohe Motivation der Schüler und gespanntes Interesse am Inhalt der Stücke.Hervorzuheben ist, dass die Schüler dabei die verschiedenen Fassungen miteinander vergleichen und anhand dieser Lösungen diskutieren können.
Aufsätze, die die Stücke Brechts in weiterem Zusammenhang einordnen, sind schließlich auch angefügt. Im Vordergrund stehen aber, wie Brecht es selber wollte, die jungen Darsteller, die anhand der Stücke nach dem richtigen Weg suchen sollen. Die „Schuloper“ ist dabei eher eine Persiflage auf die „echte“ Oper, der Brecht zeit seines Lebens distanziert gegenüberstand.
Fazit
Eine umfassende Materialsammlung, die Originaltexte, Reaktionen und Interpretation vereint. Ideal, um in der Schule Verwendung zu finden, aber auch für andere Schauspielgruppen gut geeignet. Für Brecht-Fans ohnehin ein „Muss“, das in der eigenen Buchsammlung nicht fehlen darf.
“Ich bin so klein!” - Die Geschichte von Zachäus von Marilyn Lashbrook
Inhalt
Wie der Titel des Buches schon erahnen lässt und der Untertitel es dann auch bestätigt, handelt dieses Buch von Zachäus, der Zöllner aus der Bibel. Viele werden diese Geschichte sicherlich kennen, dennoch möchte ich Ihnen einen kleinen Einblick in die Geschichte nicht vorenthalten.
Also, die Geschichte spielt in der Zeit als Jesus auf der Erde war. Zu dieser Zeit lebte auch ein gewisser Zachäus, er war Zöllner und sehr reich. Wie es aber eben immer war, wurden Zöllner von den anderen Menschen nicht sehr gemocht und deshalb konnte auch den Zachäus niemand so richtig leiden. Eines Tages hörte Zachäus, dass Jesus in seine Stadt kommt und da er schon viel über ihn gehört hat und neugierig war, wollte er ihn natürlich auch sehen. Doch Zachäus war ein kleiner Mann und konnte nicht über die Menschen, die vor ihm standen darüberwegsehen. Da sah er einen Baum am Wegesrand und bekam die Idee!
Er kletterte hinauf und konnte so Jesus von oben sehen. Plötzlich kam er und blieb genau vor dem Bau, auf dem Zachäus saß stehen und sah ihn und sprach ihn an. Er wollte sogar, dass Zachäus mit ihm komme. Natürlich ging er mit, aber die anderen Menschen waren genervt: Sie haben doch immer an Gott geglaubt und waren nett, warum kommt Jesus nicht zu ihnen, sondern zu so einem schlechten Menschen wie Zachäus? Jesus ging dann also zu Zachäus und vergab ihm seinen Sünden, im Gegenzug musste Zachäus aber all das Geld, das er zu viel genommen hat, den Menschen wieder zurückgeben. Jesus liebt ihn – die wichtigste Aussage des Buches!
Meine Meinung
Ich konnte mich mit diesem Buch wirklich anfreunden. Es erklärt die Geschichte Zachäus für Kinder sehr verständlich und sie können wirklich etwas daraus lernen und machen schon erste Erfahrungen mit Gott und Gottes Liebe.
Der Text ist nicht viel und Kinder können es gut überschauen. Die Spannung hält sich zwar in Grenzen, aber dennoch lesen Kinder die Geschichte gerne durch. Sie ist leicht verständlich, macht Spaß und ist zudem noch lehrreich.
Die Bilder des Buches haben mir auch ganz gut gefallen. Sie sind sehr groß und nett gezeichnet. Das einzige was fehlt ist die Liebe zum Detail, aber dennoch sind die Bilder eine toller Ergänzung zum Text und wurden von meinen Kindern immer sehr gerne angeschaut!
Fazit
Wer sein Kind christlich erziehen will, ist bei diesem Buch an der richtigen Hand! Ich spreche eine Kaufempfehlung aus und hoffe, dass jeder so tolle Erfahrung wie Zachäus machen kann!
Vier Freunde auf dem Schulweg - Geschichten von Tim von Lother Eisele und Justo G. Pulido
Inhalt
Dieses Buch ist ein Kinderbuch, das für Kinder im Alter von 6 bis 8 Jahren gedacht ist. Besonders eben, wenn man das erste Mal seinen Weg in die Schule alleine bestreitet, empfiehlt sich dieses Buch.
In dem Buch sind mehrere (sehr) kurze Geschichten enthalten, die aber dennoch alle einen Zusammenhang haben, sodass man das Buch schon von vorne nach hinten durchlesen muss und nicht in der Mitte eine Geschichte auswählen kann. Dennoch handelt jede Geschichte von einem anderem Thema.
Der Inhalt der Geschichten ist eigentlich immer der Selbe: Drei, später vier Freunde sind auf dem Weg in die Schule und erleben dort die unterschiedlichsten Dinge. Bei Tim und seinen Freunden passiert eben immer etwas und da bleibt der Schulweg nicht unverschont.
Die folgenden Beispiele sollen einen kleinen Einblick in die vielfältigen Themen der Geschichten geben: Einmal überlegen sich die Freunde Rätsel, die sie sich einander stellen, einmal hat Tim getrödelt und dann auch noch seinen Turnbeutel vergessen, einmal haben alle neue Klamotten oder Schuhe an, nur Tim nicht, einmal wird einer der Freunde von älteren Jungs geärgert, einmal erzählen sich die Freunde, was sie alles sammeln, einmal geht Tim zur Schule obwohl es Sonntag ist, einmal …, einmal …, …
Meine Meinung
Wie schon die vielen Themen zeigen, ist dieses Buch sehr vielfältig und gefällt somit jedem Kind, da für jeden etwas dabei ist. Da freuen sich Kinder auf jede neue Geschichte und sind gespannt, um was es diesmal geht.
Ich finde die Geschichte auch deshalb gut, weil sie spannend geschrieben ist, dennoch leicht verständlich und für Kinder ansprechend. Dieses Buch eignet sich somit auch prima als erstes (oder zweites) Lesebuch für Leseanfänger. Der Schreibstil ist wirklich optimal!
Das Buch hat auch einige Bilder bzw. Karikaturen. Dieses sind aber meiner Meinung nach weniger gelungen. Sie sind nur sehr oberflächlich, nicht Detailgetreu und auch sehr lieblos. Das hätte man sich beinahe sparen können, aber besser wie nichts, waren sie dennoch!
Den Umfang der Geschichten finde ich auch gut, sie sind definitiv nicht so lang, sodass der Leser gut eine Pause machen kann und nicht alles am Stück lesen muss! Das ist ja gerade für kleinere Kinder wichtig.
Fazit:
Ein schönes Buch mit tollen Geschichten! Die Bilder sind weniger vorteilhaft, aber dennoch macht das Buch einen ganz guten Gesamteindruck und ich spreche daher eine Kaufempfehlung aus!
Mein Tipp: Das Buch macht sich auch gut in der Schultüte, welches jedes Kind bei seinem ersten Schultag bekommt!
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