Rezension.org - "Wilddiebe und Kritiker kennen keine Schonzeit"
rezensionen

‘Komödie’

Der kleine Bruder

Der kleine Bruder von Sven Regener

Inhalt
Nachdem Frank Lehmann es geschafft hat mit dem Vortäuschen eines Selbstmordversuchs seine vorzeitige Entlassung aus der Bundeswehr zu bewirken, macht er sich, gemeinsam mit seinem Kumpel Wolli, auf die Reise nach Berlin. Er erhofft sich, dort seinen großen Bruder Manfred wiederzusehen, auch wenn er diesen vor Reiseantritt telefonisch nicht erreichen konnte und sich somit in gewisser Weise auf eine „Fahrt ins Ungewisse“ begibt. Schon die Fahrt von Bremen nach Berlin gestaltet sich dank Wollis ständigem Gebrabbel schwieriger als erwartet, und als Frank erst einmal in Berlin angekommen ist, scheint dort nahezu alles aus dem Ruder zu laufen: Es beginnt eine lange Nacht, in der so ziemlich alles schief geht, was schief gehen kann. Doch damit ist das Abenteuer Berlin für Frank Lehmann noch lange nicht „erledigt“: In den folgenden Tagen erfährt er zwar vieles über seinen Bruder, doch eines erfährt er nicht: Wo sein Bruder denn nun eigentlich überhaupt ist.

Von chaotischen Wohngemeinschaften und Möchtegern-Künstlern im Berlin der 80er Jahre
Sven Regeners Roman „Der kleine Bruder“ bildet den dritten Teil der Lehmann-Trilogie. Der Roman beschreibt die Geschehnisse, die sich zwischen Frank Lehmanns Flucht aus seinem alten Leben in Bremen und dem „neuen Leben“ in Berlin ereigneten. Um die Handlung nachvollziehen zu können, muss man jedoch keinesfalls auch die ersten beiden Lehmann-Bücher gelesen haben, der Verlauf der Geschichte ist so gestaltet, dass die Ereignisse in „Der kleine Bruder“ auch in sich selbst eine geschlossene Handlung bilden, obgleich natürlich mit offenem Anfang und Ende. Als Frank Lehmann nach einer nervenaufreibenden Fahrt endlich Berlin erreicht hat, ist von seinem Bruder Manfred weit und breit keine Spur.

Die Adresse, die Manfred seinem Bruder Frank genannt hatte, führt Frank nur zu ein paar verwegenen Gestalten, die offensichtlich die Mitbewohner von Manfred sind. In Berlin ist Manni (so der Rufname von Manfred Lehmann, jedenfalls der, unter welchem sein Bruder ihn kennt) nur als Freddie bekannt, und wo dieser besagte Freddie sich gerade herumtreibt oder was er tut, scheint niemand so genau zu wissen. Freddies Freunde verwickeln Frank in eine Reihe fulminanter Ereignisse, und Frank lässt sich treiben, folgt den kuriosen Gestalten, die Freddie zumindest halbwegs zu kennen scheinen, mehr oder minder bereitwillig – immer in der Hoffnung, endlich seinen Bruder Manni wiederzufinden. Doch die Suche gestaltet sich mehr und mehr zu einem Spießrutenlauf…

Fazit
Mit „Herr Lehmann“ und „Neue Vahr Süd“ gelangen Sven Regener zwei von der Presse gefeierte Romane, die sich monatelang in den Bestsellerlisten halten konnten. Mit „Der kleine Bruder“ liegt nun der lang erwartete dritte und letzte Teil der Lehmann-Trilogie vor, der die Frage, was zwischen den beiden „Lebensepisoden“ Bremen und Berlin mit Frank Lehmann geschehen ist, beantwortet.

Die mitunter „harte“ Erzählsprache Regeners in diesem Roman ist anfangs für den einen oder anderen Leser vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, doch wer sich auf den Roman einlässt, wird mit einer äußert amüsanten und nicht weniger kuriosen und kurzweiligen Geschichte belohnt. Sowohl Kenner der ersten beiden Lehmann-Romane als auch „Neueinsteiger“, die eine lustige Handlung mit ungemein interessant angelegten Charakteren zu schätzen wissen, werden an diesem Roman ihre Freude haben.

Achtung, Mama ante portas

Achtung, Mama ante portas von

Inhalt
Daniel, Paul und Matt, 3 erfolgreiche Männer Anfang 30, haben Ihre Mütter längst so weit wie nur irgend möglich aus Ihrem Leben verbannt. Die drei Mütter sind mit diesen Zustand der Mutter-Sohn-Beziehungen alles andere als glücklich und wollen der einseitig durch ihre Söhne beschlossenen Kontaktsperre endlich ein Ende setzen, zumindest vorläufig. Doch wie lässt sich dies am besten bewerkstelligen? Gemeinsam beschließen die drei Frauen den Frontalangriff auf das jeweilige Gästesofa ihrer Söhne. Eine fulminante Geschichte voller Verwechslungen, Missverständnissen und teils heiteren, teils bitterbösen Auseinandersetzungen nimmt ihren Lauf…

Von enttäuschenden One-Night-Stands, ewig nörgelnden Eltern und gescheiterten Beziehungen
Die Geschichte wird aus einer auktorialen Erzählperspektive heraus erzählt, es erfolgt hierbei jedoch ein regelmäßiger Wechsel des Standortes – der Roman schildert die Lebensgeschichte sowie die Ereignisse von und um Matt und Carol, Helen und Paul sowie Gillian und Daniel in 3 unterschiedlichen, weitgehend voneinander unabhängigen Handlungssträngen, welche sich jedoch im Verlauf des Romans an verschiedenen Stellen verbinden und teils aufeinander aufbauen – beispielsweise, wenn auf bereits lang zurückliegende gemeinsame Urlaube der Protagonisten Bezug genommen wird, was jedoch im Verlauf der Handlung dann auch nicht allzu häufig vorkommt.

Im wesentlichen wird das heutige Leben der 3 Twens Matt, Paul und Daniel geschildert. Diese haben in ihrem Leben bereits viel erreicht und brauchen sich etwa um “Banalitäten” wie ihr tägliches Auskommen keinerlei Sorgen mehr machen. Trotzdem wird bei allen 3 Protagonisten eine gewisse Perspektivlosigkeit sowie eine grundsätzliche Unzufriedenheit mit und gegenüber dem von ihnen geführten Leben deutlich. Matt, seines Zeichens Chefredakteur einer schmierigen Männerzeitschrift flüchtet sich etwa in unbefriedigende One-Night-Stands, während etwa Daniel mit seiner zerbrochenen Beziehung nicht fertig wird. Paul hingegen fühlt sich von seiner Mutter bevormundet und hat das Gefühl, seine Mutter, egal was er auch versucht, einfach nicht zufriedenstellen zu können.

So haben alle 3 ihre unterschiedlichen Gründe dafür, nicht mehr Zeit als unbedingt nötig mit ihren Müttern zu verbringen. Als nun die 3 Mütter Carol, Gillian und Helen unangekündigt vor der Haustür stehen, bringt dies Matt, Daniel und Paul natürlich in eine prekäre Lage, denn in dem Leben in welchem sie sich eingerichtet haben, ist für kritische und herumnörgelnde Mütter einfach kein Platz vorhanden.

Fazit
Subjektiver Leseeindruck
William Sutcliffe gelingt mit seinem Roman „Mama ante portas“ ein treffendes und zugleich ungemein kurzweiliges Porträt der sogenannten „Generation Golf“, auch wenn sich dieser Begriff ja meist nur auf die während der 80er-Jahre in Deutschland aufgewachsenen Menschen bezieht, Sutcliffes Roman spielt jedoch in Großbritannien. Er beschreibt in seiner Geschichte um Matt, Paul und Daniel und ihre 3 Mütter amüsant und nachdenklich zugleich die Widrigkeiten und Probleme in Mutter-Sohn-Beziehungen, die den Status von Mutter-Kind-Verbindungen lange verlassen haben. Sein Roman ist hierbei zugleich auf der einen Seite von einem beißenden Humor geprägt, hat dabei jedoch auch durchaus seine nachdenklichen und melancholischen Momente. Ein lesenswertes und ausgesprochen kurzweiliges Buch, welches ich wirklich nur empfehlen kann – sowohl denjenigen, die sich zur Generation der im Buch beschriebenen „Twens“ zählen, als auch jüngeren Lesern sowie Lesern „jenseits der 50“.

Gute Verlierer

Gute Verlierer von

Inhalt
In diesem Kurzgeschichten-Band verbündet sich der Autor ganz ungeniert mit den Verlierern unserer Welt. Egal ob Job-, Sex-, oder sonstige Versager, Klingenberg hat sie alle gern. In kurzen Glossen werden diese Gestalten porträtiert, wobei sie grundsätzlich sympathisch (mal mehr, mal weniger) dargestellt werden.

Von Eltern und Busfahrern
Einen guten Teil seiner Texte hat Klingenberg den Eltern dieser Welt gewidmet. Aber auch Soldaten, Benutzer des öffentlichen Personennahverkehrs, WG-Fanatiker oder bettelarme Autoren kommen zu ihrem Recht. Der Verfasser des Werkes macht auch keinen Hehl daraus, dass er sich mit einem Lächeln im Gesicht in die Schlange der Verlierer einreiht. Man kann ja auch nicht immer gewinnen.

Fazit
Ein nettes Büchlein mit vielen witzigen Ideen, die einem das eigene Verliererdasein etwas erträglicher machen. Denn offensichtlich gibt es in diesem Land Menschen, denen es noch schlechter geht.

Wände aus Papier

Wände aus Papier von Hanno Millesi

Inhalt
In diesem Kurzgeschichten-Band schlüpft der Autor in die Köpfe kleiner Kinder, die ihre Umgebung ganz anders wahrnehmen, als sich das die Eltern so denken. Denn die kleinen Kreischwürste sind extrem misstrauisch und haben gleichzeitig eine ausgeprägte Fantasie.

Babylogik
Millesi gelingt es auf sanfte Art und Weise ein gruseliges Szenario zu erschaffen. Die von einander unabhängigen Kurzgeschichten gehen alle davon aus, dass selbst Babys logisch denken können. Und die überlegen sich folgendes: Warum sprechen meine Eltern mit mir in einer eigenen Babysprache? Warum liege ich im Kinderwagen auf dem Rücken? Solche und andere Fragen werden vom Autor unkonventionell beantwortet.

Fazit
“Wände aus Papier” ist einer der interessantesten und besten Kurzgeschichten-Bände, der in den letzten Jahren in deutscher Sprache erschienen ist und gehört in jedes Buchregal!

Generation Rock

Generation Rock von Frank Schäfer

Inhalt
Niedersachsen ist ein schönes Land. Wenn man nicht gerade Heavy Metal-Fan ist und im hinterletzten Ort in der Lüneburger Heide festsitzt. Dieses Buch erzählt von einem jungen Mann, der seine zu harten Klängen entdeckt und so nebenbei erwachsen wird.

Harte Gitarren
Natürlich hat auch ein Heavy Metal-Fan die üblichen Probleme eines Teenagers. Frauen, Kumpels und Partys kommen in diesem Buch nicht zu kurz. Doch die meisten Gedanken des Protagonisten kreisen um den harten Rock. Wo ähnlich gelagerte Autoren wie oder Florian Illies eher die Popper-Fraktion bedienen, beleuchtet Schäfer in humorvoller Weise den Alltag eines jungen Kuttenträgers in den Achtzigern.

Fazit
Dieses hübsch aufgemachte Büchlein glänzt nicht nur mit unterhaltsamen Anekdoten aus der niedersächsischen Diaspora, sondern liefert echte Nachhilfe für Nicht-Rocker. Und obendrauf gibt es noch eine CD der Band Salem’s Law, in der Frank Schäfer selbst vor vielen Jahren die Axt schwang. Mehr kann der Leser nicht verlangen.

Champagner für Zwei

Champagner für Zwei von , Blanvalet

Mädchen – Du bist zu dick
Als Schauspielerin in Hollywood gibt es nur ein Gesetz. Wenn Du Deine Kleider in 36 kaufst, dann bist Du eindeutig zu dick. Dieser Ansicht ist auch Hamilton Morgan, Ehemann und Manager von Katie Keyes-Morgan, Schauspielerin der Serie Generations. Daher dreht sich Katies Tag eigentlich meist nur darum, was sie essen darf (wenn sie überhaupt essen darf) und wie sie ihrem Mann gefallen kann. Denn der hat so ganz eigene Vorstellungen, wie seine Frau zu funktionieren hat. Und Katie’s Mutter unterstützt ihn dabei voll und ganz.

Die Seriengöttin
Sapphire Rose, die Hauptdarstellerin der Serie Generations, ist von sich selbst mehr als begeistert. Sie macht mit ihren Allüren nicht nur den Kostümbildnern, den Maskenbildnern und den anderen Schauspielern das Leben schwer. Nein, auch ihren Manager Michael Frankle nervt sie unsäglich. Doch da sie seine wichtigste Klientin ist, muss er wohl oder übel all ihre Wünsche erfüllen!

Zwei Seelenverwandte
Katie kann es nicht glauben. Ihr Mann Hamilton hat sie für ihre Konkurrentin Sapphire verlassen, weil er glaubt, dass sie beide Seelenverwandt sind. Katie steht plötzlich so ganz ohne Mann und Zuhause da. Ihre Mutter, die von jeher mehr an Katies Karriere als an Katies Wohlergehen interessiert war, steht natürlich voll und ganz hinter ihrem Schwiegersohn. Katie stünde auf der Strasse, wenn nicht ihre Maskenbildnerin Paige sie bei sich aufgenommen hätte! Und da merkt sie zum ersten Mal, wie viel Spaß das Leben für sie bereit hält. Und schließlich ist da noch der mittellose Autor Michael, den sie in einem Café kennen gelernt hat. Doch ist er auch das, was er zu sein scheint?

Fazit
Ich kannte Courtney Thorne-Smith als Schauspielerin aus den Serien Melrose Place (wo sie mir nicht so sehr gefiel), aus (wo sie mir sehr gefiel) und aus Alle lieben Jim (das ich selten gesehen habe und daher nicht beurteilen kann). Da ich gerne witzige Liebesgeschichten lese und mir die Zusammenfassung gut gefallen hat, dachte ich mir, ich versuche es mal – obwohl meine Erwartung nicht sehr hoch waren was die Schriftstellerin Courtney Thorne-Smith anbelangt. (Dies gilt auch bei Schauspielern, die plötzlich Sänger werden wollen oder umgekehrt – wobei ich damit nicht diejenigen Schauspieler meine, die für eine Rolle singen und dann nie wieder!). Aber zum Thema zurück: Ich hab mir also das Buch gekauft und ich war wirklich positiv überrascht. Die Geschichte ist nett gemacht aber nicht anspruchsvoll, die Dialoge sind witzig und spritzig und das Buch ist leicht zu lesen und verliert sich nicht wie bei vielen anderen Autoren in ewigen Detailbeschreibungen, die die Geschichte nur aufhalten. Für einen Debutroman wirklich gut gelungen. Klar gibt es einige Sachen, die besser gemacht werden können, aber alles in allem ist ihr Schreibstil einfach gut.

Kennen wir uns nicht?

Kennen wir uns nicht? von , Goldmann Verlag

Ein total verkorkster Abend im Jahre 2004
Lexi Smart ist mit ihren Freundinnen unterwegs in einer Karaoke-Bar im Südwesten Londons. Lexi ist 24 Jahre alt und eine kleine Angestellte in einer großen Firma. Ihr Freund, von allen nur Loser-Dave genannt, war nicht wie versprochen im Karaoke-Club erschienen. Lexi ist wütend auf Dave, denn an diesem Abend hätte sie ihn gut gebrauchen können. Für den nächsten morgen war nämlich die Beerdigung ihres Vaters angesetzt. Sie war ihrem Vater nicht besonders nahe gestanden, weil er ihre Mutter verlassen hatte, als Lexi noch klein war. Ab und zu kam er zurück, nur um danach schnell wieder zu verschwinden. Bei einem dieser „Besuche“ war auch ihre 13jährige Schwester Amy entstanden. Ihre Mutter hatte nie aufgehört zu glauben, dass ihr Vater zurückkommen würde. Jetzt steht sie also, leicht angetrunken, in viel zu hohen Schuhen im strömenden Regen um auf ein Taxi zu warten. Als endlich ein Taxi vorbei fährt rennt Lexi los um es aufzuhalten und stolpert. Das letzte was sie sieht ist die Bordsteinkante, die rasend schnell auf sie zukommt.

Böses Erwachen
Als Lexi erwacht, findet sie sich im Krankenhaus wieder. Ihr Kopf schmerzt und sie ist leicht benommen. Im ersten Moment weiß sie nicht mehr, was passiert ist. Doch dann fällt ihr der furchtbare Abend im Karaoke-Club wieder ein. Eine hereinkommende Schwester erklärt sie, sie müsse zur Beerdigung ihres Vaters, die an diesem Tage sein soll. Doch die Schwester erklärt ihr, dass sie ein paar Tage im Koma gelegen hatte. Also hatte sie wohl die Beerdigung ihres eigenen Vaters verpasst.

Der Unfall
Ein Arzt erklärt ihr, dass es ganz normal sei, nach einem Autounfall das Gedächtnis verloren zu haben. Doch Lexi hatte ja gar keinen Autounfall. Oder? Als sie im Krankenzimmer in den Schrank sieht, findet sie eine Tasche von Louis Vitton. Doch wem gehört die? Auch die Designerkleidung im Schrank passt nicht im Mindesten in Lexis Budget? Als sie in den Spiegel sieht, kann Lexi es nicht glauben! Ihre Haare, die immer strähnig waren, sitzen perfekt. Die Fingernägel, die sie sonst immer abkaut, sind wunderschön manikürt. Ihre Figur, die immer etwas füllig war, ist absolut perfekt. Und am besten sind ihre Zähne: war sie früher wegen ihrer überstehenden Zähne nur das Frettchen genannt worden, hat sie jetzt zwei Reihen perfekter, gerade und weißer Zähne! Und auf der Zeitung stand das Datum der Zukunft: 2007!

Alles ist anders
Der Arzt erklärt ihr, dass sie einen Autounfall hatte, bei dem sie sich den Kopf verletzte. So wie es aussieht hat Lexi den Zeitraum zwischen den beiden Kopfverletzungen vergessen! Lexi weiß nicht, was sich in den letzten drei Jahren abgespielt hat. Ihre Freundinnen reden nicht mehr mit ihr, sie ist Abteilungsleiterin in der Firma und dann ist sie auch noch verheiratet! Mit einem Mann, den sie nicht kennt! Doch wer ist der andere Kerl, der Lexi nachstellt und behauptet, sie zu lieben?

Fazit
Die Idee der Geschichte ist sehr witzig. Doch wie in so vielen ihrer Storys übertreibt Sophie Kinsella meines Erachtens ein wenig. Die Hauptfigur ist zwar nicht unsympathisch, doch für meine Verhältnisse ein wenig überzeichnet. An manchen Stellen reagiert sie seltsam, für mich nicht wirklich nachvollziehbar. Aber die Dialoge sind witzig, die Geschichte flüssig geschrieben, der Verlauf ist zwar vorhersehbar aber komisch und die Geschichte hat ein Happy End!

Mitten ins Herz

– Mitten ins Herz

Der siebte Teil der Stephanie-Plum-Reihe

Inhalt
Stephanie Plum hat etwas, was andere Frauen nicht haben. Und das ist nichts gutes. Zumindest nach Ansicht ihrer Mutter: Sie hat einen Job als Kopfgeldjägerin, eine total verrückte Großmutter, einen Hamster der in einer Suppendose lebt und was am schlimmsten ist – sie hat immer noch keinen Mann gefunden! Doch Stephanie ist da anderer Meinung: Sie hat zwei unwiderstehliche Männer die, zwischen denen sie sich nicht entscheiden kann. Und dann hat sie noch ein klitzekleines Problem. Sie soll Eddie DeChooch finden. Eddie ist ein kleiner in die Jahre gekommener Gauner, der wegen Zigarettenschmuggel angeklagt ist. Doch er hat es vorgezogen, nicht zu seiner Verhandlung zu erscheinen. Daher kommt Stephanie ins Spiel. Ihr Vetter Vinnie hatte ihr einen Job als Kopfgeldjägerin in seinem Kautionsbüro gegeben. Daher war sie zuständig für alle Ganoven, deren Kaution Vinnie bezahlt hatte und die danach verschwunden sind.

Der Fall
Also macht sich Stephanie auf die Suche nach Eddie. Leichter gesagt als getan. Eddie ist zwar nicht mehr der jüngste, doch im Untertauchen hat er eine Menge Erfahrung. Denn statt ihn zu finden, findet sie in seinem Schuppen etwas anderes. Eddie scheint vor Waffengewalt nicht zurück zu schrecken. Darauf deutet nämlich die Leiche einer älteren Dame, die Stephanie findet. Da Stephanie bei ihrem Fall nicht weiterkommt bittet sie Ranger um Hilfe. Ranger, ein sehr undurchsichtiger, geheimnisvoller Kollege macht sich sofort auf, um Stephanie zu helfen. Doch in diesem Fall verlangt er eine besondere Gegenleistung. Er möchte eine Nacht mit Stephanie.

Die Verlobung
Das ist allerdings ein Problem, dass Stephanie nicht mit Joe Morelli, Polizist und Stephanies Beinahe-Verlobter, besprechen kann. Joe und Stephanie kennen sich schon seit Kindertagen und ziehen sich immer wieder magisch an. In einer eindeutigen Situation hatte Joe ihr einen Heiratsantrag gemacht. Stephanie war sich nicht sicher, ob sie den Antrag annehmen soll. Für alle Fälle hat sie sich Tinas Brautmoden schonmal ein Hochzeitskleid ausgesucht.

Zu guter Letzt
Wird Stephanie Eddie mit Rangers Hilfe finden? Ist Eddie wirklich in einen Mord verwickelt? Wird Stephanie mit Ranger eine Nacht verbringen? Und was wird aus Joe und der Verlobung?

Fazit
Der siebte Teil der Plum’schen-Reihe ist wieder ein genial gemachter komödiantischer , in dem natürlich auch Grandma Mazur, Lula, Hund Bob und Stephanies Eltern nicht fehlen dürfen. Natürlich gibt es auch wieder einige geschrottete Autos und viele, viele Fettnäpfchen, von denen Stephanie Plum nicht eines ausläßt! Witzig, gut geschrieben, einfach lesenswert.

Tödliche Versuchung

Tödliche Versuchung von , Goldmann Verlag

Der sechste Teil der Stephanie-Plum-Reihe

Inhalt
Die ehemalige Dessousverkäuferin Stephanie Plum steckt im Dilemma. Nicht nur im Privatleben – der Polizist Joe Morelli ist in sie verliebt und möchte endlich eine feste Beziehung mit ihr eingehen, doch da ist auch noch Ranger, gefährlicher und undurchsichtiger Kollege, der für Stephanie nicht nur berufliches Interesse zeigt. Da ist auch noch ihr Job. Sie ist Kopfgeldjägerin beim Kautionsbüro ihres Vetters Vinnie. Sehr zum Leidwesen ihrer Mutter und auch von Joe Morelli, der langsam die Nase voll davon hat, Stephanie ständig aus der Klemme zu helfen, wenn mal wieder ihr Auto in die Luft fliegt. Doch auch in ihrem neuesten Fall muss Joe sie unterstützen.

Der Mord
Denn jetzt ist Ranger angeklagt, einen Mord verübt zu haben. Er soll Homer Ramos getötet haben, den Spross der kriminellsten Familie in ganz Trenton New Jersey. Stephanie und Joe machen sich also auf den Weg, Ranger zu finden. Was gar nicht so einfach ist, denn Ranger kann sich lautlos und schnell bewegen. Und trotz seiner undurchsichtigen Geschäfte und meistens auch nicht immer legalen Aktionen ist Stephanie davon überzeugt, dass Ranger kein Mörder ist.

Familienbande
Doch das wäre ja noch nicht das Schlimmste. Grandma Mazur ist bei Stephanie eingezogen, nach einem Streit mit Stephanies Vater. Um ihrer Mutter einen Gefallen zu tun, passt Stephanie auf sie auf. Doch Grandma Mazur im Auge zu behalten ist schwieriger als einen Sack Flöhe zu hüten. Und dann ist ja auch noch der Hund Bob, den Stephanie aufgelesen hat. Er sehr anhänglich ist, zumindest bei Joe Morelli.

Zu guter Letzt
Es wäre ja nicht Stephanie Plum, wenn bei diesem Fall nicht ein paar Autos explodieren oder zu Schrott gefahren werden. Und wenn sich Miss Plum nicht mindestens ein Duzend Mal von einem Fettnäpfchen ins nächste hangeln würde. Und als sich dann auch noch Ranger bei Stephanie meldet ist das Chaos mal wieder komplett.

Fazit
Es ist mal wieder ein gelungener Streich von Janet Evanovich. Im sechsten Teil wird es wieder lustig, spannend und chaotisch. In gewohnter Manier rennt Stephanie durch die Fettnäpfchen, die immer wieder bereit stehen. Allerdings muss man auch sagen, dass sich die Geschichten langsam wiederholen. Es ist wahrscheinlich sehr schwierig, die Story um Stephanie Plum weiterzuspinnen. Die Ideen sind immer noch gut, allerdings weiß man mittlerweile meist, was gleich passieren wird. Trotzdem ein gutes, schnell lesbares Buch. An langen Winterabende auf alle Fälle gut geeignet, die Zeit zu vertreiben.

Vier Morde und ein Hochzeitsfest

Vier Morde und ein Hochzeitsfest von , Goldmann Verlag

Der fünfte Teil der Stephanie-Plum-Reihe

Inhalt
Kopfgeldjägerin Stephanie Plum jagt Ganoven, die nach der Bezahlung der Kaution das Weite gesucht haben. Den Job hatte sie ihrem Vetter Vinnie zu verdanken. Na eigentlich eher der Tatsache, dass Vinnie sich gerne mit anderen Frauen vergnügte – von Enten ganz zu schweigen – und seine Frau Lucille das besser nicht wissen sollte. Sie hatte durch diesen Job nicht nur den undurchsichtigen Ranger kennengelernt, der immer dann auftauchte, wenn Stephanie in Schwierigkeiten war (und das kam öfter vor, als ihr lieb war), er hatte auch ein persönliches Interesse an ihr. Dies gab allerdings immer wieder Probleme mit Joe Morelli. Stephanie kannte Joe schon seit ihrer Kindheit, da sie zwei Strassen weiter aufgewachsen war. Bei ihrem ersten Fall stand Joe unter Mordanklage und hatte sich dann aus dem Staub gemacht um den richtigen Mörder zu finden. Seitdem waren die beiden ein Paar.

Der Fall
In ihrem neuesten Fall ermittelt Stephanie allerdings in eigener Sache: ihr Onkel Fred, Geizkragen sondersgleichen ist verschwunden. Grandma Mazur weiß genau, was passiert ist: Außerirdische haben Onkel Fred entführt. Doch Stephanie glaubt nicht so Recht an diese Version. Vor allem, als sie Onkel Freds Sachen durchsucht und dabei Fotos von einer Leiche findet. Ganz offensichtlich war der gute alte Onkel Fred in einige ziemlich dubiose Geschäfte verwickelt. Bei den Recherchen erweitert sich Stephanies Bekanntenkreis um einige ziemlich unerfreuliche Gestalten.

Das Privatleben
Stephanie, die nebenbei auch noch für Ranger einige Aufträge erledigt, gerät langsam in Bedrängnis. Joe Morelli möchte ihre Beziehung endlich vertiefen. Und ihre Mutter sähe diese Verbindung auch gerne – im Gegensatz zu Morellis Mutter und Großmutter. Aber auch Ranger möchte seine Beziehung zu Stephanie verändern. Doch was will Stephanie und vor allem wen?

Zu guter Letzt
Bevor sich Stephanie mit ihrem Liebesleben auseinandersetzen kann, muss sie erst einmal den verlorenen Onkel Fred finden. Doch leider verliert sich seine Spur auf dem Geländer einer Müllgesellschaft auf der eine Leiche gefunden wird. Jetzt muss Stephanie schnell sein, um ihren Onkel noch lebend zu finden!

Fazit
Vier Morde und ein Hochzeitsfest ist wieder ein weiterer witziger, spritziger und gut lesbarer Roman von Janet Evanovich! Stephanie Plum ist immer wieder für einen Lacher, ein explodiertes Auto und ein Überraschung gut. Und dieses Buch endet mit einem tollen Cliffhanger was das Liebesleben um Stephanies Männer anbelangt! So hält man die Fans auf Kurs, damit sie sich auf den nächsten Roman in der Stephanie-Plum-Reihe freuen.

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