‘Romane’
Dämonenzeit von Stephan Russbült
Inhalt
Mit dem Prolog und dem ersten Abschnitt bekommt der Leser einen interessanten Einblick in das Wirken der Götter und unsere Abhängigkeit von ihren Launen und Entscheidungen. Amez ist nicht davon überzeugt, dass sein Sohn der ersten Stunde; Baazlabeth, der Prophezeiung gewachsen ist. Trotzdem gibt er ihm eine Chance und lässt ihn gewähren.
Nachdem Baazlabeth im ersten Buch seine Aufgabe, 5000 Goldstücke ehrlich zu verdienen, erledigt hat entschließt er sich trotzdem in Brisenburg zu bleiben um für die Erfüllung einer Prophezeiung zu sorgen. Da er ein Dämon ist und noch dazu ein ziemlich hochmütiger, schaut er dabei nicht rechts und links, sondern glaubt ganz allein zu wissen, wie sich die Prophezeiung zu Gunsten des Schattens und damit für seinen Vater Amez verwirklichen lässt.
Die Jagd nach den Verbündeten
Er versucht, auf seine ganz besonders charmante Art, die sieben Sünden um sich zu scharen und gleichzeitig die sieben Tugenden ausfindig zu machen. Sein ganzer Plan ist auf die große letzte Schlacht der Sieben gegen Sieben ausgerichtet. Dabei entgeht ihm aber, dass nicht alle von ihm ausgewählten Personen nach seiner Pfeife tanzen wollen.
Während der Vorbereitung seines großen Plans bleiben natürlich wieder einige Brisenburger ziemlich leblos auf seinem Weg zurück, denn er ist und bleibt ein Dämon der die Menschen eher als Nahrung, denn als Lebewesen sieht. Als der König endlich gegen die Stadt zieht, um die Bürger für ihre Untreue zu bestrafen, sieht Baazlabeth seine Chance die große Schlacht zu führen. Er ruft alle Brisenburger zu den Waffen und plant ein gigantisches Täuschungsmanöver. Dadurch erwartet er die Prophezeiung zu erfüllen und den Sieg für sich und Amez zu erringen. Leider sieht sein Vater Amez das etwas anders und tut ihm das auch ganz eindeutig kund.
Fazit
Für mich ist das Buch eine wirklich gelungene Fortsetzung von Dämonengold, das man aber durchaus auch als eigenständiges Buch lesen kann. Es liest sich flüssig und ist immer kurzweilig, da Baazlabeth ständig für Überraschungen gut ist.
Er ist herrlich hochmütig und glaubt lange nicht, dass seine Interpretation der Prophezeiung, nicht die richtige sein könnte. Das macht ihn ja fast schon menschlich und irgendwie symphatisch.
Besonders haben mir die spitzen Dialoge zwischen ihm und seinem Humunkulus gefallen. Auch der ziemlich schräge Humor und die Gedankenspielereien, die Baazlabeth immer wieder durchspielt wenn ihm etwas nicht passt , sind es wert das Buch zu lesen. Auf jeden Fall eins der wenigen Bücher, die ich noch mindestens einmal lesen werde.
Die Prophezeiung der Schwestern – Michelle Zink
Inhalt:
Es ist das Jahr 1890:
Lia und Alice, zwei Zwillingsschwester die verschiedener nicht sein könnten.
Nachdem der verwitwete Vater plötzlich sehr mysteriös stirbt, merkt Lia wie sich ein Zeichen auf ihrem Arm bildet und so beginnt der eigentliche Teil der Prophezeiung.
Außer ihrer Tante Virginia haben die beiden Mädchen und der kleine Bruder Henry niemanden mehr.
Sie wohnen in einem Haus auf dem Land, sind ziemlich wohlhabend und besuchen zwei mal in der Woche die Stadt, um dort am Unterricht teilnehmen zu können.
In der Stadt begegnet Lia auch Sonia und Luisa, die ebenfalls das Zeichen auf dem Arm tragen.
Mit ihnen lüftet Lia das Geheimnis der Prophezeiung und die Mädchen versuchen diese zu beenden.
So kommt es auch dazu, dass die Schwestern nicht miteinander sondern gegeneinander kämpfen.
Nebenbei spielt sich die Liebesgeschichte zwischen Lia und ihrem zukünftigem Ehemann James ab.
Fazit:
Das Buch hat mich schon am Anfang ganz in seinen Bann gezogen.
Die ganze Spannung, die in jedem Kapitel aufgebaut wird, lässt mich dazu veranlassen das Buch nur schwer aus der Hand zu legen.
Der Schreibstil passt zu der Zeit in der sich die Geschichte abspielt sehr gut, so konnte man sich auch ziemlich gut in die Personen hinein versetzen.
Auch die verschiedenen Genres die in dem Buch stecken (Fantasy, Historisches, Liebesroman und Freundschaft) überraschten mich zum Positiven hin, auch wenn Fantasy eigentlich nicht so mein Ding ist, fand ich das Buch gut.
Was mich an manchen Stellen jedoch gestört hat, war die ständige Wiederholung der Prophezeiung in jedem einzelnen Kapitel. In jedem Kapitel kamen neue “Verbündete” hinzu, denen man die ganze Prophezeiung noch einmal erzählen musste, darauf hin wussten die “Verbündeten” wieder etwas, was die Hauptpersonen nicht wussten. Das Prinzip war also immer ziemlich gleich oder ähnelte sich zumindest, was ich ein wenig langatmig fand.
Auch die Beziehung der Schwester war mir manchmal nicht ganz so klar, zuerst Wut und Hass über die Schwester und dann im entscheidenden Moment plötzlich doch Liebe?! Das war meiner Meinung nach manchmal etwas verwirrend.
Ansonsten fand ich aber, dass es ein tolles Buch ist und richtet sich wohl an Mädchen,a ber auch an Jungen ab dem zwölften Lebensjahr.
Hexe Lilli und das Geheimnis der Mumie, Knister
Inhalt
Leon, Lilli’s kleiner Bruder hat sich den Arm gebrochen. Lilli macht noch Witze darüber, weil der Arzt im Krankenhaus Ägypter war und sie sofort an Mumien denken musste. Bei Leon sieht es ja ungefähr genauso aus – eben nur am Arm.
Also nimmt sich Lilli ein Buch über das alte Ägypten, das sie mal von ihrer Oma geschenkt bekommen hatte und schmökert ein bisschen darin. Später stellt sich heraus, dass sogar in einem Museum ganz in ihrer Nähe eine Mumien-Ausstellung stattfindet. Mama ruft sofort Lilli’s Klassenlehrerin, Frau Grach an, um ihr vorzuschlagen, mit den Kindern einen Ausflug dorthin zu unternehmen. Frau Grach ist sofort hellauf begeistert und solch ein Ausflug wird organisiert.
Vorher bereiten sich die Kinder im Unterricht aber noch sehr gut vor. Irgendwann ist dann der Tag des Ausflugs gekommen. Die Kinder werden von einem Museumpädagogen begrüßt und herumgeführt. Sie werden sogar in eine Höhle geführt, die darstellen soll, wie es im Inneren einer Pyramide aussieht. Und dann beginnt ein spannender Vortrag des Führers – er liest aus dem Tagebuch eines Mumienforschers vor, der die Mumie, die im Museum ausgestellt ist, gefunden hat. Die Schüler horchen gespannt zu – und dann geht es auch schon weiter.
Die Schüler werden in einen Ausstellungsraum geführt. Hier sehen sie die Mumie. Und der Führer erklärt ihnen, dass die Mumie ein Geheimnis umgibt. Als der Forscher sie gefunden hat, war sie nämlich gar nicht im Sarkophag, sondern saß einfach in einem Seitengang. Niemand kann sich erklären, wie die Mumie dahin gekommen sein könnte. Immerhin kann sie nicht selbst dorthin gelaufen sein, weil ihr Herz und Lungen entnommen und in einem Gefäß aufbewahrt wurden. Es wurde aber auch kein Skelett gefunden, sodass man hätte vermuten können, dass ein Diener evtl. mit eingeschlossen wurde, der die Mumie bewegt hätte.
Rätsel über Rätsel – die Wissenschaft hat keine Antwort darauf. Aber Lilli weiß schon genau, was sie zu tun hat. Sie nimmt sich einfach Sand mit aus der Ausstellung – dieser stammt ja noch aus der Wüste, von der Ausgrabungsstätte der Mumie. Mit Hilfe dieses Sandes will sie sich mit dem Hexenreisespruch über 100 Jahre zurück hexen – in das alte Ägypten, um so das Geheimnis der Mumie zu lüften – sie kommt dem Geheimnis sogar auf die Schliche – jedoch hätte man solch einen Ausgang niemals vermutet…
Fazit
Das zehnte Buch in der Hexe Lilli-Reihe. Der Humor kommt wieder nicht zu kurz – es ist doch immer zu lustig, wie Lilli ihren kleinen Bruder veräppelt. Die Geschichte ist mit 118 Seiten länger als viele vorherige Hexe Lilli Geschichten. Ich finde auch, dass es diesmal relativ lang gedauert hat, bis Lilli wirklich gehext hat und bei der Mumie war.
Erst im letzten Kapitel kommt die Hexerei und die Spannung beginnt so richtig. Wenn man die vorherigen Hexe Lilli-Bücher gelesen hat, weiß man, dass sie normalerweise schon am Beginn des Buches hext und dann ein aufregendes Abenteuer erlebt. Hier war das leider ein bisschen anders.
Hexe Lilli im Fußballfieber, Knister
Inhalt
Lilli interessiert sich ganz plötzlich für Fußball – aber wie kommt es dazu? Ganz einfach, sie hat sich verliebt – in Andreas, den besten Fußballspieler ihrer Schule. Sie lernt alles Mögliche über Fußball aus Büchern und sieht sich jedes Spiel im Fernsehen an. So erhofft sie sich, bei den Gesprächen von Andreas und seinen Freunden mitreden zu können, um sich so interessanter für ihn zu machen – bisher hat er sie nämlich noch gar nicht wahrgenommen.
Es funktioniert alles auch ganz gut – Lilli wird dank ihres umfangreichen Wissens sogar zur persönlichen Beraterin der Sportlehrerin Frau Grach gewählt. Es gibt nämlich wieder die alljährlichen Stadtmeisterschaften im Fußball für alle Grundschulen – und Lilli’s Schule will natürlich diesmal den Pokal mit nach Hause nehmen.
Lilli ist super im Beraten und freut sich schon auf das Spiel – und auf jedes Training, weil sie so immer bei Andreas sein kann. Aber der hat sie immer noch nicht richtig wahrgenommen. Doch dann kommt ihr ein Vorschlag ihres kleinen Bruder Leons ganz gelegen: Er und sein Freund Tobias möchten auf ein Länderspiel, weil Tobias‘ Vater mehrere Freikarten hat. Doch dann hat der Vater keine Zeit mehr und es muss sich jemand Erwachsenes finden, der mitkommt.
Lilli hat die Idee, dass sie doch Andreas mitnehmen könnten – und seinen Vater als Begleitperson, weil der auch so interessiert an Fußball ist. Gesagt, getan. Beim Länderspiel kommen sich Lilli und Andreas dann auch näher. Wenig später sind die Stadtmeisterschaften. Lilli’s Schule hatte gute Chancen – doch leider haben Andreas und zwei andere sehr gute Spieler Mumps bekommen und können nicht spielen. Am Ende muss sogar noch Lilli mitspielen – und dabei ist sie gar nicht so gut. Aber mit einigen Tricks und ein bisschen Hexerei versucht sie, alles so zu drehen, dass ihre Schule irgendwie gewinnt. Wird sie es schaffen?
Fazit
Das neunte Buch der Hexe Lilli-Reihe. Diese Geschichte hat mir nicht so gut gefallen. Gut geschrieben war sie mal wieder – wie man es auch schon von Knister gewohnt ist. Aber die Geschichte an sich war für mich weniger interessant – wahrscheinlich, weil es hier nur um Fußball ging und man auch Einiges an Fachwissen erklärt bekommt – für jemanden, der sich für Fußball interessiert mit Sicherheit ein schönes Buch, aber für jemanden, der nichts damit am Hut hat nicht so passend – aber man liest es natürlich trotzdem, um alle Bücher der Hexe Lilli gelesen zu haben.
Im hinteren Teil sind auch noch einige Fußballtricks erklärt und mit Zeichnungen untermalt: “Der magische Tunnel”, “Torschützenkönig” und “Knoten ins Bein”. Die Geschichte ist mal wieder schön illustriert von Birgit Rieger.
Das Buch ist mit 118 Seiten auch wesentlich dicker als man es von Hexe Lilli-Büchern gewohnt ist.
Brigitte Riebe: Der Kuss des Anubis:
Brigitte Riebe, geboren 1953, ist promovierte Historikerin und arbeitete zunächst als Verlagslektorin. Zu ihren bekanntesten historischen Romanen zählen “Schwarze Frau vom Nil”, der große Mittelalterroman “Pforten der Nacht” und der erfolgreiche erste Jakobsweg-Roman “Straße der Sterne”. Zuletzt erschien bei Diana der Roman “Die Hexe und der Herzog”. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München.
Inhalt:
Miu, die eigentlich Mutemwija heißt, lernt durch Zufall einen Jungen namens Tutanchamun kennen, dieser später zum Pharao von Ägypten wird.
Da hört Miu, dass der Pharao in großer Gefahr ist und ermordet werden soll und so sehen sich Miu und Tutanchamun wieder und verlieben sich in einander. Auch wenn der Pharao schon eine schwangere Gemahlin hat und Miu niemals eine Zukunft mit dem Pharao haben wird, treffen sich die beiden immer wieder.
Doch nicht nur der Pharao hat Gefühle für die kleine Miu, sondern auch der entfernte Verwandte Ani, der Miu in jeder Lage zu helfen versucht.
Fazit:
Das Buch enthält mehrere Genres, zum einen gibt es einen kleinen Krimi und eine Liebesgeschichte, man erfährt aber auch viel über das alte Ägypten, die Götter und die Berufe und Schichten im alten Ägypten.
Der Schreibstil ist ziemlich ungewöhnlich meiner Meinung nach und man muss sich erst ein wenig rein lesen. Ich finde aber er passt zum Thema sehr und gibt dem Buch noch etwas Realistisches und Spannendes.
Aber trotz der detaillieren Beschreibungen mancher Dinge, konnte ich mir nicht wirklich alles vorstellen und nachvollziehen, das liegt vielleicht aber auch daran, dass ich nicht sonderlich viel über das alte Ägypten weiß und mir somit alles ziemlich neu erschien.
Öfters wurde aber auch lange drum herum geredet, was für mich persönlich sehr nervig war.
In jedem Kapitel wird noch einmal Spannung aufgebaut und eine Frage offen gelassen, so das man sich einfach gezwungen fühlt weiter zu lesen.
Das Buch ist im Großen und Ganzen ein spannender und packender Jugendroman und für alle Jugendlich ab zwölf Jahren zu empfehlen. Ich bezweifle, dass der Roman Erwachsene anspricht, weil er sich einfach eher an Jugendliche richtet.
Meiner Meinung nach ist „Der Kuss des Anubis“ ein schönes Buch für einen gemütlichen Abend.
Nina’s größter Wunsch von Nan Inger Östman
Inhalt
Das kleine Mädchen Nina ist ein wenig traurig. Sie hätte so gerne einen Hund. Aber ihre Mutter erlaubt ihr nicht, einen Hund zu halten und ihr Vater als Seemann ist nicht oft zu Hause. Und da hat doch ausgerechnet der Hund ihrer Freundin Welpen bekommen. Und in einen hat Nina sich unsterblich verliebt. Den möchte sie unbedingt haben. Sie geht die Welpen auch ständig besuchen.
Nach und nach werden sie jedoch alle verkauft, bis nur noch einer übrig bleibt – Herkules. Den möchte Nina unbedingt haben. Glücklicherweise kommt dann ihr Vater von der See wieder. Gleich am zweiten Tag nach seiner Ankunft spricht sie ihn auf Herkules an und er verspricht, mit Nina’s Mutter zu sprechen. Aber Nina rechnet schon fest damit, dass sie Herkules bekommen wird. Aufgeregt radelt sie zu ihrer Freundin, um ihr die freudige Nachricht zu überbringen und sich den Welpen zu reservieren.
Doch dann erfährt sie, dass Herkules gerade abgeholt wurde. Nina ist enttäuscht und radelt sofort wieder nach Hause. Da erzählt sie aber ihren Eltern nichts davon, sondern läuft davon und versteckt sich. Die Eltern suchen sie, jedoch erfolglos. Nach Stunden geht der Vater nochmal los und entdeckt Nina schließlich doch noch.
Er lässt sich die ganze Geschichte erzählen – wie traurig Nina ist, dass sie Herkules nicht bekommt. Dabei hat sie sich doch so sehr einen Hund gewünscht, dass sie nicht mehr so viel alleine ist. Sie gehen zurück nach Hause und sprechen nicht weiter darüber.
Ein paar Tage später wollen die Eltern mit Nina einen Ausflug an einen Badesee machen. Nina freut sich auch schon, obwohl sie immer noch traurig darüber ist, dass sie Herkules nicht bekommen hat. Doch die Idee mit dem Badesee war nur vorgeschoben – in Wirklichkeit wollen die Eltern mit Nina zu einem Hundezüchter fahren, der gerade Terrier Welpen bekommen hat. Also fahren sie dorthin und Nina soll sich einen Welpen aussuchen. Doch ihr Herz ist trotzdem noch schwer – sie verliebt sich sofort in die kleinen Terrier und fühlt sich schlecht, weil sie Herkules so schnell ersetzen würde. Wird sie am Ende einen dieser Welpen bekommen? Oder wird sie sogar durch einen Zufall doch noch ihren Herkules bekommen?
Fazit
Eine niedliche Geschichte von Nan Inger Östmann, illustriert von Rosemarie Winklmair. Die Geschichte ist realistisch und ergreifend mit einem Happy-End. Das Buch ist einfach geschrieben, perfekt für Leseanfänger und untermalt mit wunderschönen Zeichnungen, die die Geschichte perfekt abrunden – also auch zum Vorlesen super geeignet.
Mini, die kleinste Katze der Welt von Alfons Schweiggert
Inhalt
Christian und Stefanie sind schon ganz aufgeregt. Sie dürfen auf eine Katzenausstellung gehen – und das ohne ihre Eltern, weil die keine Katzen mögen. Durch Zufall gewinnt Stefanie auch noch ein Kätzchen.
Als die Kinder mit dem Kätzchen, was sie Mini taufen, nach Hause kommen, sind die Eltern geschockt und wollen den Kindern zuerst gar nicht erlauben, die Katze zu behalten, weil sie, wenn sie groß ist zu viel Platz wegnimmt, Haare verliert und die Möbel kaputt machen könnte.
Aber sie können dann doch überzeugt werden, Mini wenigstens so lange zu behalten, bis sie groß ist. Mini hat das gehört – und sie ist eine ganz besondere Katze. Sie beschließt, einfach nicht mehr zu wachsen. Im Gegenteil, sie schrumpft sogar – bis sie so klein ist, dass sie in eine Streichholzschachtel passt.
Da kommt dem Vater eine Idee: Er lädt die Presse ein, um sie über die kleinste Katze der Welt berichten zu lassen. Ein Reporter möchte Mini neben einer Maus fotografieren, um den geringen Größenunterschied dem Leser zu verdeutlichen. Doch weil die Maus auf Mini los stürmt, erschreckt Mini und läuft zur Haustür raus.
Sie kommt am Zirkus vorbei mit den ganzen großen Raubkatzen, bis sie schließlich den Stadtrand erreicht. Plötzlich kommt auch noch ein riesiger Hund angerannt, der hinter ihr her hetzt. Aber anstatt ihr etwas zu tun bringt er sie zu seinem Frauchen – einer netten Frau, die streunende und herrenlose Katzen aufnimmt und pflegt.
Die Frau ist verwundert über diese winzige Katze und beschließt, sie zu behalten. Mini freundet sich auch gleich mit den anderen Katzen an. Christian und Stefanie hingegen sind ganz unglücklich und möchten unbedingt ihre Mini wieder haben. Wenn sie sie doch nur finden würden. Der Vater schaltet sogar eine Anzeige in einer Zeitung – und die Kinder basteln Plakate, die sie an Bäume hängen. Wird Mini am Ende wieder nach Hause kommen?
Fazit
Ein niedliches Buch, sehr gut für Erstleser oder zum Vorlesen. Auf der ersten Seite sind auch noch viele Katzen abgebildet, bei denen die jeweilige Rasse dabei steht und es gibt sehr viele bunte Zeichnungen im Buch.
Die Geschichte an sich ist süß geschrieben und auch leicht verständlich. Realitätsnah ist sie jedoch nicht – immerhin weiß jeder, dass eine Katze, nur, weil sie es möchte, nicht schrumpfen kann, bis sie in eine Streichholzschachtel passt.
Aber mit ein bisschen Phantasie kann man sich das auch ganz gut vorstellen und immerhin ist es ein Buch für Kinder, da muss nicht unbedingt alles wie im echten Leben sein. Am Ende des Buches geschieht sogar noch etwas ganz Besonderes – aber das wird hier in meiner Kritik nicht verraten…
Hexe Lilli und das wilde Indianerabenteuer, Knister
Inhalt
Lilli ist mal wieder total im Wild-West-Fieber. Wie schon im vorherigen Buch liest sie über Cowboys und Indianer. Sie hatte sich vor ein paar Monaten ja bereits in den Wilden Westen gehext und hatte dort geholfen, eine Diebesbande ins Gefängnis zu bringen.
Von diesem Trip hatte sie damals eine Tasche mitgebracht, sodass sie sich jederzeit wieder an diesen Ort zurückhexen kann – immerhin hatte sie dort viel Spaß und sie hatte auch viele Freunde gefunden.
Eines Nachts, als bereits alle schlafen, hext sie sich also mit Hilfe der Tasche aus dem Wilden Westen in Zilli Concarne’s Vorratsraum im Saloon – doch diesmal ist es anders. Der Vorratsraum ist leer – nicht eine Flasche Whiskey steht dort und von draußen hört sie auch keine Geräusche. Also beschließt Lilli, herauszufinden, was da wohl vor sich geht.
Aber weit kommt sie nicht, denn sie wird niedergeschlagen, sobald sie den Raum verlässt – von ihrer Freundin Zilli. Aber natürlich nicht mit Absicht. Sie erfährt schließlich von Zilli, dass die Bewohner Ärger mit den Indianern haben (Und Lilli hat diesmal ihr Pocahontas-Kostüm an und ein Stirnband mit Feder auf dem Kopf, weil sie eigentlich ein spannendes Abenteuer bei den Indianern erleben wollte).
Sie erfährt, dass die Indianer alle Lieferungen, die in die Stadt kommen, abfangen und ausrauben. So gibt es keinen Whiskey mehr, keinen Tabak, ja sogar die Windeln und Lollis für die Kinder wurden gestohlen. Doch die Menschen haben sich das nicht gefallen lassen und sind gegen die Indianer vorgegangen. Sie haben ihre Pferde grün angemalt, haben ihnen das Wasser abgeschnitten und eines ihrer Zelte mit stinkendem Fisch entweiht.
Und das, obwohl die Indianer bestritten haben, für die Diebstähle verantwortlich zu sein – diese Dinge wurden auch nie bei den Indianern gefunden, so oft auch jemand aus der Stadt spioniert hat. Lilli weiß sofort, dass hier etwas faul sein muss. Wenn die drei Tornados nicht im Gefängnis wären, würde sie es denen zutrauen. Also reitet sie mit Zilli zu den Indianern, um mit diesen zu reden – und auch, um einige ihrer Freunde zu suchen, die ausgezogen sind, die zu den Indianern wollten, um mit diesen zu reden und schon wochenlang verschwunden sind. Doch die Indianer sind natürlich gar nicht begeistert über diesen Besuch. Werden Lilli und Zilli es schaffen, alles noch zum Guten zu wenden? Und wer steckt wohl wirklich hinter den Diebstählen?
Fazit
Das achte Buch der Hexe Lilli – eine spannende Geschichte aus dem Wilden Westen. Man erfährt Einiges über Indianer – sehr gut geschrieben von Knister, illustriert von Birgit Rieger. Nicht nur etwas für Hexen-Liebhaber, sondern auch Indianerfans. Am Ende des Buches gibt es auch noch ein paar Indianertricks. Ein absolut empfehlenswertes Buch!
Hexe Lilli im wilden Wilden Westen, Knister
Inhalt
Lilli liest gerade ein richtig spannendes Buch über Cowboys im Wilden Westen. Doch auch ihr kleiner Bruder Leon möchte mehr darüber wissen und so kommt es, dass Lilli ihm aus dem Buch vorliest – bis ihre Mutter zum Essen ruft.
Da erfährt sie dann auch von diesem Buch und weil sie der Meinung ist, dass Geschichten über Männer, die um sich schießen und in denen es viele Leichen gibt nicht gut für Kinder sind, nimmt sie Lilli kurzerhand das Buch weg. Lilli ist darüber total enttäuscht, weil sie unbedingt lesen wollte, wie es weiter geht.
Sie reimt sich alle möglichen Ausgänge der Geschichte zusammen, aber das ist natürlich nicht das Gleiche, wie die Geschichte zu lesen. Also beschließt sie, sich zu den Cowboys in den Wilden Westen zu hexen. Sie weiß nur noch nicht, welchem Gegenstand sie für ihren Hexentrick benutzen soll – immerhin muss es etwas sein, was aus der damaligen Zeit ist.
Auf dem Weg zur Schule sieht sie dann eine Werbung für einen Whiskey, der schon uralt ist. In einem Spirituosenladen bekommt sie zwar nicht diesen Whiskey verkauft, aber sie kommt ins Gespräch mit dem Besitzer, der ganz stolz erzählt, dass er noch alte Whiskey-Flaschen von seinem Großvater hat – aus dem Jahre 1886 – also genau die richtige Zeit und der richtige Ort.
Mit dieser Flasche ausgerüstet hext sie sich also nachts, als alle schon schlafen, zu den Cowboys. Sie landet im Vorratsraum eines Saloons – der Saloon gehört Zilli Concarne, einer taffen Frau, die so spitze Stöckelschuhe hat, dass sie selbst bösen Wichten damit so durch die Stiefel treten kann, dass diese tagelang Schmerzen haben.
Lilli erfährt, dass die Stadt von drei Ganoven bedroht wird – den drei Tornados. Sie rauben ständig die Postkutsche aus und so ist das ganze Dorf erbost darüber, dass sie ihre Waren nicht bekommen. Zilli bekommt keinen Whiskey, der Bestatter keine Leichenhemden, das Schlimmste jedoch ist, dass die neue Kirchenglocke, die der Pfarrer extra zur Überraschung für die Bürger bestellt hat, auch gestohlen wird. Die Leute beschließen also, gegen die Tornados vorzugehen und ihre Sachen zurückzuholen. Hier schaltet sich auch Lilli ein. Sie will helfen, die Ganoven zu überführen und die geklauten Sachen zurückzuholen. Beeindruckend zeigt sie, wie gut sie schießen kann – aber natürlich nur mit Hexenkugeln, mit denen sie immer trifft. Und sie müssen gar nicht lange warten, da kommen auch schon die Tornados in die Stadt, um den Leuten die geklauten Sachen zu verkaufen. Wird Lilli helfen können, die Tornados einzubuchten und werden die Leute ihre gestohlenen Sachen wieder bekommen?
Fazit
Das siebte Abenteuer von Hexe Lilli. Mal wieder absolut gelungen. Die Geschichte ist spannend erzählt und es gibt viel zu erfahren über Cowboys – auch wenn Lilli eine Hexe ist, ist dies eine Geschichte, die auch für Jungs interessant sein kann!
Am Ende des Buches gibt es zwei Cowboytricks: Ein Entfesselungstrick und einen Knotentrick.
Hexe Lilli und der Weihnachtszauber, Knister
Inhalt
Weihnachten steht vor der Tür. Lilli und Leon freuen sich schon – nur ihre Mutter ist nicht ganz so begeistert. Sie sagt, dass früher an Weihnachten alles viel schöner war und man auch in der Schule mehr Zeit für Weihnachten hatte. Die ganze Weihnachtsstimmung gebe es heutzutage gar nicht mehr.
Das finden Lilli und Leon auch sehr schade. Das ist natürlich ein Grund für Lilli, um zu überlegen, wie sie einen Weihnachtszauber herhexen kann. Es fällt ihnen schon auf, als sie in der Stadt waren, dass die Menschen alle hektisch waren, einer den anderen angerempelt oder umgerannt hat, die Verkäufer sind unfreundlich und gestresst, der Kaufhaus-Weihnachtsmann hat eigentlich gar keine Lust auf seinen Job und ist immer nur schlecht gelaunt… Da kommt natürlich keine festliche Stimmung auf.
Nachdem sie im Schuhgeschäft auch noch von der Verkäuferin angemeckert wurden, gehen Mama, Lilli und Leon lieber wieder – unter solchen Umständen kann man sich natürlich nicht auf Weihnachten freuen. Da ist es ja nur gut, dass Lilli ihr geheimes Hexenbuch hat und sich auch schon einige schöne Zaubereien für die Weihnachtszeit herausgesucht hat. So verwandelt sie die Schuhe im Schuhgeschäft in Weihnachtsschuhe, die reißenden Absatz finden und die Leute freuen sich, so schöne Schuhe gekauft zu haben. Im Nu ist der Laden leer gekauft.
Aber das war eigentlich gar nicht Lilli’s Absicht. Es ging mal wieder nur um’s Kaufen und Verkaufen – weihnachtliche Stimmung ist in dem Trubel natürlich nicht aufgekommen. Aber wenigstens schafft es Lilli erst mal, in der Schule für ein bisschen weihnachtliches Flair zu sorgen. Sie überredet ihre Lehrerin, dass man doch das Klassenzimmer schmücken könnte, Plätzchen essen könnte und jeden Tag trägt jemand ein Gedicht vor oder es wird ein Lied gesungen u.s.w. Über diesen Fortschritt ist Lilli schon ganz froh – das löst allerdings noch nicht ihr Problem, dass es generell weihnachtlicher werden sollte. Aber mit ein paar weiteren guten Ideen wird sie Weihnachten bestimmt noch retten können…
Fazit
Auch das fünfte Buch der Hexe Lilli ist wieder eine richtig süße Geschichte. Wenn man sie liest, denkt man sofort an Weihnachten und ist direkt in Weihnachtsstimmung. Knister ist ein toller Autor und ich finde, dass die Hexe Lilli-Bücher die besten Bücher sind, die er geschrieben hat.
Spannend, humorvoll und lehrreich – in diesem Buch sind auch noch einige Weihnachtsgedichte genannt und am Ende vom Buch gibt es noch einen Tipp, wie man sich ein bisschen Weihnachtszauber mit einem einfachen Tannenzweig nach Hause holen kann.
Das zweite Extra ist Weihnachtsschmuck zum Ausschneiden und aufhängen. Einfach eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte mit tollen Extras.
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