Rezension.org - "Wilddiebe und Kritiker kennen keine Schonzeit"
rezensionen

‘Thriller’

Der Seelenbrecher

Der Seelenbrecher von Sebastian Fitzek

Inhalt

“Zum Glück war alles nur ein Traum. Sie war nicht nackt. Und ihre Beine waren auch nicht an diesen vorsintflutlichen Gynäkologenstuhl gesfesselt, während der Wahnsinninge auf einem verrosteten Beistelltisch seine Instrumente sortierte”
Mit diesen Sätzen beginnt der vielleicht schockierenste des berliner Autors Sebastian Fitzek, der von Fans und auch Kritikern gleichsam schon als der neue Star des deutschen Psychothrillers bezeichnet wird.

Ohne Vorgeplänkel geht es in “Der Seelenbrecher”  direkt zur Sache und der Leser taucht in eine Geschichte ein, die einen so schnell nicht mehr loslassen wird.

Ein ungewöhnliches Experiment

Das Experiment, zu dem ein Universitätsprofessor in eine alte Klinik einlädt, klingt einfach. Die Probanden sollen in Anwesenheit des Professors eine Patientenakte lesen, wofür sie mit einer Aufwandsentschädigung entlohnt werden. Doch spätestens nach dem ersten Kapitel wird den Teilnehmern mulmig zumute: Die Patientenakte ließt sich eher wie ein gruseliger und befasst sich mit einem mysteriösen Mann, den die Presse nur den Seelenbrecher getauft hat.

Die Kritik und das Unverständnis über dieses Experimentes bei den Probanden wird größer und schließlich bleibt nur noch ein junges Paar übrig, das sich, wenn auch mit einem komischen Gefühl, an das Lesen dieser ungewöhnlichen Patientenakte macht. Und mit ihnen der Leser des Buches selbst.

Ein Kampf ums Überleben

Aus Sicht des mysteriösen Patienten einer Luxusklinik namens Caspar beginnt Fitzek seine eigentliche Erzählung. Caspar leidet unter einer totalen Amnesie. Niemand weiß, wer er wirklich ist und er trug auch keinerlei Personalien bei sich, als man ihn zusammen mit seinem Hund in der Nähe der Klinik liegend gefunden hatte.
Das einzige, was ihm einen möglichen Rückschluss über seine ungewisse Identität gibt, sind seltsame Visionen, die er nicht richtig deuten kann. Außer dem Personal sind noch zwei andere Patienten in der privaten Klinik: Linus, ein ehemaliger Musiker, der völlig verwirrt in einer eigens ausgedachten Sprache kommuniziert und die alte Dame Greta, die ein Faible für Rätsel hat und gespannt die Meldungen im Fernsehen über den Seelenbrecher verfolgt, dessen letztes Opfer erst kürzlich vestorben ist. Am Abend vor Weihnachten wird dann ein weiterer Patient eingeliefert.

Als der Leser noch mitten dabei ist, die Hauptcharactere kennenzulernen und über die Bedeutung Caspars seltsamer Visionen zu rätseln, schneidet ein Schneesturm die Klinik völlig von der Außenwelt ab. Plötzlich kommt der begründete Verdacht auf, dass es sich bei dem neuen Patienten um den berüchtigten Seelenbrecher handelt und es folgt eine Nacht, in der es einzig und allein ums Überleben geht.

Fazit

Auch bei “Der Seelenbrecher” bleibt Fitzek seiner gewohnten Linie treu. So werfen sich auch in dieser Geschichte immer wieder neue Fragen auf und wer denkt eine Antwort gefunden zu haben, wird meist nur wenige Seiten später getäuscht. Durch kurze Kapitel und schnelle Szenenwechsel, an deren Ende Fitzek mit seinen plötzlichen Wendungen den Leser zum Weiterlesen motiviert, treibt Fitzek den Leser wie gewohnt mit einem hohen Erzähltempo durch das Buch.

Fast jedes Kapitel endet so spannend, dass man einfach weiterlesen muss. Sprachlich merkt man zudem deutlich, wie sich Fitzeks  flüssiger Schreibstil weiterentwickelt hat. Im Gegenteil zu vielen anderen Autoren verzichtet er auf die Streckung seiner Geschichte durch endlos lange und meist überflüssige Passagen, nur um eine hohe Seitenzahl zu erreichen und dies wird wieder einmal mehr belohnt – man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, denn es geht in der Handlung Schlag auf Schlag.

Die Idee von Fitzek, diese Patientenakte von zwei Probanden lesen zu lassen, hätte wohl  besser nicht sein können. Durch wiederkehrende Einblicke in deren Überlegungen, werden Fragen geklärt, die sich auch dem Leser des Buches zwangsläufig stellen mussten. Der Leser fühlt sich so, als wäre er einer von ihnen und würde gemeinsam mit ihnen nach der Lösung des Rätsels suchen.
Dabei bleibt – fast schon typisch für die Romane von Sebastian Fitzek – das Ende bis zum furiosen Finale undurchschaubar, da auch die Patienten in der Klinik sich gegenseitig verdächtigen und das Misstrauen wächst. Und so stellt man sich immer wieder die Frage: Was ist Fiktion, was Realität? Wer ist hier der Gute, und wer verbirgt ein dunkles Geheimnis? Wer ist wirklich der Seelenbrecher? Und natürlich: Was hat es mit Caspars Vergangenheit auf sich?

Fitzek in Bestform

Sebastian Fitzek ist mit “Der Seelenbrecher” zudem wieder einmal mehr ein Psychothriller gelungen, der nicht mit dem Ende der Geschichte endet sondern noch lange nachhallt. Es ist des weiteren eindeutig seine grausigste. Lediglich ein paar arge Strapazierung des Zufalls in der Geschichte lassen diesen Thriller der Extraklasse ein paar Prozentpunkte einbüßen. Aber nichts desto trotz:
Wer auf rasante und mysteriöse Psychothriller steht, wer wirklich mal ein Buch mit Spannung von der ersten bis zur letzten Seite lesen möchte, wird den Kauf dieses Buches nicht bereuen. Garantiert!

Cobra

von Richard Preston

Vorbemerkung

Der Autor Richard Preston schreibt in seinem Vorwort zu dem 1997 erschienenen Roman, daß es sich um einen “Tatsachen-” handele, d.h. daß das im Roman verwendete Szenario der potentiellen Ermordung vieler Menschen durch den Einsatz von Biowaffen – in diesem Fall durch einen Virus –  einen wahren Hintergrund besitze. Im Verlauf des Romans wechseln sich die Handlung und Hintergrundinformationen über biologische Waffen auch immer wieder ab – diese wissenschaftlichen Exkursions-Kapitel werden “Unsichtbare Geschichte” genannt. Zur zusätzlichen Unterstützung dieses “Reality”-Charakters befindet sich hinten im Buch auch ein fünfseitiges Glossar mit den wichtigsten wissenschaftlichen bzw. technischen Begriffen des Romans. Auf dem rückseitigen Cover erwähnt der Verlag zudem, daß Präsident Clinton nach dem Lesen des Romans so beunruhigt gewesen sei, daß er seinen Geheimdienst beauftragte, die genannten Sachverhalten zu prüfen.

Inhalt

Die Geschichte beginnt damit, daß eines Tages, Ende der 90er Jahre ein 17jähriges Mädchen in New York trotz offenbarer starker Erkältungssymptome dennoch zur Schule geht, wo sich ihr Zustand schnell weiter verschlechtert und binnen weniger Stunden so dramatische Züge annimmt, daß sie in einer Art epiliptischen Anfalls verstirbt. Da die Symptome sehr verdächtig sind, wird Alice Auston, eine Epidemologin in Georgia, beauftragt, bei der Autopsie dabei zu sein, um zu prüfen, ob es sich um einen Einzelfall handelt. Bei der Autopsie entdeckt sie, daß irgendetwas das Gerhin des Mädchens in sehr kurzer Zeit so zerstört hat, daß es nicht mehr richtig untersucht werden kann. Sie veranlaßt, daß alle Krankenhäuser beauftragt werden, ähnliche Fälle sofort zu melden. Und tatsächlich tauchen weitere Opfer auf, die auf den ersten Blick nichts miteinander gemeinsam haben. Fieberhaft

Neben den wissenschaftlichen Kapiteln “Unsichtbare Geschichte” gibt es einen weiteren Handlungsstrang, in dem der Leser von zwei amerikanischen Waffeninspektoren (Littleberry und Hopkins) erfährt, die im Irak versuchen, geheime Produktionsstätten zu entdecken und bei ihren Überprüfungen auf verdächtige Labore stoßen, es aber nicht schaffen, diese zu untersuchen, sondern stattdessen nicht nur in Gefahr geraten, sondern auch ausgewiesen werden.

Die Situation eskaliert relativ schnell, und so wird ein Krisenzentrum und Krankenhaus auf einer Insel vor New York eingerichtet, während parallel in der Stadt fieberhaft nach der Quelle des Virus gesucht wird, bevor es alle Bewohner auf die gleiche elende Weise zugrunde richtet wie die ersten Opfer.

Fazit

Die Handlung ist sehr interessant, der Leser wird jedoch von den ständig eingestreuten wissenschaftlichen (allerdings einfach formulierten) Hintergrundinformationen vielfach abgelenkt, so daß ein richtiges “Eintauchen” in die eigentlich spannende Geschichte kaum möglich ist, sondern eher wie eine “kalte Dusche” wirkt. Die Intention des Autors, die Allgemeinheit auf die Gefahr biologischer Waffen hinzuweisen, ist mit Hilfe eine fiktionalen Romans als Rahmenhandlung sicherlich sehr gut, aber es wäre vielleicht sinnvoller gewesen, die Handlung kontinuierlich ablaufen zu lassen und die Hintergrundinformationen an den Anfang oder das Ende des Buches zu stellen oder beispielsweise auch optisch deutlich von der Handlung abgehoben (bspw. durch Einfügen von Textkästen o.ä.) darzustellen. Die Charaktere sind gut und realistisch dargestellt, jedoch wird der Leser leider nur an wenigen Stellen von diesen so vereinnahmt, das er mit diesen mitfühlt.

Insgesamt jedoch ein empfehlenswertes Buch.

Kein Entkommen

– Kein Entkommen, erschienen im Ullstein Verlag

Vielleicht ist der Name Linwood Barclay nicht allgemein geläufig, aber der US-Autor hat sich in den letzten Jahren zu einem der besten -Autoren überhaupt entwickelt. Seine Bücher, allen voran In Todesangst und Ohne ein Wort, sind Bestseller und – was sehr wichtig ist – spannend bis zur letzten Seite. Vor allem, was gute bzw. Krimis auszeichnet, man hat als Leser so eine Ahnung wie alles ausgeht, bzw. wer der Täter ist, muss sich dann auf den folgenden Seiten aber neu orientieren. Es folgt die nächste Ahnung und eine weitere. Und noch eine. Und am Ende ist man doch überrascht. So macht Lesen Spaß.

In diesen Tagen ist das neue Barclay-Taschenbuch Kein Entkommen im Ullstein-Verlag erschienen. Es ist 570 Seiten stark. Wie heißt es so schön auf dem Klappentext: „Sonne, Softeis, Kinderlachen. Ein Familienausflug in den Vergnügungspark, da ist sich David sicher, wird seinem Sohn Ethan gefallen und seine Frau Jan aufheitern. Doch dort verschwindet Jan in der Menge und taucht nie wieder auf. Wie kann es sein, dass die Überwachungskameras des Parks nur David und Ethan zeigen? Plötzlich steht David unter Mordverdacht…“

Das ist das so genannte Setting des Romans. Nun wäre einiges möglich in dieser Geschichte. Die Hauptperson könnte sich tatsächlich alles ausgedacht haben. Oder die depressive Gattin hat sich das Leben genommen. Oder sie ist durchgebrannt. Die Situation ansich ist fraglos fürchterlich. Man stelle sich einmal vor, es passiert einem so etwas. Realistischer ist, dass man von einer Person, die man liebt oder zumindest mag, enttäuscht wird, dass man sie falsch eingeschätzt hat. In extremer Form passiert dies in dieser Geschichte. Was nach dem Verschwinden der Ehefrau in dem Vergnügungspark passiert, soll hier nicht vorweg genommen werden. Diesmal ist es allerdings etwas anders, als in den anderen Barclay-Romanen. Es gibt relativ früh eine Erklärung für alles und man hat als Leser nun die Aufgabe mit dem Protagonisten David und seinem Sohn mitzufiebern. Denn natürlich ist er unschuldig – so viel sei vorab verraten. Ein wenig enttäuschend ist im Vergleich zu den anderen Büchern des Autors das Ende. Es wirkt künstlich. Wobei hier nicht die Auflösung des Falles gemeint ist, sondern was anschließend als weitere Auflösung zu lesen ist.

Fazit:

Das Ende ist ein wenig enttäuschend und wirkt künstlich. Und allgemein hat Kein Entkommen nicht die Klasse von Ohne ein Wort. Es handelt sich aber dennoch um ein sehr gutes Buch. Und Linwood Barclay ist ein Autor, den es zu Entdecken lohnt. Fragt sich, wann die erste Verfilmung eines seiner Romane kommt…

Die Chemie des Todes

Die Chemie des Todes –

Inhalt:

Die Zeit des Zerfalls einer Leiche kann man unter anderem anhand der Maden erkennen, welche in dem verwesten Körper schlüpfen. Die Maden wandern vom Körper aus in einer Reihe immer weiter Richtung Süden. Genau auf so eine Ansammlung von Maden treffen die Brüder Neil und Sam am Rand eines Waldes. Aus lauter Neugier folgen sie den Weg der Maden zurück und stoßen dabei auf eine nackte und verweste Leiche.

Die Mutter der beiden Jungen erzählt dem neuen Landarzt David Hunter, dass sie denke, dass es sich bei der Leiche um Sally Palmer handle. Während die Polizei die Leiche aufsucht, macht sich David Hunter auf den Weg zur Farm von Sally Palmer, um nach dem Rechten zu sehen. Dort angekommen, findet er ein verlassenes Haus und den toten Hund von Sally vor und ruft daraufhin die Polizei, um eine Vermisstenanzeige aufzugeben.

Einen Tag später konfrontiert die Polizei David mit seiner Vergangenheit als forensischer Anthropologe. Diesen Job in London hatte er nach dem Tod von seiner Frau und seiner Tochter aufgegeben, um in Manham als Landarzt neu anfangen zu können. Zurück erinnert an die damaligen Ereignisse, beginnen ihn erneut Alpträume zu plagen. Widerwillig stimmt er zu, bei der Identifizierung der Leiche zu helfen. Mithilfe eines Fingerabdrucks, kann die Leiche als Sally Palmer identifiziert werden.

Als eine weiter Frau aus dem Dorf vermisst wird, machen sich alle Bewohner auf, um nach ihr zu suchen. Bald schon müssen sie jedoch feststellen, dass der Mörder sich im Wald besser auskennt als sie.

Unterdessen freundet sich David mit der neuen Lehrerin Jenny an. Die beide fühlen sich verbunden und haben sofort einen Draht zueinander. Als die Leiche der zweiten Frau gefunden wird, entdeckt die Polizei, dass der Mörder seine Leiche mit toten Tieren markiert. Die Leiche von Sally Palmer hatte Schwanenfedern auf dem Rücken und im Bauch der zweiten Leiche befanden sich Hasenbabys. Während die Bewohner das Dorfes sich gegenseitig verdächtigen, schwebt Jenny in großer Gefahr. Wird David sie noch retten können und wird die Polizei den Mörder fassen können?

Fazit:

Mit sowohl schlichtem Cover als auch prägnantem Titel stößt einem „Die Chemie des Todes“ von Simon Beckett sofort ins Augen. Das Buch beginnt mit einem Bericht über die Verwesung von Leichen und auch im weiteren Verlauf erfährt man viel, was mit dem Körper nach dem Tod passiert.

Der Protagonist David Hunter, ein ehemaliger forensischer Anthropologe, schildert dem Leser die Ereignisse, die in dem kleinen Dorf Manham geschehen. Wie sich ein Dorf gegenseitig misstraut und ein kranker Mörder nacheinander Frauen entführt und sie dann ausbluten lässt. Die Geschichte wird zum größten Teil aus der Sicht von David Hunter erzählt und nur manchmal werden die Gedanken der entführten Frauen geschildert. Diese Perspektive ermöglicht dem Leser bis zum Schluss zu rätseln, wer der wahre Täter ist.

Genauso erging es mir beim Lesen. Wenn ich dachte ich wüsste, wer der Mörder ist, stellte sich schnell raus, dass er es nicht ist. Das Ende hat mich dann umso mehr überrascht und zugleich fasziniert. Ein sehr gut gelungener , der einen garantiert zum Gruseln bringt.

Der Rache süßer Klang

Der Rache süßer Klang –

Inhalt:

Bei einer Beerdigung auf einem Friedhof in Western Florida hat sich heimlich eine Frau eingeschlichen. Sue Conway. Sie schwört Rache zu nehmen, an allen, die ihr etwas angetan haben. Ihre Rache beginnt damit, den taubstummen 12 jährigen Alexander Quentin Vaugh zu entführen. Sie will so an Geld kommen, um ihre Rache noch zu versüßen.

Schnell wird klar, dass die Entführung nicht nur um Geld, sondern aus Rache an Mr. Vaugh begangen wird. Doch Sue muss ihren Plan ändern, denn ein Mann namens James droht, sie zu finden und zu töten. Sue versteckt sich mit Alec, den sie unter Medikamente setzt, in einem Frauenhaus, dem „Hannover House“.

Währenddessen heuern die Eltern von Alec einen alten Freund der Familie an, einen Privatdetektiv, um ihren Sohn zu finden. Ethan Buchanau macht sich auf die Suche nach Alec. Währenddessen nimmt Dana Dupinsky, die Leiterin des „Hannover House“ Sue und Alec, welche sich als Jane und Eric ausgeben, ohne Zögern auf und ahnt nicht, in welcher Gefahr sie sich befindet.

Dana ist eine sehr hilfsbereite Frau, die sich um das Wohl der andere Frauen kümmert und für sie sogar Papiere fälscht, damit sie einen Neuanfang wagen können. Doch bei Jane und ihrem Kind kommen ihr Zweifel. Eric liegt den ganzen Tag nur im Bett und scheint nichts zu essen. Auch die anderen Frauen im Frauenhaus machen sich Sorgen um Eric. Einigen ist Jane, alias Sue, von Anfang an suspekt.

Über eine Drohmail versucht Ethan und sein Kollege Clay die Entführer ausfindig zu machen. Die Drohmail und einige Überwachungsvideos führen Ethan nach Chicago. Am Bahnhof von Chicago, trifft Ethan auf Dana, die gerade auf die Ankunft einer neuen Bewohnerin wartet. Die beiden fühlen sich vom ersten Augenblick an stark zueinander hingezogen und versuchen, trotz ihren „Aufgaben“, Zeit für einander zu finden. Trotz aller Bindung erzählt Ethan Dana nichts von der Entführung und Dana erzählt Ethan nicht, dass sie in einem Frauenhaus arbeitet.

Ethans Lösung scheint nahe zu sein, doch wird er sie auch entdecken, bevor es zu spät ist? Unterdessen tötet Sue weitere Menschen auf ihrer Racheliste, auf der auch Dana bald steht.

Fazit:

„Der Rache süßer Klang“ ist einer von vielen Thrillern von Karen Rose. Karen Rose gibt dem Leser in ihren Bücher nicht nur die Sicht von einer Person, sondern lässt ihn auch an den Gedanken anderer, z.B. dem Mörder, teilhaben. So bekommt der Leser ein umfassendes Bild der Geschehnisse und der einzelnen Charaktere. Der einfach Satzbau führt zu einem leichten Lesefluss und überanstrengt den Leser nicht, wie manche andere Werke.

Die zu Beginn des Buches aufkommende Spannung erleidet im Hauptteil jedoch einen kleinen Tiefpunkt. Die eigentliche Entführung und die Morde geraten, in Anbetracht der aufkommenden Liebesbeziehung zwischen den zwei Protagonisten, in den Hintergrund, was ich persönlich zum Teil eher als störend empfunden habe. Eine Liebesgeschichte in einen einzubauen ist ja schön und gut, aber wenn mehr als 30% des Buches nur darum geht, wirkt es eher abschreckend.

Die Geschichte um die Entführung des taubstummen Jungens ist jedoch wunderbar ausgedacht und sehr gut umgesetzt. Das Ende gefällt mir persönlich wieder recht gut, da man erst ziemlich spät die wahren Gründe der Entführung erfährt und die meinem Anfangsverdacht nicht entsprochen haben. Alles in allem aber ein recht guter Thriller.

Splitter

“ von Sebastian Fitzek

 Inhalt:

Marc Lucas hat auf tragische Weise seine Frau Sandra und sein ungeborenes Kind bei einem Autounfall verloren. Er selbst trägt als Verletzung aus dem selbst verschuldetem Autounfall lediglich einen Splitter im Nacken mit sich. Marc will das alles einfach nur vergessen. Verzweifelt meldet er sich auf einen Zeitungsanzeige, in der ein Institut verspricht, beim Vergessen von traumatischen Erinnerungen zu helfen. Die Psychiatrische Privatklinik Bleibtreu sucht Teilnehmer für einen psychiatrischen Versuch. Sie wollen die schlechten Erinnerung des Menschen löschen und ihn dadurch von seinem Trauma befreien. Das einzige was sie aufgeben müssen, ist ihre gesamte Identität. Marc lehnt das Experiment nach einigen Untersuchungen ab. Ahnt jedoch nicht, welche Konsequenzen dies auf sein Leben hat.

Als er nach Hause kommt, passt sein Schlüssel nicht in die Wohnungstür, sein Auto ist weg und als sich dann die Tür von seiner Wohnung öffnet, steht dort seine verstorbene Frau, die ihn jedoch nicht zu erkennen scheint. Verzweifelt versucht er herauszufinden, was geschehen ist und begibt sich zur Bleibtreu-Klinik. Dort muss er jedoch feststellen, dass das Gebäude verschwunden ist. Stattdessen trifft er dort auf Emma, eine Frau die ihn zu kennen scheint, auch wenn sie sich noch nie begegnet sind. Emma spricht von einer Verschwörung. Und tatsächlich, mit der Zeit deutet alles darauf hin, dass Marcs Schwiegervater und seine verstorbene Frau hinter allem stecken. Aber warum sollten sie das tun?

Marc wendet sich an seinen Bruder Benny, der vor kurzem aus der Psychiatrie entlassen wurde, in die er wegen einem Selbstmordversuch gehen musste. Doch auch Benny, der unter dem Helfersyndrom leidet, scheint ein Geheimnis zu haben. Verliert Marc nun wirklich den Verstand? Auf der Suche nach der Wahrheit muss er erkennen, dass die Erinnerung einen immer einholen kann und nicht alles so ist wie man es zu denken glaubt.

Fazit:

Auf den ersten Blick wirkt das Buch sehr düster und dramatisch. Schon allein das Cover und der Titel versprechen Spannung pur. Der Aufbau des Buches mit seinen relativ kurzen Kapitel macht das ganze sehr übersichtlich.

Von Beginn an leidet man mit dem Protagonisten Marc Lucas, der Frau und Kind und nun scheinbar auch seinen Verstand verloren hat. Man fiebert mit ihm mit und möchte herauszufinden, was hinter allem steckt.

Sebastian Fitzek schafft es jedoch, einen die meiste Zeit im Dunklen zu lassen. Erst am Ende geht einem ein Licht auf und man scheint das Chaos um die „Verschwörung“ verstehen zu können.

Ein wirkliches gelungenes Buch von einen sensationellen Autor. Ein wie er im Buche steht.

Sie

Sie von

Inhalt:

Paul Sheldon ist ein äußerst erfolgreicher Schriftsteller mittleren Alters. Seinen Ruhm verdankt er vor allem der Liebesromanserie über seine Heldin “Misery Chastain”. Paul allerdings will mit dieser kitschigen Reihe endlich abschließen und schreibt einen neuen Roman mit dem Titel “Schnelle Autos”. Wie jedes Mal wenn er schreibt, zieht er sich in ein Hotelzimmer zurück und fährt nach der Beendigung nach Hause.

Auf dem Weg nach Colorado gerät er in einen Blizzard, kommt von der Fahrbahn ab und stürzt in einen Abgrund. Als er wieder erwacht, findet er sich in einem Bett wieder. Die ehemalige Krankenschwester Annie Wilkes hat ihn gefunden, befreit und in ihr abgelegenes Farmhaus gebracht. Paul hat schwere Beinbrüche erlitten und ist nur knapp mit dem Leben davongekommen. Zufälligerweise ist Annie sein größter Fan. Sie liebt die Misery-Romane über alles und empfindet es als Ehre, ihren Lieblingsschriftsteller gesund pflegen zu dürfen. Annie erklärt, dass wegen des Blizzard die Straßen gesperrt sind und die Telefonleitung kaputt ist, Paul kann also niemanden informieren.

Nach den ersten Tagen bei Annie merkt Paul zu seinem Entsetzen, dass seine Verehrerin eine Stalkerin ist. Zudem bekommt sie oft urplötzlich Wutanfälle. Er ist ihr hilflos ausgeliefert und wird mit Medikamenten abhängig gemacht. Richtig dramatisch wird es, als Annie das aktuelle Misery-Buch kauft und liest, dass ihre verehrte Heldin dort sterben muss. Paul muss um sein Leben fürchten …

Vom Fan zur Furie

Nicht nur Hollywoodstars, auch berühmte Schriftsteller können Stalker haben. Stephen King weiß, wovon er da schreibt, und hat mit “Sie” einen größtenteils fesselnden geschaffen, der vor nichts zurückschreckt – so muss der Protagonist im Laufe der Handlung mehrere Körperteile lassen. Wegen solcher und ähnlicher Szenen ist der Roman absolut nichts für schwache Nerven. Besonders reizvoll bei King ist die immer gegebene Möglichkeit, dass alle wichtigen Personen sterben, ein glücklicher Ausgang ist nie gesichert.

Das Setting beschränkt sich fast ausschließlich auf Annie Wilkes Haus und dort auf Pauls Zimmer. Trotzdem versteht es der Autor, den Leser an sich zu binden. Paul Sheldon ist eine recht sympathische Figur, deren Gedanken man hautnah miterlebt. Annie Wilkes ist ein gelungener Bösewicht, einerseits eine  äußerst gefährliche Psychopathin, die düstere Geheimnisse in sich birgt, andererseits neigt sie auch zur Melancholie und man hat in manchen Momenten beinah Mitleid mit dieser einsamen Frau, deren Leben sich auf Farm und die Misery-Reihe konzentriert. Ihre fanatische Liebe zu Paul Sheldon zeigt sich mal in aufopfernder Pflege und mal in drastischen Folterszenen, wenn sie sich von ihm enttäuscht fühlt. Etwas langatmig sind die seitenlangen Passagen aus Pauls Feder, die zwar Authentizität suggerieren, aber zu weit von der eigentlichen Handlung wegführen.

Fazit:

Sehr dramatischer Thriller, der nichts für schwache Nerven ist. Vor allem die Darstellung der Annie Wilkes ist faszinierend und der Ausgang ist bis kurz vor Schluss ungewiss. Zwar nicht Kings bester Roman, vor allem dank übertriebener Abschweifungen, aber eine sehr lohnenswerte Lektüre, wenn man harten Stoff verträgt.

Das Evangelium nach Satan

Das Evangelium nach Satan

Das Buch:

Die Protagonisten Maria Parks ist Profilerin beim FBI und besitzt seit einem Unfall  übernatürliche Fähigkeiten.  Sie erlebt Visionen, in denen Sie sich im Körper eines anderen Menschen befindet, sehr oft sieht Sie Mordopfer in ihren letzten lebenden Minuten vor dem nahenden Tod.

Maria wird zu einem Fall beordert, es geht um vier vermisste Nonnen, doch Maria kann diese nur noch ermordet vorfinden. Alle Nonnen wurden an ein Kreuz genagelt und starben einen qualvollen Tod.  Maria kann und will diesen Fall nicht auf sich beruhen lassen,  ihre Ermittlungen führen Sie immer tiefer in eine sehr alte Sekte, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das Satans Evangelium bekannt zu machen und somit die Herrschaft über die Katholische Kirche zu erlangen. Nach vielen Jahrhunderten steht die Sekte kurz davor, ihr Vorhaben durchzusetzen und Satan die Welt besitzen zu lassen.

Im Jahre 2006 verschwinden in Maine vier junge Kellnerinnen und die ermittelnde Assistentin des Sheriffs. Maria übernimmt diesen Fall, durch ihre Fähigkeiten ist es ein leichtes für Sie, Serienkiller zu jagen. Sie findet die Leichen der Frauen in kurzer Zeit in der Ruine einer sehr alten Kapelle mitten im Wald. Ermordet wurden die Frauen auf gleiche Weise wie die Nonnen.  Doch diesmal ist der Mörder auch noch am Tatort, er trägt das Zeichen Satans. Nur in letzter Sekunde können Marias Kollegen sie aus der Gewalt des Täters befreien. Sie bringen ihn zur Strecke, doch bei der Autopsie entdecken sie fürchterliches.

Nur wenige Tage später erfährt der Vatikan von der Sache, vom Kardinal selbst wurden die Frauen auf den Weg geschickt. Sehr schnell erkennt der Kardinal, dass die Sekte kurz davor ist, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen.  Der Vatikan beauftragt also seinen besten Exorzisten, er muss in die USA fliegen und den Fall, gemeinsam mit Maria Parks, aufklären. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Fazit:

Das Evangelium nach Satan bietet alles, was das -Herz begehrt – Verschwörungstheorien, Übernatürliches und gute Profilerarbeit.

Das Buch holt am Anfang zwar etwas weit aus, aber das ist sehr gut so. Die Grundidee startet mit Jesus, der vom Glauben abfällt, schon die ersten Seiten gestalten dieses Buch mehr als spannend.

Die erzählte Geschichte, die den Leser an unterschiedliche Orte der Welt führt, über die Tempelritter bis hin zu alten isolierten Klöstern, macht die Sache umso interessanter. Der eine oder andere Rückblick in die Vergangenheit ist zwar etwas viel des Guten, auch ein oder zwei Visionen weniger hätten nicht geschadet. Aber trotzdem ist das Buch durchgehend solide und macht Spaß.

Wer sich in die Geschichte eingelesen hat, wird die 656 Seiten ohne Probleme in kurzer Zeit verschlingen.

Panic

Mark T Sullivan – Panic

Das Buch:

Der alte Jäger Pawlett spürt, dass in den Wäldern British Columbia, im Norden Kanadas, etwas nicht stimmt. Die Tiere reagieren nicht wie üblich ängstlich, sondern sehr aggressiv. Er beschließt die Wälder für eine ganze Zeit zu meiden, doch sein Vorhaben muss er sofort wieder verwerfen. Er arbeitet für eine Firma, die regelmäßig stillgelegte Holzfällercamps kontrolliert, also muss er, gegen seinen Willen, wieder in die Wälder ziehen.  Mitten im tiefen Wald trifft er auch einen brutalen Mörder, der einen schneeweißen Anzug trägt und somit voll und ganz mit dem Schnee eins werden kann.

Kurze Zeit später macht sich eine Gruppe von Jägern auf den Weg, in den gleichen Waldabschnitt, unter ihnen auch die Hauptperson Diana  Jackman, sie ist von Beruf Software-Entwicklerin und Kind eines Indianers. Aufgrund Ihrer Abstammung kennt sie sich in den Wäldern auch wie niemand sonst aus und sucht Abstand von ihrer gescheiterten Ehe.  Kaum ist die Gruppe im Wald angekommen, gehen die grausamen Morde los. Einer nach dem anderen wird auf unbarmherzige Art getötet. Und die Gruppe rund um Diana sitzt, mitten in der Vollkommenheit der kanadischen Winterlandschaft, auf dem Präsentierteller.

Eines Tages begreift Diana, dass nur sie es mit dem Killer aufnehmen kann. Sollte Sie es nicht schaffen, den Killer aus dem Weg zu räumen, sind alle ihrer Gruppe dem Tod geweiht. Es wird Zeit, dass Diana wieder zu „Little Crow“ wird, die Kleine Krähe, wie sie in Ihrer Kindheit genannt wurde und sich auf ihre angeborenen Instinkte verlässt. Sie nimmt den brutalen Wettlauf mit der Zeit und dem Killer auf…

Fazit:

Das Buch verspricht eine Menge und hält aber nicht alles. Der Autor Mark T. Sullivan erzählt die Geschichte in der „Ich-Perspektive“ Dianas. Die Idee ist wirklich gut, aber leider wirkt die Umsetzung ab und zu etwas langatmig.  Der schnelle Rhythmus der Geschichte wird durch ihre Retroperspektive ausgebremst und die Flashbacks in die Vergangenheit wirken zum Teil verwirrend. Wichtig sind sie aber auf jeden Fall, sonst würde man die mystischen Komponente aus Dianas Vergangenheit nie zusammen setzen können.

Alles in allem ist PANIC ein annehmbares Buch und lässt sich schnell lesen. Die Morde werden bis ins kleinste Detail beschrieben und hinterlassen eine Gänsehaut beim Leser. Wer sich allerdings einen spannenden im Stil von TOXIC erwartet, wird enttäuscht.

PANIC ist empfehlenswert für alle, die keine großen Ansprüche an einen Thriller stellen, für Fans von Mark T. Sullivan ist dieses Buch aber leider ein bisschen enttäuschend.

2666

Ein Buch über Deutschland:
>2666< von

Seit Jahren werden im nordmexikanischen Santa Teresa an der Grenze zu den USA Frauen vergewaltigt und abgeschlachtet. Diese ununterbrochene und unaufgeklärte Serie ist der Angelpunkt von fünf ineinander verflochtenen Handlungen, die fünf verschieden lange Teile des Buches bilden.

Ein Deutscher in Mexiko

Im ersten “Teil der Kritiker” befreunden sich in Europa vier Literaturwissenschaftler, die das Werk des deutschen Romanschreibers Benno von Archimboldi erforschen: ein Spanier, ein Franzose, eine Engländerin und ein Italiener, der im Rollstuhls sitzt. Drei von ihnen reisen nach Mexiko, wo sich der ewig unsichtbare Autor befinden soll. Dort treffen sie im zweiten Teil auf einen Kollegen in der Literaturwissenschaft: Amalfitano, der nach der Trennung von seiner Frau aus Spanien auswanderte, nun an der Universität von Santa Teresa lehrt und um das Leben seiner erwachsen werdenden Tochter fürchtet.

Mexiko grenzt an die Vereinigte Staaten

Im dritten Teil reist Oscar Fate, der Reporter einer New Yorker Schwarzenzeitung, nach Santa Teresa, um über einen Boxkampf zu schreiben. Er stößt auf die Mordserie, jedoch interessiert das seine Zeitung nicht. Er selbst war offensichtlich schon irgendjemandem zu neugierig geworden, kann sich aber noch rechtzeitig über die Grenze flüchten. Der vierte Teil spielt hauptsächlich in Santa Teresa selbst – diese fiktive Stadt soll Ciudad Juárez nachempfunden sein. Die Mordserie dort wird Fall für Fall in polizeiberichthafter Trockenheit erzählt. Weiterhin geht es um Drogenbosse, Filz, Prostitution, erfolglose Ermittlungen und einen Deutschen, der als Hauptverdächtiger jahrelang im Gefängnis sitzt, ohne dass man ihn verurteilen würde. Im letzten “Teil von Archimboldi” lernen wir die Geschichte des legendär-phantomhaften Autors kennen, der im Krieg in Russland und Rumänien war, danach durch die Welt streift und seine Manuskripte beim Verleger Bubis in Hamburg abliefert, wodurch er über die Jahrzehnte langsam bekannt und beachtet wird. Das Werk klingt harmlos mit Pückler-Eis aus.

Lateinamerika und Deutschland

Bolaño erschafft in einer meist schmucklosen und trockenen Sprache eine Welt von ungeheurer epischer Breite, die Lateinamerika besser und greifbarer darstellt als jeder Reiseführer. Da ist das Verhältnis zum Gringo-Nachbarn im Norden, der bewundert und gehasst ist. Da sind die Billiglohnfabriken in der Stadt, die treibende Kraft der Wirtschaft, welche für null Arbeitslosigkeit sorgen, aber gleichzeitig Anziehungspunkt für tausende Arme aus dem Süden sind. Da ist der unbeschreibliche Schlendrian in der Polizei, die Verquickung aller Mächtigen von alteingesessen über neureich bis zu den Drogenhändlern. Da ist die Korruption, stärker als jede öffentliche Hand, die hoch in die Politik und tief hinter die dicksten Gefängnismauern reicht. Dazu kommt das für den Lateinamerikaner faszinierende, weit entfernte, aber durch verschiedene Bezüge bekannte Deutschland, z. B. durch Auswanderer nach dem Krieg oder als Land der Dichter und Denker. Zur Weltliteratur adelt sich das Werk auch durch viele eingestreute Geschichten nicht nur aus dem Leben der handelnden Personen. So entsteht ein ausuferndes Geflecht wie in einem Pynchon-Roman.

Fazit

Bolaños letztes Buch

Dass es das endgültige letzte Werk von Bolaño ist, liegt daran, dass jener kurz vor der Veröffentlichung, kaum fünfzigjährig, an schwerer Krankheit starb. Einigen Ecken des Werks merkt man an leichten sprachlichen Stilbrüchen an, dass die letzte Überarbeitung noch fehlte. Außerdem gruppierte Bolaño das Werk kurz vorm Erscheinen in die erwähnten fünf Teile um, wie er im Vorwort erwähnt.

Seite < 1 2 3 ...7 8 9 10 11 12 13 14 15 >
rezension
rezensionen