Nintendo 3DS
Nintendo 3DS
3D ohne Brille. Nintedo ist mit seinem neuesten Handheld ein Geniestreich gelungen.
Der 3DS ist bisher in zwei Farben, einmal “Kosmos-Schwarz” und “Aqua-Blau” erhältlich. Er verfügt über zwei Außenkameras für 3D Bilder, eine Innenkamera, ein Mikrofon und einen neben dem Steuerkreuz einen neu vorhandenen “Steuerknüppel”.
Im Paket enthalten ist natürlich auch ein Ladekabel und wenn es schneller gehen soll, auch eine Ladestation. Selbstverständlich ist auch ein Nintendo Stick / Touchpen für den Touchscreen vorhanden.
Eine neue Beilage sind bei dem 3DS eine SD-Karte und die “AR-Karten” (englische Abkürzung für “Erweiterte Realität”), die man für eine der vorinstallierten Softwares benötigt. Diese wären die “Nintendo 3DS – Kamera”, der “Nintendo 3DS – Sound”, ein “Mii-MAKER”, die “StreetPass Mii-LOBBY”, die eben schon genannten “ARGAMES Erweiterte Realität”, das andere Spiel “FACE RAIDERS”, ein “Aktivitätslog” und eine Datums- und Zeitanzeige.
Des Weiteren kann man die “Gesundheits- und Sicherheitsinformationen” aufrufen.
Durch Updates soll später noch ein Internetbrowser und ein Shop hinzugefügt werden. Bei dem ersten, schon erschienenden Update, gibt es ein 3D Video für den 3DS.
“ARGAMES”: Durch die Außenkameras werden die AR Karten erkannt, welche dann Figuren und Minispiele auf die angesehene Oberfläche, wie z.B. Tisch, oder Bett, projizieren. Minispiele wären z.B. “Mini-Billiard”, oder “Angeln”.
Bei “FACE RAIDERS” können mit den Kameras Gesichter aufgenommen werden und diese gilt es dann zu bekämpfen während sie wortwörtlich um einen herum schwirren und mit der Kamera verfolgt werden müssen.
Befindet sich das System im Standby Modus können per Schrittzähler Münzen gesammelt werden, die in Minispielen und auch in einigen 3DS Spielen ausgegeben werden können.
Mit dem “Nintendo 3DS – Kamera” Programm können Bilder gemacht und bearbeitet werden. Dieses gilt ebenso für den “3DS – Sound” für Tonaufnahmen. Mit dem “Mii-MAKER” können eigene “Miis”, Spielfiguren, erstellt werden und über den “Streetpass” mit anderen Spielern getauscht werden.
Abspielbar auf dem 3DS sind natürlich die neuen 3DS Spiele, welche man auch in 2D spielen kann, indem man den 3D Effekt ausschaltet. Alle Nintendo DS Spiele und voraussichtlich auch alle Nintendo DSi Spiele.
Die 3D Technik ohne Brille dürfte bei einigen Spielern Skepsis ausgelöst haben, aber wenn man es einmal selber erlebt, ist man über jeden Zweifel erhaben.
Die 3D Technik funktioniert indem zweimal dasselbe Bild etwas versetzt projiziert wird und so die Bildtiefe erzeugt wird. Der 3D Effekt funktioniert auch so gut, dass man in bei einigen Effekten z.B. in Spielen auch mal vor dem Bildschirm zurück schreckt, aus Angst, man könnte etwas abbekommen.
Leider ist auch hier, genau wie im Kino, die Effizienz der Effekte und deren Einsatz von Spiel zu Spiel unterschiedlich.
Schwächen bei der Technik sind natürlich, dass jeder Mensch unterschiedliche Augen hat und somit auch anders auf den Effekt reagiert bzw. diesen anders wahrnimmt.
Hierfür hat der 3DS einen Tiefenregler, mit dem jeder sich den 3D Effekt individuell anpassen kann, oder auch ausschalten kann, wenn man dann doch lieber in 2D spielen möchte.
Denn die längere Wahrnehmung des 3D-Effekts kann schnell zu Kopf- und Augenschmerzen führen. Auch problematisch ist wenn der Betrachter zwei unterschiedlich starke Augen hat, z.B. Brillenträger, welche den 3D Effekt ohne Sehhilfe kaum noch wahrnehmen können.
Zudem kann der 3D Effekt fast nur vom Spieler wahrgenommen werden, da der Effekt quasi nur senkrecht zum Bildschirm entsteht, wodurch es für Zuschauer fast unmöglich wird, diesen zu erkennen.
Jeder Spieler, welcher noch über ältere DS Spiele, z.B. vom DS, oder DSi verfügt, wird leider feststellen, dass diese nicht in 3D spielbar sind, da die Spiele hierfür extra hergestellt werden müssen.
Auch sind, wie schon beim DSi keine Gameboy Advance Spiele mehr abspielbar.
Die “ARGAMES” machen zwar einen ungeheuerlichen Spaß, vorallem weil es auch mal etwas ganz Neues ist, haben jedoch auch einige Defizite, wie z.B. zu geringes Licht, falscher Abstand oder ungenaue Erkennung aufzuweisen.
Ein weiterer Störfaktor ist, dass wenn man das Spielgeschehen per Screenshot festhalten möchte, immer irgendwo auf dem Foto / Bild, die AR Karte befindet und somit man sich selbst verrät, dass auf dem Foto getrickst wurde.
Der Schrittzähler für die Münzen ist zwar eine nette Idee um die Spieler zum mehr Gehen und Laufen zu animieren, doch wer trägt seinen 3DS schon immer mit sich herum. Außerdem ist der Schrittzähler nicht genug ausgereift, da er Laufen nicht von Wedeln unterscheiden kann.
Daher reicht es aus, den 3DS ein bisschen hoch und runter zu heben um Münzen zu verdienen.
Der “3DS – Sound” macht richtig Laune, wenn man seine aufgenommenem Töne bearbeitet, verändert und verzerrt, oder sie auf andere Weise z.B. in der Vogelsprache wiedergibt.
Aufgenommene und bearbeitete Töne werden auf der 3DS SD-Karte abgespeichert, auf der sogar Musik abgespeichert und mithilfe des 3DS abgespielt werden kann. Schade am “3DS – Sound” ist nur, dass man nur für 10 Sekunden aufnehmen kann.
Die “3DS – Kamera” ist eigentlich ziemlich gut gelungen mit all den Bildbearbeitungswerkzeugen für 2D und 3D Fotos. Schade ist nur, dass die Bildqualität manchmal zu wünschen übrig lässt und dass es nicht mehr das Verzerrungswerkzeug aus dem DSi Bildprogramm gibt.
Bei der “Streetpass Mii-LOBBY” gibt es auch ein Spiel für das man als Spielfiguren entwederfür die Münzen gekaufte Helden nehmen kann, welche leider nach ein paar Sekunden wieder weg sind, oder die Miis anderer Spieler, die z.B. wenn man unterwegs ist, auch mit einem Stanby System, aufdem der “Streetpass” aktiviert ist, an einem vorbeiläuft, was aber bestimmt selten vorkommen dürfte.
Der “Aktivitätslog” (log steht hier für Logbuch) ist super um seine Spielzeit, die hierfür verwendete Software, oder die Spiele und die gemachten Schritte pro Tag nachzugucken. Dies ist praktisch für Eltern, die hiermit die Spielzeit ihrer Kinder im Auge behalten möchten.
Auch für die Eltern interessant ist eine Altersbeschränkung, welche festgelegt werden kann und das Verhindern des 3D Effekts was mit der Altersbeschränkung verbunden ist, da es bei jüngeren Spielern (unter 6 Jahren) durch die Wahrnehmung des 3D Effekts zu Schäden in Gehirn in den Augen kommen kann, da diese noch nicht gänzlich entwickelt sind.
Eine weitere nützliche Funktion ist die so genannte “Home” Taste, durch die man jederzeit auf das Hauptmenü zurückgreifen kann, um z.B. auf die Uhr zu gucken, oder sich auf einem eigens hierfür gemachten Notizblock zum Spiel Notizen zu machen. Danach kann man das Spiel ohne Weiteres fortsetzten.
Ein wahrer Vorteil, da man entweder gerade keine Zeit zum Speichern hat, kein Speicherpunkt in der Nähe ist, oder einfach keine Lust hat, das Spiel hierfür zu beenden, nur um es danach wieder einzuschalten. Auch ist man dadurch in der Lage Spiele und Software zu beenden, ohne erst, wie früher, das System ausschalten zu müssen.
Ein Nachteil ist, das man auf einige dieser Funktionen z.B. Notizblock nicht verfügen kann, wenn man gerade ein älteres, z.B. ein DS Spiel spielt.
Übrigens werden nun auch bestimmte ältere Spiele in 3D neu herauskommen z.B. “Rayman” und “Street Fighter”.
Fazit
Die negativen Aspekte sind alles nur Kleinigkeiten im Vergleich zu dem was der Nintendo 3DS alles leisten kann. Sie werden dadurch buchstäblich in den Schatten gestellt.
Nintendos neuester Handheld hat alle Erwartungen übertroffen und wird nicht nur neue jüngere Einsteiger und alte Hasen beeindrucken, sondern ist auch in der Lage sämtliche Generationen zu begeistern.




