‘Alternative’
Innocent Eyes von Delta Goodrem
Tracks:
- 01. Born To Try
- 02. Innocent Eyes
- 03. Not me, Not I
- 04. Throw It Away
- 05. Lost Without You
- 06. Predictable
- 07. Butterfly
- 08. In My Own Time
- 09. My Big Mistake
- 10. This is Not me
- 11. Running Away
- 12. A Year Ago Today
- 13. Longer
- 14. You Will Fall For me
Delta Goodrem:
Delta Goodrem ist eine australische Sängerin, Pianistin, Songschreiberin und Schauspielerin, die in Sydney Australien am 9. November 1984 geboren wurde. Seit Ihrem achten Lebensjahr spielt sie Piano. Während Ihrer Kindheit drehte Sie Werbespots fürs Fernsehen und hatte auch eine Gastrolle in der Serie Police Rescue. Das erstes Demo-Band nahm Sie mit 12 Jahren auf und sendete es an ihr Lieblings-Football Team, in der Hoffung für diese die australische Hymne vor deren Spielen singen zu dürfen. Diese gaben das Demo an den Sponsor der Sydney Swans, den Manager Glenn Wheatley weiter, welcher dafür sorgte, das Delta Goodrem mit 15 Jahren einen Plattenvertrag bei Sony bekam. Nachdem Sie 2003 erfolg ihr Debutalbum Innocent Eyes veröffentlichte erkrankte Delta an Morbus Hodgkin, einer Art Lymphknotenkrebs.
Innocent Eyes:
Innocent Eyes ist das erste Album der australischen Sängerin, mit dem sie auch weltweite Bekanntheit erlangte. Die CD ist eine Sammlung von auf Piano basierendem Pop und Balladen. An den meisten Songs wie z. B. Throw It Away, Lost Without You oder Butterfly war sie maßgeblich beim Schreiben der Songs beteiligt. Mit den Singleauskopplungen Lost Without You, Born To Try, Innocent Eyes, Not Me Not I und Predictable hatte sie 5 #1 Singles in den australischen Charts, was ihr den Record der meisten #1 Singles aus einem Debutalbum dort einbrachte. An der Produktion des Albums waren Produzenten am Werk, die schon für zahlreiche andere große Musiker (Mariah Carey, Christina Aguilera, Jennifer Lopez, Celine Dion, Mandy Moore, Kelly Clarkson, Elton) im Studio waren. Delta bezeichnete das Album als eine Art Tagebuch der letzten Jahre von sich und wenn sie ihre Songs hören würde, sich so an die Ereignisse erinnern könnte.
Fazit:
Mit Innocent Eyes brachte die junge Delta ein Debut zustande, von dem andere Musiker nur träumen können. Mit tollen Lyrics und Melodien und ihren einbezogenen Pianotalent wurde die CD nicht nur in Australien zu einem Hitgiganten. Neben Lost Without You, Predictable & Longer, drei meiner absoluten Lieblingssongs, die meiner Meinung nach auch aus dem Album hervorstehen, sind die anderen Lieder aber auch nicht zu verachten. Was Delta Goodrem dort zusammenbastelte, mit ihrer ersten CD, gleicht nahe einem Meisterwerk, trotz ihrer noch etwas jung und unreif klingenden Stimme in einigen Passagen des Albums, glänzt sie in jedem Stück.
Mistaken Identity von Delta Goodrem
Tracks:
- 01. Out Of The Blue
- 02. The Analyst
- 03. Mistaken Identity
- 04. Sanctuary
- 05. A Little too Late
- 06. Be Strong
- 07. Last Night On Earth
- 08. Almost Here
- 09. Miscommunication
- 10. Electric Storm
- 11. Extraordinary Day
- 12. Fragile
- 13. Disorientated
- 14. You Are My Rock
Delta Goodrem:
Delta Goodrem ist eine australische Sängerin, Pianistin, Songschreiberin und Schauspielerin, die in Sydney Australien am 9. November 1984 geboren wurde. Seit Ihrem achten Lebensjahr spielt sie Piano. Während Ihrer Kindheit drehte Sie Werbespots fürs Fernsehen und hatte auch eine Gastrolle in der Serie Police Rescue. Das erstes Demo-Band nahm sie mit 12 Jahren auf und sendete es an Ihr Lieblings-Football Team, in der Hoffung für diese die australische Hymne vor dem Spiel singen zu dürfen. Diese gaben das Demo an den Sponsor der Sydney Swans ,den Manager Glenn Wheatley weiter, welcher dafür sorgte das Delta Goodrem mit 15 Jahren einen Plattenvertrag bei Sony bekam. Nach ihrem erfolgreichen Debutalbum erkrankte Delta 2003 an Morbus Hodgkin, einer Art Lymphknotenkrebs.
Mistaken Identity:
Während Ihrer Chemotheraphie schrieb sie mit anderen Songwritern ihr zweites Album Mistaken Identity, das nach dem Sieg über den Krebs auf den Markt kam. Nachdem Ihr Debutalbum (allein 14x Platinum in Australien) ein Riesenerfolg wurde, waren die Erwartungen an Mistaken Identity sehr groß. Obwohl es laut Verkaufszahlen nicht ganz an das Debut heranreichte, wurde Mistaken Identity ein erneuter Erfolg (5x Platinum in Australien). Ihre Stimme klingt stärker und reifer als auf ihrem Vorgänger und auch die Songstruktur klingt besser. Ein durchweg klasse produziertes Album, das nicht nur in Australien ein Erfolg ist. Mit tollen Balladen, rockigeren Songs und einem Feature des irischen Sängers Brian McFadden in dem Song Almost Here, eine Zeit lang die australische Nr.1. Neben schönen Melodien, die perfekt zu Ihrer Stimme passen, beweist Delta auch, das sie eine klasse Pianistin ist. Zum träumen, entspannen oder einfachen Genuss.
Fazit:
Meiner Meinung nach, ist dieses Album besser als Ihr Debutalbum Innocent Eyes, das ist aber Ansichtssache. Alle Songs lassen einen in ihrer wunderbaren Stimme versinken und machen das Album nie langweilig. Ob schöne Balladen, etwas rockigere Lieder oder das Duett “Almost Here” mit Ihrem damaligen Freund (heute Ehemann Brian McFadden). Delta macht mit diesem Album alles richtig und erobert erneut die Herzen ihrer Fans. Wem Innocent Eyes gefiel, der kann auch hier zugreifen, denn wer weltklasse Musik zu schätzen weiß, macht hier mit dem Kauf am wenigsten falsch. Lieblingssongs habe ich keine, da mir eine Auswahl sehr schwer fallen würde. Wer die CD’s mag, sollte sich die DVD’s Ihrer Konzerte ansehen. Volle 5 Sterne ist dieses Album wert.
Elect the Dead Symphony von Serj Tankian
Trackliste
01 – Feed us
02 – Blue
03 – Sky is over
04 – Lie lie lie
05 – Money
06 – Baby
07 – Gate 21
08 – The charade
09 – Honkin antilope
10 – Saving us
11 – Elect the dead
12 – Falling stars
13 – Beethoven’s c**t
14 – Empty walls
Der Künstler
Kaum ein Sänger auf diesem Planeten hat solch eine Unverwechselbarkeit in seiner Stimme wie der Frontmann der armenisch-amerikanischen Alternative Metal Band „System of A Down“, die sich mittlerweile seit einigen Jahren eine „kreative Pause“ gönnen, in der sich die einzelnen Bandmitglieder um ihre jeweiligen Nebenprojekte kümmern. Während Gitarrist Daron Malakian und Drummer John Dolmayan sich ihrer Zweitband „Scars on Broadway“ widmeten und Bassist Shavo Odadjian die Filmwelt für sich entdeckte, spielte Sänger Serj 2007 sein Zweitlingswerk „Elect the Dead“ ein.
Tankian, wie alle Bandmitglieder armenischer Herkunft, wurde 1967 im Libanon geboren, zog mit seiner Familie aber schon im Kindergartenalter nach L.A., wo er nicht nur mit Metal- und Punkmusik in Berührung kam, sondern auch seine späteren Bandkollegen Daron und Shavo kennenlernte. Tankians Musik ist seit jeher geprägt von folkloristischen und orientalischen Einflüssen sowie klassischen Elementen. Er arbeitete unter anderem mit experimentellen Künstlern wie dem Gitarrenvirtuosen „Buckethead“, der französischen Chanson-Popgruppe „Les Rita Mitsouko“ und HipHop / R’n'B-Altmeister Wyclef Jean zusammen.
Das Album
Die Idee, ein Metalalbum mit einem Symphonieorchester neu einzuspielen, ist nicht neu – siehe Metallicas legendäres „S&M“-Album von 1999. Tatsächlich gelingt es hier dem Auckland Philharmonica Orchestra, Tankians Songs durch den Einsatz der Streichinstrumente in einem gänzlich neuen Licht scheinen zu lassen. Ein hervorzuhebender Aspekt ist auch, dass die klassischen Instrumente nicht dazu führen, dass die Songs, die in der „normalen“ Version bereits deutlich weniger Härte und Aggression versprühen als man es von „System Of A Down“-Alben kennt, ins Kitschige abdriften. Das Orchester unterstreicht nur die Stimme Tankians und überdeckt sie nicht.
Am besten gelungen ist der Mix aus Klassik und Rock bei der Leadsingle „Empty walls“, die sich mit den Folgen des 11. Septembers auseinandersetzt, und dem Opener „Feed us“, der sich mit einer Laufzeit von mehr als sieben Minuten die gebührende Zeit nimmt, das Gesamtwerk einzuläuten. Nur ein Lied von der Basis-LP schaffte es nicht auf die Klassikversion („Praise the lord“), was aber auch beim besten Willen kaum orchestral umsetzbar gewesen wäre. Dafür findet man mit „Gate 21“ und „The charade“ zwei völlig neue Titel auf der Platte und mit „Blue“ hat es sogar eine Demoversion aus alten „System of a Down“ Tagen noch mit auf das Album geschafft.
Fazit
Egal ob man das Original schon kennt oder nicht – die Symphonie-Ausgabe von „Elect the Dead“ ist in jedem Fall ihr 0Geld wert. Im Gegensatz zu den inzwischen doch sehr abgenutzten „Unplugged“-Versionen unzähliger Alben traut sich Serj Tankian mit seinem Album in die Welt der klassischen Musik vorzustoßen. Für diejenigen, die von der Audioversion der Platte nicht genug kriegen können, ist auch eine Deluxeausgabe mit DVD erhältlich, die den ungeschnitttenen Auftritt in Auckland, Neuseeland, enthält. Wer mit anspruchsvollem Rock, gepaart mit klassischen Momenten, etwas anfangen kann, dem ist „Elect the Dead Symphony“ wärmstens zu empfehlen.
Enter the Chicken von Buckethead
Trackliste
01 – Intro
02 – We are one
03 – Botnus
04 – Three fingers
05 – Running from the light
06 – Coma
07 – Waiting hare
08 – Interlude
09 – Funbus
10 – The hand
11 – Nottingham Lace
Der Künstler
Der Name „Buckethead“ kommt nicht von ungefähr – schließlich tritt der Gitarrenvirtuose Brian Carroll seit Beginn seiner Karriere mit einem Essenseimer einer namhaften amerikanischen Fastfoodkette auf dem Kopf und einer ausdruckslosen weißen Plastikmaske vor dem Gesicht auf. So ausgefallen sein Bühnenoutfit ist, so ausgefallen ist auch sein Musikstil. Seine zahllosen Werke (seit 2001 über 40 LPs) in eine Schublade zu stecken ist völlig unmöglich. Buckethead, der vorrangig für sein exaltiertes Gitarrenspiel bekannt ist, beherrscht nebenbei auch noch das Schlagzeug, das Klavier, die Orgel und diverse Saiteninstrumente (Bass, Mandoline, etc.) – ein Vollblutmusiker durch und durch!
Das Album
Wüsste man es nicht besser – man würde niemals glauben, dass dieses Album von ein und demselben Künstler ist. Die Tracks unterscheiden sich wie Tag und Nacht, das Repertoire reicht von Ambient bis Thrash Metal, von orientalischem Chanson bis hin zu elektronischem Trip-Hop. Eine Premiere in der Karriere von „Buckethead“ stellt die Tatsache dar, dass zum ersten Mal Gastsänger ins Boot geholt wurden, die Songs also nicht mehr wie bisher vollinstrumental sind. Veröffentlicht wurde „Enter the Chicken“ über das Label von „System of a Down“-Vocalist Serj Tankian, der bekanntlich musikalischen Experimenten gegenüber nicht abgeneigt ist. Nach dem Intro gibt es gleich ein mächtiges Metalbrett auf die Ohren, bei dem Tankian höchstpersönlich den Gesangspart übernommen hat und das so auch auf jedem „System of a Down“ Album seinen Platz finden könnte.
„Botnus“ legt nochmal einen Tick an Härte zu und könnte auch von „Cradle of Filth“ und Konsorten stammen. „Three Fingers“ dagegen ist sehr Hip Hop-lastig und erinnert an „Cypress Hill“ oder die legendäre „Run DMC“ / „Aerosmith“ Kollaboration. „Running from the light“ stellt dann vollends die 180 Grad-Wende im Vergleich zu den Anfangstracks dar und erinnert an „Portishead“ oder „Air“ – ein Popsong mit einer soften Chill-Out-Note versehen. Die iranische Sängerin Azam Ali steuert die Vocals für „Coma“ bei – wiederum ein loungiger Track ohne jegliche harte Gitarrenriffs mit Ähnlichkeiten zu Enigma und ähnlicher Ethno-Musik.
„Waiting hare“ ist ein absolut radiotauglicher Pop-Rock-Song, bei dem wiederum Tankian seine Finger im Spiel hat. Gerade, als man sich an die smoothen Klänge gewöhnt hat, kommen die verstörenden Gitarrenriffs von „Funbus“ und „The Hand“, teilweise sehr gewöhnungsbedürftig und sicherlich nicht für jedermann geeignet, mit voller Wucht als feinster Metal daher. Abgerundet wird die LP von „Nottingham Lace“, dem einzigen Instrumentalsong auf „Enter the Chicken“.
Fazit
„Slayer“ gewürzt mit „Public Enemy“ abgeschmeckt mit einer Prise „System of a Down“ und als Garnitur eine ordentliche Portion „Enya“ – fertig ist das Meisterwerk, welches Brian Carroll mit „Enter the Chicken“ abliefert. Selten hat man solch eine Bandbreite an musikalischer Variabilität auf eine CD gepresst vorgefunden. Währen der Anfang und Schluss jeden knochenharten Metaller zufriedenstellen wird, sorgen die Tracks im mittleren Teil für relaxtes Chill-Out-Feeling – nicht minder gut produziert. Als Resultat könnte man „Buckethead“ als den „Carlos Santana des Undergrounds“ bezeichnen. Diese Platte hätte den Mainstreamdurchbruch zweifelsohne verdient.
Demon Days von den Gorillaz
Trackliste
01 – Intro
02 – Last living souls
03 – Kids with guns
04 – O green world
05 – Dirty Harry
06 – Feel Good Inc.
07 – El Manana
08 – Every planet we reach is dead
09 – November has come
10 – All alone
11 – White light
12 – Dare
13 – Fire coming out of the monkey’s head
14 – Don’t get lost in heaven
15 – Demon days
Die Künstler
Angesichts des musikalischen „Einheitsbreis“, der einem heutzutage häufig geboten wird, ist man immer dankbar, wenn einem neue Ideen und ein frisches Konzept angeboten werden. Musik, die in keine Schublade passt und keinem Genre so wirklich zugehörig ist. Bestes Beispiel hierfür sind die Gorillaz – streng genommen sind sie noch nicht einmal eine richtige Band, sondern eher ein Musikprojekt, das vor allem von seinen brillant gezeichneten und animierten Charakteren lebt.
Kreativer Kopf hinter der Musik ist Britpopper und „Blur“-Frontmann Damon Albarn. Den visuellen Part hat Jamie Hewlett, bekannt geworden durch die Comicserie „Tank Girl“, übernommen. Die Musik pendelt zwischen Pop und Rock, Funk und Dance, Hip Hop und Soul. Vielleicht wäre „Alternative Pop“ dafür noch die passendste Bezeichnung.
Das Album
Im Vergleich zum Vorgänger- und Debütalbum, welches den selben Namen wie die Band trägt, schlagen die Gorillaz auf „Demon Days“ deutlich düstere und beklemmendere Töne an. Bildeten beim Erstling noch fröhliche und beschwingte Gefühle die Grundlage, so nimmt uns Mister Albarn in Teil zwei der Gorillaz-Diskographie mit auf eine Reise quer durch das Böse und Schreckliche in der Welt. Er berichtet von Kindern mit Gewehren in „Kids with guns“, das er mit der schwedischen Singer / Songwriterin Neneh Cherry aufgenommen hat.
Er erzählt von kriegswütigen Präsidenten in „Dirty Harry“ (dieser Name ist nicht zufällig gewählt: Dirty Harry ist die berühmteste Rolle von Clint Eastwood, der wiederum Namensgeber des bisher größten Hits der Gorillaz ist.) und von Bergen, die den Namen „Affenkopf“ tragen, und dabei alle möglichen Leute einfach wegschleudern. Der besagte Track – namentlich „Fire’s coming out of the monkey’s head“ – ist wunderbar intoniert von Hollywoodlegende Dennis Hopper.
Musikalisches Highlight des Albums ist das traurige „El manana“, das mit melancholischen Beats und einem – trotz des Comicstils – bedrückendem Videoclip besticht. Auch die erste Singleauskopplung „Feel Good Inc.“, die die Hip Hopper von De La Soul featured, die auch schon auf dem Debütalbum mit von der Partie waren, geht gut ins Ohr.
Fazit
„Demon Days“ ist genau das man erwarten konnte – nämlich das Unerwartete. Wie bereits erwähnt: Die Gorillaz passen in kein stereotypisches Genre, sondern die „Band“ lässt Einflüsse verschiedenster musikalischer Stile zu einem gelungenen Ganzen verschmelzen. Selten war Popmusik so innovativ und kreativ wie auf „Demon Days“.
Gekrönt wird das Konzeptalbum durch die brillanten Texte von Damon Albarn, das Damokles-Schwert des politischen und gesellschaftlichen Untergangs hängt von Track eins bis fünfzehn über dem Gesamtwerk. Interessant wäre nur die Frage, ob die Band wirklich wegen der hervorragenden Musik so populär ist oder ob einzig die Besonderheit der Comicaufmachung die Menschen so fasziniert. Damit würde man den Musikern nämlich Unrecht tun.
Riot! von Paramore
Trackliste
01 – For a pessimist, I’m pretty optimistic
02 – That’s what you get
03 – Hallelujah
04 – Misery business
05 – When it rains
06 – Let the flames begin
07 – Miracle
08 – CrushCrushCrush
09 – We are broken
10 – Fences
11 – Born for this
Die Künstler
Manchmal ist der Qualitätsunterschied zwischen der deutschen und der internationalen Musikindustrie schon ernüchternd. Während hierzulande allenfalls „nette“ Teenieacts wie die Killerpilze, LaFee oder Liza Li ans Tageslicht kommen, produzieren die USA Nachwuchskünstler wie am Fließband. Ob es eine Avril Lavigne, die beim Release ihres Debüts „Let go“ zarte 17 war, ist oder ob es Hip Hop-Interpreten wie Lil Bow Wow, im Alter von 13 Jahren von Altmeister Snoop Dogg entdeckt, sind – alle sind auch heute noch ein fester Grundstein der Musikwelt.
Die Zukunft könnte nun Paramore gehören, einer Rockband aus Tennessee mit Einflüssen aus Alternative, Emo und Punk – und einem hochbegabten Rotschopf namens Hayley Williams als Frontfrau. Im Schnitt betrug das Alter der Bandmitglieder zum Zeitpunkt der Produktion gerade mal 19 Jahre, trotzdem stammen beinahe alle Songs aus der Feder von Hayley und dem Gitarristen und Backgroundsänger Josh Farro.
Das Album
Man merkt sofort, dass sich die Band seit ihrem Debütalbum „All we know is falling“, das 2005 erschien, um einiges weiterentwickelt hat. War die Musik damals noch mehr von Emo und Alternativepop geprägt, so tendieren Paramore nun mehr in Richtung Punk der Sorte Green Day oder Rise against – allerdings mit poppigeren Einschlägen. Auch No Doubt kann hier wohl als eines der Vorbilder gezählt werden, nicht zuletzt wenn man das Albumcover mit der 2001er-Platte „Rock steady“ der Band um Gwen Stefani vergleicht. Musikalisch bietet „Riot!“ leider vor allem viel Durchschnitt. Beste Beispiele hierfür sind die allenfalls mäßigen Stücke „Hallelujah“ und „That’s what you get“.
Stadionrock, hymnisch, anspruchslos, wie fürs Radio gemacht. Highlight der Scheibe ist Track Nummer vier, „Misery business“. Hier rocken die fünf Südstaatler ordentlich. Ein geniales Gitarrenintro, gepaart mit schönen Strophen und einem Refrain, der sehr zum Mitsingen einlädt. Mit „We are broken“ ist auch ein Balladenstück auf „Riot!“ vorhanden. Hier erinnert die Stimme von Hayley Williams frappierend an Avril Lavigne. Schade, dass die Schwachpunkte gleich am Anfang zu finden sind. Möglicherweise werden viele derer, die nur in die Platte reinhören, nach den ersten Liedern die Platte als Mainstream-Teenierock abstempeln. So schwach wie die CD beginnt, so schwach endet sie auch mit „Born for this“. Schade, dass der Abschluss so missraten ist.
Fazit
Man kann sagen, dass es sich wohl eher lohnt, die Single „Misery business“ extra auf den bekannten Plattformen käuflich zu erwerben, als sich das ganze Album zuzulegen. Wer auf die Idee gekommen ist, das Album „Riot!“, also Aufruhr, zu taufen, hat wohl einen ganz speziellen Humor, den mit Aufruhr hat diese Mainstreamplatte rein gar nichts zu tun. Kommerziell dürfte das Album den endgültigen Durchbruch für Paramore bedeuten, aus künstlerischer Sicht ist aber noch deutlich Luft nach oben – das Potenzial dafür ist aber bei den jungen Künstlern auf jeden Fall vorhanden.
Muse, Showbiz
Inhalt
1. Sunburn
2. Muscle Museum
3. Fillip
4. Falling Down
5. Cave
6. Showbiz
7. Unintended
8. Uno
9. Sober
10. Escape
11. Overdue
12. Hate this and I will love you
Kurze Info
Die wunderbare Band Muse wurde 1994 in Teignmouth (England) gegründet. Die Band besteht aus dem Sänger Matthew Bellamy ( des Weiteren auch für Gitarre, Klavier oder Keyboard zuständig), Christopher Wolstenholme (E-Bass) und Dominic Howard (Schlagzeug und Percussion).
Ursprünglich hieß die Band “Rocket Baby Dolls”. Nachdem die Band einen lokalen Musikwettbewerb gewann, entschlossen sich die Künstler sich nun ausschließlich der Musik zu widmen und nannten die Band von da an “Muse”.
Die einzigartige Musik der Band zeichnet sich durch die Kombination der einzelnen Stile des Alternative oder Progressive Rock sowie Einflüsse des Electronica aus. Unverwechselbar sind auch die Einflüsse der klassischen Musik.Dies resultiert wohl aus der Vorliebe des Sängers Matthew Bellamy für die Komponisten Richard Wagner und Frank Liszt.
Alles in Allem wird dieses Genre kurz als ”New Prog” bezeichnet.
Zum Album
1999 erschien das erste Studioalbum der britischen Band. Durch den Song “Muscle Museum” wurde die Band letztendlich bekannt. Muse besticht durch einzigartigen Sound, den man zum großen Teil der charismatischen Stimme des Sängers Matthew Bellamy zu verdanken hat.
Man muss schon dankbar sein, dass auch aus England mal was anderes als der massenkompatible Britpop oder Robbie Williams kommt 
Wer hier allerdings Partymusik oder gute Laune erwartet, der sei gewarnt.
Die Musik geht ganz tief und ist nicht immer für die schönsten Stunden des Lebens geeignet.
Weitere Alben der Band: ” Origin of Symmetry”, “Absolution”, ” Black Holes an Revelations” und ganz neu “The Resistance”.
Fazit:
Man muss ganz klar sagen, dass das erste Album der Band nicht Ihre bestes Album ist, obwohl das selbstverständlich alles eine Sache des Geschmacks ist. Im Gegensatz zu seinen Nachfolgern erscheint mir “Showbiz” an manchen Stellen einfach etwas zu weich zu sein. Jedoch ist dieses Album auch erst der Beginn einer unglaublichen Entwicklung der Band.
Die Nachfolgealben profitieren von den Stärken, die das Album “Showbiz” innehat. Der absolute Klassiker dieses Albums ist das Stück “Muscle Museum”. Wie schon erwähnt keinesfalls dazu geeignet eine Party in Schwung zu bringen, aber auf jeden Fall um sich zurückzulehen und einfach nur zu fühlen. Wobei jedem selbst übelassen sein soll, was man fühlt, aber dieser Intensität wird man sich wahrlich nicht entziehen können.
Insgesamt also nichts für nebenbei einfach mal laufen lassen und sicherlich auch nichts für jede Stimmung, aber trotz alledem für mich ein großes Stück Musikgeschichte, dessen Entwicklung hoffentlich noch lange anhält.
Muse, Absolution
Inhalt
1. Intro
2. Apocalypse Please
3. Time is Running out
4. Sing for Absolution
5. Stockholm Syndrom
6. Falling away with you
7. Interlude
8. Hysteria
9. Blackout
10. Butterflies & Hurricanes
11. The small Print
12. Endlessly
13. Thoughts of a dying Atheist
14. Ruled by Secrecy
Kurze Info
Die wunderbare Band Muse wurde 1994 in Teignmouth (England) gegründet. Die Band besteht aus dem Sänger Matthew Bellamy ( des Weiteren auch für Gitarre, Klavier oder Keyboard zuständig),
Christopher Wolstenholme (E-Bass) und Dominic Howard (Schlagzeug und Percussion). Ursprünglich hieß die Band “Rocket Baby Dolls”. Nachdem die Band einen lokalen Musikwettbewerb gewann, entschlossen sich die Künstler sich nun ausschließlich der Musik zu widmen und nannten die Band von da an “Muse”.
Die einzigartige Musik der Band zeichnet sich durch die Kombination der einzelnen Stile des Alternative oder Progressive Rock sowie Einflüsse des Electronica aus. Unverwechselbar sind auch die Einflüsse der klassischen Musik. Dies resultiert wohl aus der Vorliebe des Sängers Matthew Bellamy für die Komponisten Richard Wagner und Frank Liszt. Alles in Allem wird dieses Genre kurz als “New Prog” bezeichnet.
Zum Album
Absolution ist nach ” Showbiz” und “Origin of Symmetry” das dritte Studioalbum der britischen Band. Produziert wurde es von Rich Costey der unter Anderem schon die Band ” Rage Against the Machine” betreute. Themen der Texte sind wie so oft Theologie, das Übernatürliche, Wissenschaft und Verschwörungstheorien.
Dieses breite und mystisch wirkende Spektrum wird durch dramatische Melancholie und apokalyptische Texte zum Ausdruck gebracht. Der Hörer wird unwillkürlich von einer unbekannten Sehnsucht ergriffen, die man sich nur schwer entziehen kann. Es bleibt einem nichts anderes übrig als es bis zum letzten Klang, und immer wieder und wieder zu hören.
Fazit
Was soll man dazu noch sagen? Alle guten Dinge sind drei. Und wie man weiß ist dieses Album nicht das letzte Meisterstück gewesen (siehe “Black Holes and Revelations” und “The Resistance”). Die drei Jungs sind Ihrem Stil treu geblieben und hauen einen mal wieder vom Hocker bzw. lassen einen einen nur noch tiefer in den Sessel sinken.
Ein weiteres Stück Musikgeschichte und ein Muss für jeden Muse Fan oder Liebhaber wirklich guter Kompositionen. Meine absoluten Favoriten, obwohl es bei diesem Album wirklich schwer ist einzelne Stücke besonders hervorzuheben sind: ” Time is Running Out” und “Sing for Absolution”.
Die Stimme von Matthew Bellamy ist einfach unbeschreiblich und ich kann wirklich jedem empfehlen die Songs immer wieder anzuhören, um auch jede einzelne Feinheit der Kompositionen zu entdecken. Muse zu hören und zu genießen ist für mich eine Art Bewusstseinserweiterung.
Und die ist dazu noch völlig legal
Muse, Origin of Symmetry
Inhalt:
1. New born
2. Bliss
3. Space Dementia
4. Hyper Music
5. Plug in Baby
6. Citizen Erased
7. Micro cuts
8. Screenager
9. Darkshines
10. Feeling good
11. Megalomania
Kurze Info
Die wunderbare Band Muse wurde 1994 in Teignmouth (England) gegründet. Die Band besteht aus dem Sänger Matthew Bellamy ( des Weiteren auch für Gitarre, Klavier oder Keyboard zuständig),
Christopher Wolstenholme (E-Bass) und Dominic Howard (Schlagzeug und Percussion). Ursprünglich hieß die Band “Rocket Baby Dolls”. Nachdem die Band einen lokalen Musikwettbewerb gewann, entschlossen sich die Künstler sich nun ausschließlich der Musik zu widmen und nannten die Band von da an “Muse”. Die einzigartige Musik der Band zeichnet sich durch die Kombination der einzelnen Stile des Alternative oder Progressive Rock sowie Einflüsse des Electronica aus.
Unverwechselbar sind auch die Einflüsse der klassischen Musik. Dies resultiert wohl aus der Vorliebe des Sängers Matthew Bellamy für die Komponisten Richard Wagner und Frank Liszt. Alles in Allem wird dieses Genre kurz als “New Prog” bezeichnet.
Zum Album
Nach ” Showbiz” ist ” Origin of Symmetry” das zweite Album der britischischen Band. Im Vergleich zu seinem Vorgänger ist jedoch eine gewisse Entwicklung zu erkennen. Der Rock ist energischer und es erscheinen mehr klassische Elemente, wie zum Beispiel die Orgel. Unverwechselbar und einzigartig ist die besondere Stimme von Matthew Bellamy allerdings geblieben. Er ergänzt die musikalischen Kunstgriffe durch seine gefühlvollen und energischen Gesang.
Wer das neueste Album ” The Resistance” gehört hat, wird mir zustimmen, dass man das ein oder Andere mal an die Band um Freddy Mercury ” Queen” erinnert wird.
Fazit:
Kaufen! Kaufen! Kaufen! Ein weiteres wunderschönes musikalisches Werk. Meine Lieblingstsücke sind ” New born” , “Plug in Baby” und “Bliss”. Die Texte sind einfach der Hammer. Da lohnt es sich auf jeden Fall mal wirklich richtig zuzuhören und sich nicht einfach nur beschallern zu lassen. Obwohl auch ohne den sinnigen Inhalt macht dieses Album einfach wieder Lust auf mehr.
Die oft sehr dramatisch anwirkende Melancholie lässt einen das ein oder andere Mal erschauern und der Anspruch der einzelnen Kompositionen versetzt mich immer wieder in Staunen, so dass ich meinen Freunden ständig einzelne Passagen vorspiele, um Sie von dieser hohen Kunst zu überzeugen
Also auch hier gilt es nicht länger zu zögern, denn sonst verpasst man einer der innovativsten und spektakulärsten Bands unserer Zeit. Lediglich vergleichbar mit Radiohead, auch wenn das Muse nicht gerne hört. Aber ich hör halt beide Bands verdammt gerne und das nicht ohne Grund.
Wer noch Lust auf mehr bekommen hat, wo von ich selbstverständlich ausgehe, dem empfehle ich noch die Alben: ” Showbiz”, ”Absolution”, ” Black Holes and Revelations” und wie bereits erwähnt das ganz neue Werk “The Resistance”.
Simple Plan
Label: Atlantic (Warner)
Titel
1. When I’m gone
2. Take my Hand
3. The End
4. Your Love is a Lie
5. Save you
6. Generation
7. Time to say Goodbye
8. I can wait forever
9. Holding on
10. No Love
11. What If
12. Running out of Time
13. When I’m gone (Accoustic-Version)
Beurteilung
1. When I’m gone
Elektronisches Intro, eingängige Melodie, rockig und poppig, toller Text. Pierres Stimme und auch die Backing-Vocals kommen sehr gut in Stimmung. 9/10
2. Take my Hand
Rockiges Intro, schneller Sound elektronisch hinterlegt. Der Text ist gut, doch kein so wirklich eingängiges Lied. 7/10
3. The End
Elektronisches Intro, Mid-Tempo-Sound, der Refrain schneller und schlagzeuglastig. Text ist toll! 8/10
4. Your Love is a Lie
Ruhiges Intro, auch die Strophen sind sehr ruhig, Pierres Stimme kommt voll zur Geltung. Der Refrain mit Backing Vocals genial. Toller Text um eine Beziehung, die nicht funktioniert! 9/10
5. Save you
Ein richtiges Gänsehautstück. Auch wenn der Sound vielleicht nichts Weltbewegendes ist, der Text ist wundervoll. Es handelt um Pierres Ängste und seine Hilflosigkeit, als sein Bruder an Leukämie erkrankt ist. Übrigens: sein Bruder ist mittlerweile wieder ganz gesund. 10/10
6. Generation
Mid-Tempo-Nummer, mit viel elektronischen Sound. Von Pierres Stimme ist da leider nicht viel zu hören. In den Strophen verzerrt, im Refrain wird nur gebrüllt. Absolut nicht mein Song. 4/10
7. Time to say Goodbye
Der Text erinnert ein bißchen an die „alten Zeiten“ von Simple Plan. Gute-Laune-Song zum Mitsingen. Der Sound wirklich witzig, schnell und eingängig. 9/10
8. I can wait forever
Ein wunderschönes Liebeslied, das sehr langsam beginnt. Auch der Text ist schön. Tolle Liebeserklärung! 8/10
9. Holding on
Tolles Gitarrenintro, Mid-Tempo-Sound. Sehr eingängiger Song. Mit den eingesprochenen Texten bei den Strophen erinnert der Song ein bißchen an den Sound von Linkin Park. 8/10
10. No Love
Sehr schöne, ruhige Ballade in der Pierres Stimme mal wieder wunderbar rüber kommt. Eingängige Melodie und trauriger, aber toller Text. 9/10
11. What if
Intro mit Orchester, Mid-Tempo-Nummer, mit viel Backing-Vocals. Man muss diese Nummer mehrmals hören, aber dann hat man sie im Ohr! 8/10
12. Running out of Time
Sehr harte, rockige Nummer, sehr schlagzeuglastig. Erinnert absolut an die vorigen Alben. Der Refrain ist ein echter Ohrwurm. 8/10
13. When I’m gone (Accustic)
Obwohl mir die Originalversion schon super gefällt, höre ich noch lieber diese Accustic – Version.
Band
Lead-Gesang, E-Gitarre: Pierre Bouvier
E-Bass, Background Vocals: David Desrosiers
Lead-Gitarre: Jeff Stinco
Schlagzeug: Chuck Comeau
Rhythmus-Gitarre, Background Vocals: Sebastien Lefebvre
Fazit
Endlich haben es die fünf Kanadier auch in Deutschland geschafft. Mit ihrem Hit „When I’m gone“ wurden endlich auch die Radiostationen hierzulande aufmerksam. Schade, dass es so lange gedauert hat. Mit ihrem dritten Album zeigen die Jungs, dass sie sich weiterentwickelt haben. Bei den Songs geht es vorwiegend um Liebe und Herzschmerz. Viele der frühen Fans werden enttäuscht sein, weil dieses Album so gar nicht seinen Vorgängern ähnelt. Keine Alles-Egal-Hymnen oder Mitgröhl-Lieder. Aber andererseits: Wenn sich Musiker nicht weiterentwickeln, wer will dann immer noch ihre Musik hören, wenn sich ein Album anhört wie das andere? Ich mag ihre alten Sachen sehr, doch gefällt mir auch das Neue, etwas andere Album. Und ich freue mich, dass die Jungs um Sänger Pierre es endlich auch nach Good Old Germany geschafft haben. Hoffentlich kommen noch viele Alben dieser Band auf den Markt!
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