‘Metal’
Kililng Joke – Pandemonium
- Pandemonium
- Exorcism
- Millenium
- Communion
- Black Moon
- Labyrinth
- Jana
- Whiteout
- Pleasures Of The Flesh
- Mathematics Of Chaos
Pandemonium, das Album
Mit Pandemonium schlugen Killing Joke mitte der 90er eine komplett neue Richtung ein. War der großartige Vorgänger Extremeties sehr rauh und dem harten Punk-Sound nahestehend, entwickelte sich die Band auf Pandemonium immer mehr in Richtung Industrial Metal. Unhörbar sind die elektronischen Einflüsse, die das ganze Album durchziehen, die markanten Gitarrenriffs von Geordie Walker treten ein wenig in den Hintergrund, sind aber immer noch bei einigen Titeln präsent. Auch Jaz Colemans Stimme klingt anders, sehr verraucht und gelinde gesagt ein wenig versoffen.
Die Produktion des Albums erinnert mich ein wenig an typische Industrial-Metal Scheiben aus den Staaten, so dass diesem Werk so ein amerikanischer Geist innezuwohnen scheint, obwohl der gute Jaz Coleman nicht gerade als Freund der Amerikaner verschrien ist. Das Album klingt sehr modern, vom primitiven Klang der Frühwerke ist leider nicht viel übrig geblieben, sodass Pandemonium mir für Killing Joke-Verhältnisse etwas überproduziert erscheint.
Trotzalledem muss man anerkennen, dass gerade dieses Album sehr viele neue Elemente in den Klangkosmos der Band aufnimmt, damit ist es recht innovativ. Der Titelsong “Pandemonium” z.B. weist diverse exotische Einflüsse auf, die an das alte Ägypten erinnenr, “Exorcism” ist sehr elektronisch gehalten und Jaz hustet sich die Seele aus dem Leib, ein echter Exorzismus nach Coleman-Art eben. “Communium” ist ein musikalisches Stammesritual mit tollen Trommelschlägen und einem sehr treibenden Rhythmus. Jaz gefällt sich selbst dabei in der Rolle des Zeremonienmeisters. “Black Moon” macht seinem Titel alle Ehre, ist er doch neben “Pleasures Of The Flesh” der düsterste Song auf dem Album und vielleicht einer der wenigen, die an das Vorgängerwerk “Extremeties” erinnern. In “Labyrinth” übertreibt es die Band dann doch ein wenig mit der elektronischen Effekthascherei, das ganze Stücke ist mir eine Spur zu dissonant und die einzelnen Passagen nicht sehr gut aufeinander abgestimmt.”Jana ” bildet insofern eine Ausnahme auf dem Album, als es sich hierbei um eine Art Metal-Ballade handelt, Jaz singt hier mal wieder richtig mit klarer Stimme ohne dabei allzu sehr in unfletiges Geschrei abzudriften.”Whiteout” und “Mathematics Of Chaos” sind dann wieder zwei typische Elektro-Industrial Stücke, die für meine Ohren nicht wirklich nach Killing Joke klingen.
Fazit
Pandemonium präsentieren Killing Joke einen sehr elektronischen Sound, der stellenweise etwas überproduziert wirkt und die Band als solche etwas untergeht. Die markanten Gitarrenriffs von Geordie Walker treten leider in den Hintergrund und werden durch den elektronischen Anteil fast vollständig verschluckt. Schade eigentlich, ist das Album doch über weite Strecken ganz gut gelungen, denn wenn man sich erstmal an diesen Stilwechsel gewöhnt hat, kommt Pandemonium ganz schön stark weg.
Killing Joke – Extremeties, Dirt And Various Repressed Emotions
- Money Is Not Our God
- Age Of Greed
- The Beautiful Dead
- Extremeties
- Intravenous
- Inside The Termite Mound
- Solitude
- North Of The Border
- Slipstream
- Kaliyuga
- Struggle
Extremeties, Dirt And Various Repressed Emotions
Nach dem doch sehr poppigen Album Outside The Gate, dass im Grunde nichts anderes war als Jaz Colemans Soloalbum, das unter dem Namen Killing Joke veröffentlicht wurde und die Band dafür sehr viel Häme einstecken musste, besann sich die Gruppe zwei Jahre später auf ihre wirkliche Stäre und lieferte mit Extremeties ihr bestes Album überhaupt ab.
Im Jahr seines Releases 1990 war die Welt im Wandel, der Ostblock eingestürzt, Berlin wiedervereint, doch hinter der Fassade brodelte es weiterhin. So nimmt es nicht wunder, dass Extremeties ein sehr politisches Album geworden ist. Waren politische Aussagen bei Killing Joke in der Vergangenheit eher subtil denn offenkundig, ging man nun soweit die widrigen Umstände dieser Welt direkt anzuklagen. So zeugen gerade Songs wie “Age Of Greed”, “Money Is Not Our God” und der Titelsong “Extremeties” von unverhohlener Gesellschaftskritik. Gegen Gier und Materialismus.
Auf der anderen Seite gibt es aber auch viele Lieder, die diese Funktion nicht innehaben, sondern einer okkulten Thematik untergeordnet sind. Dazu gehören Songs wie das wirklich düstere “The Beautiful Dead”, das sehr treibende “Intravenous” und vor allem “Slipstream”, in dem im Übrigen ein genialer Synthiepart verbaut ist, was sonst eher die Ausnahme auf diesem Album bildet. Die Produktion ist wieder schön rauh aber niemals primitiv.
Auch gesanglich hat sich bei Jaz Coleman einiges getan, hier klingt er um einiges kompromissloser und rauher als auf den früheren Werken der New Wave-Phase, ein Trend, der sich später noch verstärken sollte, bis sich sein Organ zu jener Reibeisenstimme verwandelte, für die er heute berühmt und berüchtigt ist.
Extremeties bietet elf geniale Songs, worunter nicht ein Ausfall zu beklagen ist, die Band scheint die zwei Jahre wirklich genutzt zu haben, um wieder zu ihren wahren Wurzeln zu finden: dem harten, kernigen Sound.
Mit “Kaliyuga” ist sogar ein synthetischer Instrumentaltrack auf dem Album, der sehr exotisch klingt und die perfekte Vorhut zu dem äußerst brachialen “Struggle” darstellt.
Fazit
Extremeties ist bis heute mein absolutes Lieblingsalbum von Killing Joke. Hier klingt die Band endlich wieder richtig schön hardcore. Ein cooles Gitarrenriff jagt das nächste, überdies sind die Stücke sehr individuell gestaltet, sodass man sehr viel Abwechslung geboten bekommt, wobei hier eindeutig die schnellen, treibenden Stücke in der Überzahl sind, einzig “Solitude” schlägt nochmal leiserer Töne an, wobei auch dieser Song extrem düster ausgefallen ist. Ein zeitloser Klassiker des harten Post-Punks.
7th Symphony von Apocalyptica
Trackliste
- At the Gates of Manala
- End of Me (feat. Gavin Rossdale of Bush)
- Not Strong Enough (feat. Brent Smith of Shinedown)
- 2010 (feat. Dave Lombardo)
- Trough Paris in a Sportcar
- Beautiful
- Broken Pieces (feat. Lacey of Flyleaf)
- On the Rooftop with Quasimodo
- Bring them to Light (feat. Joseph Duplantier of Gojira)
- Sacra
- Rage of Poseidon
- The Shadow of Venus
Apocalyptica, die Band
Bereits 1993 begannen die vier Gründungsmitglieder Eicca Toppinen, Paavo Lötjönen, Max Lilja und Antero Manninen im Rahmen der Sibelius-Akademie in Helsinki gemeinsam zu musizieren. Sie alle verband die Liebe zum Klang des Cello sowie der Musikrichtung des Heavy Metal. Insbesondere Metallica tat es ihnen an und so erschien 1996 ihr Erstling Apocalyptica plays Metallica by four Cellos. An das Album knüpften die vier jungen Musiker keine grossen Erwartungen, doch alles kam anders. Bereits zwei Jahre später erschien ihr zweites Album (Inquisition Symphony), auf welchem erstmals drei Eigenkompositionen zu hören waren. Nach einem Mitgliedwechsel, Perttu Kivilaakso ersetzte Manninen, wurde 2000 Cult mit hauptsächlich Eigenkompositionen veröffentlicht. Anschliessend verliess Lilja die Band, dafür wurde einige Jahre darauf Mikko Sirén, welcher bereits bei etlichen Konzerten hinter dem Schlagzeug sass, als festes Mitglied aufgenommen. Mit Worlds Collide gelangten die finnischen Metal-Cellisten entgültig zu weltweitem Ruhm. Obwohl man munkelte, die Idee Metal auf Cellos zu spielen, würde lediglich einmal funktionieren, erschien 2010 mit 7th Symphony bereits das siebte Album von Apocalyptica.
Das Album
Auffällig ist, wie die Cellisten von Album zu Album ihre Musik weiter entwickeln. Es ist jedes Mal etwas Spannendes, Neues. Und doch ganz klar und unverwechselbar Apocalyptica. Die Grundlage der Songs bilden wie üblich die Cellos. Mal klassisch, rein gespielt, mal verzerrt und verstärkt. Bei vier Stücken fand aber auch auf diesem Album Gesang seinen Weg auf die CD. Die Lieder auf 7th Symphony reichen von melodisch ruhig und atmosphärisch bis hin zu rasanten und dynamischen, teilweise gar beinahe aggressiven Symphonien.
Fazit:
Mit 7th Symphony haben Apocalyptica eine Symphonie zwischen Klassik und Metal geschaffen. Diese experimentelle Art der Musik, dürfte entsprechend auch den ein oder anderen Hörer aus beiden Richtungen ansprechend. Es ist bestimmt nicht jedermanns Geschmack, doch wer sich darauf einlässt, kommt voll und ganz auf seine Kosten. Apocalyptica liefern mit diesem Werk meiner Meinung nach, das beste Album seit Cult. Insbesondere die Gesangsstücke End of Me und Not Strong Enough sind sehr eingänglich und ich könnte sie wohl den ganzen Tag lang hören, ohne dass dabei Langeweile aufkommt. Aber nicht nur die beiden Lieder, auch der ganze Rest des Albums kann immer wieder gehört werden. Je nach Stimmung gefällt gerade das eine oder andere Lied besser.
Through The Ashes Of Empire von Machine Head
Tracks:
- 01. Imperium
- 02. Bite The Bullet
- 03. Left Unfinished
- 04. Elegy
- 05. In The Presence Of My Enemies
- 06. Days Turn Blue To Grey
- 07. Vim
- 08. All Falls Down
- 09. Wipe The Tears
- 10. Descend The Shades Of Night
Machine Head:
Machine Head ist eine amerikanische Metalband aus Oakland. Den Bandnamen “Machine Head” suchte Robert Flynn, Sänger der Band aus, weil dieser ihm gefiel. Die Band wurde 1992 gegründet von dem Sänger Robert Flynn, dem Bassisten Adam Duce, Logan Mader (bis 1997) und Tony Constanza (1992). Zur aktuellen Besetzung außer dem Sänger, dem Bassisten gehören noch Phil Demel (seit 2003) und Paul McCain (seit 1996). Ihr Debutalbum “Burn My Eyes” erschien 1994. Ihr zweites Album “The More Things Change” kam 1997 in die Läden. 1999 kam ihr drittes Album “The Burning Red” auf den Musikmarkt. Mit “Supercharger” brachten sie 2001 ihr viertes Album. Ihr erstes Livealbum, “Hellalive” kam 2003 heraus, bevor im gleiche Jahr ihr Album “Through The Ashes Of Empires” erschien. Seit ihren Anfängen 1992 in der Musikindustrie sind sie bei dem Label Roadrunner Records unter Vertrag. 2005 wurde Robert Flynn auch als einer der vier Team-Kapitäne für Roadrunner United ausgewählt. Roadrunner United brachte das “Roadrunner 25 Jahre Jubiläums-Album” heraus, bei dem zahlreiche unter Vertrag stehende, mit aktiv waren. Durch den Erfolg des Albums “Through The Ashes Of Empire” bot ihnen Roadrunner Usa wieder einen Vetrag an, nachdem Machine aufgrund schlechter Verkaufszahlen der beiden Vorgänger aus dem Vetrag entlassen wurde und nur bei Roadrunner Europa unter Vertrag war.
Through The Ashes Of Empire:
Produziert wurde das Album von “Robert Flynn” dem Sänger selbst, welcher ausgezeichnete Arbeit leistet. Mit nur 10 Songs wirkt das Album etwas kurz, aber glänzt dafür an Qualität. Machine Head geben in “Through The Ashes Of Empire” Trash Metal und “Groove Metal” zum besten, bei dem die Hörer eine hervorragend eingespielte Band zu hören bekommen. Als Singles wurden die Lieder “Imperium” und “Days Turn Blue To Grey” ausgekoppelt. Die Lyrics handeln von Leuten, die sich gegen gesellschaftliche Zwänge wehren, sich nicht von Fernsehen beeinflussen lassen, Umweltprobleme der Menschen und Natur, Ein Trauma aus Robert Flynn’s Kindheit (da er als Kind zur Adoption freigegeben wurde, ist der Song eine Abrechnung mit seinen leiblichen Eltern) und dem Tod. Durch dieses Album konnte Machine Head Fans der ersten beiden Alben zurückgewinnen und ihre Popularität bei den jüngeren Metal-Fans steigern.
Fazit:
Machine Head ist eine der besten Rock/Metal Bands in den Usa und auf der Welt. Die besten Songs sind “Imperium”, “Days Turn Blue To Grey”, “Left Unfinished” und “Bite The Bullet”. Ihr Sound ist unheimlich leistungsstark und veranlasst den Hörer zum Mitsingen. Für alle Fans der ersten Machine Head Alben. Aber auch Metal-Neulinge können sich mit Machine Head gut zurechtfinden.
Killswitch Engage von Killswitch Engage
Tracks:
- 01. Temple From The Within
- 02. Vide Infra
- 03. Irreversal
- 04. Rusted Embrace
- 05. Prelude
- 06. Soilborn
- 07. Numb Sickened Eyes
- 08. In The Unblind
- 09. One Last Sunset
- 10. Prelude (Demo)
- 11. Soilborn (Demo)
- 12. Vide Infra (Demo)
- 13. In The Unblind (Demo)
Killswitch Engage (Band):
Killswitch Engage ist eine Metal-Core Band aus Westfield, Massachusetts in den Usa. Die Band gründete sich 1999 nach der Auflösung der Gruppen “Overcast” und “Aftershock”. Sie besteht bzw. bestand aus dem Bassisten Mike D’Antonio, dem Sänger Jesse Leach (bis 2002), dem Gitarristen Joel Stroetzel, dem Gitarristen Pete Cortese (bis 2001), dem Gitarristen und Backgroundsänger Adam Dutkiewicz (seit 2002), dem Schlagzeuger Justin Foley (seit 2993), dem wichtigen Mitglied Tom Gomes (2001 – 2003) und dem Sänger Howard Jones (seit 2002). Ursprünglich standen sie bei Ferret Records unter Vertrag, doch seit ihrem zweiten Album stehen sie bei Roadrunner Records unter Vertrag. Ihr Debutalbum “Killswitch Engae” erschien im Jahr 2000. Fälschlicher Weise werden “Killswitch Engage” oft als Gründer des Metalcore dargestellt, denn diese Ehre gebührt Fear Factory. Die Band ist auch für Ihren Stil bekannt indem sie schreiende und singende Texte vereinen.
Killswitch Engage (Album):
Das Album hat 13 Tracks und keine Features. Alle Songs wurden von dem Sänger Jesse Leach geschrieben und die Musik wurde von Joel Stroetzel, Mike D’ Antonio und Adam Dutkiewicz geschrieben. Ihre Musik ist eine Mischung von Metal und Hardcore also Metalcore. Die ersten 9 Songs des Albums sind Originalalbum von 2000. 2005 veröffentlichte Killswitch Engage ein Release des Albums in dem zu den 9 ursprünglichen Songs noch 4 Demos hinzukamen. “Killswitch Engage” hat einen düsteren und irgendwie traurigen Sound, der sich durch das Album zieht. Mit einer Laufzeit von ca. 30 Minuten fällt dieses erste Werk der Band auch ziemlich kurz aus. Das Album erschien nur bei Ferret Records, als Gefallen für Mike D’ Antonio, der Cover für das Label kreierte und Ferret Records fragte, ob diese Killswitch Engae für dieses eine Album unter Vertrag nehmen würden. Die Texte von “Killswitch Engage” handeln von Zusammenhalt, Positivität und der Liebe.
Fazit:
Killswitch Engage ist eine sehr gute Metalband, die es perfekt versteht den Hardcore mit dem Metal zu vereinigen. Auch wenn Jesse Leach gute Arbeit in dem Album leistet, gefällt mir sein Nachfolger “Howard Jones” besser. Das neue Killswitch klingt auch nicht so unreif wie zur Anfangszeit. Meiner Meinung klingt die spätere Band “Killswitch Engage” agressiver und hat mehr Power in seinen Songs. Einen richtigen Favouriten in dem Album habe ich nicht, da jeder Song anhörbar ist. Für Fans ein Muss, alle anderen sollten sich zur Probe etwas anhören da es nicht jeden Geschmack trifft.
In This Moment – A Star Crossed Wasteland
Trackliste:
1. Gunshow
2. Just Drive
3. The Promise
4. Standing Alone
5. A Star Crossed Wasteland
6. Blazin
7. The road
8. Iron Army
9. The Last Cowboy
0. World In Flames
Die Band
In This Moment eine der besten Metalcore Bands aus den Staaten mit weiblichem Gesang, gründeten sich 2005. Century Media Records wurde schnell auf die Band um die charismatische Frontfrau Maria Brink aufmerksam, das erste Album Beautiful Tragedy wurde 2007 veröffentlicht, im gleichen Jahr wurden sie ins Line Up des Ozzfest berufen. 2008 erschien der melodische Nachfolger The Dream.
Die CD
A Star Crossed Wasteland unterscheidet sich komplett von seinen beiden Vorgängern. „Beautiful Tragedy“ noch fest im Metalcore verwurzelt, mit „ The Dream“ wurde die melodische Seite der Band hervorgehoben, Mit ihrer aktuellen CD versuchen In This Moment beide Elemente miteinander zu verbinden, wobei der Schwerpunkt eindeutig wieder im Metalcore angesiedelt ist…was beim ersten hören allerdings nur schwer gelingt. Der Opener „Gunshow“ ist der gewöhnungsbedürftigste Song der CD. Maria versucht krampfhaft an ihre Sceams von Beautiful Tragedy anzuknüpfen, aber leider gelingt es ihr nicht sofort. Auch bei „Just Drive“ hat sie einige Schwierigkeiten, ihr Gesang klingt während dem ganzen Song etwas dünn. Es befinden sich aber auch typische In This Moment Kracher auf der Scheibe, die es schaffen den Zuhörer sofort zu fesseln, wie zum Beispiel „The Promise“, „Standing Alone“, “The Road“ und der für Maria typischen Ballade “World In Flames”, die sie mit ihrer engelsgleichen Stimme gekonnt in Szene setzt. Spätestens beim hören dieser Nummern hat die Band geschafft den Hörer wieder in ihren Bann zu ziehen.
Man sollte auch wieder ein Augenmerk auf das Digipack legen, das wie immer ein optisches Schmuckstück geworden ist und perfekt zum Thema der CD passt.
Fazit
Als Fan kommt man mit A Star Crossed Wasteland sofort oder spätestens nach dem zweiten hören klar. Als Neuling kann man am Anfang mit der CD allerdings leichte Probleme bekommen, deswegen würde ich ungeübten Hörern den Kauf der ersten beiden Alben empfehlen…dann sollte man dem Gesamtwerk aber eine weitere Chance geben…denn es lohnt sich. In this Moment erreichen mit A Star Crossed Wasteland zwar nicht ganz das hohe Niveau der anderen CD´s, aber trotzdem haben sie mit ihrem Neuling ein solides Werk an den Tag gelegt und es scheint als hätten sie entgültig ihren festen Platz in der Musikwelt gefunden, der Schritt in die richtige Richtung ist jedenfalls getan. Wer also auf melodischen Metalcore mit hohem Wiedererkennungswert steht ist bei In This Moment sehr gut aufgehoben, keine andere Sängerin vermag ihre Fans so zu verzaubern wie Maria.
Iowa von Slipknot
Trackliste
01 – (515)
02 – People = shit
03 – Disasterpiece
04 – My plague
05 – Everything ends
06 – The heretic anthem
07 – Gently
08 – Left behind
09 – The shape
10 – I am hated
11 – Skin ticket
12 – New abortion
13 – Metabloic
14 – Iowa
Die Band
Slipknot polarisieren – für die einen ist die (zum Erscheinungsdatum von „Iowa“) neunköpfige Metal-Truppe das Beste, was der Nu-Metal-Hype der 1990er hervorgebracht hat, für Hörer des gepflegten Mainstream-Radio-Pops sind die Werke von Slipknot hingegen weniger Musik, sondern vielmehr uninspiriertes Geschrei ohne jegliche Melodik, dafür jedoch mit gruseligen Masken. Unabhängig davon ist Slipknot jedoch eine der erfolgreichsten Metalbands der letzten 15 Jahre und hat bis zum heutigen Tage weltweit über 14 Millionen CDs weltweit verkauft. Dabei setzt die Band, die seit jeher durch explosive Bühnenshows, morbide Gesichtsbedeckungen und aggressive Texte Aufmerksamkeit auf sich zog, auf einen beinahe undefinierbaren Mix aus Nu Metal, Speedmetal und Sprechgesang, auch wenn sich der Stil in den letzten Jahren mehr zum Death- und Thrashmetal hin verändert hat.
Das Album
„Iowa“ ist die dritte LP der Maskenmänner aus Des Moines im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten. Sie brachte 2001 den finalen Durchbruch auf dem internationalen Markt und schoss in zehn Ländern in die Top 10 der Album-Charts. Während das Erstlingswerk „Mate. Feed. Kill. Repeat“ sich sowohl von der Besetzung als auch vom Musikgenre – teilweise spielten Slipknot damals noch Jazz (!) – noch total von den Nachfolgewerken unterschied und nur in geringer Stückzahl gepresst wurde, machte sich „Slipknot“ mit dem selbstbetiteltem Nachfolger 1999 in der Metalwelt endgültig einen Namen. Das Album beginnt mit einem „Intro“, das abgedrehter, aber gleichzeitig passender kaum sein könnte. Es ist schwer zu erkennen, wen oder was das hektische Gekeuche darstellen soll, aber es gibt schon mal die Richtung vor, in die „Iowa“ gehen wird: verstörend, wild, fern von jeder Norm.
Darauf folgen zwölf Songs, die der Soundanlage wahrlich alles abverlangen. Harte Gitarrenriffs, wilde Schlagzeug-Salven und ein manisches Gebrüll von Frontmann Corey Taylor – und das stolze 66 Minuten lang. Für Laien sind die einzelnen Lieder allerdings kaum zu unterscheiden, so unmelodisch klingt „Iowa“ in manchen Strecken. Allerdings macht gerade diese Unangepasstheit Slipknot bei seinen Anhängern, die von Drummer Joey stolz den Spitznamen „Maggots“ (zu deutsch „Maden“) verpasst bekamen, so beliebt – es gibt so gut wie nichts in der Musiklandschaft, das mit Slipknot vergleichbar wäre. Herauszuheben sind die Songs „Left behind“ und „My plague“, welches im Soundtrack der Horrorgame-Verfilmung „Resident Evil“ Verwendung fand. Hier treffen gegrowlte Strophen, die nur so vor Aggressivität strotzen auf klar gesungene Refrains, was das Gesamtbild der Platte etwas auflockert.
Fazit
In einem sind sich Fans und Gegner der Band auf jeden Fall einig: „Slipknot“ sind Geschmackssache: So aggressiv und so brachial kommen die Tracks teilweise daher, als dass sie für den „normalen“ Durchschnittskunden noch zugänglich wären. Definitiv ist „Iowa“ schwer verdauliche Kost; trotzdem kann man der Band einen gewissen Reiz nicht absprechen, was natürlich auch an dem aufmerksamkeitsträchtigen Image der mittlerweile nur noch acht (Bassist Paul Gray verstarb Ende Mai 2010) Mitglieder umfassenden Band aus Des Moines liegt.
Die Folgejahre zeigten aber, dass die Band stückweise von ihrem Brutalo-Image abrückte und sich auf den neueren Platten etwa unmaskiert zeigten und sogar Balladen einspielten, was bei den Fans nicht unbedingt auf einstimmigen Zuspruch traf. Man kann sagen, dass die Band über die Jahre reifte, aber „Iowa“ bietet von dem, was Slipknot ursprünglich ausmachte, immer noch am meisten: nämlich kompromisslosen Metal mit einer Prise Hip-Hop, der die Boxen erzittern lässt und „Iowa“ zu Recht zu einem der wichtigsten Metal-Alben der letzten 15 Jahre macht.
Fever von Bullet for My Valentine
Trackliste
01 – Your Betrayal
02 – Fever
03 – The Last Fight
04 – A Place Where You Belong
05 – Pleasure and Pain
06 – Alone
07 – Breaking Out, Breaking Down
08 – Bittersweet Memories
09 – Dignity
10 – Begging for Mercy
11 – Pretty on the Outside
Das Album
„Your Betrayal“ ist ein stimmiges Intro für das ganze Album. Schon bei dem ersten Titel merkt man, dass Bullet for My Valentine diesmal eine härtere Schiene fahren als beim letzten Ableger „Scream, Aim, Fire“. Der Song an sich bleibt stark und hat das typische Bullet for my Valentine Feeling, welches gut rüber gebracht wird. Der Titelsong „Fever“ lässt einen direkt den Fuß zum schnellen und harten Takt des Songs bewegen. Der Refrain geht direkt in den Kopf und bleibt dort eine ganze Weile, es ist wahrlich ein Fieber, das die Band mit diesem Titel erzeugt. Ein guter Song. „The Last Fight“ war die erste ausgekoppelte Single aus diesem Album und überzeugte mit schnellen Phasen, einem guten Intro und einem starken Text. Das Solo nach 2 1/2 Minuten reiht sich gut in die Stimmung des gesamten Songs ein und ist durchaus stimmig. Einer der stärksten Songs des Albums.
In „A Place Where You Belong“ geht es dann wieder etwas ruhiger zu als bei den ersten drei Songs, dennoch bleibt die Spielart hart und man hört endlich die Screams, wenn auch fast nur im Intro. Zwar geht der Titel etwas unter, ist aber trotzdem hörenswert. Der Song „Pleasure and Pain“ beginnt dann direkt mit einem Shout, welcher die Stimmung des Songs schon gut wiedergibt. Der Refrain ist eingängig und geht ebenfalls schnell ins Ohr. Der Track „Alone“ beginnt mit einem guten Tapping im Intro, gefolgt von einem Scream des Sängers. Die Stimmung des Intros hebt sich von der der restlichen Songs stark ab. Kurz darauf bleibt man auf einem Level und bekommt zwar einen etwas langsameren, aber dennoch sehr guten Song, wenn auch nicht den stärksten Titel des Albums zu hören.
In „Breaking Out, breaking down“ beginnt die Band direkt mit dem Chorus, was keinesfalls schlecht ist, dennoch bleibt der Chorus eher schleppend, was aber durch die Bridge und die Verse wieder ausgeglichen wird. Dennoch will der Funke bei dem Lied nicht so ganz überspringen.
„Bittersweet Memories“ ist sozusagen die Ballade des Albums. Ruhig, stimmig und trotzdem enthält er vereinzelte Screams. Der Aufbau erinnert etwas an „Forever and Always“ aus dem Vorgänger. „Dignity“ besticht durch ein schönes Intro, einen ruhigen, aber trotzdem starken Vers und eine stimmige Bridge, die von einem harten Scream eingeleitet wird. Definitiv einer der stärkeren Songs des Albums. Auch der darauf folgende Track „Begging for Mercy“ ist einer der stärkeren Songs auf „Fever“, gleichzeitig ist der Song wohl einer der härtesten Tracks auf dem Album.
Das Intro von „Pretty on the Outside“ lässt schließlich einen eher ruhigen Song zum Ende des Albums vermuten. Allerdings liegt man mit dieser Vermutung dann doch eher falsch. Der Song ist hart mit vielen Screams und einem sehr starken Chorus. Die Verse überzeugen durch ihre Härte und einen durchdachten Text. Vielleicht ein nicht gerade leises Outro, aber das muss ja auch nimmt unbedingt sein.
Fazit
Das Album überzeugt gleich vom ersten Song an und bleibt stark. Die Tracks wirken alle anders und sind vor allem nicht so „belanglos“, wofür die Titel des Vorgängers häufig kritisiert wurden. Die stärksten Songs sind hier wohl „Begging for Mercy“, „Your Betrayal“ und „Dignity“. Das einzige was man wohl als Kritikpunkt ansehen kann ist die Tatsache, dass viele Songs kaum Screams und Growls aufweisen und der Gesang einfach „clean“ bleibt. Ob das aber wirklich ein Kritikpunkt ist muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden. Insgesamt ein gutes Album.
Buiikikaesu von Maximum the Hormone
Trackliste
01 – Buiikikaesu!!
02 – Zetsubou Billy
03 – Kuso Breakin’ Nou Breakin’ Lily
04 – Louisiana Bob
05 – Policeman Benz
06 – Black Yen Power G-Man Spy
07 – Akagi
08 – Kyokatsu
09 – Bikini. Sports. Ponchin
10 – What’s Up, People?!
11 – Chu Chu Lovely Muni Muni Mura Mura Purin Purin Boron Nururu Rero Rero
12 – Shimi
13 – Koi No Megalover
14 – Bonus Track
Das Album
Maximum the Hormone ist eine japanische Metal Band, auf die viele außerhalb Japans nur durch die Animeserie „Death Note“ gekommen sind, weil das 2. Intro und 2. Outro eben dieser Serie von Maximum the Hormone stammt. Die vier Musiker zeichnen sich in diesem Album durch viel Kreativität, Vielseitigkeit und Härte aus.
Der erste Titel ist schon schnell und hart, bringt aber trotzdem gute Laune rüber und lässt auf mehr gute Musik hoffen, welche dann auch mit dem 2. Track „Zetsubou Billy“ folgt. Dieser Titel ist das 2. Outro von „Death Note“ und anscheinend auch thematisch etwas an die Animeserie angepasst. Der Song wirkt ernst, etwas düster und hart, überzeugt mit gutem Chorus und toller Spielart. Nachdem man sich durch „Zetsubou Billy“ gehört hat, bekommt man eine Musikbox vorgesetzt, der dann Pop-Rock artige Musik folgt, eingeleitet durch die Stimme der Drummerin. Der Song macht sehr gute Laune und auch die Growl/Scream Parts passen recht gut rein.
Die nächsten Songs sind alle relativ hart, vielseitig und lassen sich gut hören, vor allem „Louisiana Bob“ bleibt im Ohr durch seinen guten Chorus. Als zehnter Track folgt dann der wohl bekannteste Track des Albums, höchstwahrscheinlich weil es das Opening von „Death Note“ ist. Das Lied ist wohl eins der härtesten Lieder des Albums und auch der Band, was schon durch den Anfang klar gemacht wird. Die schnelle Spielart und der aggressive Gesang passen perfekt zusammen und lassen vermutlich keinen Fuß am Boden stehen.
Es folgt dann der missverstandenste Titel des Albums, „Chu Chu Lovely Muni Muni Mura Mura Purin Purin Boron Nururu Rero Rero“. Viele bezeichnen ihn als „süß“, „lustig“ oder gar „nett“. Hier sollte man sich aber definitiv besser eine Übersetzung ansehen… „Shimi“ ist dann mehr ein Lückenfüller vor dem letzten Track, der zwar hart, aber eher unwichtig daherkommt. Den nächsten Song kann man bestimmt auch auf Partys hierzulande spielen. Der Anfang wirkt wie härterer Pop-Rock, darauf folgt dann eine harte Passage mit hartem Gesang und Scream.
Fazit
Der Track „Koi no megalover“ fasst sozusagen noch einmal das gesamte Album zusammen und hinterlässt eine sehr gute Stimmung. Wer japanische Musik, viel Abwechslung und auch eine gewisse Härte mag, sollte sich dieses Album zulegen.
Enter the Chicken von Buckethead
Trackliste
01 – Intro
02 – We are one
03 – Botnus
04 – Three fingers
05 – Running from the light
06 – Coma
07 – Waiting hare
08 – Interlude
09 – Funbus
10 – The hand
11 – Nottingham Lace
Der Künstler
Der Name „Buckethead“ kommt nicht von ungefähr – schließlich tritt der Gitarrenvirtuose Brian Carroll seit Beginn seiner Karriere mit einem Essenseimer einer namhaften amerikanischen Fastfoodkette auf dem Kopf und einer ausdruckslosen weißen Plastikmaske vor dem Gesicht auf. So ausgefallen sein Bühnenoutfit ist, so ausgefallen ist auch sein Musikstil. Seine zahllosen Werke (seit 2001 über 40 LPs) in eine Schublade zu stecken ist völlig unmöglich. Buckethead, der vorrangig für sein exaltiertes Gitarrenspiel bekannt ist, beherrscht nebenbei auch noch das Schlagzeug, das Klavier, die Orgel und diverse Saiteninstrumente (Bass, Mandoline, etc.) – ein Vollblutmusiker durch und durch!
Das Album
Wüsste man es nicht besser – man würde niemals glauben, dass dieses Album von ein und demselben Künstler ist. Die Tracks unterscheiden sich wie Tag und Nacht, das Repertoire reicht von Ambient bis Thrash Metal, von orientalischem Chanson bis hin zu elektronischem Trip-Hop. Eine Premiere in der Karriere von „Buckethead“ stellt die Tatsache dar, dass zum ersten Mal Gastsänger ins Boot geholt wurden, die Songs also nicht mehr wie bisher vollinstrumental sind. Veröffentlicht wurde „Enter the Chicken“ über das Label von „System of a Down“-Vocalist Serj Tankian, der bekanntlich musikalischen Experimenten gegenüber nicht abgeneigt ist. Nach dem Intro gibt es gleich ein mächtiges Metalbrett auf die Ohren, bei dem Tankian höchstpersönlich den Gesangspart übernommen hat und das so auch auf jedem „System of a Down“ Album seinen Platz finden könnte.
„Botnus“ legt nochmal einen Tick an Härte zu und könnte auch von „Cradle of Filth“ und Konsorten stammen. „Three Fingers“ dagegen ist sehr Hip Hop-lastig und erinnert an „Cypress Hill“ oder die legendäre „Run DMC“ / „Aerosmith“ Kollaboration. „Running from the light“ stellt dann vollends die 180 Grad-Wende im Vergleich zu den Anfangstracks dar und erinnert an „Portishead“ oder „Air“ – ein Popsong mit einer soften Chill-Out-Note versehen. Die iranische Sängerin Azam Ali steuert die Vocals für „Coma“ bei – wiederum ein loungiger Track ohne jegliche harte Gitarrenriffs mit Ähnlichkeiten zu Enigma und ähnlicher Ethno-Musik.
„Waiting hare“ ist ein absolut radiotauglicher Pop-Rock-Song, bei dem wiederum Tankian seine Finger im Spiel hat. Gerade, als man sich an die smoothen Klänge gewöhnt hat, kommen die verstörenden Gitarrenriffs von „Funbus“ und „The Hand“, teilweise sehr gewöhnungsbedürftig und sicherlich nicht für jedermann geeignet, mit voller Wucht als feinster Metal daher. Abgerundet wird die LP von „Nottingham Lace“, dem einzigen Instrumentalsong auf „Enter the Chicken“.
Fazit
„Slayer“ gewürzt mit „Public Enemy“ abgeschmeckt mit einer Prise „System of a Down“ und als Garnitur eine ordentliche Portion „Enya“ – fertig ist das Meisterwerk, welches Brian Carroll mit „Enter the Chicken“ abliefert. Selten hat man solch eine Bandbreite an musikalischer Variabilität auf eine CD gepresst vorgefunden. Währen der Anfang und Schluss jeden knochenharten Metaller zufriedenstellen wird, sorgen die Tracks im mittleren Teil für relaxtes Chill-Out-Feeling – nicht minder gut produziert. Als Resultat könnte man „Buckethead“ als den „Carlos Santana des Undergrounds“ bezeichnen. Diese Platte hätte den Mainstreamdurchbruch zweifelsohne verdient.
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