‘Spiele’
Gothic 2
Handlung
Die magische Barriere aus „Gothic“ ist gefallen und die meisten Gefangenen fliehen nun aus dem Minental. Das magische Erz wird nun nicht mehr gefördert und König Rhobar II. befielt seinem Paladin Lord Hagen mit einem Schiff und 100 seiner besten Männer auf die Insel Khorinis zu segeln und das Schiff mit Erz zu füllen. Die Paladine übernehmen die Hafenstadt und lassen sich im gehobenen Viertel nieder. Die Angst verbreitet sich auf der Insel, da die Gefangen nun frei sind und die Orks immer näher rücken. Nahrungsmittel werden in Khorinis knapp, da seit Kriegsbeginn keine Schiffe mehr in den Hafen einlaufen.
Dies führt dazu, dass die Miliz der Stadt immer mehr von den Bauern eintreiben und sich so die Spannung aufbaut, die letztendlich zum Bauernaufstand, unter der Führung des Großbauern Onar, führt. Onar hat einige Söldner aus der alten Kolonie angeheuert. Angeführt wird der „wilde Haufen“ von General Lee. Als ob das nicht schon genug Probleme wären, häufen sich die Diebstähle in der Stadt und man munkelt über eine mysteriöse Diebesgilde. Der Magier Xardas meint, dass es eine neue Bedrohung gibt und der namenlose Held der Auserwählte ist. Um sein Schicksal zu erfüllen muss man das Auge Innos finden, doch um dieses Artefakt zu finden muss man seine Fähigkeiten verbessern und viele Quests erledigen.
Gameplay
Die Spielwelt von „Gothic 2“ ist um einiges größer als die in „Gothic“. Zudem enthält „Gothic 2“ noch die Welt von „Gothic“. Wieder ist die Welt sehr detailreich und unterschiedlich gestaltet. „Gothic 2“ hat im Vergleich zum Vorgänger noch mehr zu bieten. Es gibt mehr Fähigkeiten zu erlernen und natürlich mehr Waffen, Rüstungen und andere Items, zudem gibt es neue Monster und Spruchrollen. Die Charaktere aus Teil 1 tauchen teilweise wieder auf. Gerade wichtige Schlüsselpersonen wie Gorn, Diego oder Milten tauchen auch später in Teil 3 wieder auf. Interessant ist es auch zu sehen, wie sich diese alten Charaktere bis in den zweiten Teil entwickelt haben. Die Grafik ist eine Weiterentwicklung der Gothic-Engine und ähnelt dieser daher stark. Dies ist allerdings kein Nachteil, da die Grafik von „Gothic“ schon sehr gut war und nun noch einmal um einiges verbessert wurde. Es macht Spaß, sich diese Welt anzusehen. In Gothic 2 kann der Spieler zwischen Miliz, Rebellen und Feuermagiern wählen. Eine Nebengilde in dem Spiel ist die Diebesgilde.
Fazit
Gothic 2 ist ein würdiger Nachfolger von Gothic. Es macht Spaß, das Spiel zu spielen und sich von der Welt von Gothic fesseln zu lassen. „Die Nacht des Raben“ ist darüber hinaus noch ein sehr gutes Add-On zu Gothic 2 und ebenfalls absolut empfehlenswert.
Gothic
Handlung
Ein namenloser Held…so beginnt jedes Spiel der Gothic-Reihe. Teil 1 spielt auf der Insel Khorinis, im Königreich Myrtana, welches im Krieg mit den Orks ist. Die Waffen aus magischen Erz sind sehr bedeutend und im Minental wird dieses Erz gefördert. Einige Magier sollten eine Barriere schaffen, damit niemand aus der Gefängniskolonie ausbrechen kann. Doch etwas ging schief und die Barriere breitete sich zu stark aus. Der Spieler findet sich nun in dieser Barriere wieder und muss sich als erstes einen Name in der Kolonie verschaffen.
Der Spieler hat dabei die Auswahl zwischen drei großen Lagern, dem alten Lager, was durch die Gefolgsleute Rhobars geleitet wird. Das neue Lager, was durch Söldner geleitet wird und zuletzt noch das Sumpflager, dessen Anhänger einer Sekte folgen. Jedes dieser drei Lager hat einen anderen Plan, den es verfolgt um die Barriere zu zerstören. Im Laufe des Spiels lernt der Held jedoch den Magier Xardas kennen, der einen anderen Plan verfolgt. Laut Xardas ist der Schläfer, der für die Sekte im Sumpflager ein Gott ist, ein böser Dämon, der für die Ausbreitung der Barriere verantwortlich ist. Laut Xardas muss man den Schläfer, der unter der Stadt der Orks wohnt, umbringen um die Barriere zu zerstören.
Spielaufbau
Das Spiel ist ein typisches Rollenspiel, man erledigt Aufgaben, bekommt dafür Ansehen, Gold, Ausrüstung und Erfahrung. Mit der Erfahrung kann man die Fähigkeiten des Helden verbessern. In Gothic kann man sich je nach ausgesuchtem Lager „spezialisieren“. Im alten Lager wird man ein Gardist, im neuen Lager ein Söldner, der mit schweren Waffen umgehen kann und im Sektenlager konzentriert man sich auf die geistige Stärke.
Fazit
Beeindruckend empfand ich beim ersten Spielen vor einigen Jahren das Kampfsystem, welches sich sehr gut verbessern lässt. Man sieht Veränderungen in den Bewegungen des Helden und die Schadenszahlen erhöhen sich. Das Einzige was ich mir anders vorstellen könnte ist, dass man Fähigkeiten durch viel Benutzen lernt, nicht durch Reden.
Beispielsweise kämpft man viel und oft mit Einhandwaffen, aber der Charakter verbessert diese Eigenschaft nicht. Man kann aber zu einem Lehrer gehen und sein Zweihandkampfsystem auf Meister verbessern, ohne auch nur einmal einen Zweihänder gesehen zu haben. Ich finde das System ist noch verbesserungsfähig, ansonsten hat Piranha Bytes aber sehr gute Arbeit geleistet. Als kleine Überraschung spielt die Mittelalter-Band „InExtremo“ ein Lied namens „Herr Mannelig“ im alten Lager, genauer im Außenring des alten Lagers. Meine persönliche Meinung zu „Gothic“ ist klar – es ist eines der besten und packendsten Rollenspiele die es gibt.
Anno 1404
Spielinhalt
Die beliebte deutsche Aufbaustrategiereihe geht in die vierte Runde. An den Erfolg des mittlerweile vierjährigen Vorgängers, Anno 1701 anknüpfend, entführt uns diese großartige Simulation nicht nur in den Okzident, sondern zum ersten Mal auch in das fremde Abendland. Am Kernprinzip der Anno-Reihe ändert sich nichts. Nach wie vor ist es die Aufgabe des Spielers, mit anfangs nicht mehr als ein bis zwei Schiffen und ein wenig Proviant an Bord Inseln zu besiedeln und kleine Siedlungen zu blühenden Städten auszubauen. Dabei gilt es nicht nur, die Rohstoffe der eigenen Insel genau auszukundschaften und zu nutzen, sondern auch schnell sein Imperium auf weitere Inseln zu erweitern um möglichst schnell eine florierende Wirtschaft aufzubauen. Dabei ist es nicht nur wichtig die eigenen Warenkreisläufe zu optimieren, sondern es muss auch der Kontakt zu den vom Computer gesteuerten Mitspielern gepflegt werden – sei es in Form eines Handelspakt oder einer offenen Kriegserklärung.
Der Kreuzzug
Die Kampagne von Anno 1404 ist, wie in der Reihe üblich, eigentlich ein spannend und interessant erzähltes Tutorial .Die Geschichte rankt sich um einen Krieg gegen den Orient, in dessen abwechslungsreichen Verlauf der Spieler alle wichtigen Befehle und Werkzeuge kennenlernt um später im Endlosspiel, dem eigentlichen Kern der Serie, schnell Fuß zu fassen. Behutsam werden Anno-Neulinge so in die Spielmechanik eingeführt, ohne sie zu überfordern und auch Profis, die von den ersten Aufgaben vermutlich noch etwas unterfordert sein dürften, werden von der Geschichte und den abwechslungsreichen Aufgaben bei Laune gehalten. Insgesamt gliedert sich die Kampagne in acht Kapitel, die jedoch teilweise drei bis vier Stunden in Anspruch nehmen können.
Das Endlosspiel
Das Highlight der Anno-Reihe ist und bleibt das Endlosspiel. Vorab kann dabei nun jede Partei mit 35 einzelnen Reglern ganz an das persönliche Spielerlebnis angepasst werden. Ob mit oder ohne räuberische Korsaren, die eine Gefahr für ihre Handelsrouten darstellen ist nur eine der vielen Optionen. Sobald der Spieler sein selbsterstelltes Spiel betritt, wird er auch schon eine weitere gravierende Neuerung an Anno bemerken – der Orient als neue Partei im Spieluniversum. Neben den bereits bekannten Inseln mit eher europäischen Ressourcen und Rohstoffen erscheinen nun auch Wüsteninseln auf der Karte, die mit orientalischer Handwerkskunst in blühende Oasen mit Dattelpalmen und Indigoplantagen verwandelt werden können. Das dafür nötige Wissen erlangt der Spieler vom Großwesir des Sultans, der als Berater für alle abendländischen Technologien dient. Im Austausch gegen Geschenke und Ruhmpunkte, die zum Beispiel durch das Erfüllen von Nebenaufträgen gesammelt werden können, gewährt er zunehmend Ausblick auf neue Gebäudearten und ermöglicht so den Handel mit exotischen Waren.
Technische Details
Die Grafik und der Sound von Anno 1404 suchen im Genre ihres Gleichen. Die wunderbare Detailverliebtheit der Designer macht es einfach zu einer Freunde den Bewohnern seiner Metropole zuzusehen und der orchestrale Soundtrack trägt zwar manchmal etwas zu dick auf, ist aber durchgehen schön komponiert und untermalt angenehm die mittelalterliche Atmosphäre.
Fazit
Eines der besten Spiele seines Genres. Wunderschön, angenehm komplex und nicht einmal nach 100 Spielstunden langweilig. Für Fans und eigentlich auch für alle anderen ein absoluter Pflichtkauf!
Mat Hoffmans Pro BMX 2 (PlayStation 2 Version)
Tony Hawk auf zwei Rädern
Die Tony Hawk Reihe ist inzwischen legendär. Millionen von Kindern und Jugendlichen rund um den Globus spielen das Skategame auf allen möglichen Konsolen und ein Ende der Serie ist nicht in Sicht. Doch warum soll das, was auf vier Rollen funktioniert, nicht auch auf zwei Rädern ein Erfolg werden, dachten sich die Entwickler von Activision wohl bei der Entwicklung von „Mat Hoffman’s Pro BMX 2“.
BMX-Trip quer durch die Staaten
Als Karrieremodus dient der sogenannte „Road Trip”“ Hierbei schlüpft man in die Rolle von einem der vorgegebenen elf BMX-Fahrer und fährt und trickst sich von eine Stadt in die nächste. Die Levels sind dabei um einiges schwerer zu lösen als die der Tony-Hawk-Reihe. Durch das Erreichen der verschiedenen Level werden auch die einzelnen Städte und BMX-Parks freigespielt.
Die coolsten Moves lassen sich dabei im Notizbuch speichern, welches allerdings massenhaft Speicherplatz auf der Memory Card in Anspruch nimmt. Wem das zu lange dauert, der kann sich auch an den Parkeditor wagen und nach Herzenslust Pipes, Pools und Rails bauen. Das Gameplay ähnelt der Tony Hawk-Steuerung sehr. Mit X wird abgesprungen, mit der Dreieckstaste gegrindet und auf der Quadrat- und Kreistaste getrickst. Auch Flatlandtricks und Liptricks sind möglich.
Mann gegen Mann
Der Multiplayermodus bietet verschiedene Duellierungsmöglichkeiten wie etwa den „normalen“ Trickcontest, das „LOSER“-Duell (die Spieler tricksen abwechselnd und müssen sich jedesmal überbieten) oder Gotcha. Besonders viel Spielspaß bietet aber zweifelsohne die „Halfpipe-Hölle“: In einem See von Lava sind in einem bestimmten Abstand Quarterpipes aufgestellt. Nun muss man sich von Pipe zu springen. Wehe, man springt zu kurz…Je nach Vorliebe lässt sich der Bildschirm dabei sowohl längs als auch horizontal teilen.
Eine Grafik, die der Zeit voraus war
In Anbetracht der Tatsache, dass das Spiel bereits über sieben Jahre alt ist, muss man den Grafikern ein großes Lob aussprechen. Es ruckelt nichts, der Bewegungsablauf ist flüssig und der Aufbau der Spiellandschaft läuft reibungslos. Bei Stürzen wurde – wohl aus Gründen des guten Geschmacks – weiterhin auf Blut verzichtet. Schön für sensible Gemüter, allerdings beeinträchtigt dies ein wenig den Realismus. Vergleichbar ist dies mit der Gran-Turismo-Serie, bei der auf Wunsch der Autohersteller auf Dellen und Kratzer bei Crashs verzichtet wurde
Fazit
„Mat Hoffmans Pro BMX 2“ bietet eine willkommene Abwechslung zum inzwischen etwas ausgelutschten Tony-Hawk-Dauerbrenner. Den Platzhirsch hat man in diesem Genre aber (noch) nicht verdrängen können. Während 2009 die nächste Generation der Skateboardversion veröffentlicht wurde („Tony Hawk: Ride“ – mit sensorgesteuertem Skateboard fürs Wohnzimmer), verschwand die Mat Hoffman Serie nach diesem Teil auch wieder in der Versenkung – eigentlich schade.
The Elder Scrolls IV: Oblivion – Shivering Isles
Inhalt
Bei dem 2009 erschienenen Spiel „Shivering Isles“ handelt es sich um eine Erweiterung zu dem bekannten Rollenspiel „Oblivion“ welches bereits 2006 erschienen ist. Bei „Shivering Isles“ handelt es sich indes bereits um die zweite Erweiterung zu „Oblivion“. Das Spiel spielt in einer neuen Welt, in die man durch ein Portal in der Nähe von „Nibben Bay“ gelangt. Bei der Erweiterung wird erstmals eine wirkliche Entscheidung im Spiel verlangt, da man sich für die Seite von „Nania“, welche für die optimistische und fröhliche Sichtweise auf das Leben steht oder für die Seite von „Dementia“, welche für die eher tragische und verschwörerische Sichtweise steht, entscheiden muss. Bei den beiden Seiten erfolgt eine räumliche Trennung, so ist die eine Hälfte des Landes für die „Nania“ bestimmt, die andere für „Dementia“. Auch die Architektur und der Umgang der Personen miteinander variiert je nach gewählter Seite.
Der Auftrag des Spiels ist es, den Dedrafürsten Sheogorath zu beschützen, welcher der Herrscher über beide Seiten ist. Zu sagen ist hierbei, dass sich beide Seiten aus einer Art des Wahnsinns zusammensetzen, dies wird einem im Verlauf des Spiels immer mehr bewusst. Die größte Gefahr für die Welt und für Sheogorath ist die „Ordnung“, welche in Gestalt von Rittern versucht das Land zu überrennen. Im Laufe des Spiels versucht man sich von einem einfachen Kämpfer zu einer der wichtigsten Personen im Reich hochzuarbeiten. Hierbei kommt es je nach gewählter Seite zu unterschiedlichen Aufgaben.
Über das Spiel
Das Spiel baut auf die Grafik von „Oblivion“ auf, wobei allerdings ein wenig nachgeholfen wurde, um die Grafik zu verbessern. Die Welt ist im Gegensatz zu Oblivion nicht mehr so farbenfroh und überaus „rein“, sondern sie erinnert mehr an den Vorgänger von „Oblivion“, „Morrowind“. Nahezu alle Gespräche sind vertont, aus diesem Grund ist das Lesen der Texte nicht unbedingt notwendig. „Shivering Isles“ ist ein sehr abwechslungsreiches Spiel, es stellt den Spieler immer wieder vor Entscheidungen, welche den Spielfluss immer wieder verändern.
„Shivering Isles“ ist also kein simples Spiel, dass stur einem roten Faden folgt. Die Spieldauer beschränkt sich hierbei auf 15 Stunden für den Hauptquest. Einen Nachteil hat die Erweiterung jedoch: Im Gegensatz zu „Oblivion“ selbst gibt es in „Shivering Isles“ es fast keine Nebenquests. Nur der Hauptquest führt durch die Geschichte und es ist dabei fast nicht möglich andere Aufgaben zu übernehmen. Dies ist sehr schade, denn gerade „Oblivion“ glänzte durch seine enorme Bandbreite und Freiheit. Aber aufgrund der Tatsache das es sich hier nur um eine Erweiterung handelt, kann man getrost sagen, dass der Hauptquest alleine schon ausreichend ist.
Fazit
„Shivering Isles“ ist ein sehr gutes Addon geworden, welches sich darauf beschränkt, dem Spieler die Hauptgeschichte nahezulegen. Dies tut das Spiel durchaus mit Erfolg. Der Spieler fühlt sich in der Welt und auch mit den neuen Figuren sehr schnell wohl. Positiv ist zu nennen, dass Bethesda darauf verzichtete die Welt, wie in „Oblivion“, zu hübsch zu machen. Oblivion besaß eine Schönheit, welche schon ein wenig zu viel des Guten war. „Shivering Isles“ macht dies besser, denn es gibt wie in der wirklichen Welt auch Stellen, die nicht ganz so schön sind. Insgesamt lohnt sich der Kauf dieses Spiels.
Wer wird Millionär – Party Edition
Zum Spiel
Jeder kennt es aus dem Fernsehen und einige kennen es auch für den Computer. Nun ist eine neue Version erschienen, die ein wenig mehr in Richtung der Mehrspielerinteraktion geht. „Wer wird Millionär Party Edition“ orientiert sich dabei mehr auf das kooperative Spielen an einem Computer oder an mehreren Computern über ein Netzwerk (LAN). Hierbei sind die Fragen ähnlich gehalten wie im Fernsehen. „Wer wird Millionär“ ist ein Kassenschlager im Fernsehen, es spielt an einem Tag eine Vielzahl des Geldes ein, dass der Mitspieler am Ende wirklich gewinnt.
Bei dem Spiel wird dies nicht so sein, denn auch wenn das Spiel einige gute Ansätze hat, so ist es doch ein fast schon kindisches Spiel geworden. Der Publisher Eidos hat sich bei diesem Spiel keine allzu große Mühe gemacht und hat es anscheinend direkt nach der Entwicklung auf den Markt gebracht. Deshalb ist das Spiel auch nicht sonderlich stabil. Die Audioausgabe ist manchmal mehr als fehlerhaft und die Spielgrafik ist eine Zumutung. Aber es geht bei diesem Spiel ja bekanntlich nicht so sehr um die Grafik sondern vielmehr um den Spielspaß. Die Nintendo Wii zeigte uns allen, dass ein Spiel nicht zwangsläufig eine gute Grafik braucht, um ein kommerzieller Hit zu werden.
Aber auch das wird bei diesem Spiel nicht der Fall sein, denn dafür macht es selbst das nicht komplizierte Konzept von „Wer wird Millionär“ unnötig schwer und unverständlich. Die Spielschwierigkeit ist extrem hoch, so sind unter der normalen Stufe auch nach mehrmaligen Versuchen keine höheren Gewinne als 16.000 Euro zu erzielen. Nun könnte man behaupten, dass dies an der mangelnden Intelligenz des Spielers liegen würde. Aber wenn man den Erfahrungsberichten anderer Spieler einmal Glauben schenken darf, geht dies wohl fast allen Spielern von „Wer wird Millionär“ so.
Ein anderer Aspekt des Spiels ist die Interaktion mit anderen Spielern. Dies funktioniert an einem Computer recht gut und es macht auch einigermaßen Spaß. Schade ist nur, dass es sehr wenige Personen gibt, zwischen denen man wählen kann. Alle angebotenen Spielercharaktere sehen lächerlich aus. Zwar ist dies eine Party-Version des Spiels, aber Eidos verwandelt diese Edition in eine Kinderversion, da alles sehr stark überanimiert wird und auch die Personen keinerlei Züge menschlichen Wesens besitzen. Stattdessen stehen sie beispielsweise mit einem Dudelsack im Studio. Es ist sehr schade, dass das Programm nicht wenigstens eine einigermaßen normale Version des Spiels anbietet, denn auch eine Party-Version kann man auf das Altbekannte aufbauen. Das Spiel bietet 3 verschiedene Schwierigkeitsgrade an: Leicht, Mittel und Schwer. Wobei „Schwer“ hierbei wirklich so ist, wie es der Name verheißt, denn in dieser Spielstufe bekommt man schon zu Beginn Fragen gestellt, die im Fernsehen erst nach der 32.000 Euro Frage auftauchen.
Fazit
Alles in allem ist das Spiel leider ein ganzes Stück zu kindisch geraten. Die Sprachausgabe funktioniert nicht richtig und das ganze Spiel macht einen halbherzigen Eindruck – deshalb gibt es für das Spiel an dieser Stelle auch keine Kaufempfehlung.
Dead Space
Inhalt
Das Spiel spielt in ferner Zukunft. Man selbst übernimmt die Rolle eines Technikers, der auf einem weit entfernten Raumschiff eine Wartung durchführen soll. Bei dem Raumschiff handelt es sich um ein Planetenzerstörer, der die Überreste des Planeten nach nützlichen Vorkommnissen durchsucht um diese für den Verkauf aufzuarbeiten. Hierbei entpuppt sich die anfängliche Wartungsarbeit als Horrortrip, bei dem fast die ganze Besatzung des Schiffes ausgelöscht wird und sich in Zombies und andere Untote verwandeln.
Zum Spiel
Das Spiel hat schwerpunktmäßig den Charakter eines Shooters, enthält darüber hinaus aber auch einige Rollenspielelemente. Da wären zum einen die Items, mit welchen man seine Waffen verbessern kann und zum anderen die Kameraansicht im 3rd-Person-Modus. Das Spiel ist sehr gut durchdacht, wobei die Grafik aber leider nicht überzeugen kann – so könnten sowohl die Gesichter als auch die Waffen wesentlich detaillierter daherkommen, auch die Physik des Spiels lässt an einigen Stellen zu wünschen übrig.
Außerdem ist zu sagen, dass das Spiel sehr blutig ist. Dead Space zählt zweifelsohne zu den brutalsten Spielen der vergangenen Jahre und beweist dies vor allem mit dem Plasma-Cutter, der es erlaubt einzelne Gliedmaßen von Monstern abzutrennen, die dann nicht wie bei „Doom“ oder „Quake“ verschwinden sondern liegenbleiben. Das Leveldesign ist sehr eintönig, aus diesem Grund wird auch das Spiel selbst schnell eintönig. Man sieht ein Monster, tötet es und geht weiter. Dies ist über das ganze Spiel so, da die Story einen auch nicht dermaßen mitreist, dass sich wirklich etwas Neues ergibt. Dies bleibt auch bis zum Schluss des Spiels so, einzig die Endsequenz lässt einen auf mehr hoffen (was die Fortsetzung „Dead Space 2“ angeht).
Die Level, die bis auf eine Ausnahme alle im Raumschiff spielen sind sehr klein gestaltet. Man hat einen festgelegten Weg und weicht nie von diesem Weg ab. Dadurch kommt das Gefühl auf, dass Raumschiff wäre viel kleiner als es in Wirklichkeit ist. Abgesehen davon bietet das Spiel aber eine willkommene Abwechselung aus Slaughter und Rollenspiel, wobei ganz klar der Actionanteil des Spiels überwiegt. Eine so noch nicht gekannte Art der Spielführung ergibt sich in der Schwerelosigkeit, mit der man im es Spiel immer wieder zu tun bekommt. Hier kommt es vor allem auf das Geschick des Spielers an, auch beim Schweben noch die Monster zu treffen oder sich vorwärts zu bewegen.
Das Spiel bietet eine Vielzahl an Waffen, wobei zu sagen ist, dass es sich alleine mit dem Plasma Cutter gut leben lässt, da dies mit Abstand die beste und präziseste Waffe ist. Das Spiel gewann den „Game Critics Award ’08“ und wird somit von vielen Zeitschriften als das beste Actionspiel des Jahres 2008 angesehen – ob diese Auszeichnung gerechtfertigt ist, ist angesichts der Eintönigkeit des Spiels jedoch fragwürdig.
Fazit
Wer übermäßig brutale Shooterspiele mag, wird auch „Dead Space“ mögen. Es ist aber bei weitem nicht so tiefgründig wie etwa „F.E.A.R.“ und auch das Leveldesign ist nicht annähernd so gut wie beispielsweise das Leveldesign von „Crysis“.
Babys Fotohandy von Chicco
Warum ein Babyhandy?
Viele Eltern machen die Erfahrung, dass ihr Kleinkind mit ihrem Handy spielen will, was dann kaputte Geräte oder unerwünschte Anrufe (Kinder können ja so clever sein) zur Folge hat. Also gibt es mittlerweile einen riesigen Markt an Telefonen für Babies und Kinder, die mehr oder weniger ähnliche Funktionen haben wie ein „richtiges Handy“. Eines davon ist das hier vorgestellte „Fotohandy“ von Chicco.
Technische Daten
„Babys Fotohandy“ von Chicco ist etwa 12 x 5,5 x 21 cm groß, wird mit 2 1,5-Volt Mignon-Batterien betrieben und eignet sich für Kleinkinder ab 6 Monaten. Das Gerät enthält kein PVC und verfügt über einen Ein- und Ausschalter.
Funktionsbeschreibung
Das Telefon hat ein sehr robustes, buntes und rundes (wichtig, da es so nichts gibt, womit sich ein Kleinkind wirklich wehtun kann) Gehäuse. Im Display befindet sich eine Drehscheibe mit Tierbildern. Eine der Funktionstasten ist nämlich die bereits im Titel des Gerätes erwähnte „Fototaste“. Wenn das Kind auf den rechten großen Schalter drückt, dann macht es – wie beim echten Fotografieren – ein Auslösegeräusch und die Drehscheibe zeigt das nächste Bild an.
An der linken Seite befindet sich ein Ein-/Ausschalter zum Batteriesparen. Neben den 10 Zifferntasten gibt es oben unter dem Display noch 3 Tasten zum Draufdrücken mit folgenden Funktionen: 1.) eine Anrufklingel, 2.) einen Stimmenschalter, der „Hallo“ sagt und 3.)Vibracall (das bedeutet, dass das Telefon wie ein normales Telefon vibriert). Bei Drücken aller Tasten ertönen verschiedene Geräusche oder Klingeltöne, alle recht leise, nämlich auf das noch hervorragende Gehör von Kleinkindern abgestimmt. Außerdem blinken die Tasten in verschiedenen Farben auf.
Fazit
Die Firma Chicco hat ein wirklich kindgerechtes Telefon ohne Schadstoffe mit robustem Gehäuse entwickelt, das daher wohl lange Freude machen wird, auch wenn die Kinder natürlich nicht auf schonende Behandlung des Gerätes geeicht sind. Insgesamt ist das Preis-Leistungsverhältnis wirklich sehr gut, auf einige Vor- und Nachteile soll aber im Folgenden eingegangen werden.
Vorteile des „Fotohandys“: Es macht keinen Krach, sondern ist dem hervorragenden Hörvermögen eines Kleinkindes angepasst. Es ist sehr robust, und geht auch bei vielem Herunterwerfen auf Stein nicht kaputt. Das Handy ähnelt dabei wirklich einem „richtigen Handy“ mit den unterschiedlichen Funktionen. Das Gerät ist kindgerecht bunt in starken Farben (rot, blau, gelb) gestaltet, und die runden Formen verhindern Verletzungen und werden zum Erkunden gern ertastet und in den Mund genommen. Da das Gerät kein PVC enthält, ist es auch nicht gesundheitsschädlich.
Nachteile des Geräts: Die Fotofunktion hakt sehr schnell, allerdings lässt sich der Mechanismus meist recht schnell reparieren. Das Gerät ist darüber hinaus batteriebetrieben, was auf Dauer zu nicht unerheblichen Kosten führen kann (etwa wenn das „Handy“ lange angeschaltet ist oder das Kind häufig damit spielt). Desweiteren erkennen leider auch die kleinsten Kinder sehr schnell, dass es sich bei dem „Fotohandy“ von Chicco nicht um ein „echtes Handy“ handelt, weshalb sie dann vielleicht noch lieber mit den Handys der Eltern spielen.
Black & White 2
Einführung
„Black & White 2“, welches 2009 als vergünstigte „Green Pepper“-Version erschienen ist, ist (wie auch schon der erste Teil) ein Strategiespiel. Das Besondere an „Black & White“ ist hierbei, dass man selbst in die Rolle eines Gottes steigen kann um sein Volk zu verteidigen oder mögliche Feinde zu zermürben. Hierbei ist der zweite Teil um einiges schöner geworden als der erste und auch das Spiel an sich hat einige gute Neuerungen hinzugewonnen. Als allererstes sollte es einem „Black & White 1“-Spieler auffallen, dass die Anzahl der Einheiten und die Größe der Städte gewachsen ist.
Der zweite Teil bringt also eine Vergrößerung des gesamten Spielmechanismus mit sich. Hierbei behält das Spiel die guten Eigenschaften des Vorgängers bei und verbessert die von Zeitschriften genannten Mängel, welche den Spielablauf im ersten Teil ein wenig behinderten. Bereits der erste Teil avancierte zu einem großen Erfolg für den Publisher EA. Aus diesem Grund ist es auch nicht verwunderlich, dass dieses Spiel weiter programmiert wurde und dass in absehbarer Zeit wahrscheinlich auch noch eine dritte Fortsetzung des beliebten Strategiespiels erscheinen wird.
Spieleigenschaften
Das Spiel besitzt für ein Strategiespiel eine recht ordentliche Grafik. Insgesamt wird im Spiel viel Wert auf Details gelegt, wobei das Ganze (von den Göttern einmal abgesehen) doch recht realistisch „daherkommt“. Die Geschichte ist etwas lasch und bringt kaum Neuerungen mit sich, so muss man meist ein Volk beschützen und dann eine Stadt aufbauen. Nach dem Bau verschiedener wichtiger Häuser kann man mit seinem Volk ein Nachbardorf überfallen oder dieses mithilfe von architektonischem Können davon überzeugen, überzusiedeln. Der Spieler sollte dabei immer seinen Gott im Auge behalten, denn dieser ist der Dreh- und Angelpunkt des gesamten Spiels.
Er charakterisiert den Spieler, in der Art wie der Spieler den Gott handeln lässt. Dieser kann sehr menschenfreundlich, aber auch sehr unfreundlich gegenüber seinen Untertanen sein. Hierbei hat jede Entscheidung, die der Spieler fällt, auch eine Auswirkung auf den Spielverlauf und die Eigenschaften des Gottes. Das Spiel wird Spielern von Echtzeitstrategiespielen weniger gefallen, da die Bedürfnisse des Volkes von sehr hoher Bedeutung sind und die Bevölkerung kaum zufrieden gestellt werden kann. Spieler von „Die Siedler“ könnten aber durchaus Gefallen an „Black & White 2“ finden.
Fazit
Das Spiel überzeugt durch eine sehr ansprechende grafische Ausgestaltung, wobei die Grafik weder zu verspielt noch zu hart wirkt. Das Spielprinzip ist zu Beginn etwas schwer zu verstehen, gerade die Steuerung des Gottes und die Eigenschaften dieses sind etwas schwer einzuschätzen. Nichtsdestotrotz ist das Spiel gelungen und wird vielen Spielern Freude machen.
Aquanox 2 – Revelation von Massive Development
Über das Spiel
„Aquanox 2 – Revelation“ ist der Nachfolger des Actionspiels „Aquanox“, welches 2001 erschienen ist. „Aquanox 2“ ist hierbei unabhängig von der Geschichte des ersten Teils angesiedelt und hat auch weitaus bessere Kritiken erhalten, als sein Vorgänger. „Aquanox 2“ handelt von einer fernen Zukunft, in der die Menschen nicht mehr auf dem Land leben konnten. Die Menschen siedelten also ins Meer, dem einzigen Lebensraum der ihnen noch geblieben war. Die Menschen errichteten ihre Städte unter dem Wasser und eine neuartige Zivilisation entstand. Über die Jahre wurden immer mehr Geschichten über verborgene Schätze bekannt, welche im „Book of Revelation“ zusammengefasst sind. In dieser Zeit beginnt unsere Geschichte. Der junge William Drake ist auf der Suche nach Abenteuern und findet diese an Bord seines eigenen Schiffes, der „Harvester“, die nach einer Unachtsamkeit seinerseits von Piraten gekapert wurde.
Story und Spieleigenschaften
„Aquanox 2“ führt den Spieler in eine für damalige Verhältnisse (2002) einzigartig schöne Unterwasserlandschaft. Da die Grafik noch auf DirectX8 angesiedelt war, ist sie unter heutigen Aspekten gerade noch als befriedigend zu bezeichnen. Das, was dieses Spiel so spielenswert macht, ist aber nicht die Grafik, sondern das Spielgefühl. Das großartige Spielgefühl wird vor allem durch die gut erzählte und durch das ganze Spiel reichende Story erzeugt, welche immer wieder für Besonderheiten und Überraschungen gut ist.
Am Anfang des Spiels erfährt man nur sehr wenig über den eigenen Charakter. So wissen wir, dass der Vater von William Drake nach dem Tod von Drakes Mutter verschwunden ist und Drake und seiner Großmutter die Frachtfirma überlassen hatte, welche die Familie Drake einst berühmt machte. Mit der Zeit ging dieses Frachtfirma aber bankrott und William besaß nur noch einen Frachter, die „Harvester“. Das Spiel spielt in mehreren Städten und auf dem genannten Frachter. Hierbei ist es nicht möglich sich auf dem Frachter oder in den Städten zu bewegen, sondern die Dialoge werden mithilfe der Maus geführt indem die jeweilige Person angeklickt wird.
Das Steuern des Schiffes (hierbei gibt es unterschiedliche Schiffe die man über die Quests bekommt, von wenig bewaffneten und langsamen Frachtern bis hin zu sehr schnellen und bis an die Zähne bewaffneten Kriegsschiffen sind in „Aquanox 2“ alle Arten von Schiffen vertreten) ist ähnlich wie in einem Egoshooter. Der Spieler sitzt in einem virtuellen Cockpit und steuert das Fahrzeug über die WASD-Tasten durch das Wasser. Die Steuerung ist sehr einfach und die Fahrzeuge reagieren sehr realistisch auf Befehle. „Aquanox 2“ ist komplett vertont, jedes Gespräch wird in deutscher Sprache vorgelesen. Hierbei ist zu erwähnen, dass die Synchronsprecher gute Arbeit geleistet haben.
Fazit
„Aquanox 2“ schafft es, den Spieler über eine sehr gut gestaltete, mitreißende Story in das Spiel einzubinden. Es gibt wenig Stellen an denen es zu einem Spannungseinbruch kommt und das Spiel erstaunt immer wieder durch plötzliche Veränderungen. Die Grafik ist nicht mehr die neueste, doch die Geschichte hinter dem Spiel sorgt für einen enormen Pluspunkt, der die Schwächen der Grafik wieder ausgleicht. Das Spiel ist vor allem für Fans von Action- und Rollenspielen geeignet, wobei man sich mit der eingeschränkten Bewegungsfreiheit in Städten und auf dem Schiff abfinden muss. Alles in allem ist „Aquanox 2“ ein sehr gelungenes Spiel, welches auch noch Jahre nach der Veröffentlichung für Spielspaß sorgt.
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