Riding the bullet – ライディング・ザ・ブレット

Autorenwertung
  • Spannung
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  • Lesbarkeit
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  • Übersetzungsqualität
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  • Ausstattung
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  • Kultureller und literarischer Wert
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  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

 Riding the Bullet  (ライディング・ザ・ブレット) von

Inhalt

In dieser Kurzgeschichte erzählt der Ich-Erzähler Alan, ein junger Student, dass er eines Tages augerufen wird, weil es seiner Mutter sehr schlecht geht und sie im Krankenhaus liegt. Da er das einzige Kind ist und sein Vater schon lange gestorben ist, macht er sich sofort auf den Weg per Anhalter. Schon bald hält George Staub an, der ihn mitnimmt, doch Alan spürt, dass irgend etwas seltsam ist. George ist nämlich kein normaler Mensch, sondern ein Todesbote, ein Untoter, der Alan vor die Wahl stellt, dass entweder er oder seine Mutter sterben wird, aber eine Person müsse an dem Tag sterben. Alan ist hin- und hergerissen, entscheidet sich aber letztendlich dafür, dass seine Mutter sterben soll. Am Krankenhaus angekommen, erfährt er jedoch, dass seine Mutter nicht nur lebt, sondern auch auf dem Weg der Besserung ist. Dennoch wirft Alan sich seine Entscheidung ein Leben lang vor und schreibt die Geschichte auf.

Weltweit erstes erfolgreiches kommerzielles E-Book

An dieser Kurzgeschichte ist vor allem besonders, dass der Autor Stephen King sie im Jahr 2000 nicht als Papierbuch veröffentlichte, sondern ausschliesslich als Download auf seiner Homepage, was damals für so viel Aufsehen gesorgt hat, dass diese Neuerung sogar Gegenstand der Nachrichten in Deutschland war. E-Books als solche gab es in kleinem Umfang schon, aber dass ein Top-Autor dies macht und dann auch noch kommerziell erfolgreich (mehr als 50.000 Downloads innerhalb weniger Tage wurden erzielt), das war sensationell und wurde in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert.

Heutzutage sind Bücher, auch wenn sie ausschliesslich als Ebooks veröffentlicht werden, keine Seltenheit mehr, aber damals war es ein Kulturschock.  Erst 2002 wurde die Geschichte mit anderen Kurzgeschichten zusammen in den USA als Buch veröffentlicht.

Anders jedoch in anderen Ländern: die beiden grössten Buchmärkte der Welt nach den USA, Deutschland und Japan, haben noch im gleichen Jahr, Ende 2000, jeweils eine gedruckte Version dieser Kurzgeschichte veröffentlicht; in Deutschland war es der Ullstein Verlag (die weltweit erste gedruckte Ausgabe dieser Geschichte), in Japan – der hier vorliegende Band. Darüber hinaus sind gedruckte Ausgaben bislang nur für Italien und Holland bekannt.

Japanische Ausgabe mit Besonderheiten

Als Besonderheit der japanischen Ausgabe zählt, dass der Übersetzer, Roo Shiraishi, am Ende des Buches ein Nachwort des Übersetzers geschrieben hat, indem er die Entstehungs- und Veröffentlichungsgeschichte des Buches beschreibt. Übersetzer sind in Japan oft genauso bekannt und wichtig wie die Autoren selbst und so bekommt Shiraishi mit drei Seiten in dem Buch und der Nennung seines Namens schon auf dem Aussencover einen entsprechend hohen Stellenwert zuerkannt.

Spezialisiert auf amerikanische , hat Shiraishi auch in der vorliegenden Kurzgeschichte eine sehr treffsichere Übersetzung abgeliefert, die sich sehr flüssig liest und amerikanische Gepflogenheiten und Ausdrucksweisen mit grosser Umsicht ins Japanische überträgt.

Das Buch ist eine sehr hochwertig gebundene Hardcover-Ausgabe mit 127 Seiten und mit rund 6 Euro (1.000 Yen) sehr günstig.

Fazit

Der Inhalt von Stephen Kings Kurzgeschichte ist spannend geschrieben und an sich schon lesens- und kaufenswert. Seine Besonderheiten als erstes E-Book und die besondere Ausstattung und Inhalte der japanischen Ausgabe machen es zu einem wertvollen historischen Literaturschatz – grossartig!

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