Rising – young artists to keep an eye on

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RISING

Olaf Salié. DAAB MEDIA 2011, Gebundene Ausgabe, 420 Seiten, € 18,22

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

(Hrsg.): Rising – young artists to keep an eye on!

Das Buch möchte anhand von 100 ausgewählten jungen Künstlern „die überaus lebendige Spur in den Blick rücken, die an eigenen, häufig überraschenden, aufregenden und ernsthaften Positionen arbeitet“, wie es die Inhaltsangabe formuliert. Und ergänzt: „Es ist ein Blick vor der Affirmation durch Galeristen, Kritiker, Kuratoren und Sammler. Von Künstlern, die schon als Studenten ganz am Anfang ihres Weges durch eigenständige Arbeiten und eine interessante Persönlichkeit auf sich aufmerksam machen, bis hin zu Künstlern, die gewissermaßen `auf der Rampe´ stehen und bereits das erste Interesse von Museen, Markt und Medien gefunden haben.“

Der Autor

Salie wurde 1969 in Dortmund geboren. Er studierte Germanistik und Romanistik in Bochum, Tours und Paris. Hauptberuflich arbeitet er als geschäftsführender Chefredakteur des Wirtschaftsverlages Deutsche Standards Editionen in Köln, organisiert nebenbei aber Ausstellungen und das schon seit Studententagen.

Die Buchbesprechung

Gregor Hylla, Pauline M`barek, Shannon Finley, Nicolai Crestianinov, Angelika J. Trojnarski, Cathy Jordan und Alexej Meschtschanow sind einige der Künstler, die in diesem hochwertigen Werk vorgestellt werden.

Die Porträts sind alle gleich aufgebaut, allerdings unterschiedlich lang. Auf einer Seite gibt es in deutscher und englischer Sprache eine sehr kurze, eher stichwortartige Biographie der jeweiligen Künstler und eine etwas umfangreichere kunstwissenschaftlich-theoretische Einführung in das künstlerische Werk. Farbfotos zeigen dann über mehrere Seiten hinweg Abbildungen der Kunstwerke.

Wie schon oben angedeutet: Hinsichtlich Ausstattung und Gestaltung ist das Buch sehr hochwertig angelegt. Auch der künstlerische Laie erhält so einen anschaulichen Eindruck von moderner Kunst. Dementsprechend hochpreisig ist meines Wissens nach das Buch auch bei der Anschaffung.

Daß das Buch „düsseldorflastig“ ist, muß hier nicht besonders erwähnt werden. Viele der vorgestellten Künstler haben im KiT – Kunst im Tunnel ausgestellt, um nur ein Beispiel zu bringen.

Ein paar Gedanken zu Kunstkatalogen

Kunstkataloge lösen bei mir persönlich Zweifel aus. Ein Ausstellungskatalog beschreibt mitunter die dargestellten Exponate unter formalen Gesichtspunkten. Daneben gibt es in vielen Ausstellungskatalogen auch ausführliche Essays (beispielsweise über den Künstler und sein Werk), eine Bibliografie und oft auch ein Ausstellungsverzeichnis. Bei wichtigen und interessanten Ausstellungen werden zwei Bände veröffentlicht, nämlich ein Katalog- und ein Essayband.

Was ist die Zielrichtung von Ausstellungskatalogen, was ihre Botschaft? Sind sie eine Leistungsschau der Künstler? Gedächtnisstützen für den Besucher? Geldschneiderei der Verlage?  Werbung vom und für das Museum? Vielleicht ein bißchen von allem. Inhalte und Informationen bieten sie nur selten, zumindest nicht für den künstlerischen Laien. Und die Hochglanz-Verpackung? Bei ihr bin ich mir nicht sicher. Außer einem Blickfang hat sie oft nicht viel zu bieten. Wer sich wirklich mit Kunst beschäftigen möchte, wird Ausstellungen besuchen und andere Informationsquellen nuthen müssen, um gut informiert zu sein.

Das Fazit

Hier liegt sicherlich ein hochwertiger Ausstellungskatalog vor. Wer die Ausstellung kennt, sollte sich schon überlegen, ob er sich das Werk anschaffen möchte.

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