Rita G. Fischer: Unterm Mond wacht die Nacht

Autorenwertung
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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Rita G. Fischer(Herausgeberin): UntermMond wacht die Nacht Autoren-Werkstatt 48; R. G. Fischer Verlag Frankfurt / Main 1995; 305 Seiten; ISBN: 3-89501-223-8

Diese Autoren-Werkstatt erscheint im Rahmen der „edition fischer“. Sie soll unbekannten Autoren die Möglichkeit eröffnen, ihre Texte einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. So ist es dem Vorwort dieser Ausgabe zu entnehmen. Das Buch soll eine „bunte Mischung aus Lyrik und Prosa“ bieten und einen „Einblick in die Schaffensvielfalt eines jeden Autoren“ bieten.

Svenja Vanessa Niggemann, Judith Fleischmann, Monika Wenninga-Reich, Gertrudis Rau-Tilling, Friedhelm Röder, Jens-Uwe THümer und Rolf Nünninghoff sind einige der Autoren, die Beiträge für das hier vorliegende Buch abgeliefert haben. Sie werden nicht nur anhand ihrer Texte, sondern auch anhand ihrer Biographien vorgestellt.

Sie haben noch nie von diesen Autoren gehört? Das ist kein Wunder: Dafür gibt es zwei handfeste Gründe.

Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen: Hier veröffentlichen Hobby- und Freizeitschriftsteller, die zwar schon Veröffentlichungen vorweisen können, alle aber einem anderen Broterwerb nachgehen. Mehrere Autoren sind Rentner; ein Autor ist beim Erscheinen des Buches sogar schon verstorben. Es kann also davon ausgegangenwerden, daß niemand ernsthaft eine literarische Karriere anstrebt.

Wesentlich wichtiger ist aber wohl die Tatsache, daß das Buch in einem sogenannten Druckkostenzuschußverlag erschienen ist. Also Autor landet man damit in einer Sackgasse. Man befriedigt seine Eitelkeit und gibt viel seines sauer verdienten Geldes für eine Buchveröffentlichung aus, ohne daß die eigene Geldbörse etwas davon hat. Die literarische Karriere verbaut man sich damit. Welcher etablierte Verlag wird schon einen solchen Autoren in sein Programm aufnehmen? Wer für die Veröffentlichung seiner Texte bezahlt, kann ja nicht gut sein. Oder?

Der Spiegel ist einer der führenden deutschen Nachrichtenmagazine. Ältere Ausgaben sind in der Online-Ausgabe (www.spiegel.de) sind ältere Ausgaben einsehbar. Hier sei auf die Ausgabe 35/2000 verwiesen. Ein Autor namens Carsten Holm berichtet hier sehr anschaulich darüber, wie die Welt der Druckkostenzuschußverlage aussieht. Er geht dabei auch auf Rita G. Fischer ein. Man kann da nur staunen, wieviele Möchtegern-Schriftsteller Texte bei Druckkostenzuschußverlage anbieten und wieviel Geld dafür ausgegeben wird.

Auch wenn der R. G. Fischer Verlag (bitte nicht mit dem seriösen S. Fischer Verlag verwechseln!) ziemlich unbekannt sein dürfte, soll hier natürlich niemand davon abgehalten werden, sich dieses Buch zuzulegen. Über die Qualität der veröffentlichten Texte kann sich ja jeder LEser selbst ein Urteil bilden. Es sollte nur eben vorher klar sein, worauf man sich als Leser einläßt.

Das Fazit

Hier liegt ein Buch vor, das in einem Druckkostenzuschußverlag veröffentlicht wurde. Da kann sich ja jeder Leser selbst denken, was davon zu halten ist.

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