Ritual

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Ritual

Oomph!. Napalm Records (Universal Music) 2019, Audio CD, € 10,67

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

LICHT UND SCHATTEN!

Die Band:

Ende der 80er beschlossen Stephan Musiol (Dero), Thomas Döppner (Crap) und Robert Flux (Flux) gemeinsam eine Band zu gründen. Im Fahrwasser der EBM-Stilrichtung (Electronic Body Music) erschien 1992 das erste Album „“. Mit dem Wechsel zum Label Virgin Records und dem Album „Unrein“ konnten sich erstmals in den deutschen Charts platzieren. Ihre Musik ging jetzt in Richtung , wodurch Oomph zum Vorreiter dieser Musikrichtung wurden. Mit dem Song „Augen auf!“ Und dem dazugehörigen Album „Wahrheit oder Pflicht“ wurden sie dann einem breiten Publikum bekannt, auch wenn Oomph das Nischendasein nie wirklich verlassen haben. 

Das Album:

Vier Jahre nach ihrem letzten Album legen die Braunschweiger Industrialrocker jetzt ihr dreizehntes Album vor. Eine Zahl, die Dero, Crap und Flux scheinbar Glück bringt, denn als erstes Album der Band ist „“ direkt auf Platz 1 der Albumcharts eingestiegen. Hört man das Album, ist man stellenweise geneigt zu denken, dass neue Rammsteinalbum vor sich zu haben. Billige Kopie? Mit Nichten, denn Oomph waren es, die diesen Sound entwickelt haben, den Rammstein dann für sich entdeckt und perfektioniert haben. 

„Ritual“ besitzt durchaus seine großen Momente: „Tausend Mann und ein Befehl“ und „Trümmerkinder“ sind eine schonungslose Abrechnung mit jeder Art von Krieg und Extremismus. „Kein Liebeslied“ ein treibender Song mit einem doppeldeutigen Text und „TRRR – FCKN – HTLR“ ein provozierender Song in bester Rammstein-Tradition. Alles richtig gute Songs. 

Doch leider ist es ein typisches Bild von Oomph, dass zu diesen hervorragenden Songs viel Masse dazu kommt, die den Hörspaß etwas mindern. Oomph verlieren sich dabei im Midtempobereich und ein ums andere Mal ist man bereits beim ersten Hördurchgang geneigt, die Skip-Taste zu verwenden, wenn beispielsweise bei „Europa“ der Refrain überhaupt kein Ende nehmen will. Das ist schade, mindert es doch den positiven Eindruck, den einzelne Songs wieder einmal hinterlassen haben. 

Trackliste:

01 – Tausend Mann und ein Befehl 

02 – Achtung! Achtung!

03 – Kein Liebeslied

04 – Trümmerkinder

05 – Europa

06 – Im Namen des Vaters

07 – Das Schweigen der Lämmer

08 – TRRR – FCKN – HTLR

09 – Phönix aus der Asche

10 – Lass‘ die Beute frei

11 – Seine Seele

Fazit:

Ich begleite das künstlerische Schaffen von Oomph seit den Anfangstagen. Bei kaum einer anderen Band liegen auf einem Album Licht und Schatten so dicht beieinander, wie bei der Band aus Braunschweig. Es gab bisher noch kein Album, das mich restlos begeistert hat. Genau dies trifft auch auf „Ritual“ zu. Geniestreiche wie „Tausend Mann und ein Befehl“, „Trümmerkinder“ oder „TRRR – FCKN – HTLR“ wechseln sich mit Rohrkrepierern wie „Europa“ oder eher langweilen Songs wie „Das Schweigen der Lämmer“ oder „Phönix aus der Asche“ ab. Letztlich ist „Ritual“ ein typisches Oomph-Album. Nicht weniger, aber leider auch nicht mehr. 

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