Rolf Swoboda: Eisenbahn Gelsenkirchen

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Rolf : Eisenbahn Gelsenkirchen-Bismarck – Winterswijk

Das Buch ist im Jahre 1993 im Verlag Kenning aus Nordhorn erschienen. Es ist 96 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Die Bahnlinie Winteswijk – Dorsten – Bismarck (heute in Stadtteil von Gelsenkirchen) ist das Produkt der „Nederlandsch – Westfaalsche Spoortweg Maatschaapij“ (NWSM) bzw. der „Niederländisch – Westfälische Eisenbahn“ (NWE). Im Jahre 1877 erhält dieses Unternehmen die Konzession für den Abschnitt in Preußen. Die Strecke Bismarck – Winterswijk wurde dann im Jahre 1880 eröffnet. Die als internationale Durchgangsbahn konzipierte und mit holländischem Geld erbaute Strecke, die mit durchgehenden Zügen das westfälische Münsterland an das Eisenbahnnetz anschloß, wurde aber schon im Jahre 1889 verstaatlicht, zumindest was den deutschen Streckenabschnitt anbelangt.

Der Turmbahnhof in Hervest sowie Inselbahnhöfe in Dorsten und Bismarck werden in dem Buch als Besonderheiten der Bahnstrecke genannt. Der Niedergang der Bahnlinie begann schon in den Tagen des 1. Weltkriegs. Damals wurde der hochwertige Reiseverkehr auf andere Strecken verlagert. Es begann eine Zeit der Vernachlässigung und Abwirtschaftung, die durch die Rationalisierungen der 1950er und 1960er Jahre beschleunigt wurde. Ob es diese Bahnlinie heute noch gibt und welche Zukunft sie hat, sei einmal dahingestellt. In dem vorliegenden Buch steht die Vergangenheit im Vordergrund.

Über den Verlag

Der Kenning-Verlag ist ein Unternehmen, das sich auf Literatur über Eisenbahnen und Straßenbahnen spezialisiert hat. In seinem Internetauftritt bewirbt der Verlag zwar seine Publikationen, bietet aber ansonsten leider keinerlei Informationen, beispielsweise über seine Geschichte, Geschäftsleitung oder anderes. Von daher sei hier auch nicht weiter auf ihn eingegangen.

Die Buchbesprechung

Die Ausführungen, die durch viele Farb- und Schwarzweißfotographien sowie Zeichnungen ergänzt werden, sind eher nüchtern und sachlich. Sie wirken irgendwie wissenschaftlich orientiert. Der Schwerpunkt liegt auf der Technik und regionalen Verkehrsgeschichte. Die Daten und Fakten sind sicherlich akribisch zusammengetragen. Die Ausführungen sind dementsprechend detailliert. Leider sind in dem Buch keine Angaben über Swoboda enthalten. Es ist für den Leser also nicht erkenntlich, ob er – beispielsweise – studierter Historiker oder begeisterter Eisenbahnliebhaber ist.

So gut das Buch inhaltlich auch sein mag, ist eine andere Sache aber auch sicher: Ihm fehlt ein wenig die Lebendigkeit. Hätten die Autoren beispielsweise Eisenbahner oder Menschen vor Ort erzählen lassen, was sie im Laufe der Zeit entlang der Bahnlinie erlebt haben, dann wäre das Buch nicht nur bei Eisenbahn-Nostalgikern im Bücherschrank gelandet.

Das Fazit

Das Buch bietet regionale Wirtschafts- und Strukturgeschichte, ergänzt durch allgemeine Technikgeschichte. Es wäre schon schön gewesen, wenn es ein wenig lebendiger geschrieben worden wäre, also beispielsweise konkrete Menschen zu Wort gekommen wären. Dann hätte es sicherlich eine breitere Leserschaft angesprochen.

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