Rudolf H. Müller: Der Kreis Viersen am Niederrhein

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Der Kreis Viersen am Niederrhein

Rudolf H. Müller (Herausgeber). Theiss Vlg., Stgt. 1982, Gebundene Ausgabe, 396 Seiten, € 2,99

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Der Kreis Viersen am Niederrhein; Stuttgart 1978; 397 Seiten; ISBN: 3-8062-0184-6

Der Kreis Viersen liegt am linken Niederrhein in unmittelbarer Nachbarschaft zum wesentlichen größeren Mönchengladbach. Städte wie Viersen, Kempen, Hinsbeck, Grefrath und Tönisberg gehören ihm an. Der Kreis Viersen entstand 1975 durch eine Umbenennung des Kreises Kempen-Krefeld, wobei der Kreissitz von Kempen nach Viersen verlegt wurde.

Das vorliegende Buch möchte dem Vorwort zufolge eine Lücke in der Literatur über den Kreis schließen. Gab es in der Zeit zuvor eine reichhaltige Literatur zu verschiedenen Themen, fehlt wohl „eine systematische Kreisbeschreibung, die alle Lebens- und Sachbereiche erfassen soll“.

Müller ist zur damaligen Zeit der Kreisdirektor des Kreises Viersen. Er ist nicht nur – wie etwa Hans-Helmut Wegner, Siegfried Reinke, Margret Cordt, Hartmut H. Boehmer, Dr. Leo Peters und Dr. Dieter Pesch auch – einer der Autoren, die Beiträge zu diesem Buch beisteuern, er ist auch der Herausgeber des vorliegenden Werkes.

Ergänzt durch jede Menge Schwarzweißfotos beschreiben sie nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die (damalige) Gegenwart des Kreises. Das Buch ist dabei keine werbende Hochglanzbroschüre, sondern hat eher den Charakter einer nüchternen und sachlichen Bestandsaufnahme, dessen was ist. Zu der Beschreibung der Infrastruktur gehören die Kirchen genauso wie der Sport, Verkehr, Kultur und Wirtschaftsleben, um die wichtigsten Themen zu nennen, die in diesem Buch vorkommen.

Warum sollte man das Buch heute, über 30 Jahre nach seiner Veröffentlichung, überhaupt noch lesen. Die Daten sind doch völlig überholt und haben eher zeitgeschichtlichen Charakter. So könnte der unbefangene Leser nun fragen. Stimmt. Und stimmt auch wieder nicht.

Das Buch wendet sich vorrangig an Leser, die sich für Viersen interessieren. Wer etwas über die lokale Geschichte erfahren möchte, oder über die regionale Kultur, Sitten und Bräuche am Niederrhein, wird hier sicherlich schnell und reichhaltig fündig werden. Die Ausführungen wirken gründlich recherchiert und bieten umfangreiche Informationen. Über die Ist-Analyse des damaligen Viersen bietet das Buch damit Vergleichsmöglichkeiten mit den Verhältnissen, wie wir sie heute vorfinden.

Gibt es schon ein Nachfolgewerk, das – beispielsweise ein Vierteljahrhundert später – das Viersen von heute vorstellt? Wenn nicht, wäre es schon sinnvoll, ein solches Buch zu erstellen. So könnte man dann als (örtlicher) Leser herausfinden, wie sich der Kreis im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat.

Der Konrad Theiss Verlag wurde 1956 in Aalen gegründet, hat aber heute seinen in Stuttgart. Das ursprünglich auf Regionalia (vor allem zu Baden-Württemberg) ausgerichtete Unternehmen gilt heute als einer der führenden Verlage für wissenschaftliche Publikationen aus den Gebieten der Archäologie, Geschichte und Landeskunde.

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