Rudolf Mohr: Lutherkirchengemeinde Düsseldorf

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Lutherkirchengemeinde Düsseldorf 1927 – 1977

Das Buch ist im Jahre 1977 im erschienen. Es ist 303 Seiten plus einem Fototeil dick.

Über den Verlag

Das Internet gibt heute keine Daten über den Verlag preis. Es gibt zwar einen Eintrag über eine „Rheinland-Verlag-und Betriebsgesellschaft“; dahinter verbirgt sich aber ein Kulturdienstleister. „Die Rheinland-Verlag- und Betriebsgesellschaft, RVBG, ist mit einem breiten Leistungsspektrum und einem Netzwerk von Experten seit mehr als 25 Jahren der Museums- und Kulturdienstleister im Rheinland,“ stellt sich dieses Unternehmen im Internet selbst vor. An dieser Stelle fällt es mir persönlich ungewohnt schwer, ein paar Hintergrundinformationen zu liefern.

Eine Inhaltsangabe

Hier liegt Band 52 der Schriftenreihe des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte vor.

Im Auftrag des örtlichen Presbyteriums hat Mohr diese Festschrift anläßlich des 50jährigen Bestehens der Gemeinde herausgebracht. Gustav Zimmer, Joachim Beckmann, Jürgen Erdmann sind nur einige der Autoren, die Beiträg beisteuern.

Doch Vorsicht! Eine klassische Chronik der Ereignisse liegt hier nicht vor. Beckmann berichtet beispielsweise am Anfang über die Zeit des Kirchenkampfes im Dritten Reich – inhaltlich beginnt die Rückschau also zu einer Zeit, in der es die Gemeinde längst gibt. Die gemeindlichen Gebäude sind genauso ein Thema wie die Gemeindebriefe oder die allgemeine Geschichte des Protestantismus im Gebiet der heutigen rheinischen Landeskirche (dieser Teil nimmt schon einen unangemessen hohen Teil des Buches ein). Die Begleiterscheinung: Hier wird nicht nur kirchen(gemeindliche)geschichtliches Faktenwissen vermittelt, sondern auch theologische Impulse (etwa durch den Abdruck von Predigten aus dem Jahre 1977).

Wie es dem Zeitgeist der `70er Jahre entspricht, ist der Textteil eine reine Bleiwüste. Wie heißt es so schön in Johannes 1,1? „Am Anfang war das Wort, und es war bei Gott. Und das war auch gut so.“ Da wir aber nicht im Himmel, sondern auf Erden sind, wäre die eine oder andere optische Auflockerung schon schön gewesen.

Auch der Bildteil hätte ansprechender gestaltet werden können. Von der fotographischen Ahnengalerie der Pfarrer abgesehen gibt es nur (damals tagesaktuelle) Schwarzweißfotos aus der Gemeinde. Der Leser erfährt in diesem Geschichtsbuch also nicht, wie es früher in der Gemeinde ausgesehen hat.

Fazit

Ob es den Verein noch gibt, kann ich nicht mit Gewißheit sagen. Die Internetrecherche bei Google und Yahoo ist an dieser Stelle nicht sehr eindeutig.

Auch Kirchengeschichte kann durchaus ein interessantes Thema sein, selbst wenn es vordergründig nur um eine einzelne Kirchengemeinde geht. Es sollte dabei aber schon auf die Art der Präsentation geachtet werden. Dazu gehört eine allgemeinverständliche Sprache genauso wie eine ansprechende optische Gestaltung, um nur einige Beispiele zu nennen. Ich frage mich schon, wie ein solches Geschichtsbuch heute, im Jahre 2012, gestaltet werden würde.

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