Russisches Requiem

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Russisches Requiem

Friedrich Mader (Übersetzer). Heyne Verlag 2010, Gebundene Ausgabe, 432 Seiten, € 19,90

Rezension von: gerdahutt | Rezensionsdatum:

Russisches Requiem: Roman von William Rya

Inhalt:
Wer das Makabre liebt, kommt beim „Russischen Requiem“ voll auf seine Kosten. Wer einen Einblick in die Stalinzeit in Moskau im Jahr 1936 gewinnen will, ebenso. Der Thriller läßt an Grausamkeiten und Korruption nicht viel aus.

Auf dem Altar einer Kirche wird die übelst zugerichtete Leiche einer jungen Frau gefunden. Alexei Koroljow wird mit der Aufklärung des Falles beauftragt. Er ist Hauptmann der Moskauer Kriminalmiliz. Er findet heraus, daß die junge Frau Amerikanerin ist. Aber seine Ermittlungen kommen nicht so recht voran. Er hat Druck von Oben, den Fall möglichst rasch aufzuklären. Er erhält auch eine Unterstützung durch einen jungen Mann, der ihm zugeteilt wird. Eine zweite Leiche wird gefunden. Es deutet alles darauf hin, daß es sich beide Male um den gleichen Täter handelt, da die Foltermerkmale die gleichen sind.

Die Staatssicherheit schaltet sich ein, was die ganze Sache nicht einfacher macht. Koroljow nimmt zu allen möglichen Personen Kontakt auf, tauscht Erkenntnisse gegen Erkenntnisse aus. Er wird am Ende des Buches fast selbst zum Opfer. Nur knapp entgeht er dem Tod.

Bei dem ganzen Fall geht es um die Staatsikone Russlands, die ins Ausland geschafft werden soll. Keiner weiss, wo sie ist und einige gehen bei der Auffindung der Ikone um Leichen, der zwecks Auskünften zuerst noch gefoltert werden. Die Ikone ist sehr wertvoll und selbst in der Stalinzeit ein Relikt, auf das man nicht verzichten will. Ein Vorgesetzter von Koroljow hat sie aufgespürt und will sie für teures Geld verkaufen und sich dann in den Westen absetzen. Der Plan fliegt auf.

Fazit:
Der Thriller, der gelegentlich etwas langatmig ist, gibt Einblick in das Leben der Stalinzeit. Auf der einen Seite die kleinen Leute, die höchst bescheiden leben und viel arbeiten müssen. Auf der anderen Seite die Oberen, die es sich gut gehen lassen, auf Kosten der breiten Masse.

Bei der Lektüre des Buches fragt man sich manchmal, ob der Kommissar auch ein Privatleben hat. In dem Werk beschränkt es sich auf ein Fußballspiel, zu dem ganz Moskau auf den Beinen ist, und das der Autor sehr ausführlich beschreibt. Für einen Nichtfußballfan fast zu ausführlich.

Die Hauptfigur in dem Roman hat so gut wie kein Privatleben. Zuerst muß er sich mit einem Verwandten das Zimmer teilen. Aufgrund von seiner guten Arbeit bekommt er ein eigenes Zimmer zugeteilt, in einer Wohnung, in der noch eine Frau mit ihrer Tochter wohnt. Auch seine Kleidung ist ziemlich bescheiden. In seinem Wintermantel hausen die Motten. Einen neuen kann er sich von seinem schmalen Salär nicht leisten.

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