Sarah Scheumer

Rezension von: Rezension.org | Rezensionsdatum:

Heute dürfen wir Sarag Scheumer mitIhrem Debüt „Dunkelglühen – Starship 1“ vorstellen.

Warum wolltest Du Autorin werden?

Zuerst wollte ich einfach schreiben. Die Worte mussten raus, so geht es wohl vielen Autoren. Ich hatte als Kind immer eine blühende Fantasie und habe die Hälfte meiner Zeit in Tagträumen verbracht. Großartige Emotionen, Charaktere und Szenen haben mich immer schon gepackt. Wann sich der Wunsch manifestiert hat, Autorin sein zu wollen, weiß ich gar nicht mehr. Mein erstes Manuskript habe ich aber etwa mit 13 Jahren an einen großen Verlag verschickt. Als ein dicker Brief mit einem Buch darin zurückkam, war ich fest überzeugt, man hätte mir schon mal einen Probedruck meines Buches zukommen lassen. Es war aber nur ein sehr nettes Schreiben und ein anderes Buch aus dem aktuellen Verlagsprogramm.

Wie schreibt man erfolgreich ein Buch?

An irgendeinem Punkt des ganzen Unterfangens muss man die Geschichte aufschreiben. Daran scheitert es, glaube ich, am häufigsten.

Welches Genre interessiert Dich am meisten?

Ich mag alle phantastischen Genres, und werde sicherlich noch einiges ausprobieren. Der Weltraum hat mich gereizt, weil ich die Nasa und SpaceX total interessant finde und bei jedem Raketenstart Gänsehaut bekomme. Das All kann ein ziemlich lebensfeindlicher Ort sein, weshalb Freundschaften, Vetrauen und Verrat dort eine ganz besondere Rolle spielen. Diese Umstände haben mich sehr berührt. Im nächsten Buchprojekt wird es dafür in ein ganz bestimmtes Land auf unserer Erde gehen, und das ein oder andere Wesen auftauchen, das auf einem Raumschiff nicht zu finden ist.

Was liest Du persönlich?

Ich bin vor allem mit Kai Meyer, Philip Pullman, Wolfgang Hohlbein und J. K. Rowling groß geworden. Inzwischen lese ich in Bücher oft nur hinein, denn wenn ich etwas lese, das mich begeistert, will ich mich meist sofort wieder selbst an den Laptop setzen.

Was sind Deine sonstigen Hobbies?

Klettern und bouldern, ein bisschen stricken und viel Rad fahren. Wenn ich eines Tages einen eigenen Garten haben sollte, werdet ihr mich außerdem nur noch zwischen den Beeten finden. Teetrinken und aus dem Fenster gucken gehört auch auf die Liste. Und ganz oben an erster Stelle: prokrastinieren.

Was machst Du beruflich?

Ich habe Kommunikationsdesign studiert und arbeite nach meiner Zeit in Festanstellung inzwischen als Freelancerin in verschiedenen Hamburger Designagenturen. Ich bin dort meist wochenweise gebucht.

Wie bist Du beim Schreiben vorgegangen? (chronologisch, erst Notizen, etc.)

Bei meinen ersten Manuskripten habe ich einfach drauf los geschrieben. Wenn eine wirklich gute Geschichte daraus werden soll, hat man dann aber oft sehr viel Mühe bei der Überarbeitung, und schreibt vieles neu. Bei meinen neueren Projekten schreibe ich sehr ausführliche Plots, also Handlungsabläufe, bevor ich mit dem eigentlichen Schreiben beginne. So sieht man schon vorher, ob Spannungsbogen, Handlung und Charakterentwicklung stimmig sind und kann anschließend ins Manuskript abtauchen, ohne von Recherchefragen unterbrochen zu werden.

Woher nimmst Du Deine Ideen?

Diese Frage kann wahrscheinlich kein Autor so richtig beantworten. Sie sind eben da. Sie formen sich durch Erlebnisse, Unterhaltungen, Musik, Emotionen, Träume. Einige Ideen nisten sich ein und wachsen, und die mache ich zu Büchern.

Kennst Du Schreibblockaden? Was tust Du dagegen?

Es gibt natürlich Tage oder Wochen, in denen ich gar nicht schreibe. Ein guter Plot kann dem entgegenwirken, oder ein Tapetenwechsel. Ich schreibe an Tagen, an denen ich frei habe, manchmal kein einziges Wort, schaffe dann aber am nächsten Tag in einer kurzen Mittagspause zwischen anderen Verpflichtungen plötzlich zwei Seiten. Und dann gibt es Phasen, in denen einfach nichts geht, egal, was man versucht. Mein Tipp, wenn man nicht weiterkommt: einen neuen Schreibort ausprobieren, neue Musik hören, mit Freunden einen mitreißenden Film sehen, den Plot überarbeiten oder sich kurz mit einem anderen Buchprojekt ablenken. Und wenn man einfach eine Pause braucht, muss man sie sich nehmen und sollte sich keine Vorwürfe deswegen machen.

Was kannst Du anderen Autoren als Tipp an die Hand geben?

  • Erstens: nicht aufgeben. Egal, welches Ziel ihr euch gesetzt habt, wenn ihr nie aufhört, werdet ihr irgendwann ankommen.
  • Zweitens: »The first draft of anything is shit«. Traut euch, eine schlechte Rohfassung zu schreiben. Ihr könnt nichts überarbeiten, wenn nichts zum Überarbeiten da ist. Daran muss ich mich bei jedem neuen Manuskript erinnern.
  • Drittens: Vergesst nicht, es zu genießen. Über all die Anstrengungen einer Manuskriptüberarbeitung, Bewerbung und Veröffentlichung vergisst man manchmal, was für ein wunderschönes Gefühl es ist, etwas Neues zu erschaffen.

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