Sarah Wedler und Nadine d’Arachart

Die Muse des Mörders

Nadine d'Arachart. Labor 2012, Gebundene Ausgabe, 304 Seiten, € 19,95

Rezension von: Rezension.org | Rezensionsdatum:

Zum heutigen Interview begrüßen wir die Autoren und Nadine d’Arachart bei Rezension.org

Warum wollten Sie Autor werden?
Bei uns beiden hat sich das einfach in der Kindheit ergeben. Wir kennen uns seit wir zwölf waren und schreiben seitdem zusammen. Richtig angefangen haben wir dann mit Drehbüchern, die wir in Eigenregie verfilmt haben, sind über Kurzgeschichten gegangen und letztlich beim Roman gelandet.

War es ein schwerer oder einfacher Weg?
Erstaunlicherweise war es ein sehr einfacher Weg. Wir haben uns nicht selber bei einem Verlag bewerben müssen. Der Verlag kam – nachdem der Verlagschef in der Jury eines Wettbewerbs saß, an dem wir teilgenommen haben – auf uns zu und fragte, ob wir nicht mal Lust haben, ein ganzes Buch zu schreiben.

Wie sehen Ihre Familien Ihre Lust zum Schreiben?
Unsere Familien sind immer ganz heiß auf Nachschub und kann es kaum erwarten, die neuen Manuskripte zu lesen. Natürlich unterstützen sie uns, wo sie können.

Welches Genre interessiert Sie am meisten?
Als Autorinnen interessiert uns einfach alles, was abgründig ist. Wir tauchen gerne in die menschliche Seele ein und geben unseren Charakteren so viel Tiefe wie möglich. Natürlich geht das bei Krimis und Thrillern am besten.Wir mögen es subtil und erzeugen gerne Emotionen über die hintergründige Stimmung. Dabei muss es nicht immer blutig und brutal sein – aber es kann.

Was lesen Sie persönlich?
Eigentlich das Gleiche, was wir auch verfassen: Krimis und Thriller.

Was machen Sie beruflich?
Wir studieren beide.

Was war ihre interessanteste Erfahrung als Autor?
Hmm, das kann man so genau eigentlich nicht sagen. Jeder Tag ist spannend: Was machen die Charaktere heute? Wie wird die Lesung? …Aber auch wenn man gerade „nur“ recherchiert, ergeben sich interessante Dinge.

Wie waren die ersten Bewertungen durch Freunde und Bekannte?
Unsere Freunde und Bekannten sind eigentlich sehr kritisch und das ist genau das, was wir wollen. Von „Die Muse des Mörders“ waren sie aber sofort angetan.

Worum geht es in Ihrem neuesten Buch?
In „Die Muse des Mörders“ geht es um einen Serienmörder, der von einer dunklen Obsession besessen ist. Und um seine zwei Gegenparts: einen mürrischen, von Familienproblemen geplagten Inspektor und eine alternde Schriftstellerin, die sich ohne ihr Zutun zur „Muse“ des Killers macht.

Warum sollte man das Buch unbedingt lesen? Was ist Ihrer Meinung nach das Besondere an diesem Buch?
Das Besondere an diesem Buch ist, dass es sich um ein Remake handelt. Normalerweise gibt es Remakes nur beim Film, aber wir haben den Krimiklassiker „Das Fräulein von Scuderi“ (der in unserer Ausgabe 30 Seiten hatte) von E.T.A. Hoffmann ganz neu aufgelegt. Unser Buch umfasst über 300 Seiten – wir haben das Buch also nicht nur modernisiert, sondern auch noch um einige Handlungsstränge erweitert.

An wen richtet sich das Buch besonders?
Das Buch richtet sich an alle, die die verhasste Schullektüre „Das Fräulein von Scuderi“ einmal im neuen Gewand erleben möchten. Außerdem an alle Krimifans und an Freunde des Subtilen.

Was motiviert Sie?
Das Ziel.

Kennen Sie Schreibblockaden?
Gott sei Dank nicht.

Wie sind Sie auf den Titel gekommen?
Eigentlich hatten wir einen ganz anderen Titel im Kopf. Dieser war auch das ganze Jahr über unser Arbeitstitel. Als dann vom Verlag um einen anderen Titel gebeten wurde, hatten wir zum Glück haufenweise Leute mit kreativen Ideen an unserer Seite.

Haben Sie das Cover selbst gestaltet?
Nein, der Verlag. Aber wir hatten Mitspracherecht.

Gab es professionelle Hilfe durch Layouter, Lektoren, Verlage, etc?
Der Verlag hat sich um alles gekümmert.

Kamen Sie über einen Verlag, Selbstverlag, Book on demand, etc. zu der ersten Ausgabe?
Über den Labor Verlag bzw. edition a – denen wir an dieser Stelle danken wollen!

Vermarkten Sie Ihr Buch selbst?
Da der Verlag in Österreich sitzt, kümmern wir uns hier in Deutschland zum Teil um die Vermarktung – was vor allem bei der Organisation von Lesungen sehr gut klappt. Außerdem haben wir einen Buchtrailer erstellen lassen und eine Hörprobe gibt es auch online.

Wie geht es weiter?
Im Moment arbeiten wir an unserem dritten Buch, das im Frühjahr wieder im Labor Verlag erscheint.

Was können Sie anderen, jungen Autoren als Tipp an die Hand geben?
Niemals aufgeben.

Betreiben Sie eine eigene Webseite?
Wer Grundsätzliches zu uns, unseren Büchern und Lesungsterminen sucht, der sollte unsere Seite www.write-fever.de besuchen. Aktuelles befindet sich hingegen immer zuerst hier: www.facebook.de/darachart.wedler

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