Sarahs Schlüssel

Autorenwertung
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  • Gesamt
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Sarahs Schlüssel

Angelika Kaps (Übersetzer). Bloomsbury Berlin 2010, Gebundene Ausgabe, 400 Seiten, € 0,59

Rezension von: lilo05 | Rezensionsdatum:

Sarahs Schlüssel von

Die Geschichte eines 10-jährigen jüdischen Mädchens aus Paris zur Zeit des Holocaust – so könnte man dieses Buch mit einer Phrase zusammenfassen. Geschichten und Bücher aus dieser schrecklichen Zeit gibt es viele, dieses Buch von Tatiana de Rosnay geht etwas anders an den Stoff heran und lässt die heutige Zeit mit der damaligen verschmelzen.

Handlung – Zwei Handlungsstränge

Einerseits wird der Leser in das Leben der Journalistin Julia Tazet eingeführt. Sie ist amerikanische Journalistin in Paris und mit dem Franzosen Bertrandt verheiratet. Sie haben eine gemeinsame Tochter. Mit der Ehe der beiden steht es nicht zum Besten. Während Bertrandt eine Affäre hatte, entfernt sich Julia, die mit 45 noch einmal schwanger wird,  innerlich immer mehr von ihrem Mann und arbeitet fieberhaft an einem Artikel über die Vorkommnisse in Paris im Jahr 1942. Damals ließ die französische Polizei auf Anordnung der Nazis jüdische Familien im Vel D’hiv, einer Art Arena zusammentreiben, um sie Tage später in Viehwaggons erst in ein Zwischenlager und dann nach Ausschwitz zu transportieren. Kaum einer der Verschleppten kam mit dem Leben davon. Das Gedenken an die Opfer dieses Verbrechens jährt sich in der vorliegenden Geschichte zum 60. Mal, daher wird von Julia ein außerordentlicher Artikel darüber erwartet.

Julia taucht ein in dieses Schreckensszenario, sie recherchiert und findet heraus, dass die eigene Wohnung in der Rue de Santonge dabei eine Hauptrolle gespielt hat.

Der andere Handlungsstrang erzählt die Geschichte der kleinen Jüdin Sarah Stazcinksy in der Zeit des Nationalsozialismus, die eines Nachts aus ihrem unbeschwerten alltäglichen Leben gerissen wird. Sie findet sich mit ihren Eltern im Vel d’hiv, erlebt pure Not und unendliches Grauen. Sie wird mit ihren Eltern ins Zwischenlager transportiert, wo sie dann voneinander getrennt werden. Nur einen aus der Familie konnte sie vor dem Abtransport in Sicherheit bringen: ihren kleinen Bruder Michel, den sie in der Pariser Wohnung in ihrem gemeinsamen Spielversteck, einem Geheimschrank, einschloss. Um ihn rechtzeitig wieder zu befreien, muss ihr die Flucht aus dem Lager gelingen…

Fazit

Von Anfang an bis etwa zur Hälfte des Buches schreibt de Rosnay beide Geschichten parallel, einmal die Geschichte von Sarah und dann das Leben von Julia. Faszinierend ist, wie sie die Handlungsstränge immer enger zusammenführt, bis sie sich in der Hälfte des Buches treffen. Bis dahin ist die Geschichte äußerst spannend zu lesen.

Ab diesem Zeitpunkt verliert der Romans allerdings stark an Qualität. Er verflacht immer mehr, die Charaktere erfüllen Klischees und seitenweise wird Bekanntes wiedergekäut. Platitüden wechseln sich ab und der Leser hat Mühe, sich mit den Romanfiguren zu identifizieren. Leider ein schwacher Schluss gemessen am hohen Potenzial dieser Story.

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