Schmetterlingskuss

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Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Schmetterlingskuss von

Das Buch beruht auf der wahren Geschichte einer jungen Frau, Muriel, die nach einem Unfall eine verseuchte Bluttransfusion erhalten und darauf AIDS bekommen hat und daran gestorben ist. Ihre Mutter, die Autorin des Buches, erzählt in diesem Buch ihre persönliche Geschichte – nicht nur der Krankheit, sondern vor allem der Tochter in Form von Briefen bzw. Monologen mit der Tochter. Einfügt sind Abbildungen von Zeichnungen bzw. Collagen der Tochter, Briefe der Tochter an die Eltern, kleine Notizzettelchen, aber auch bspw. von Röntgenaufnahmen  – die Mutter schildert hier, daß sie sämtliche Bilder auch vom Inneren des Körpers ihrer Tochter aufbewahre, da sie es liebe „mit dem Finger die hellen und dunklen Partien deiner Lungen, …, nachzufahren. Was mich aber vor allem fasziniert, ist die zarte Vollkommenheit deines Gehirns…“. In jeder Passage, mit jedem Wort der Mutter wird die grenzenlose Liebe für ihre Tochter deutlich.

Muriel wird 1985 mit 19 Jahren nach einem Verkehrsunfall durch eine verseuchte Bluttransfusion mit AIDS angesteckt, erfährt dies jedoch erst 3 Jahre später in einem Krankenhaus in Kanada, wo sie sich wege einiger Knoten im Hals untersuchen läßt. Daraufhin fährt die Mutter zur Tochter und bleibt bis zum Tode bei ihr. Erst Jahre nach dem Tod der Tochter schreibt die Mutter dieses Buch, mit Anekdoten, den schönen Erlebnissen, aber auch den Schwierigkeiten im Umgang mit der Aktzeptanz der Krankheit, die tödlich verläuft, dem Kampf gegen die Krankheit und mit den Ärzten. Fast alle Passagen sind eine Liebeserklärung der Mutter an die Tochter und formuliert als eine Art Erinnerung mit sehr bewegenden und unglaublich berührenden Worten wie beispielsweise „Jeder Tag, der verstrich und den du dem Tod abtrotztest, war deine Art, uns das Licht zu erneuern, war wie ein Überschuss von dir, den du uns mit dieser unglaublichen Energie schenkest, …“

Wie viele Menschen, die den Tod eines Nahestehenden miterleben, fragt auch sie sich hinterher, ob es nicht besser gewesen wäre, der Tochter den letzten Wunsch – in diesem Fall nach einem Bad – zu erfüllen und schildert die Probleme, die hinterlassenen Dinge wie Kleidungsstücke und anderes irgendwann zu entsorgen, weil es wie ein Verrat an diesem Menschen ist.

Fazit

Das Buch ist nicht nur sehr persönlich geschrieben und in so bewegenden Worten erzählt, daß der Leser sofort mitten in der – nicht chronologisch aufgebauten – Geschichte ist und von dieser quasi von der ersten Seite sehr berührt ist. Es ist nicht einmal nötig, die Geschichte von vorn bis hinten zu lesen, denn jedes Kapitel für sich ist eine bewegende Liebeserklärung. Weil der Leser von Anfang an weiß, daß die Tochter gestorben ist, ist jedes Wort, jeder Satz auch gleichermaßen für den Leser sehr ans Herz gehend.

Ein absolut empfehlenswertes Buch, das traurig stimmt, aber gleichzeitig auch die Freude am Leben, den Genuß jeder Stunde, die einem vergönnt ist, weckt.

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