Schwarz, weiß, tot

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Schwarz. Weiß. Tot.

Stefanie Schäfer (Übersetzer). Aufbau Taschenbuch 2009, Taschenbuch, 282 Seiten, € 8,99

Rezension von: Ratte | Rezensionsdatum:

Schwarz, weiß, tot von

Inhalt
Sechs Erzählungen des renommierten südafrikanischen Thrillerautors Deon Meyer sind in diesem Band vereint. „Schwarz, weiß, tot“ enthält darüber hinaus einen Anhang, bestehend aus einem Glossar der Afrikaans-Ausdrücke, der Entstehungsgeschichte der Erzählungen und einer Leseprobe des bald erscheinenden Romans „13 Stunden“.

In den ersten beiden Geschichten in „Schwarz, weiß, tot“ trifft man zwei Helden aus Meyers Romanen wieder. Lemmer, freiberuflicher Bodyguard und Held aus „Weißer Schatten“ muss in der ersten Geschichte in dunkler Wüstennacht einige mörderische Zeitgenossen jagen. Das kostet ihn sein nagelneues Bakkie, mit dem er noch keine 2000 Kilometer gefahren ist – jeder Farmer in der kargen Gegend versteht, dass Lemmer die Jagd nun bis zum bitteren Ende fortsetzen muss – und zwar nicht nur wegen des schönen neuen Autos…

In der zweiten Geschichte hat Bennie Griessel aus „Atem des Jägers“ noch immer Alkoholprobleme, doch momentan ist er ausnahmsweise mal wieder trocken. In dieser Erzählung muss er erkennen, dass nichts so mörderisch ist wie die Beziehung zweier Eheleute zueinander. Zwei hinterlassene Briefe deuten auf den perfekten Mord des Mannes an seiner Frau hin, oder hat vielleicht doch die Frau ihren Mann umgebracht? Oder ist der Eine womöglich immer noch hinter dem Anderem her?

In einer weiteren Geschichte wird ein allzu ehrgeiziger Inspektor in eine Falle gelockt, wodurch er sich erpressbar macht und seine Karriere aufs Spiel setzt – doch dann gelingt ihm der überraschende Befreiungsschlag und er kann den Spieß noch einmal umdrehen. Seine sehr biestige Partnerin ist ihm dabei jedoch stets gefährlich nah auf den Fersen…

„Auszeit“, eine weitere Geschichte in „Schwarz, weiß, tot“, ist indes fast schon ein Kurzroman. Deon Meyer spielt hier mit Zeit, ihren Dimensionen und Möglichkeiten und zum ersten Mal bringt der Autor ein Science-Fiction-Element in einer seiner Geschichten unter.

Hintergrund des Autors
Deon Meyer, ein „Bulle von Mann“, eben das typische „Klischeebild“ eines südafrikanischen Buren, ist Rugby- und Motorradfan, hat weite Strecken seines Heimatlandes mit seiner Enduro bereist, liebt aber auch Mozart und ist derzeit Südafrikas erfolgreichster Krimiautor. „Schwarz, weiß, tot“ sollte man deshalb gelesen haben – nicht nur aufgrund der in Kürze beginnenden ersten Fußball-Weltmeisterschaft auf afrikanischem Boden.

Fazit
Alle Geschichten in „Schwarz, weiß, tot“ sind hochspannend, typisch südafrikanisch (bis auf eine, die in Italien in der Welt der Schuhdesigner spielt) und genau beobachtet. Neben ihrer Thriller-Qualität zeichnen sie sich nicht nur durch ihre genaue Beobachtung der Situation im Land am Kap aus, sondern auch durch ihre menschliche Wärme. Deon Meyer mag seine Figuren ganz offensichtlich und auch wir Leser akzeptieren sie umgehend als beinahe echte Menschen mit vielen Ecken und Kanten.

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