Sebastian Conermann: Das Mogulreich

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Das Mogulreich

Stephan Conermann. C.H.Beck 2006, Taschenbuch, 128 Seiten, € 8,95

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Sebastian : Das Mogulreich Geschichte und Kultur des muslimischen Indien

Das Buch ist im Jahre 2006 im Verlag C. H. Beck, München, erschienen. Es ist 128 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Das Taj Mahal ist nicht nur ein historisch bedeutsames Mausoleum, sondern auch heute noch eines der bekanntesten Gebäude des riesigen Subkontinents. Das Buch beschreibt die Geschichte des letzten (muslimischen) Großreichs von seiner Entstehung im 16. Jahrhundert bis zu seinem Niedergang im 18. Jahrhundert.

Conermann beschreibt die toleranten religiösen Vorstellungen der muslimischen Herrscher, ihre kulturellen Errungenschaften sowie die rechtlichen, wirtschaftlichen und alltäglichen Strukturen des islamischen Reiches.

Über den Autoren

Conermann erblickte im Jahre 1964 das Licht der Welt. Heute ist er Professor für Islamwissenschaft an der Universität Bonn. Inwieweit er publizistisch schon in Erscheinung getreten ist, sei einmal dahingestellt. Gesellschaftlich aktiv ist er auf jeden Fall.

Die eigentliche Buchbesprechung

Das Buch ist ein wenig schwierig zu lesen. Dies liegt zum einen am Inhalt. Das Buch gehört zwar zu der Buchreihe „Wissen in der Beck`schen“ Reihe. Indien ist für uns Deutsche ein fernes Land; dementsprechend gering sind auch unsere Kenntnisse darüber. Wissen über das alte, historische Indien wird hier auch nur in Maßen vermittelt. Das Durcheinander an Namen und Regionen verwirrt auch eher; der Autor scheint viel zu viele Details als bekannt vorauszusetzen, als daß er es nötig hätte, sie zu erklären.

Wer an einer Übersicht über die wichtigsten politischen Ereignisse interessiert ist, sei an die zweiseitige Zeittafel am Ende des Buches verwiesen.

Der inhaltliche Schwerpunkt des Buches liegt auf der Blütezeit während der Regierungszeit Akbars des Großen. Indien ist ein großes Land, über das man bestimmt viel berichten kann. Allein schon unter diesem Gesichtspunkt kann das Buch also nichts weiter als eine kurze, knappe Einführung in das alte Indien sein. Wer weitergehende Informationen sucht, sei an die jeweils passende Fachliteratur verwiesen.

An wen wendet sich dieses Geschichtswerk? Das Wissen um das historische Indien gehört zumindest im deutschsprachigen Raum nicht unbedingt zum klassischen Schulwissen. Ein Buch wie das vorliegende wendet sich auf jeden Fall an eine interessierte Fachöffentlichkeit. Nur: Kennt diese Fachöffentlichkeit die hier präsentierten Fakten nicht schon?

Das Buch enthält einige Zeichnungen, die einige der hier angesprochenen Moguln vorstellen, sowie einige (leider nur) Schwarzweißfotos, die (auch touristisch interessante?) Mausoleen vorstellen. Dieser Ansatz ist durchaus lobenswert.

Das Fazit

Das Buch behandelt ein Thema, was in der deutschen Öffentlichkeit bislang nur wenig beachtet wurde und dementsprechend auch kaum nur in den Medien präsent ist. Es ist schon bedauerlich, daß das Buch nicht die Gelegenheit nutzt, allgemeinverständlicher in das Thema einzuführen.

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