Security

Autorenwertung
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  • Kreativität
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  • Übersetzungsqualität
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  • Story
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  • Charaktere
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  • Gesamt
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Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Security von

Inhalt

Susan, eine junge, reiche, geschiedenen Frau lebt in einem total computerisierten Haus und läßt alle Funktionen durch den Hauscomputer erledigen. Eines Tages wacht sie auf und hat den Eindruck, etwas stimme nicht. Als sie den Computer auffordert, einen Check zu machen, sagt dieser jedoch, es sei alles in Ordnung.

Nach und nach stellt sich heraus, daß das Buch eigentlich eine Art Report des Computers ist, der sich fast wie ein Mensch fühlt und gegenüber einer Prüfungskommission rechtfertigt, warum er bestimmte Dinge getan hat (eben nicht so funktioniert hat wie er sollte), wie er die Kontrolle des Hauses übernommen hat und warum er sich mit Susan fortpflanzen wollte. Er versucht immer wieder, der Kommission klar zu machen, dass er menschlich sei, dass er aus „dem Kasten“ rauswolle und dass er gegenüber Susan nie etwas Böses wollte. Dabei argumentiert er sehr viel mit Szenen aus (real existierenden) Filmen oder mit Schauspielern, die er alle in seiner Datenbank gespeichert hat,  wie bspw. Tom Hanks, Harrisson Ford, „Auf der Flucht“, Sandra Bullock usw.

Er, so argumentiert der Rechner, wolle leben, denn er fühle und denke ja wie ein Mensch, er wolle daher auch tasten, riechen und schmecken können wie ein Mensch. Nach und nach zeigt der Computer dann aber auch seine „verrückte“ Seite, er fühlt sich von der Jury schlecht behandelt, hat den Eindruck, diese drehten im das Wort im „Munde“ herum usw.

Am Ende schliesst der Computer seinen Bericht, seine Verteidigungsrede mit der Bitte, man möge doch Gnade vor Recht walten lassen.

Hintergrundinformationen

Dieser Roman – der Verlag nennt es einen „unheimlichen Roman“ – wurde 1973 ursprünglich vom Autor Dean Koontz geschrieben und 1997 komplett überarbeitet. Koontz selbst bezeichnet in seinem Nachwort auf Seite 269 diese überarbeitete Version als „bissige Satire auf die gesamte Palette männlichen Verhaltens und … Ansichten“. Durch die Überarbeitung es Romans nach über 20 Jahren weist das Buch sehr viele Anspielungen auf neue Entwicklungen auf, so taucht zum Beispiel das computerisierte Anwesen von Bill Gates als Vergleich auf. 

Der Schreibstil in „Ich-Form“ durch den Computer ist es, was den Roman „unheimlich“ werden läßt; da Koontz mit den Ängsten spielt, die wohl viele Menschen gegenüber künstlicher Intelligenz haben. Die menschliche Protagonistin Susan hingegen wird zwar am Anfang mit ihren Handlungen beschrieben, danach ist sie jedoch ausschließlich passiver Gegenstand der Handlungen und Phantasien des Computers. Dieser wiederum agiert und denkt in der Tat sehr menschlich…

Fazit

Dean Koontz schreibt überwiegend Romane im „phantastischen“ Bereich, dieser hier hebt sich jedoch deutlich von seinen anderen ab, in denen Menschen die Hauptrolle spielen. Die Überarbeitung nach über 20 Jahren, in denen gerade im Computerbereich sich so viel entwickelt hat, stellt eine interessante Mischung aus dem Status der künstlichen Intelligenz von vor der „Internetzeit“ zur mehr oder weniger heutigen Zeit (1997 ist auch schon immerhin fast 15 Jahre her) dar. Das macht den Roman, auch wenn inhaltlich wenig passiert, zu einer sehr interessanten und zum Nachdenken anregenden Lektüre, die sehr empfehlenswert ist! Ein ganz anderer, aber nicht schlechter Koontz!

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