Seeed

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Seeed

Seeed. Warner Music International (Warner) 2012, Audio CD, € 9,49

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

QUALITÄT SCHLÄGT QUANTITÄT

Die Band:

wurden 1998 in Berlin gegründet. Der ungewöhnliche Bandname setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen: Das S steht für die Musikrichtung Sub, die drei E sind die Anfangsbuchstaben der Sänger-Pseudonyme Enuff, Eased und Ear; das D steht letztlich für die Reggae-Richtung Dub. Und das ist auch der Sound, dem sich von Beginn an verschrieben haben: Reggae und Dancehall machten aus eine der erfolgreichsten deutschen Bands der letzten Jahre. Gerade in ihrer Heimatstadt Berlin füllt die Band problemlos die größten Open-Air-Bühnen. Bekanntester Musiker ist Sänger Pierre Baigorry, der bei unter dem Pseudonym Enuff agiert und als Solokünstler unter dem Namen riesige Erfolge feiern konnte.

Das Album:

Sieben Jahre hat sich die Formation Zeit gelassen, um einen Nachfolger ihres Albums „Next“ aufzunehmen. Eine Zeit, in der vor allem die Sänger Peter Fox, Boundzound und Dellé mit Soloalben auf sich aufmerksam machten.Die Erwartungshaltung der Fans war riesig. Bei einigen stellte sich jedoch Enttäuschung ein, als sie das neue Album in den Händen hielten. 12 Tracks mit einer Spielzeit von nicht einmal vierzig Minuten wirkt auf dem ersten Blick recht dünn, zumal die Tracks „Molotov“ und „Wonderful Life“ durch die im letzten Jahr erschienene EP bereits bekannt waren. Ein kreativer Output nach so langer Zeit scheint anders auszusehen. Doch bringt das Album dann wenigstens Qualität statt Quantität?

Eindeutige Antwort: Ja! Schon „Molotov“ machte deutlich, dass sich Seeed weiter entwickelt haben und neue Klänge in ihre Dub- und Dancehallmischung einfließen lassen. Vergessen haben sie ihre alten Trademarks jedoch nicht. Mit „Beautiful“ eröffnet ein Song das Album, der für alles steht, was die Band in der Vergangenheit ausgemacht hat: Harte Beats und der typische Big-Band-Sound machen aus der Nummer einen hervorragenden Opener. Seeed waren in der Vergangenheit auch für ihre Reggaenummern bekannt. Auch hier gibt es mit „You & I“ neues Futter. Natürlich wollen Seeed auch weiterhin die Dancefloors der Republik rocken. „Waste My Time“ kommt mit wummernden Beats daher, „Elephants“ nutz den bekannten Dub-Sound der ersten Alben und „Seeeds Haus“ klingt mit seinen Bass-Samples ein wenig nach Deichkind. Mit „Deine Zeit“ und vor allem der grandiosen zweiten Single „Augenbling“ kommen zwei Tracks, die eindeutig von Peter Fox dominiert werden und die sehr stark an dessen Soloalbum „Stadtaffe“ erinnern. Gerade „Augenbling“ ist mit seinem orientalischen Einschlag und dem überaus eingängigen Refrain eine Nummer vom gleichen Kaliber wie es seinerzeit „Ding“ war. „Feel Foy You“ ist dann eine typische Ballade für Seeed, die vor allem durch Nabe´s Sprechgesang dominiert wird. Eine recht poppige Nummer, die jedoch Fans der ersten Stunde etwas verschrecken wird.

Trackliste:

01 – Beautiful

02 – Deine Zeit

03 – Feel For You

04 – Augenbling

05 – You & I

06 – Waste My Time

07 – Seeeds Haus

08 – Elephants

09 – Lovelee

10 – Wonderful Life

11 – Molotov

12 – Beautiful (Reprise)

 

Fazit:

Die 39 Minuten des neuen Seeed Albums vergehen wie im Flug. Dies allein ist ein Indikator dafür, dass das Album keine Sekunde langweilig ist. Im Gegenteil. Die Berliner Formation bietet ein breites Spektrum an. Stücke wie „Beautiful“, „Molotov“ und vor allem „Augenbling“ gehen sofort ins Ohr und in die Beine. Stücke wie „You & I“ oder „Loveless“ brauchen zwei, drei Durchgänge, stellen dafür aber umso mehr unter Beweis, dass die Band noch jede Menge Potential hat. Mit „Wonderful Life“ schaffen Seeed sogar das Kunststück, eine Coverversion abzuliefern, die besser als das damalige Original von Black ist. Insgesamt klingt das Album aufgrund der elektronischen Beats vielleicht etwas kommerzieller als die ersten Alben, trotzdem ist es ein hundertprozentiges Seeed-Album geworden. Und in Anbetracht der Spielzeit kann man nur sagen: Qualität schlägt Quantität!

 

 

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