Shape of Water – Das Flüstern des Wassers

Autorenwertung
  • Spannung
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  • Humor
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  • Special Effects
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  • Umsetzung
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  • Maske
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  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: schwamm | Rezensionsdatum:

Rezensiert wird eine als Rezensions-BluRay-Disc zur Verfügung gestellte Version des Films. Da es auf dem Verkaufsmarkt verschiedene Ausführungen gibt, bitte ich um Verständnis, dass ich bei meiner Rezension lediglich auf den Inhalt des Films, jedoch nicht auf etwaiges Bonusmaterial eingehen kann.

 

Worum geht es?

Die alleinstehende und stumme Elisa Esposito (Sally Hawkins) lebt im Baltimore der 60er Jahre. Sie hat einen geregelten Tagesablauf und arbeitet, zusammen mit Zelda Delilah Fulder (Octavia Spencer) als Reinigungskraft in einem geheimen Labor der US-Regierung. Mitten im Kalten Krieg und im Wettstreit der Vereinigten Staaten mit der Sowjetunion um die Eroberung des Weltalls, kommt mit Richard Strickland (Michael Shannon) nicht nur ein neuer Sicherheitschef in die Einrichtung, sondern bringt zudem noch ein seltsames Geschöpf mit ins Labor. Ein im Amazonasgebiet gefangenes Wesen, halb Amphibie, halb Mensch. Von ihm erhofft sich vor allem der Wissenschaftler Dr. Robert Hoffstetler (Michael Stuhlbarg) Erkenntnisse über das Überleben in extremen Umgebungen.

Als sich Strickland mit dem Wesen anlegt und zwei Finger verliert, kommen Elisa und Zelda erstmals mit dem Wesen in Kontakt. Während Zelda jedoch nicht viel mit dem Wesen anfangen kann und lediglich ihren Reinigungsauftrag im Labor erledigt, ist Elisa sofort fasziniert von dem seltsamen Geschöpf. Je mehr Elisa ihre Zeit für das Wesen aufbringt, desto vertrauter werden sie miteinander. Und sie schafft innerhalb kürzester Zeit etwas, dass keiner für möglich hielt: Mittels Gebärdensprache kann sie mit dem Amphibienmann kommunizieren.

Doch als Elisa erfährt, dass Sicherheitschef Strickland jegliches Interesse an dem Wesen verliert und letztlich dessen Tötung in Auftrag gibt, sieht Elisa nur noch einen Ausweg – ohne zu wissen, dass sie sich damit in Lebensgefahr begibt.

 

Fazit

Shape of Water (Dt. das Flüstern des Wassers) wurde bereits im August 2017 bei der ersten Veröffentlichung auf den Filmfestspielen in Venedig – ausgezeichnet mit dem goldenen Löwen, dem Hauptpreis des Festivals – von den Kritikern überschwänglich gelobt. Es folgten zahlreiche Nominierungen und Auszeichnungen rund um den Globus und daher ging der Film letztlich als größter Favorit, mit insgesamt 13 Nominierungen, in die Oscarverleihung. Das am Ende „nur“ vier Oscarauszeichnungen daraus wurden, sollte Regisseur Guillermo del Toro sicherlich nicht gestört haben. Durch das weltweite Interesse an dem Film – eine Mischung aus Lovestory, Horror, aber vor allem mit vielen Fantasy und großartigen Szenenbildern – schaffte er seine Produktionskosten von nur 19,5 Millionen Dollar innerhalb kürzester Zeit nicht nur zu kompensieren, sondern letztlich weltweite Einnahmen von knapp 200 Millionen Euro zu erzielen.

Doch was erwartet uns nun von einem Film, der mehrfach prämiert, gelobt und getadelt, als großer Favorit ins Rennen um die Oscars ging, um dann scheinbar nur als mittelmäßiger Film mit vier Oscars herausging, letztlich? Was macht Shape of Water gegenüber anderen Filmen der Neuzeit besonders? Ist es die faszinierende Welt der Hauptdarstellerin Elisa, die uns ein bisschen an Die fabelhafte Welt der Amélie erinnert, oder aber der Amphibienmann, der einen an das Ding aus Der Schrecken vom Amazonas erinnert? Auch erkennen einige eine Lovestory a la Die Schöne und das Biest, die Schöne Unbekannte, die sich in das schreckliche Biest verliebt. Und ich denke, genau das macht diesen Film einzigartig und sehenswert, wir alle können del Toro’s Film letztlich nicht im Genre einschätzen. Ein jeder der den Film sieht, erkennt eine andere Geschichte, eine andere Handlung, ein anderen Aspekt zur Einordnung in ein bestimmtes Genre des Films und doch gehört alles zueinander und knüpft am Ende eine Geschichte, bei der es letztlich nur zwei Hauptdarsteller geben kann: Elisa und das Biest aus dem Amazonas, dem Wesen aus halb Amphibie und halb Mensch. Del Toro bedient sich in vielen Schubladen des großen Kinos der Vergangenheit und Gegenwart, gespickt mit seinem eigenen Drehbuch: der Geschichte einer Liebe, die nicht nur nicht sein darf, sondern eigentlich gar nicht kann. Und doch wurde sie so erzählt.

Daher finde ich, ist Shape of Water für alle sehenswert, die nun die Chance ergreifen können, sich diesen Film zuhause im Heimkino anzusehen, um sich eine Meinung zu bilden und am Ende eine Diskussion zu starten, ob der Film nun gelobt oder getadelt werden soll, ob die Auszeichnungen gerechtfertigt oder überzogen waren.

 

 

 

 

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