Shine

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

ZWISCHEN ROCK UND ESC!

Die Sängerin:

wurde 1971 in Katrineholm geboren und studierte Musik am Kopenhagener Musikkonservatorium und an der Ballettakademie in Göteborg. Im Alter von 21 spielte sie eine Rolle im Rock-Musical „Gränsland“ und hatte danach Engagements bei unterschiedlichen Bands. Einem weltweit breitem Publikum wurde sie ab 2007 bekannt, als sie Frontfrau der finnischen Symphonic Metaller wurde, die sich zuvor von ihrer Sängerin Tarja Turunen getrennt hatten. Erstmals war auf dem Album „Dark Passion Play“ zu hören. 2011 folgte das Album „Imaginaerum“. Auf der anschließenden Welttournee erkrankte und stand für einige Konzerte nicht zur Verfügung. Die Band entschied sich dafür, die Konzerte nicht ausfallen zu lassen und engagierte kurzerhand eine neue Sängerin. Am 01.Oktober 2012 verließ die Band einvernehmlich, wie es in einer offiziellen Stellungnahme hieß.

Das Album:

Eineinhalb Jahre ließ sich die schwedische Sängerin Zeit, um ihr erstes Soloalbum aufzunehmen. Es liefert einen Querschnitt aus aktuellen Songs und Titeln, die sie bereits 2009 geschrieben hat. Die Musikwelt rätselte im Vorfeld, welchen Sound das Album haben wird. Ein Blick auf die Produzenten ließ erahnen, dass Anette Olzon nicht im vertrauten Metalgenre verweilen würde.

Mit Stefan Örn und Johann Glössner hat sie zwei sehr bekannte schwedische Produzenten ins Boot geholt, die für den breiten Massengeschmack stehen. So hat Stefan Örn 2011 mit „Running Scared“ den Siegertitel für den Eurovision Song Contest geschrieben.

Hört man das Album durch, kann man klar feststellen: Metal ist anders. Wer gedacht und gehofft hat, Frau Olzon zeigt ihren ehemaligen Kollegen wo der stimmliche Hammer hängt, wird sicherlich ein wenig enttäuscht sein. Dabei ist das Album gar nicht schlecht. Mit dem Titelsong „Shine“ und „Lies“ sind zwei richtige Hits dabei, auch wenn gerade „Lies“ doch sehr gewaltigen ESC-Charme versprüht.

Leider nutzt Anette Olzon ihr stimmliches Volumen nicht voll aus. Musikalische und stimmliche Höhepunkte wie „Falling“ oder eben „Shine“ und „Lies“ bleiben eher die Ausnahme. Der Rest klingt gewaltig nach austauschbarer Massenware.

Trackliste:

01 – Like A Show Inside My Head

02 – Shine

03 – Floating

04 – Lies

05 – Invincible

06 – Hear Me

07 – Falling

08 – Moving Away

09 – One Million Faces

10 – Watching Me From Afar

 

Fazit:

Anette Olzon sagt über ihr Album, dass es eine sehr persönliche Sache ist. Das mag durchaus zutreffend sein, doch die Unentschlossenheit zwischen Metal, Rock und Pop sorgt dafür, das „Shine“ im Sumpf der Massentauglichkeit fast untergeht. Keine Frage, das Album ist durchaus hörenswert. Allerdings fehlen mir die Ecken und Kanten, welche die komplett glattgebügelte Produktion ein wenig aus der 08/15-Ecke hätten herausholen können. Auch stimmlich hat Anette Olzon gerade auf dem letzten Nightwish-Album bewiesen, dass sie deutlich mehr kann, als sie hier dem Hörer präsentiert. Insgesamt ein Album, dass man hören kann, dass aber auch schnell wieder vergessen ist.

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