Sommerzeit

Autorenwertung
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Sommerzeit

Gabriele Haefs (Übersetzer). Heyne Verlag 2010, Taschenbuch, 400 Seiten, € 0,59

Rezension von: istillreadbooks | Rezensionsdatum:

Sommerzeit von

Inhalt
Die Bewohner der schwedischen Ferieninsel Faro befinden sich in heller Aufruhr: Ein beliebter Mann, der schon seit Jahren regelmäßig auf dem selben Campingplatz auf Faro gemeinsam mit seiner Familie seinen Jahresurlaub verbringt, wird während seiner morgendlichen Joggingrunde kaltblütig am Strand erschossen. Der Mord gleicht einer Hinrichtung, denn das Opfer wurde mit einem Kopfschuss und sieben Schüssen in den Bauch förmlich niedergestreckt. Die Polizei beginnt, Ermittlungen aufzunehmen, und eine erste Spur führt Karin Jacobsson, die den aus anderen Krimis von Mari Jungstedt bekannten Kommissar Knutas vertritt, nach Götland.

Kaum in Götland angekommen, bekommt es die Polizei mit einem weiteren Mord zu tun – und dieser gleicht dem ersten Mord in fast allen Details: Wieder wurde das Opfer durch einen Kopfschuss getötet, dennoch hat der Täter dem Opfer danach noch siebenmal in den Bauch geschossen. Was steckt hinter den mysteriösen Morden? Wer könnte überhaupt ein Motiv für den Mord an zwei als beliebt geltenden Männern gehabt haben? Karin, Kommissar Knutas und ihr Team müssen lange suchen, um endlich eine Verbindung zwischen den beiden Morden zu finden – und schließlich kommen sie einem schaurigen Verbrechen auf die Spur, welches schon lange zurückliegt und nie ganz aufgeklärt wurde…

Ein solider Schweden-Krimi – spannend, passagenweise fesselnd, aber nicht überragend
Mari Jungstedts Schweden-Krimis haben die Autorin weltberühmt gemacht, und die Kriminalromane von Mari Jungstedt landen regelmäßig auf den europäischen Bestsellerlisten. Die manchmal melancholischen und stets sehr authentischen Schweden-Krimis von Jungstedt kommen bei Lesern und Kritikern offenbar gleichermaßen gut an. Das ZDF hat sich somit bereits vor einigen Jahren die TV-Rechte für die Krimireihe um Anders Knutas und seine Kollegen gesichert und innerhalb der letzten Jahre wurden unter anderem die auf den Romanen basierenden Fernsehfilme „Den du nicht siehst“ und „An einem einsamen Ort“ vom ZDF produziert, ausgestrahlt und später auf DVD veröffentlicht, wobei Walter Sittler die Rolle des Kommissars Anders Knutas übernahm – der Untertitel der Reihe lautet übrigens „Der Kommissar und das Meer“.

„Sommerzeit“ ist der fünfte Kriminalroman aus der Reihe um Anders Knutas, und auch diesmal beweist Mari Jungstedt, dass sie ihr Handwerk versteht. Die eigentliche Geschichte um zwei rätselhafte Morde wird spannend erzählt und gelegentliche „Ausflüge“ in das Privatleben der einzelnen Protagonisten lockern das Ganze auf und vermitteln stellenweise einen interessanten Eindruck vom skandinavischen bzw. vom schwedischen Alltag im Allgemeinen. Das ist mitunter recht packend, oftmals „plätschert“ die Geschichte aber leider nur so vor sich hin, und die scheinbar endlosen „Kämpfchen“ zwischen Karin Jacobsson und ihrer Kollegin Ursula wirken auf Dauer dann doch etwas ermüdend, genau wie beispielsweise die sich häufig wiederholenden Beschreibungen der Essgewohnheiten von Karins Kollegen.

Fazit
„Sommerzeit“ ist ein solider Schweden-Krimi, leider ist dies jedoch auch fast das höchste Lob, was man diesem fünften Teil der Anders Knutas-Reihe aussprechen kann – Jungstedt liefert hier eben souveräne „Krimikost“ ab, die jedoch leider eher dem Bereich der „durchschnittlichen Hausmannskost“ als der Kategorie der gehobenen „Kriminalliteratur von Welt“ zuzuordnen ist. Insgesamt „ganz nett“, mehr leider nicht – für Mari Jungstedt-Fans sicher dennoch zweifelsohne lesenswert.

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