Space Police – Defenders Of The Crown

Autorenwertung
  • Musik
    ein Buchein Buchein Buchkein Buchkein Buch
  • Instrumentalisierung
    ein Buchein Buchein Buchein Buchhalbes Buch
  • Stimme
    ein Buchein Buchein Buchein Buchkein Buch
  • Abwechslung
    ein Buchein Buchhalbes Buchkein Buchkein Buch
  • Hörspaß
    ein Buchein Buchkein Buchkein Buchkein Buch
  • Gesamt
    3 Sterne3 Sterne3 Sterne3 Sterne3 Sterne
Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

NEUES VON EDGUTASIA!

Die Band:

In den letzten Jahren haben sich und seine Mitstreiter in der Heavy-Metal-Szene eine große Fangemeinde erspielt. Gerade Sammets Songwriterqualitäten, die er auch bei seinem Nebenprojekt eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, haben der Band aus Fulda eine große Reputation eingebracht. Alben wie „Mandrake“ oder „Hellfire Club“ zählen zu Pflichtalben der Szene.

Das Album:

Die Vorschusslorbeeren für das neue -Album waren allesamt sehr groß. Erinnerungen an die ersten Power Metal Scheiben soll das neue Album wecken. Auch der Härtegrad soll im Vergleich zum letzten Album „“, das sich eher dem klassischen Hard Rock zuwandte, wieder angezogen haben. Entsprechend groß waren meine Erwartungen, die angesichts der ersten Single „Love Tyger“ bereits gedämpft wurden. Der Song konnte mich nicht wirklich begeistern und erinnerte mich eher an einen faden Aufguss früherer Titel wie „Lavatory Love Machine“ oder „King Of Fools“.

Leider gilt dieser Kritikpunkt auch für weite Teile des Albums. Das Tobias Sammet ein wirklich herausragender Songwriter ist, hat er mit den ersten Edguy-Alben und später mit seinem zweiten Projekt Avantasia eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das hier verwendete Songmaterial erweckt allerdings den Eindruck, als handelte es sich größtenteils um Songs, die für das letzte Avantasia-Album nicht berücksichtigt wurden. Besonders auffällig ist dies beispielsweise bei „Space Police“, dessen Struktur und vor allem dessen Refrain sehr stark an „The Wicked Symphony“ erinnert, ohne deren hymnische Klasse zu haben.

Titel wie „Sabre & Torch“ oder „Defenders Of The Crown“ kommen sicher deutlich härter daher, als viele Songs des letzten Albums, klingen aber auch mehr nach Tobias Sammets zweiter Spielwiese. Gerade der Opener „Sabre & Torch“ erinnert recht stark an „Invoke The Machine“ vom letzten Avantasia-Werk.

Immer wieder konnten Edguy auch mit monumentalen Songs begeistern. Der achtminütige Schlusspunkt „The Eternal Wayfarer“ erreicht nicht im Ansatz die Klasse eines „The Piper Never Dies“ vom Album „Hellfire Club“. Es fehlen die überraschenden Momente und Tobias Sammet läuft Gefahr, sich wieder und wieder selbst zu plagatieren.

Über die Coverversion von „Rock Me Amadeus“ kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Der Song ist handwerklich gut gemacht, aber brauchen tut diese Version kein Mensch. Der Song ist ein Lückenfüller, dessen Platzierung auf der Bonus-CD gereicht hätte.

Die richtig guten Momente sind auf diesem Album leider rah gesät. „The Realms Of Baba Yaga“ ist so ein Moment, in dem die alte Härte von Edguy durchschimmert. Der zweite Song, der mich voll und ganz begeistert hat, ist „Do Me Like A Caveman“, der durch den Einsatz eines Klaviers eine besondere Note bekommt, die sicherlich nicht jedem Gefallen wird. Aber auch dieser Titel klingt eher nach Avantasia, als nach Edguy.

Auf Balladenseite steht die Band aus Fulda schon seit einiger Zeit ein wenig im Abseits. „Alone In Myself“ ändert das nicht wirklich.

Wer sich für die Special Edition entscheidet, bekommt eine Bonus-CD mit sieben Tracks, auf die man allesamt verzichten kann. Neben den Instrumentalversionen von „Love Tyger“, „Defenders Of The Crown“, „Do Me Like A Caveman“ und „Space Police“, der zusätzlich noch in einer Progressive Version enthalten ist, enthält die CD noch zwei neue Tracks, die beide ein Griff ins weiße Porzellan sind. „England“ ist Tobias Sammets humorvolle Hommage an den Inselstaat, die textlich ganz amüsant ist, sich aber musikalisch als Flop erweist. Und „Aychim In Hysteria“ ist eine so unverfroren billige Def Leppard Kopie/Parodie, bei der ich mich gefragt habe, ob Edguy das wirklich nötig haben.

Trackliste Album:

01 – Sabre & Torch

02 – Space Police

03 – Defenders Of The Crown

04 – Love Tyger

05 – The Realms Of Baba Yaga

06 – Rock Me Amadeus

07 – Do Me Like A Caveman

08 – Shadow Eaters

09 – Alone in Myself

10 – The Eternal Wayfarer

Trackliste Bonus-CD:

01 – England

02 – Aychim In Hysteria

03 – Space Police (Progressive Version)

04 – Space Police (Instrumental Version)

05 – Love Tyger (Instrumental Version)

06 – Defenders Of The Crown (Instrumental Version)

07 – Do Me Like A Caveman (Instrumental Version)

 

Fazit:

Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch. Auf jeden Fall kann ich den euphorischen Kritiken für „Space Police-Defenders Of The Crown“ nicht folgen. Sicher, wer die Musik von Tobias Sammet mag, wird im Prinzip nicht schlecht bedient. Allerdings würde ich mir wünschen, dass er sich mit Edguy viel deutlicher von seinem zweiten Projekt Avantasia abgrenzen würde. Dieser Mischmasch mag zwar gut für die Kasse sein, den Musikfan stellt es aber nur bedingt zufrieden.

Wie bewerten Sie dieses Produkt?

Ihre Bewertung
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
Loading...

Schreiben Sie einen Kommentar