Rezension.org - "Wilddiebe und Kritiker kennen keine Schonzeit"
rezensionen

Rezensionen mit ‘Komödie’

Zweimal ist einmal zuviel

Zweimal ist einmal zuviel von , Goldmann Verlag

Der zweite Teil der Stephanie-Plum-Reihe

Inhalt
Stephanie Plum ist außergewöhnlich. Sie ist jung, schlagfertig und hat einen ungewöhnlichen Job: Sie ist Kopfgeldjägerin. Genauer gesagt spürt sie Kriminelle auf, die gegen Kaution freigelassen wurden und danach das Weite suchen, ohne zu Hafttermin zu erscheinen. Diesen Job hat sie von ihrem Vetter Vinnie, der das Kautionsbüro leitet. Allerdings hat sie diesen Job von ihm nicht freiwillig bekommen. Erst nachdem sie ihm gedroht hatte, seiner Frau ein paar Einzelheiten aus seiner Jugendzeit zu erzählen. Ihren ersten großen Fall hatte sie bereits gelöst. Dadurch hatte sie Joe Morelli wieder getroffen. Er ist Polizist und war vor kurzem wegen Mordes angeklagt gewesen. Joe ist ein alter Bekannter aus Kinder- und Jugendtagen von Stephanie und ihr heißblütiger Widersacher. Oder sowas in der Art!

Der Fall
Dieses Mal ist Stephanie auf der Suche nach Kenny Mancuso, einem sehr reichen, sehr hitzköpfigen jungen Mann, der seinen besten Freund angeschossen hat. Ranger, ihr undurchsichtiger Kollege vom Kautionsbüro mischt auch in diesem Fall mit. Sehr zum Ärger von Joe Morelli. Allerdings bringt dieser Auftrag nicht genug Geld ein. Daher untersucht Stephanie nebenbei noch einen anderen, sehr mysteriösen Fall von Sargdiebstahl. Und wenn es um Särge, Leichen oder Beerdigungen geht, ist es ja wohl selbstverständlich, dass auch Grandma Mazur einen Teil zur Auflösung beitragen kann. Schließlich ist ihre Lieblingsbeschäftigung, bei den Totenwachen die Beerdigungsinstitute aufzusuchen um sich einen Platz in der ersten Reihe zu ergattern. Nicht um sich zu verabschieden – eher um über die Familie und zu guter Letzt über den Toten zu lästern!

Was sonst noch so passiert
Doch wer ahnt denn schon, dass Grandma Mazur plötzlich Gefallen am Detektivspielen findet? Und wer konnte voraussehen, dass Kenny Mancuso etwas mit den gestohlenen Särgen zu tun hat? Und wie kann es passieren, dass einige Teile vom Inhalt der Särge plötzlich bei Stephanie auftauchen – als Warnung?

Als sich dann auch noch Joe Morelli in den Fall einmischt, wird die Sache erst richtig interessant.

Fazit
Auch der zweite Teil der Stephanie-Plum- ist genial. Die Geschichte verrückt und witzig, die Protagonisten herrlich verschroben. Natürlich ist die Story wieder etwas abgehoben und mit einem Augenzwinkern zu sehen. Aber die Dialoge sind witzig und das Buch ist super geschrieben. Auch die Story um die Beziehung von Stephanie mit Joe und der undurchsichtige Ranger sind gut gemacht. Natürlich nicht zu vergessen, die Plum’sche Familie, Grandma Mazur und die Mittagessen, die immer wieder ein Spaß sind. Immer wieder ein Genuß, ein Buch von Janet Evanovich zu lesen.

Einmal ist keinmal

Einmal ist keinmal von , Goldmann Verlag

Der erste Teil der Stephanie-Plum-Reihe

Inhalt
Was macht man, wenn man seinen Job als Dessouseinkäuferin im schlechtesten Kaufhaus der Welt verloren hatte, der Kredithai einem das Auto geklaut hatte und man sich nichts mehr zu essen kaufen kann? Wenn man eine seltsame Familie hat in der die Großmutter Radlerhosen trägt und gerne zu Beerdigungen geht? Wenn der Vater gerne seine Schwiegermutter erwürgen möchte? Ja, was macht man dann? Natürlich – man wird Kopfgeldjäger!

Der Job
Stephanie Plum hat nichts mehr zu verlieren. Kein Job, kein Geld und keine Aussicht auf Besserung. Gut, dass ihr Vetter Vinnie eine Bürokraft für sein Kautionsbüro sucht. Das heißt, er bezahlt die Kaution für Sträflinge, damit diese auf freien Fuß kommen. Am Tag des Gerichtstermins bekommt Vinnie dann sein Geld zurück. Allerdings nur, wenn der Sträflich auch tatsächlich vor Gericht erscheint. Diejenigen die nicht erscheinen werden von Vinnies Kopfgeldjäger gesucht und zum Gericht transportiert.

Doch als Stephanie im Büro ihres Vetters ankommt, ist der Bürojob schon vergeben. Connie, Vinnies Sekretärin, macht Stephanie den Vorschlag, bei Vinnie als Kopfgeldjägerin anzuheuern. Schließlich bekommt man zehn Prozent der Kautionssumme, wenn man den Flüchtigen zurückbringt. Sofort ist Stephanie Feuer und Flamme, ist doch die Kaution des neuesten Flüchtlings auf hunderttausend Dollar festgesetzt. Vinnie sträubt sich, Stephanie den Job zu geben. Doch sie hat noch einen Trumpf im Ärmel. Denn schließlich interessiert sich Vinnies Frau Lucille bestimmt sehr dafür, was ihr Mann mit anderen Frauen anstellt. Oder auch mit Enten!!! Geschlagen gibt Vinnie Stephanie den Job. Doch als sie hört, wen sie da suchen soll, gerät ihr Entschluss ins Wanken. Es ist Joseph Morelli, ein Polizeibeamter der unter Mordanklage steht. Und nicht nur das – er ist ein alter Bekannter von Stephanie.

Joe Morelli
Manche Männer können das Leben einer Frau von der ersten Sekunde an versauen. Und genauso ging es Stephanie mit Joe Morelli. Beide stammten aus Trenton New Jersay und waren im selben Arbeiterviertel aufgewachsen. Joe wohnte zwei Strassen weiter und war zwei Jahre älter als Stephanie. Obwohl – oder vielleicht gerade trotzdem – ihre Mutter sie immer gewarnt hatte, sich von den Morelli-Brüdern fernzuhalten, konnte Stephanie das nicht. Als sie sechs Jahre alt war spielte sie mit Joe Morelli das Spiel „Puff-Puff“ – das Eisenbahnspiel… Zehn Jahre später wohnten die beiden immer noch zwei Strassen auseinander. Joe war ein großer, starker Kerl mit schwarzen Augen und Adlertattoo geworden. Und er hatte auch einen knackigen Po und schmale Hüften. Er verführte Stephanie in der Bäckerei in der sie arbeitete. Drei Jahre später brach Stephanie ihm das Bein, als sie ihn mit dem Buick ihres Vaters überfuhr.

Genau diesen Typen sollte sie jetzt suchen! Und dabei hatte sie doch überhaupt keine Erfahrung im auflesen von Flüchtlingen. Und eigentlich wollte sie Joe Morelli nie wieder sehen.

Was dann passiert
Stephanie übernimmt den Job und findet Morelli. Doch ihn finden und ihn der Polizei ausliefern ist ein himmelweiter Unterschied. Und Grandma Mazur ist auch keine große Hilfe. Auch wenn sich niemand so gut in Beerdigungs-Instituten auskennt wie sie! Und vor allem, wieso fühlt sich Stephanie immer noch von Joe angezogen? Und wie passt der dunkelhaarige, geheimnisvolle Kopfgeldjäger Ranger in die ganze Sache? Und wer ist wirklich der Mörder, wenn es Joe nicht war?

Fazit
Janet Evanovich ist einfach genial. Der Witz und die Schlagfertigkeit von Stephanie Plum sind außergewöhnlich. Natürlich ist diese Geschichte auch mit einem Augenzwinkern zu sehen, denn niemand – wirklich niemand – ist so tollpatschig. Aber es ist einfach ein Genuss das zu lesen! So witzig und flüssig geschrieben, dass ich erstens das Buch in einem Rutsch gelesen habe und zweitens desöfteren laut lachend auf dem Sofa saß. Wer also ein witziges Buch sucht ist bei Janet Evanovich genau richtig. Man kann es kaum erwarten, den nächsten Teil in den Händen zu halten!

Seite < 1 2 3 4
rezension
rezensionen