Rezensionen mit ‘Thriller’
Schattenblume von Karin Slaughter
Inhalt:
Jeffrey hat Sara zum zweiten Mal einen Heiratsantrag gemacht. Er war soch absolut sicher, dass sie ein zweites Mal ja sagen würde. Doch Sara lehnt ihn aber ab. Damit hat Jeffrey nicht gerechnet und ist zusehens enttäuscht. Niedergeschlagen machte er sich auf den Weg aufs Revier um sich von seinen trüben Gedanken abzulenken.
Sara tut es schrecklich leid, dass sie Jeffrey einen Korb gegeben hat und wollte unbedingt nochmal mit ihm reden und macht sich daher auf den Weg zum Revier, um mit Jeffrey die Angelegenheit zu klären.
Marla empfing Sara als sie das Revier betrat. Hier war richtig was los, denn eine Schulklasse war vor Ort um das Revier zu besichtigen. Was Sara nicht bemerkte, dass zwei düstere Gestalten nach ihr das Revier betraten und die verhießen nichts Gutes.
Sara ging zu Jeffrey um mit ihm zu reden, doch viel konnte sie nicht sagen, als Jeffrey nach vorne gerufen wurde. Sara folgte ihm. Vorne bei Marla standen zwei sehr muskulöse Typen. Sara dachte sich noch, die sehen ziemlich unheimlich und gefährlich aus, als schon die ersten Schüsse zu hören waren. Sie sah wie einige der Cops die ihre Schreibarbeiten erledigen wollten, wie tote Fliegen vom Stuhl fielen. Sara wurde klar was hier eigentlich vor ging, sie war mitten in eine Geiselnahme gerutscht. Nicht nur das sie als Geisel genommen wurde, auch die Schulkinder, die sich das Revier angeschaut hatten.
Für Sara zählte nur ein, die Kinder in Sicherheit zu bekommen, auch wenn es ihr Leben kosten sollte….
Fazit
Karin Slaughter gehört zu den Autoren die es immer wieder schafft einen Bestseller zu schreiben. Ihr Schreibstil fesselt immer wieder den Leser und auch bei diesem Buch hat sie bewiesen, dass sie ihren Beruf verstanden hat.
Ihre Art zu schreiben, fesselt den Leser nicht nur vor Spannung sondern auch mit Neugierde, denn hat man das Buch erst einmal angefangen zu lesen, will man auch wissen wie es weiter geht. Karin Slaughter schafft es mit ihrer Schreibart, dass sich der Leser sehr schnell in die Geschichte einlesen kann, sich die Umgebung und die Menschen vorstellen kann.
Es wird schwierig das Buch zur Seite zu legen. Wer sich für das Buch entscheidet und sich dieses kauft, macht keinen Fehler.
Nicht nur das Buch ist sehr empfehlenswert, auch sollte man sich die anderen Bücher der Schriftstellerin zulegen. Wer Thriller mit Story liebt, kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten.
Ein gefährlicher Liebhaber von Linda Howard
Jillian Sherwood ist Archäologin, wird aber Ihrer Arbeit oft diskriminiert, weil ihr verstorbener Vater, ebenfalls Archäologe einige Ansichten vertreten hatte, die in Wissenschaftskreisen als Spinnereien verschrieen waren. Daher nimmt sie eines Tages das Angebot ihres Halbbruders Rick, der sie eigentlich nicht leiden kann, da sie die ganze Aufmerksamkeit ihres Vaters erhalten hatte, an und läßt sich von einem undurchsichtigen Mann namens Kates eine Expedition finanzieren, um eine sagenhafte Stadt der Amazonen in Brasilien zu finden und damit ihren Vater zu rehabilitieren. Kates wiederum vermutet, daß in der Stadt, wenn sie sie denn finden, ein riesiger Schatz in Form eines roten Diamanten zu finden ist, der ihn auf einen Schlag alle Schulden tilgen lassen könnte. Da weder Kates noch Rick Ahnung von Brasilien und solchen Expeditionen haben, heuern sie den Spezialisten Ben Lewis an. Dieser ist ein Mann, der aussieht, als könne er nicht bis drei zählen, dabei aber mit allen Wassern gewaschen ist.
Jillian ist nicht begeistert von ihrer Begleitung, fügt sich aber, da sie allein die Mittel nicht aufbringen könnte. Schon bald stellt sie fest, daß Ben Lewis noch intelligenter ist als sie vermutet hat und ihr einziger wohlgesonnener Begleiter. Denn Kates hat außerdem noch einen Helfer eingestellt, Dutra, einen bekannter Killer…
Und schon beginnt die abenteuerliche Fahrt über den Rio Negro ins Landesinnere, die bereits von Anfang an von Konflikten gezeichnet ist. Dennoch erreichen sie alle den Dschungel und finden nach den Angaben von Jillians Vater sogar die sagenumwobene Stadt. Als Ben dann noch den Eingang zur Schatzkammer findet, nimmt das Drama seinen Lauf…
Erschwert wird die Situation durch das erotische Knistern zwischen Ben und Jillian, die nicht weiß, ob sie Ben wirklich trauen kann. Dieser wiederum findet eigentlich Frauen wie Jillian nicht attraktiv, ist aber von ihrer Intelligenz und ihrem Durchhaltevermögen beeindruckt. Schließlich muß er sich zwischen Geld und Liebe entscheiden.
Fazit
Die Geschichte lebt vor allem durch die beiden Protagonisten Ben und Jillian, die sich heiße Wortgefechte liefern, sich gegenseitig aber auch beeindrucken durch Mut, Kampfesgeist und intelligentes Handeln. So läßt sich Jillian nicht von Bens rüden Bemerkungen oder Anspielungen ins Bockshorn jagen – bspw. als er versucht, ihr Angst zu machen durch seine Bemerkung, im Fluß seien Piranhas. Die deutsche Fassung leidet jedoch unter der nicht ganz so guten Übersetzung, die viel Fäkalsprache benötigt, um die Dialoge ins Deutsche zu transportieren – etwas, was in anderen Howard-Büchern mit einem anderen Übersetzer glücklicherweise nicht der Fall ist.
Dennoch ein wirklich lesenswertes Buch mit einer guten Geschichte und Charakteren, mit denen man mitfiebert!
Mitternachtsmorde von Linda Howard
1985 wird in einer kleinen Stadt im Süden der USA eine Zeitkapsel vergraben, die erst 200 Jahre später wieder geöffnet werden soll. Der 15jährige Knox beobachtet die Zeremonie und stellt fest, daß statt der 12 angekündigten Gegenstände jedoch 13 hineingelegt werden. Keiner glaubt ihm bzw. die Beteiligten sagen, es seien nur 12 gewesen und so passiert weiter nichts. 20 Jahre später, Knox ist inzwischen Polizist in seiner Heimatstadt geworden, wird die Kapsel über Nacht gestohlen und ein tiefes Loch klafft in dem Versteck vor dem Polizeigebäude. Doch die Überwachungskameras zeigen nichts an – lediglich einen unerklärlichen weißen Blitz; es gibt keine Fußabdrücke und keine sonstigen Spuren. Knox, der wie als Jugendlicher noch immer Rätsel liebt, beginnt zu ermitteln, wird jedoch dann zu einem anderen Tatort und schließlich zu einem Mordfall gerufen. Der Anwalt Taylor Allen, einer der damaligen Offiziellen bei der Vergrabung der Zeitkapsel, ist auf rätselhafte Weise mit einem Speer ermordet worden. Wieder gibt es keinerlei Spuren. Plötzlich taucht am Tatort eine junge hübsche Frau auf, die sich als FBI-Agentin Nikola Stover ausgibt. Er bespricht mit ihr einige unwesentlichen Dinge am Tatort, läßt aber im Hintergrund ihre Identität überprüfen. Als sie sich schließlich auf dem Revier unterhalten, erfährt er, daß das FBI sie nicht als Agentin registriert hat.
Plötzlich beginnt sie ihm eine ungeheuerliche Geschichte zu erzählen. Sie sei doch FBI-Agentin, jedoch aus dem Jahr 2007 und versucht, ihm das mit einigen Dokumenten und Gegenständen, die es in seiner Zeit noch nicht gibt, zu beweisen. Knox ist zwar nicht völlig überzeugt, merkt jedoch, daß irgend etwas an ihrer Geschichte wahr sein muß und bringt sie zu sich nach Hause. Plötzlich wird auf Nikita ein Mordanschlag verübt und danach, bei der Besichtigung von Knox´erstem Tatort des Tages, erscheint plötzlich ein weiterer Agent aus der Zukunft, der sie ebenfalls angreifen will. Nikita ist schneller und tötet ihren Kollegen.
Von da an glaubt Knox ihr und sie gehen gemeinsam auf die Suche nach dem Mörder des Anwalts, der Zeitkapsel und versuchen gleichzeitig Nikitas geheimen Auftrag zu erledigen, der für sie lebenswichtig ist. Dabei wird klar, daß die Agenten aus der Zukunft, die versuchen, Nikita auszuschalten, einen Mittäter aus der Jetztzeit haben müssen – nur wen?
Nikita bleibt Knox gegenüber jedoch bzgl. ihrer Identität jedoch geheimnisvoll und versucht, die prickelnde Erotik, die sich zwischen beiden entwickelt, abzuwehren, da Knox noch nicht alles von ihr weiß und dies seine Zuneigung ändern könnte.
Im Verlauf der Ermittlungen muß Nikita feststellen, daß die Manschetten für die Zeitreise gestohlen wurden und wenn sie sie nicht wiederfindet, kann sie nicht mehr in ihre Zeit und zu ihrer Familie zurückkehren…
Fazit
Eine sehr gelungene Story, auch für Leser, die sonst an Zeitreisen oder Science Fiction kein Interesse haben. Der Roman spielt in der Gegenwart und die Elemente, die die Protagonistin aus der Zukunft einbringt, sind für das Lesevergnügen absolut förderlich. Zum einen versteht es die Autorin (und der Übersetzer!), mit viel Sprachwitz die Sprachprobleme der beiden zu lustigen Mißverständnissen zu formulieren. So spricht Nikita zwar nach wie vor auch in der Zukunft englisch, aber viele alltägliche Redewendungen sind verlorengegangen, und so nimmt sie manches wörtlich, was nicht so gemeint ist, z.B. das Wort “Schreibtischhengst”, was wiederum Knox zum Wundern und Lachen bringt. Umgekehrt ist er sehr neugierig, wie es in der Zukunft aussieht, ob es noch Autos gibt, was die Menschen essen und wie (ißt man noch mit Messer und Gabel), welche Rohstoffe knapp sind usw. Diese vergleichende Darstellung in einem Roman ist sehr interessant zu lesen und ergibt ein wunderbares Lesevergnügen, das gleichzeitig zum Denken anregt! Ein großartiger Roman!
Der einzige Makel: Der Titel des Romans “Mitternachtsmorde” bzw. der Originaltitel “Killing Time” sind in Hinblick auf die Handlung ein absoluter Fehlgriff!
Leise stirbst du nie von Daniel Annechino
Daniel Annechino ist ein amerikanischer Autor, der in San Diego lebt und arbeitet. „Leise stirbst du nie“ ist eines von vier Büchern dieses Autors, das in Amerika zu einem Bestseller geworden ist.
Inhalt:
Es wurden schon mehrere getötete Frauen in San Diego aufgefunden, die aus unbekannten Gründen von ihrem Mörder gekreuzigt wurden. Die Ermittler Detective Samantha Rizzo und ihr Partner Alberto leiten diesen Fall, doch sie können keine Spuren finden, die sie auf die Fährte des Täters bringen. Der Mörder scheint alles genau durchgeplant zu haben und weiß wie er vermeidet gefasst zu werden.
Die kleinen Kinder der Frauen, die er ebenfalls entführt, setzt er unversehrt an öffentlichen Orten wieder ab, doch niemand sieht dabei sein Gesicht oder kann ihn beschreiben. Auch die Kinder sind dabei keine große Hilfe. Der Fall geht Sami ziemlich nah, da auch sie eine kleine Tochter hat und sich somit in die Lage der Frauen versetzen kann.
Sami hilft regelmäßig bei der Essensausgabe für Obdachlose und lernt dort Simon kennen, mit dem sie sich zum Essen verabredet. Simon scheint genau dem Täterprofil zu entsprechen, das eine Profilerin aufgestellt hat. Detective Rizzo lässt sich auf ein Date mit dem Mann ein, doch was sie dann in seinem Haus vorfindet, erschüttert sie zutiefst und sie muss um ihr eigenes Leben bangen.
Fazit
Als Leser weiß man schon vor den Ermittlern im Buch, wer der Mörder ist, was ich sehr interessant fand, da dies nicht sehr häufig vorkommt. Normalerweise wird man als Leser ja meistens bis zur letzten Seite im Dunkeln gelassen. Dies verschafft einem verschiedene Blickpunkte auf den Fall, da man ihn durch die Augen des Mörders, der Ermittler und der Opfer sieht.
Ich fand, dass sich das Buch flüssig lesen ließ und die Handlung war spannend beschrieben. Manche Szenen, besonders die Folterszenen der Frauen, sind sehr detailliert beschrieben, wodurch man sich manchmal fast bildlich vorstellen kann, was passiert und sehen kann, wie grausam der Mörder ist. Die einzelnen Charaktere haben mir ebenfalls gefallen, da sie gut dargestellt waren und lebensecht wirkten.
Die Art, wie der Mörder die Bibel ausgelegt hat, war schon irgendwie faszinierend, wurde er in seiner Kindheit doch stark von seiner Mutter geprägt. Das Verhältnis zu seiner Mutter wird in Rückblenden erzählt und gibt einen Einblick in die Psyche des Killers und liefert einen Grund, warum er sich zu einem Serienmörder entwickelt hat.
Ein Buch, das man wirklich weiterempfehlen kann und das ein spannendes Lesevergnügen verspricht.
Die Doppelgängerin von Linda Howard
Inhalt
Blair Mallory, eine ehemalige Cheerleederin, geschieden und Inhaberin eines Fitness-Studios wird eines Abends nach Geschäftsschluß auf dem Parkplatz ihres Studios Zeugin eines Mordes an einer ihrer Kundinnen. Diese Kundin war vielen anderen Mitgliedern des Studios auf die Nerven gegangen und hatte mit ihrer Friseur, Kleidung usw. auch versucht, Blair zu imitieren. Daher ist Blair zwar geschockt über den Mord, aber nicht wirklich traurig.
Als die Polizei kommt, wird sie für einen kurzen Moment zwar auch verdächtigt, dann aber als Zeugin und möglicherweise auch gefährdete Person befragt. Einer der Polizisten am Ort ist Lieutenant Wyatt Bloodsworth, mit dem sie vor 2 Jahren eine sehr kurze Fast-Affaire hatte, der sich jedoch nach der 3. Verabredung nicht mehr bei ihr gemeldet hatte. Daher ist Blair noch immer auf ihn böse und behandelt ihn anfangs entsprechend. Zu allem, was er sagt und macht, hat sie Widerworte. Da ihr Studio wegen der laufenden Ermittlungen ohnehin geschlossen ist und weil die Polizei und sie befürchten, daß der Mörder es auf sie abgesehen hat, fährt sie für ein paar Tage ans Meer zum Ausspannen. Plötzlich taucht dort Wyatt auf, der alles daran gesetzt hat, sie zu finden. Prompt kommen die alten Gefühle wieder hoch und die beiden beginnen nun wirklich eine Affaire.
Der Mörder der jungen Frau wird bald gefaßt, aber nun beginnen Anschläge auf Blair, unter anderem wird ihr Auto sabotiert und direkt vor ihrem Haus wird sie angeschossen. Parallel zu der emotional anstrengenden Affaire mit Wyatt ist so Blairs Leben völlig auf den Kopf gestellt, und sie weiß nicht mehr, ob sie ihren eigenen Gefühlen trauen kann – und denen von Wyatt, der ihr immer wieder klarmachen will, daß sie beide zusammengehören, auch wenn sie wegen der Sache von vor zwei Jahren noch immer auf ihn sauer ist.
Fazit
Witzige Charaktere und Dialoge
Anders als in Linda Howards anderen Romanen ist dieser in der “Ich-Form” geschrieben, Blair schildert alle Begebenheiten aus ihrer subjektiven Sicht und tut dies auch sehr selbstironisch. So spielt sie mit den Vorurteilen über blonde, gutaussehende Collegemädchen und nimmt dieses allgemeine Bild dabei auf die Schippe. Ehe ihre Gesprächspartner es sich versehen, hat sie sie schon um den Finger gewickelt oder in Grund und Boden geredet, so daß einem Wyatt richtig leid tun kann. Dabei flicht die Autorin neben dem Fortgang der Handlung auch immer die Gedanken von Blair mit ein, so daß der Leser stets den Eindruck hat, sich mit der Hauptperson zu unterhalten. Das ist ab und an etwas dick aufgetragen, überwiegend jedoch wirklich sehr lustig.
Beim ersten Mal, als Blair angeschossen wird, beschreibt sie beispielsweise, wie wichtig es für sie in dem Moment ist, etwas Süßes zu essen zu bekommen, und als die gleichen Polizisten auch bei dem Autounfall zugegen sind, stellt sie tief befriedigt fest: “Man bot mir Kaugummis und Käsecracker an. Kartoffelchips. Erdnüsse. Ich aß die Erdnüsse und das Popcorn und lehnte alles andere dankend ab, weil ich sonst geplatzt wäre. Eine Sache… bekam ich allerdings nicht angeboten. … wo blieben bitte die Donuts?? Wir waren hier immerhin auf einem amerikanischen Polizeirevier, …”
Hut ab wieder vor dem Übersetzer, der es großartig schafft, die Gedanken einer Frau so zielsicher ins Deutsche zu übersetzen!
Die Ludwig-Verschwörung von Oliver Pötzsch
Inhalt
Der Amerikaner Steven Lukas führt schon seit vielen Jahren in München ein mehr schlecht als recht laufendes Antiquariat. Doch an einem verregneten Abend, kurz bevor er seinen Laden für den Tag schließen möchte, verändert sich sein Leben schlagartig. Er bekommt kurz nacheinander gleich zwei merkwürdige Besuche und findet außerdem in seinem Laden ein seltsames Kästchen, das er zuvor noch nicht gesehen hat. Er hat demnach auch keine Ahnung, wie es in seinen Besitz gelangte.
Darin befindet sich unter anderem das Tagebuch eines Vertrauten des bayrischen Märchenkönigs Ludwig II. Dessen Eintragungen kann Steven jedoch nicht lesen, da es in einer Geheimsprache verfasst wurde. Als er auf seinem Heimweg auch noch von mehreren düsteren Kapuzenmännern quer über die Theresienwiese verfolgt wird, glaubt er sich vollends in einem falschen Film.
Kann das Rätsel um den mysteriösen Tod von Ludwig II. gelöst werden?
Am nächsten Tag muss er feststellen, dass sein Antiquariat aufgebrochen und völlig verwüstet wurde. Zunächst nimmt er an, dass die Boutiquebesitzerin, die sich seit längerem für sein Ladengeschäft interessiert und ihm schon zig Angebote dafür unterbreitet hat, dass er es an sie abtritt, dahintersteckt. Doch schnell stellt sich heraus, dass dem nicht so ist. Außerdem bekommt er erneut Besuch – von Sarah Lengfeld, einer Kunstdetektivin, die sich sehr für den Märchenkönig interessiert.
Sie weiß von dem Besitz des Tagebuchs, denn derjenige, der es in Steven Lukas’ Laden gebracht hat, war ihr Onkel, der aber in der vergangenen Nacht ermordet wurde. Sie möchte Steven helfen, das Geheimnis um das Tagebuch aufzudecken. Kann dies Hinweise erhalten, wie Ludwig II. tatsächlich ums Leben kam? Und wer hat noch Interesse an dem Buch, dass er auf der Suche nach diesem sogar über Leichen geht? Eine gefährliche und sehr aufregende Rätseljagd beginnt.
Fazit
Dieses Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend und zudem auch noch äußerst lehrreich. Denn wer sich für das Leben Ludwig II. interessiert, wird hier einiges erfahren. Schön ist auch, dass das Buch nicht ausschließlich in der Gegenwart spielt, sondern dank der Tagebucheinträge immer wieder in die Vergangenheit geht, so dass der Leser hautnah miterleben kann, was damals passierte.
Am Anfang des Buches sind auch einige Karten, die auch noch einmal helfen, eine genauere Übersicht zu bekommen. Natürlich ist dieses Buch nicht nur rein historisch, sondern in erster Linie ein Thriller. Für alle, die spannende Zeitreisen mögen, die nicht in den USA, sondern quasi vor der eigenen Haustür spielen, ist dieser historische Thriller sehr zu empfehlen.
Die Nadel von Ken Follett
Im April 1944, kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs, soll ein Mann, ein deutscher Spion, Hitler informieren, wo dieser seine Truppen gegen die geplante alliierte Invasion stationieren soll. Alles hängt von diesem einen Mann ab, da viele seiner ebenfalls in Großbritannien stationierten Spion-Kollegen als Agenten enttarnt wurden und keine validen Informationen mehr liefern. Faber, auch genannt “Die Nadel”, ist dieser Mann. Mit geschickter Tarnung, viel Erfahrung und der richtigen Intuition konnte er sich bislang einer Entdeckung entziehen und sendet regelmäßig wenig obrigkeitshörige wichtige Beobachtungen nach Berlin. Als er in seiner Pension von seiner Vermieterin beim Funken überrascht wird, ermordet er sie und begibt sich zu seiner zweiten – stets parallel laufenden – Identität. Er erfährt, dass Hitler auf seine Einschätzung bzgl. der britischen Truppenbewegungen Richtung Normandie wartet und soll in Aberdeen ein deutsches U-Boot besteigen, daß ihn und seine Fotos nach Deutschland bringen soll.
Faber findet heraus, daß es sich bei den Truppen in The Wash um potemkinsche Dörfer handelt – alle Panzer, Flugzeuge, Kasernen sind nur Schein und – im Falle der Panzer – aus Pappmaché und Furnierholz gemacht. Er schafft es, eindeutige Fotos zu machen, sendet diese an einen Vertrauensmann in der portugiesischen Botschaft und macht sich mit den Negativen auf den Weg nach Aberdeen. Der Vertrauensmann wird jedoch entdeckt, und nun wird Faber von der brititschen Polizei, Geheimdienst usw. verfolgt.
Parallel erfährt der Leser von einem jungen Paar, Lucy und David, das auf dem Weg von seiner Hochzeit in die Flitterwochen einige Jahre vorher einen Autounfall hat. David bleibt querschnittsgelähmt, was ihn besonders trifft, da er nach den Flitterwochen Kampfpilot werden sollte und sein Land verteidigen wollte. Nun ziehen die beiden jungen Menschen auf eine einsame Insel, die dem Vater gehört und David wird Schafzüchter. Sie bekommen ein Kind und verleben die Kriegsjahr unbehelligt aber unzufrieden auf der Insel, da David aus Selbstmitleid mit Lucy keine richtige Ehe führt.
Ganz am Ende kreuzen sich die Wege von Faber und dem jungen Paar – auf dramatische Weise…
Fazit
Ken Follett schafft es, einen an historischen Tatsachen ausgerichteten Roman sehr spannend dem Leser zu präsentieren. Trotz zahlreicher Details aus dem zweiten Weltkrieg (sehr gut eingebaute Nebenbemerkungen zu den Schwierigkeiten, Auto im Krieg zu fahren, da es Benzinrationierungen gab, der Art und Weise, wie die Polizei arbeitete, den Denkweisen der Bevölkerung, ihrem Land zu helfen usw.) wirkt die Geschichte sehr aktuell, da er vor allem die Beziehungen zwischen den einzelnen Akteuren und ihre Gedankengänge sehr einfühlsam und nachvollziehbar beschreibt.
Auch für nicht an Kriegsromanen interessierten Lesern sehr lesenswert und der erste Bestseller von Follett von 1978, dem viele weitere Erfolge folgten!
Cobra von Richard Preston
Vorbemerkung
Der Autor Richard Preston schreibt in seinem Vorwort zu dem 1997 erschienenen Roman, daß es sich um einen “Tatsachen-Thriller” handele, d.h. daß das im Roman verwendete Szenario der potentiellen Ermordung vieler Menschen durch den Einsatz von Biowaffen – in diesem Fall durch einen Virus – einen wahren Hintergrund besitze. Im Verlauf des Romans wechseln sich die Handlung und Hintergrundinformationen über biologische Waffen auch immer wieder ab – diese wissenschaftlichen Exkursions-Kapitel werden “Unsichtbare Geschichte” genannt. Zur zusätzlichen Unterstützung dieses “Reality”-Charakters befindet sich hinten im Buch auch ein fünfseitiges Glossar mit den wichtigsten wissenschaftlichen bzw. technischen Begriffen des Romans. Auf dem rückseitigen Cover erwähnt der Verlag zudem, daß Präsident Clinton nach dem Lesen des Romans so beunruhigt gewesen sei, daß er seinen Geheimdienst beauftragte, die genannten Sachverhalten zu prüfen.
Inhalt
Die Geschichte beginnt damit, daß eines Tages, Ende der 90er Jahre ein 17jähriges Mädchen in New York trotz offenbarer starker Erkältungssymptome dennoch zur Schule geht, wo sich ihr Zustand schnell weiter verschlechtert und binnen weniger Stunden so dramatische Züge annimmt, daß sie in einer Art epiliptischen Anfalls verstirbt. Da die Symptome sehr verdächtig sind, wird Alice Auston, eine Epidemologin in Georgia, beauftragt, bei der Autopsie dabei zu sein, um zu prüfen, ob es sich um einen Einzelfall handelt. Bei der Autopsie entdeckt sie, daß irgendetwas das Gerhin des Mädchens in sehr kurzer Zeit so zerstört hat, daß es nicht mehr richtig untersucht werden kann. Sie veranlaßt, daß alle Krankenhäuser beauftragt werden, ähnliche Fälle sofort zu melden. Und tatsächlich tauchen weitere Opfer auf, die auf den ersten Blick nichts miteinander gemeinsam haben. Fieberhaft
Neben den wissenschaftlichen Kapiteln “Unsichtbare Geschichte” gibt es einen weiteren Handlungsstrang, in dem der Leser von zwei amerikanischen Waffeninspektoren (Littleberry und Hopkins) erfährt, die im Irak versuchen, geheime Produktionsstätten zu entdecken und bei ihren Überprüfungen auf verdächtige Labore stoßen, es aber nicht schaffen, diese zu untersuchen, sondern stattdessen nicht nur in Gefahr geraten, sondern auch ausgewiesen werden.
Die Situation eskaliert relativ schnell, und so wird ein Krisenzentrum und Krankenhaus auf einer Insel vor New York eingerichtet, während parallel in der Stadt fieberhaft nach der Quelle des Virus gesucht wird, bevor es alle Bewohner auf die gleiche elende Weise zugrunde richtet wie die ersten Opfer.
Fazit
Die Handlung ist sehr interessant, der Leser wird jedoch von den ständig eingestreuten wissenschaftlichen (allerdings einfach formulierten) Hintergrundinformationen vielfach abgelenkt, so daß ein richtiges “Eintauchen” in die eigentlich spannende Geschichte kaum möglich ist, sondern eher wie eine “kalte Dusche” wirkt. Die Intention des Autors, die Allgemeinheit auf die Gefahr biologischer Waffen hinzuweisen, ist mit Hilfe eine fiktionalen Romans als Rahmenhandlung sicherlich sehr gut, aber es wäre vielleicht sinnvoller gewesen, die Handlung kontinuierlich ablaufen zu lassen und die Hintergrundinformationen an den Anfang oder das Ende des Buches zu stellen oder beispielsweise auch optisch deutlich von der Handlung abgehoben (bspw. durch Einfügen von Textkästen o.ä.) darzustellen. Die Charaktere sind gut und realistisch dargestellt, jedoch wird der Leser leider nur an wenigen Stellen von diesen so vereinnahmt, das er mit diesen mitfühlt.
Insgesamt jedoch ein empfehlenswertes Buch.
Die Chemie des Todes – Simon Beckett
Inhalt:
Die Zeit des Zerfalls einer Leiche kann man unter anderem anhand der Maden erkennen, welche in dem verwesten Körper schlüpfen. Die Maden wandern vom Körper aus in einer Reihe immer weiter Richtung Süden. Genau auf so eine Ansammlung von Maden treffen die Brüder Neil und Sam am Rand eines Waldes. Aus lauter Neugier folgen sie den Weg der Maden zurück und stoßen dabei auf eine nackte und verweste Leiche.
Die Mutter der beiden Jungen erzählt dem neuen Landarzt David Hunter, dass sie denke, dass es sich bei der Leiche um Sally Palmer handle. Während die Polizei die Leiche aufsucht, macht sich David Hunter auf den Weg zur Farm von Sally Palmer, um nach dem Rechten zu sehen. Dort angekommen, findet er ein verlassenes Haus und den toten Hund von Sally vor und ruft daraufhin die Polizei, um eine Vermisstenanzeige aufzugeben.
Einen Tag später konfrontiert die Polizei David mit seiner Vergangenheit als forensischer Anthropologe. Diesen Job in London hatte er nach dem Tod von seiner Frau und seiner Tochter aufgegeben, um in Manham als Landarzt neu anfangen zu können. Zurück erinnert an die damaligen Ereignisse, beginnen ihn erneut Alpträume zu plagen. Widerwillig stimmt er zu, bei der Identifizierung der Leiche zu helfen. Mithilfe eines Fingerabdrucks, kann die Leiche als Sally Palmer identifiziert werden.
Als eine weiter Frau aus dem Dorf vermisst wird, machen sich alle Bewohner auf, um nach ihr zu suchen. Bald schon müssen sie jedoch feststellen, dass der Mörder sich im Wald besser auskennt als sie.
Unterdessen freundet sich David mit der neuen Lehrerin Jenny an. Die beide fühlen sich verbunden und haben sofort einen Draht zueinander. Als die Leiche der zweiten Frau gefunden wird, entdeckt die Polizei, dass der Mörder seine Leiche mit toten Tieren markiert. Die Leiche von Sally Palmer hatte Schwanenfedern auf dem Rücken und im Bauch der zweiten Leiche befanden sich Hasenbabys. Während die Bewohner das Dorfes sich gegenseitig verdächtigen, schwebt Jenny in großer Gefahr. Wird David sie noch retten können und wird die Polizei den Mörder fassen können?
Fazit:
Mit sowohl schlichtem Cover als auch prägnantem Titel stößt einem „Die Chemie des Todes“ von Simon Beckett sofort ins Augen. Das Buch beginnt mit einem Bericht über die Verwesung von Leichen und auch im weiteren Verlauf erfährt man viel, was mit dem Körper nach dem Tod passiert.
Der Protagonist David Hunter, ein ehemaliger forensischer Anthropologe, schildert dem Leser die Ereignisse, die in dem kleinen Dorf Manham geschehen. Wie sich ein Dorf gegenseitig misstraut und ein kranker Mörder nacheinander Frauen entführt und sie dann ausbluten lässt. Die Geschichte wird zum größten Teil aus der Sicht von David Hunter erzählt und nur manchmal werden die Gedanken der entführten Frauen geschildert. Diese Perspektive ermöglicht dem Leser bis zum Schluss zu rätseln, wer der wahre Täter ist.
Genauso erging es mir beim Lesen. Wenn ich dachte ich wüsste, wer der Mörder ist, stellte sich schnell raus, dass er es nicht ist. Das Ende hat mich dann umso mehr überrascht und zugleich fasziniert. Ein sehr gut gelungener Thriller, der einen garantiert zum Gruseln bringt.
Der Rache süßer Klang – Karen Rose
Inhalt:
Bei einer Beerdigung auf einem Friedhof in Western Florida hat sich heimlich eine Frau eingeschlichen. Sue Conway. Sie schwört Rache zu nehmen, an allen, die ihr etwas angetan haben. Ihre Rache beginnt damit, den taubstummen 12 jährigen Alexander Quentin Vaugh zu entführen. Sie will so an Geld kommen, um ihre Rache noch zu versüßen.
Schnell wird klar, dass die Entführung nicht nur um Geld, sondern aus Rache an Mr. Vaugh begangen wird. Doch Sue muss ihren Plan ändern, denn ein Mann namens James droht, sie zu finden und zu töten. Sue versteckt sich mit Alec, den sie unter Medikamente setzt, in einem Frauenhaus, dem „Hannover House“.
Währenddessen heuern die Eltern von Alec einen alten Freund der Familie an, einen Privatdetektiv, um ihren Sohn zu finden. Ethan Buchanau macht sich auf die Suche nach Alec. Währenddessen nimmt Dana Dupinsky, die Leiterin des „Hannover House“ Sue und Alec, welche sich als Jane und Eric ausgeben, ohne Zögern auf und ahnt nicht, in welcher Gefahr sie sich befindet.
Dana ist eine sehr hilfsbereite Frau, die sich um das Wohl der andere Frauen kümmert und für sie sogar Papiere fälscht, damit sie einen Neuanfang wagen können. Doch bei Jane und ihrem Kind kommen ihr Zweifel. Eric liegt den ganzen Tag nur im Bett und scheint nichts zu essen. Auch die anderen Frauen im Frauenhaus machen sich Sorgen um Eric. Einigen ist Jane, alias Sue, von Anfang an suspekt.
Über eine Drohmail versucht Ethan und sein Kollege Clay die Entführer ausfindig zu machen. Die Drohmail und einige Überwachungsvideos führen Ethan nach Chicago. Am Bahnhof von Chicago, trifft Ethan auf Dana, die gerade auf die Ankunft einer neuen Bewohnerin wartet. Die beiden fühlen sich vom ersten Augenblick an stark zueinander hingezogen und versuchen, trotz ihren „Aufgaben“, Zeit für einander zu finden. Trotz aller Bindung erzählt Ethan Dana nichts von der Entführung und Dana erzählt Ethan nicht, dass sie in einem Frauenhaus arbeitet.
Ethans Lösung scheint nahe zu sein, doch wird er sie auch entdecken, bevor es zu spät ist? Unterdessen tötet Sue weitere Menschen auf ihrer Racheliste, auf der auch Dana bald steht.
Fazit:
„Der Rache süßer Klang“ ist einer von vielen Thrillern von Karen Rose. Karen Rose gibt dem Leser in ihren Bücher nicht nur die Sicht von einer Person, sondern lässt ihn auch an den Gedanken anderer, z.B. dem Mörder, teilhaben. So bekommt der Leser ein umfassendes Bild der Geschehnisse und der einzelnen Charaktere. Der einfach Satzbau führt zu einem leichten Lesefluss und überanstrengt den Leser nicht, wie manche andere Werke.
Die zu Beginn des Buches aufkommende Spannung erleidet im Hauptteil jedoch einen kleinen Tiefpunkt. Die eigentliche Entführung und die Morde geraten, in Anbetracht der aufkommenden Liebesbeziehung zwischen den zwei Protagonisten, in den Hintergrund, was ich persönlich zum Teil eher als störend empfunden habe. Eine Liebesgeschichte in einen Thriller einzubauen ist ja schön und gut, aber wenn mehr als 30% des Buches nur darum geht, wirkt es eher abschreckend.
Die Geschichte um die Entführung des taubstummen Jungens ist jedoch wunderbar ausgedacht und sehr gut umgesetzt. Das Ende gefällt mir persönlich wieder recht gut, da man erst ziemlich spät die wahren Gründe der Entführung erfährt und die meinem Anfangsverdacht nicht entsprochen haben. Alles in allem aber ein recht guter Thriller.
|
Zufällige Rezension
Rezensionen
Suche
Bewertungen
Autorenwertungen
Besucherwertungen
Sonstiges
Verwandte Seiten


|