Take me to the river

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  • Gesamt
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Rezension von: Ratte | Rezensionsdatum:

:  Take me to the River

Ein Kinderbuch aus Südafrika, das auch einige ernste Themen der jungen Nation am Kap abhandelt, Probleme, die sich aus den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und ihren ebenso unterschiedlichen Bräuchen, Normen und Werten ergeben.

Inhalt

In Take me to the river erzählt Russell H. Kaschula die Geschichte der Freundschaft zweier Jungen. Zama, ein Xhosa, verliert seinen älteren Bruder. Die stümperhaft ausgeführte Beschneidung des Jungen führte zu einer Infektion, an der er stirbt.

Zamas Vater besucht eine Abendschule, um sich zum Lehrer weiterzubilden. Nach dem Tod des ältesten Sohnes zieht die Familie in die Nähe der Schule um, an der Zamas Vater nach Abschluss seiner Ausbildung auch unterrichtet. Auch Zama wechselt die Schule, in der neuen Schule trifft er auf Pieter, der auch in der Nähe wohnt.

Der Autor erzählt Zamas Geschichte zuerst, widmet sich besonders Zamas Trauer um seinen Bruder, an den er unaufhörlich denken muss. Eine Schlüsselrolle spielt dabei jener besondere Tag, an dem ihn der Ältere mit an den Fluss genommen hatte. Nach Zamas wird Pieters Geschichte erzählt. Auch Pieter hat Probleme, mehr als genug. Seine Mutter hat wegen der Alkoholsucht des Vaters die Familie verlassen, Pieter weiß nicht, wo sie ist. Manches Mal wird der betrunkene Vater aggressiv und Pieter hat Angst vor ihm. Der Vater ist auch von der neuen Nachbarschaft, der schwarzen Familie, nicht gerade begeistert, besonders, als die Xhosa-Familie nach ihrer Tradition eine Kuh  in ihrem Garten schlachtet.

Der dritte Teil des Buches widmet sich Zamas und Pieters Freundschaft, die einer Reihe von Prüfungen standhalten muss. Die Jungen haben Probleme mit Mobbing, ein Mitschüler wird mit einem Messer verletzt und Pieter leidet weiter unter den Alkoholexzessen seines Vaters. Erst als der sich überreden lässt zu den Anonymen Alkoholikern zu gehen und auch Zama einen Weg findet, mit dem Verlust seines Bruders umzugehen, wendet sich ihr Leben zum Besseren.

Der Autor

Russell H. Kaschula ist Professor für afrikanische Sprachen an der Rhodes University in Grahamstown. Neben seiner Universitätskarriere ist er auch ein bekannter Kinder- und Jugendbuchautor, der in Englisch und in Xhosa schreibt. Thematisch widmet er sich besonders der Problematik, von Menschen geschaffene Grenzen zu überwinden, sich über diese Grenzen von Klasse, Hautfarbe oder Gruppenzugehörigkeit hinaus zu verstehen und auch zu verzeihen, was aus Unkenntnis und Ignoranz an Unrecht geschehen ist – typische Themen nicht nur Südafrikas.

Fazit

Das schmale Buch behandelt eine Vielzahl unterschiedlicher Themen, u.a. auch, wie schwer es ist dem Unterricht zu folgen, wenn der in einer anderen als der eigenen Muttersprache abgehalten wird oder z.B. auch die Frage von guten und schlechten Traditionen. Eine Geschichte über das Erwachsenwerden, die einerseits ganz viel mit der besonderen Situation in Südafrika zu tun hat und was es heißt, Afrikaner zu sein, andererseits aber auch viele Themen anspricht, die jede multikulturelle Gesellschaft beschäftigt. Auch die Sprache spiegelt die Wirklichkeit wieder, mit Xhosa-Ausdrücken in Zamas Geschichte  und Afrikaans in Pieters Teil.

Take me to the river ist trotz seiner Kürze eine „runde“ Geschichte, die viel Stoff zum Nachdenken bietet, aber auch einfach spannend zu lesen ist.

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